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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis fällt deutlich, zusammen mit Aktien – Deleveraging!

Claudio Kummerfeld

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am

Gold Barren

Der Goldpreis fällt deutlich! Vorhin trafen zwei Ereignisse aufeinander. Erst gab es um 13:45 Uhr die Entscheidung der EZB. Keine Zinssenkung, nur mehr Liquidität für die Banken, dazu noch etwas mehr Anleihekäufe. Eine Enttäuschung für die Märkte! Damit rettet man nicht die Konjunktur! Und dann kommt noch der heutige „erneute“ Crash bei US-Aktien dazu. Donald Trumps Einreisestopp für EU-Bürger hat die Märkte nur noch mehr verunsichert. Es herrscht Panik. Vorhin gab es dank der zu starken Verluste vorbörslich in New York wieder ein Limit Down. Aber wie es nun mal so ist. Nach der Pause geht es weiter bergab.

Goldpreis verliert deutlich

In den letzten 24 Stunden hat der Dow 30 gut 2.400 Punkte verloren. Der Dax ist mit -1.100 Punkten dabei. Ein Debakel. Dass Christine Lagarde mit ihrer EZB aktuell rein gar nichts zur Beruhigung der Märkte (auch wenn es nur ein Placebo wäre) beiträgt, sorgt für noch mehr Unruhe. Wir hatten vorhin schon angesprochen, warum der Goldpreis im Zuge des Risk Off Trades als „Sicherer Hafen“ einfach nicht ansteigen will. Die Verluste in Aktiengeschäften und sonstigen Trades sind derzeit so groß, dass die Profi-Anleger Gold verkaufen um an Cash zu kommen. Vor allem das große gehebelte Trading (auf Kredit zum Beispiel Aktien kaufen) bricht bei solchen massiven Kursverlusten in sich zusammen.

Die Anleger brauchen Cash, und der Goldpreis ist daher gerade genau so am Abstürzen wie die Aktienkurse. Der Goldpreis verliert seit heute Mittag um 12 Uhr von 1.638 Dollar deutlich auf aktuell 1.575 Dollar. Tendenz fallend. Im Chart sehen wir den aktuellen Absturz und davor den Verlauf der letzten 30 Tage. Im größeren Bild gesehen vergesse man nie das immer weiter sinkende Zinsumfeld und die zunehmende Attraktivität von Gold, die den Goldpreis weiter pushen kann. Kurzfristig ist diese Attraktivität natürlich sichtbar. Robert Zach erwähnt aktuell die Aussage einer Analystin, wonach die Long-Positionen am Terminmarkt bei Gold immer noch sehr hoch seien. Was bedeutet (so merken wir an), dass Anschlusskäufer fehlen. Wäre dies auch die nächsten Tage ein Grund, der einen steigenden Goldpreis ausbremsen sollte?

Goldpreis in den letzten 30 Tagen

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Hinterfrager

    12. März 2020 18:49 at 18:49

    Wenn nach einem bereits vorangegangenen Einbruch nahezu alle Asset-Klassen gleichzeitig, massiv und in hohen Volumina abverkauft werden, weil viele Marktteilnehmer dringend und reichlich Kohle benötigen, dann ist das ein Indiz für einen deflationären Crash, oder?

    • Avatar

      Andreas M.

      13. März 2020 08:06 at 08:06

      In dem Moment, wenn Kasse gemacht werden muss, fällt auf, dass der allergrößte Teil des Buchgeldes gar nicht existiert, sondern es sich nur um Buchgeld handelt. Insofern ist im Fall eines Margin Calls die Deflation zwangsläufig. Alles was dann zählt ist das was wir in den Händen halten. Alles andere löst sich dann in Luft auf.

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Gold/Silber

Goldpreis reagiert nicht wie gedacht – was ist da los? Expertenkommentare

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis fungierte diese Woche eindeutig nicht als sicherer Fluchthafen für Anleger, die vor Unsicherheit am Aktienmarkt fliehen wollen aufgrund der sich deutlich verschärfenden Corona-Lage, wodurch die globale Konjunktur in Mitleidenschaft gezogen wird. Gestern berichteten wir schon über den Absturz im Goldpreis zusammen mit dem Absturz an den Aktienmärkten. Ein ähnlicher Verlauf wie schon im März. Aktien, Öl und Goldpreis fielen kräftig, der US-Dollar als weltweit großer vermeintlicher sicherer Hort konnte profitieren. So auch gestern.

Goldpreis weiter unter der Fuchtel des starken US-Dollar

Der Goldpreis fiel von 1.910 Dollar im Tief bis auf 1.869 Dollar. Über Nacht konnten sich Märkte wie Aktien und Gold beruhigen, und das Edelmetall notiert jetzt bei 1.877 Dollar. Aber es kann weiter bergab gehen. Im Chart sehen wir im Vergleich seit Ende letzter Woche in blau den Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) gegen den fallenden Goldpreis in rot-grün. Es ist wie schon im Frühjahr erstaunlich, dass Gold als Fluchthafen überhaupt nicht funktioniert. Braucht es an den Aktienmärkten erst wieder eine gewisse Beruhigung, bis die Gold-Bullen voll auf steigende Kurse setzen? Heute um 13:45 Uhr steht die EZB-Zinsentscheidung an, und wichtiger wird dann die PK der EZB ab 14:30 Uhr sein. Aussagen von Christine Lagarde könnten Aktienmärkte, Devisenkurse und auch den Goldpreis in Bewegung bringen.

Expertenkommentare

Daniel Briesemann von der Commerzbank kommentiert ganz aktuell die Entwicklung bei Gold. Die Risikoaversion an den Finanzmärkten nehme dramatisch zu, und Gold befinde sich im Abwärtssog der Finanzmärkte. Der Goldpreis habe gestern nicht von der hohen Risikoaversion der Marktteilnehmer im Zuge der Ankündigung neuer Lockdown-Maßnahmen in verschiedenen europäischen Ländern profitiert, und sei mit in den Abwärtssog der Finanzmärkte geraten. Dabei sei der Goldpreis auch unter die charttechnisch wichtige 100-Tage-Linie gerutscht, was zu Anschlussverkäufen führte. Anzulasten sei der Preisrutsch dem festen US-Dollar, der als sicherer Hafen gefragt war. Dass Gold von dieser Eigenschaft nicht profitiert hat, erstaunt uns, so Daniel Briesemann. Der Preisrückgang sei diesmal nicht als Kaufgelegenheit erachtet worden. Die ETFs verzeichneten mit 7,6 Tonnen sogar die höchsten Abflüsse seit fünf Wochen. Die industriellen Edelmetalle seien wesentlich stärker gefallen als Gold. Silber brach zeitweise um 5,5% auf 23 USD je Feinunze ein. Palladium rutschte im selben Ausmaß ab. Platin hielt sich mit einem Minus von 3% noch halbwegs. Erst im späten Handel haben sich Gold und Co. etwas erholt.

Jasper Lawler von der London Capital Group kommentiert die Lage bei Gold aktuell so, dass der US-Dollar der klare Nutznießer gewesen sei – er habe einen fallenden Goldpreis und fallende Kurse bei wichtigen Devisen verursacht. EUR/USD fiel trotz 1,18 und GBP/USD schloss unter 1,30. Sogar Bitcoin fing etwas Flak ein und zog sich von einem 18-Monats-Hoch zurück, so Jasper Lawler.

Chart zeigt Kursverlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Gold/Silber

Experte Andre Stagge: Trading kurz vor der US-Wahl

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

So kurz vor der US-Wahl, worauf sollten Trader achten? Wer wird die Wahl gewinnen, und was bedeutet das für die Börse? Der Experte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) erklärt im folgenden ganz aktuellen Video seine Meinung und seine Handelsstrategie. Müssen seine Handelsstrategien „Turnaround Tuesday“ und „Ultimo“ in dieser besonderen Woche ausgesetzt oder angepasst werden?

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