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Aktuell: Goldpreis fällt deutlich, zusammen mit Aktien – Deleveraging!

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Gold Barren

Der Goldpreis fällt deutlich! Vorhin trafen zwei Ereignisse aufeinander. Erst gab es um 13:45 Uhr die Entscheidung der EZB. Keine Zinssenkung, nur mehr Liquidität für die Banken, dazu noch etwas mehr Anleihekäufe. Eine Enttäuschung für die Märkte! Damit rettet man nicht die Konjunktur! Und dann kommt noch der heutige „erneute“ Crash bei US-Aktien dazu. Donald Trumps Einreisestopp für EU-Bürger hat die Märkte nur noch mehr verunsichert. Es herrscht Panik. Vorhin gab es dank der zu starken Verluste vorbörslich in New York wieder ein Limit Down. Aber wie es nun mal so ist. Nach der Pause geht es weiter bergab.

Goldpreis verliert deutlich

In den letzten 24 Stunden hat der Dow 30 gut 2.400 Punkte verloren. Der Dax ist mit -1.100 Punkten dabei. Ein Debakel. Dass Christine Lagarde mit ihrer EZB aktuell rein gar nichts zur Beruhigung der Märkte (auch wenn es nur ein Placebo wäre) beiträgt, sorgt für noch mehr Unruhe. Wir hatten vorhin schon angesprochen, warum der Goldpreis im Zuge des Risk Off Trades als „Sicherer Hafen“ einfach nicht ansteigen will. Die Verluste in Aktiengeschäften und sonstigen Trades sind derzeit so groß, dass die Profi-Anleger Gold verkaufen um an Cash zu kommen. Vor allem das große gehebelte Trading (auf Kredit zum Beispiel Aktien kaufen) bricht bei solchen massiven Kursverlusten in sich zusammen.

Die Anleger brauchen Cash, und der Goldpreis ist daher gerade genau so am Abstürzen wie die Aktienkurse. Der Goldpreis verliert seit heute Mittag um 12 Uhr von 1.638 Dollar deutlich auf aktuell 1.575 Dollar. Tendenz fallend. Im Chart sehen wir den aktuellen Absturz und davor den Verlauf der letzten 30 Tage. Im größeren Bild gesehen vergesse man nie das immer weiter sinkende Zinsumfeld und die zunehmende Attraktivität von Gold, die den Goldpreis weiter pushen kann. Kurzfristig ist diese Attraktivität natürlich sichtbar. Robert Zach erwähnt aktuell die Aussage einer Analystin, wonach die Long-Positionen am Terminmarkt bei Gold immer noch sehr hoch seien. Was bedeutet (so merken wir an), dass Anschlusskäufer fehlen. Wäre dies auch die nächsten Tage ein Grund, der einen steigenden Goldpreis ausbremsen sollte?

Goldpreis in den letzten 30 Tagen

2 Kommentare

2 Comments

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    Hinterfrager

    12. März 2020 18:49 at 18:49

    Wenn nach einem bereits vorangegangenen Einbruch nahezu alle Asset-Klassen gleichzeitig, massiv und in hohen Volumina abverkauft werden, weil viele Marktteilnehmer dringend und reichlich Kohle benötigen, dann ist das ein Indiz für einen deflationären Crash, oder?

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      Andreas M.

      13. März 2020 08:06 at 08:06

      In dem Moment, wenn Kasse gemacht werden muss, fällt auf, dass der allergrößte Teil des Buchgeldes gar nicht existiert, sondern es sich nur um Buchgeld handelt. Insofern ist im Fall eines Margin Calls die Deflation zwangsläufig. Alles was dann zählt ist das was wir in den Händen halten. Alles andere löst sich dann in Luft auf.

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Goldpreis: Kommt im April der Durchbruch über 1700 Dollar?

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Wird der Goldpreis im April nach oben ausbrechen und die symbolisch wichtige Marke von 1700 Dollar überwinden?
Die Coronavirus-Pandemie und der derzeitige wirtschaftliche Stillstand haben den amerikanischen Arbeitsmarkt schwer getroffen und im April 2020 weitere Gewinne für Gold ausgelöst. Ein historischer Höchststand in den USA von 6,6 Millionen wöchentlichen Arbeitslosenanträgen ließ den Goldpreis an nur einem Tag um 2% steigen. Dieser erschütternde Anstieg der Arbeitslosenquote erwies sich als höher als ursprünglich erwartet. Und es ist wahrscheinlich, dass die Quote in sehr naher Zukunft über 10% liegen wird –  und das wird sich höchstwahrscheinlich auf den Goldpreis auswirken.

Traditionell wurde Gold in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit immer als sicherer Hafen angesehen. Und nun sind wir wieder erstmals nach der Finanzkrise wieder in einer Situation großer Unsicherheit –  daher wird der Aufwärtstrend beim Goldpreis höchstwahrscheinlich noch einige Zeit anhalten. Der Goldpreis hat am Freitag die Marke von $1.626 pro Unze überschritten, und einige Analysten sehen den Bereich von $1.640 als wichtigen Widerstand an, dessen Bruch weitere Aufwärtsdynamik auslösen dürfte..

Sollte sich die wirtschaftliche Situation jedoch weiter verschlechtern, könnte Gold sehr wohl auf viel höhere Niveaus steigen. Tatsächlich könnte der Goldpreis über die Marke von 1.700 Dollatr steigen. Und auf der Grundlage der aktuellen charttechnischen Ausgangslage wird dies wahrscheinlich die Hauptwiderstandszone sein, bevor die Preise dann in den Bereich historischer Höchststände emporschnellen werden.

Goldpreis: Zwischen hoher physischer Nachfrage und felationärem Schock

Wichtig: die Nachfrage nach physischem Gold ist enorm hoch – so können etwa Banken in New York kein physisches Gold mehr liefern, sodass der Preis für physisches Gold stärker steigt als das über Derivate gehandelte „Papiergold“.

Derzeit erleben wir eine Art „Credut Crunch“: Kredite werden nicht bedient, Mieten nicht bezahlt – es ist ein deflationärer Schock, die sich wie kippende Dominosteine durch das Wirtschaftssystem walzt. Nach diesem deflationationären Schock aber kommt der Umschlagspunkt, an dem „Cash Trash“ wird, wie der Hedgefondsmanager Ray Dalio im Januar verkündet hatte. Und das dürfte dann den Goldpreis in neue Dimensionen katapultieren – als ultimativer Schutz vor Inflation.

David Jones, chief market startegist bei capial.com, analsysiert die charttechnische Lage für den Goldpreis – und geht davon aus, dass schon im April die wichtige Marke von 1700 Dollar überwunden werden sollte:

Der Goldpreis in der Phase eine deflationären Schocks

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Gold: Der Preis steht kurz vor der großen Entscheidung

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Der Goldpreis steht derzeit im Fokus der Märkte – vor allem die Nachfrage nach physischem Gold ist enorm. Nach wie vor wird das Gold nicht nur als begehrtes Edelmetall gehandelt, es ist zugleich noch eine offizielle Währung.

Nicht umsonst gibt es das Währungssymbol XAU. X steht für „Exchange“ und AU für lateinisch „Aurum“. Der Goldpreis ist auf dem Handelsbildschirm jeden Händlers unverzichtbar. Das Gold hat aber noch eine weitere Eigenschaft: Gold kauft man, um sich zu schmücken oder für unsichere Zeiten vorzusorgen. Wer soll denn schon in einfaches Papiergeld Vertrauen haben?

Wir haben jetzt unsichere Zeiten. Demnach wird Gold nicht gekauft. Wer unsichere Zeiten fürchtet, sollte es schon gekauft haben, sonst ist er zu spät dran. Aktuell wird es tendenziell wieder umgewechselt – wofür war es ursprünglich auch bestimmt. Dennoch reagiert der Goldpreis auf wirtschaftliche  Meldungen sehr sensibel. Der Goldmarkt ist historisch gesehen sehr konstant. Seitdem die großen Notenbanken von Russland, Venezuela, Ungarn, Polen etc. ihre Goldreserven massiv aufstocken, unterliegt der Goldpreis enormen Schwankungen. Das gab es bis dato noch nicht. Teilweise ist die Volatilität auf über 40 USD pro Tag angewachsen. Ein Fakt ist auch, dass sich diese Schwankungen nicht nur auf die Ober-, sondern auch auf die Unterseite beziehen. Wenn die halbe Welt die letzten 5 Jahre das Gold gekauft hat, warum soll es jetzt verkauft werden?

Die Erklärung ist ganz einfach: Die Notenbanken, respektive auch die verschiedenen Staaten, benötigen das Geld jetzt für etwas Anderes. Für die aktuelle Krise nämlich. Somit bricht die starke Nachfrage der letzten Jahre weg. Dazu kommt dann auch noch, dass die Menschen teilweise Gold in Bargeld tauschen. Dies macht prozentual nicht sehr viel aus, aber die Nachfrage ist aktuell nicht wie gewöhnlich am Markt gegeben.

Das mögliche Szenario für den Gold und den Goldpreis

Betrachtet man den mittelfristigen Chart, dann spürt man förmlich, dass der Goldpreis steigen möchte. Nur eine Tatsache stört: Es ist der Deckel bei ca. 1.630 USD. Aktuell gibt es noch einen starken Käufer auf dem Weltmarkt. Er hat ein strenges Limit vorgegeben – und dies liegt bei ca. 1.630 USD. Zugleich gibt es auch noch eine Unterstützung bei ca.1.579 USD (Magenta Linie). Diese Unterstützung ist dynamisch und verändert sich laufend.

Der Goldpreis floatet in dieser Preispanne. Aus technischer Sicht, gibt es aber genügend Kaufsignale (rote Kreise), die ein weiteres Ansteigen des Preises bei Gold vorhersagen. Es bedarf nur des Durchbruchs des Widerstandes bei 1.630 USD, dann wäre der Weg frei bis zunächst 1.643 USD und anschließend bis 1.703 USD. Gefährlich wird es nur, wenn die Unterstützung bei 1.579 erneut getestet werden sollte. Diese Unterstützung muss halten, ansonsten ist das letzte Low bei 1.451 USD für den Goldpreis wieder in Sicht.

Dieses Szenario ist aber unwahrscheinlich. Es gibt aktuell keinen Grund, außer Liquiditätsschwäche, das Gold zu verkaufen. Empfehlenswert ist sicherlich, die obere und untere Marke im Auge zu behalten. Die Break-Out Trader können eine Pending-Order für den Kauf über dem wichtigen Widerstand bei 1.630 USD setzen.
Geht der Kurs durch, ist man mit dabei. Der Goldpreis bewegt sich seit vielen Monaten in sehr schnellen Schritten. Aktuell ist der Kurs in einer Seitwärtsbewegung eingesperrt. Es wird vermutlich demnächst eine sehr schnelle Bewegung geben, die den Ausbruch verursacht. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass diese Bewegung auf der Oberseite zu sehen sein wird.

Gold steht vor einem Ausbruch nach oben


Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Gold ist physisch extrem nachgefragt

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Aktien

Heiko Thieme und der Tiefpunkt im Dax bei 8.250 Punkten

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Das Coronavirus schüttelt die Börsen durcheinander - Dax Tief bei 8.250?

Über 10 Millionen Amerikaner haben sich binnen 2 Wochen arbeitslos gemeldet! Das ist eine extrem schnelle Entwicklung, die gestern sogar die schlimmsten Analystenerwartungen übertroffen hat. Manuel Koch hat im folgenden Video auch mit Marcel Fratzscher vom DIW gesprochen. Man müsse ehrlich sagen, dass die Wirtschaftsforscher Szenarien vorrechnen und keine verlässlichen Prognosen abgeben könnten, so Fratzscher. Drei Varianten für den Verlauf der aktuelle Krise gäbe es.

Auch interviewt Manuel Koch im Video den als gnadenlosen Optimisten bekannten Börsianer Heike Thieme. 8.250 Punkte sei der Tiefpunkt im Dax in diesem Crash, so Thieme. Beim Dow läge das Tief bei 18.200 Punkten. Gehe man nach dem Buchwert, dann sei der Dax jetzt sehr preiswert. Setze nicht Mitte des Jahres ein Erholungstrend ein, dann müsse man umdenken – so lässt Heiko Thieme sich also noch eine Option offen, falls es doch noch tiefere Tiefs gibt? Denn, so sagt er auch, dies sei derzeit eine völlig neue und unbekannte Phase in der Börsenwelt.

Manuel Koch bespricht im Video auch zwei konkrete Tradingideen. Es sind die Top-Empfehlungen der trading-house Börsenakademie. So wird die Aktie von Adidas zum Kauf empfohlen mit dem Instrument einer Stop Buy Order. Ebenso ist man für Gold optimistisch. Auch hier wird ein Kauf mit einer Stop Buy Order angeraten.

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