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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis fällt, Aktien steigen – Augen auf heute Nachmittag!

Claudio Kummerfeld

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Gold Barren Beispielfoto

Gestern konnte der Goldpreis seinen vorsichtigen Aufwärtstrend fortsetzen, den er letzte Woche Mittwoch begonnen hatte. Seitdem konnte er bis gestern Abend fast 30 Dollar zulegen auf 1.577 Dollar in der Spitze. Mit aktuell 1.566 Dollar geht dem Aufwärtstrend aber gerade die Puste aus. Schauen wir auf die aktuelle Lage, und vor allem, was heute Nachmittag passieren könnte.

Goldpreis geht kurzfristig die Puste aus – die möglichen Gründe

Der Goldpreis konnte die letzten Tage unter anderem ansteigen aufgrund des negativ interpretierten US-Arbeitsmarktberichts von letztem Freitag. Dazu kamen noch Meldungen von Rekord-Zuflüssen in Gold-ETFs im Januar, und oben drauf noch ein klein wenig Risk Off (raus aus Aktien, rein ins Gold). Und jetzt ganz aktuell? Naeem Aslam von Avatrade spricht davon, dass der Goldpreis etwas schwächelt, weil die Investoren gestern nicht das bekamen, was sie von der Federal Reserve (Fed) erwartet hätten. Aussagen von Fed-Offiziellen hätten das mit dem Coronavirus verbundene Risiko heruntergespielt. Damit erhalten die Aktienkurse (unsere Anmerkung) Auftrieb, und Gold wird geschwächt. Und so konnte der Dow seit gestern 20 Uhr deutscher Zeit bis heute früh auch mehr als 200 Punkte zulegen. Naeem Aslam spricht  von negativen Netto-Zuflüssen in einen der größten Gold-ETF (GDX) am gestrigen Montag. Dies bestätige die Tatsache, dass die Abwärtsbewegung im Goldpreis auch von den Institutionellen unterstützt werde.

Positiv für die Aktienkurse und negativ für den Goldpreis wirkt momentan wohl auch, dass die chinesischen Staatsmedien derzeit mit diversen Meldungen (siehe beispielsweise hier und hier) versuchen gute Laune zu verbreiten rund um das Coronavirus. Neue Fälle außerhalb von Hubei würden nun den siebten Tag in Folge sinken. Und die Regierung werde (sinngemäß zusammengefasst) alles tun, damit Unternehmen in China ihre Produktion so schnell wie möglich wieder aufnehmen können usw. Was will man der weltweiten Öffentlichkeit vermitteln? Wir haben die Lage im Griff, es geht aufwärts, man kehrt wieder zurück zur Arbeit, und die Auswirkungen des Coronavirus auf die chinesische Wirtschaft werden schon nicht so schlimm werden. Heute früh wirkt auch das negativ auf den Goldpreis.

Powell-Rede heute Nachmittag kann die Kurse bewegen!

Heute Nachmittag wird Fed-Chef Jerome Powell sprechen. Wird er die gestrigen Aussagen anderer Fed-Offizieller bestätigen, und die Auswirkungen des Cornavirus auf die US-Konjunktur klein reden? Obwohl er früher durchaus schon sagte, dass es spürbare Auswirkungen geben werde. Aber was zählt, ist ja stets die aktuellste Aussage. Auf jeden Fall können seine Aussagen heute Nachmittag die Kurse bewegen. Man achte auf den Goldpreis, den an der 50 Dollar-Marke klebenden Ölpreis (WTI), und die Aktienkurse, die ganz klar den Drang haben immer neue Rekorde erklimmen zu wollen.

Chartverlauf im Goldpreis seit dem 4. Februar
Goldpreis seit dem 4. Februar.

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Allgemein

Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Gold/Silber

Warum der Goldpreis nach einem Biden-Sieg kräftig ansteigen könnte

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis ist gestern weiter gestiegen auf bis zu 1.931 Dollar im Hoch. Heute Vormittag fällt er ein klein wenig zurück auf 1.917 Dollar. Aber er hält sich (unglaublich aber wahr) nach einer wochenlangen Qual um die 1.900 Dollar nun deutlich über dieser Marke. Seit Tagen schien es mit dem Goldpreis aufwärts zu gehen, weil die Hoffnungen zunahmen, dass es in Kürze eine Einigung in Washington DC geben würde für ein neues billionenschweres Konjunkturpaket.

Aber aktuell sieht es nicht nach einer Einigung aus. Der republikanische Mehrheitsführer im Senat hat durchblicken lassen, dass er vor der Wahl keine Abstimmung mehr über ein neues Stimulus-Paket zulassen will. Also egal ob sich Demokraten und Trump-Administration nun doch noch einigen, wird es vor der Wahl Anfang November wohl nichts mehr werden. Ein neuer Billionen-Stimulus würde bedeuten, dass die Wirtschaft angekurbelt würde, und damit tendenziell auch die Inflation in den USA steigen würde. Hinzu käme natürlich ein dramatischer weiterer Anstieg der US-Staatsverschuldung. Beides wäre gut für den Fluchthafen Gold, und der Goldpreis könnte wahrscheinlich profitieren.

Warum der Goldpreis kräftig zulegen könnte

Aber da dieses Szenario kurzfristig offenbar nicht funktioniert, schwächelt der Goldpreis heute. Aber wo die Stimulus-Hoffnung gerade abzuflauen scheint, da flammt sie gleich schon wieder auf. Denn es ist kein Geheimnis. Wie auch die SPD in Deutschland stärker als die CDU, so tendieren auch die Demokraten in den USA eher dafür deutlich mehr Schulden zu machen und mehr Staatsausgaben zu tätigen – die blinde Gläubigkeit an den Nachfrage-Push! Wo die Republikaner an ein „kleines Sümmchen“ denken, da haben Joe Biden und die Demokraten offenbar viel Größeres im Sinn.

So merkt der Commerzbank-Analayst Daniel Briesemann heute früh an, dass mit der US-Wahl die Karten neu gemischt werden. Sollte Joe Biden neuer US-Präsident werden und die Demokraten die Mehrheit im Senat erobern, könnte laut Daniel Briesemann ein noch viel größeres Fiskalpaket auf den Weg gebracht werden – die Rede sei von 5 Billionen US-Dollar. Davon sollte der Goldpreis grundsätzlich profitieren.

Meine Anmerkung dazu: Nehmen wir an Joe Biden gewinnt wirklich die Wahl. Dann gäbe es erst noch eine wochenlange Übergangsphase, bevor er wirklich als Präsident vereidigt wird. Dennoch könnte der Goldpreis nach Verkündung des Wahlergebnisses Anfang November nach oben springen, wenn konkreter verkündet wird, welchen Mammut-Stimulus er im Sinn hat. Es würde den US-Dollar womöglich weiter schwächen und den Goldpreis stärken.

US-Dollar

Wo wir schon beim US-Dollar angekommen sind. Seine Schwäche hatte jüngst dem Goldpreis nach oben geholfen. Von Montag früh bis gestern Abend war der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) deutlich gefallen von 93,75 auf 92,46 Indexpunkte. Seitdem konnte er auf dem Weg nach unten eine Pause einlegen und notiert jetzt bei 92,69 Indexpunkten. Dies hat für den jüngsten Rücksetzer im Goldpreis gesorgt. Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf der letzten 30 Tage. Ist die Marke von 1.900 Dollar nun wirklich, aber so richtig nachhaltig nach oben überlaufen worden? Und geht es nach einem möglichen Biden-Sieg wirklich kräftig bergauf?

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf der letzten 30 Tage

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