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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis fällt kräftig, Dax springt hoch – das ist der Grund

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis fällt aktuell deutlich! Aktuell notiert das Edelmetall bei 1.682 Dollar. Kurz vor 14:30 Uhr notierte der Preis noch bei 1.702 Dollar. Aber dann ab 14:30 kam der Goldpreis ins Rutschen. Dies sieht man gut im letzten Teil des folgenden Charts, der den Kursverlauf der letzten fünf Tage zeigt. Vorhin wurden in den USA die Arbeitsmarktdaten für den Monat Mai veröffentlicht.

Sensationelle US-Arbeitsmarktdaten

Bei Erwartungen von 8 Millionen verlorenen Jobs im Mai gab es einen Zuwachs von 2,5 Millionen Stellen! (hier die Details) Eine Sensation, so kann man es sagen! Diese Zahl sagt aus, dass sich die US-Wirtschaft mutmaßlich schneller von der Coronakrise erholen kann, als alle Analysten es erwartet haben. Ob es so kommt, wer weiß das schon. Aber zumindest steht hier und jetzt diese sensationelle Zahl im Raum, und bewegt die Kurse! Markus Koch hat dieses Ereignis vorhin auch in seinem aktuellen Video thematisiert (hier geht´s zum Video).

Warum der Goldpreis so negativ reagiert? Gold ist der Sichere Hafen Nummer 1 bei Unsicherheiten, Krisen etc. Entspannen sich Krisensituationen, steigt schnell die Lust der Anleger auf mehr Risiko (Risk On Risk Off Trade, hier gut erklärt), und sie kaufen zum Beispiel vermehrt Aktien, und meiden Gold. Deswegen springt aktuell auch der Dax an und steigt seit 14:30 Uhr um 110 Punkte.

Goldpreis verliert, Dax und Dow legen zu

Der Dow 30 schafft in ganz kurzer Zeit seit 14:30 Uhr ein Plus von mehr als 400 Punkten! Also, raus aus Gold, rein in riskantere Anlagen, weil die Hoffnung auf eine schnellere konjunkturelle Erholung steigt (zumindest basierend auf dieser einen Zahl). Das ist das aktuelle Marktszenario, das jetzt angesprungen ist. Schon vorgestern schwächten leicht bessere Konjunkturdaten Gold kurzfristig (mehr dazu hier). Neben dem Goldpreis büßt übrigens auch der Schweizer Franken gerade ein, als weiterer Fluchthafen für unsichere Zeiten. Euro vs Schweizer Franken steigt seit 14:30 Uhr von 1,0857 auf aktuell 1,0897.

Ganz aktuell hier ein Marktkommentar zu Gold von Naeem Aslam von Avatrade: Der Goldpreis driftete auf der Grundlage dieser Daten nach unten, da dies Fragen zu den Aussichten für eine Zinsbewegung im negativen Bereich aufgeworfen hat. Die Botschaft ist, dass Gold vorerst in Ungnade gefallen sein könnte.

Chart zeigt Goldpreis Verlauf der letzten fünf Tage

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Goldsammler

    5. Juni 2020 15:53 at 15:53

    Einfach mal die Q2-Daten im Juli abwarten. (Vermutlich sind die aber auch von den Chinesen kreiert worden. Es ist einfach lächerlich was an den Märkten abgeht. Eigentlich bin ich ich nicht derjenige der Manipulation schreit, hier ist aber ein gewisses „Geschmäckle“ vorhanden. Man denke nur mal an die NFP zahlen der Vergangenheit. Der Knall wird sehr laut!

    • Avatar

      Columbo

      5. Juni 2020 17:43 at 17:43

      @Goldsammler

      „Es ist einfach lächerlich was an den Märkten abgeht…“

      Wie kommt man eigentlich auf die Idee, zu glauben, der Markt sei lächerlich?
      Da könnte man gleich auch sagen: „Lächerlich, was da heute mit dem Wetter abgeht. Zuerst regnet es und plötzlich scheint die Sonne“.
      Lächerlich ist nur der Mensch😆, nicht das Wetter und nicht der Markt.

      • Avatar

        Trigo

        5. Juni 2020 19:12 at 19:12

        Was für Märkte??

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        leftutti

        5. Juni 2020 20:15 at 20:15

        @Columbo, kleiner Logikfehler: Das Wetter ist ein vom Menschen losgelöstes Phänomen (im Ggs. zum Klima, auf das der Mensch langsam, aber sicher immer mehr negativen Einfluss nimmt, auch wenn er die Auswirkungen nicht steuern kann). Der Markt ist jedoch ein rein menschliches Konstrukt, dahinter stehen menschlich Entscheidungen (oder die von ihm fehlprogrammierten Bots). Märkte kann man theoretisch sofort stoppen, aussetzen, neu bewerten, beeinflussen, was ja auch laufend in in zunehmendem Maß passiert. Wenn also der Mensch lächerlich ist, ist es auch der durch ihn geschaffene und beeinflusste Markt. Es sei denn, man würde wieder zu sog. „freien“ Märkten zurückkehren, ohne nennenswerte Einflussnahme von Politikern, Notenbanken und Zu-Dick-Fischen.

  2. Avatar

    Übelkeit

    5. Juni 2020 16:51 at 16:51

    technische Reaktion.

    1) Viele schauen nur auf den Goldpreis in USD und verkaufen aktuell nahe des letzten Hochpunkts. Sie übersehen, dass Gold jedoch praktisch in allen anderen Währungen weit über ATH steht. Und das viele Geld wird die Märkte ja erst noch fluten.

    2) Jeder weiß, dass in der EU die Banken die Schwachstelle sind. Eine Trendwende ist wohl kaum in Sicht und dennoch gab es nach dem herben Abverkauf aktuell eben eine Gegenreaktion technischer Natur.

    Dieses fallende Dreieck sollte man kennen:
    https://www.guidants.com/share/chart/,4068696

  3. Avatar

    asisi1

    5. Juni 2020 19:20 at 19:20

    Wer heute noch staatlichen Faselärschen etwas glaubt, sollte doch lieber mal in die Kirche gehen. Hier glauben sie auch noch, das die Kirche Gottes Wort lebt!
    In Deutschland leben mittlerweile ca. 70% der Bevölkerung vom Staat, also von den restlichen 30%! Das geht nur noch über das Geld drucken, aber irgendwann ist es aus!

    • Avatar

      Stina

      5. Juni 2020 21:28 at 21:28

      @asisi1, echt jetzt?! Ich dachte immer, dass der Staat zu etwa 66% bis irgendwann weit in den Juli von der Bevölkerung lebt?! Diese neue Sichtweise sollten Sie uns näher erläutern, ernsthaft und fundiert.

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Goldpreis steigt über 1.900 Dollar-Marke – aktuelle Lage und Ausblick

Claudio Kummerfeld

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Ein Gold-Barren

Der Goldpreis konnte gestern nach guten Konjunkturdaten leicht ansteigen. Eine bessere Konjunktur in den USA steht gleichbedeutend mit einer höheren Inflationserwartung (durch das Anziehen der Nachfrage), was wiederum für Gold spricht – zumal die Fed die Garantie gegeben hatte, bis zum Jahr 2023 die Zinsen nicht anzuheben. Deswegen stieg der Goldpreis gestern gut 10 Dollar an auf knapp unter 1.900 Dollar.

Bis heute Mittag ging es unklar weiter unter der Marke von 1.900 Dollar. Um 14:30 Uhr gab es vorhin die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Verbraucherpreise aus den USA. Die Anträge fielen besser aus, und die Inflation kam ein klein wenig höher rein als gedacht. Das Interessante dabei: Der Goldpreis fing schon vorher ab 14:15 Uhr an zu steigen, von 1.898 auf 1.909 Dollar im Hoch um 14:35 Uhr.

Goldpreis nach dem ISM-Index und Ausblick auf morgen

Der Goldpreis steigt – und das obwohl der US-Dollar Index (Währungskorb) seit 14:30 Uhr von 93,60 auf 93,80 Indexpunkte gestiegen ist. Ganz aktuell um 16 Uhr wurde der ISM-Index veröffentlicht. Mit 55,4 Punkten kam er schwächer rein als erwartet (56,4). Und zack, aktuell rutscht der Goldpreis wieder runter auf 1.898 Dollar.

Was lernen wir daraus? Die Lage im Goldpreis ist derzeit mehr als undeutlich. Eigentlich würde man denken, dass nun mal wieder ein Anlauf anstehen könnte für Kurse deutlich über 1.900 Dollar. Eigentlich ist der Markt diese Woche sehr datenlastig unterwegs, und bleibt fixiert auf den US-Dollar. Aber die Lage am Markt scheint nicht ganz klar zu sein. Eine große kräftige Bewegung ist derzeit nicht vorhanden. Morgen um 14:30 Uhr werden die großen offiziellen US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Vielleicht bringen sie endlich eine klare Richtung, eine kräftige Bewegung in den Markt? Im Chart sehen wir den Kursverlauf seit Ende letzter Woche.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis seit Ende letzter Woche

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Goldpreis: Die aktuelle Lage nach Trump-Biden-Battle, BIP und ADP-Daten

Claudio Kummerfeld

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Gold

Der Goldpreis könne deutlich reagieren nach der Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden, so hatten wir es gestern in Aussicht gestellt. Heute Nacht dann fand die Debatte statt (hier in voller Länge ansehen). Kurz zusammengefasst: Es war Debakel, eine Schlammschlacht. Ein wirklich klarer Sieger ging aus dem Duell nicht hervor, obwohl einige Beobachter doch Joe Biden leicht vorne sehen. Finden Sie beim Klick an dieser Stelle den heutigen Kommentar hierzu von Markus Fugmann.

US-Daten ohne Wirkung

Tja, aus einer möglichen deutlichen Bewegung im Goldpreis nach diesem Rededuell wurde nichts. Notierte Gold heute Nacht um 3 Uhr zum Beginn dieser Schlammschlacht noch bei 1.895 Dollar, so fiel er bis heute Mittag auf 1.884 Dollar zurück. Der US-Dollar als in den letzten Wochen bestimmender Gegenfaktor zum Goldpreis konnte seit heute Nacht nur minimal steigen.

Dann vorhin um 14:15 Uhr wurden die wichtigen ADP-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht als Vorläufer für die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für September. Sie wurden mit 749.000 neuen Stellen in den USA besser vermeldet als erwartet (die Prognose lag bei 650.000 neuen Stellen). Eine Reaktion an den Märkten folgte daraufhin aber auch nicht.

Was den Goldpreis aktuell steigen lässt

Dann um 14:30 Uhr wurden in den USA Daten zum Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht, die aber ebenfalls so langweilig waren (3. Veröffentlichung der BIP-Daten), dass sie den Goldpreis nicht bewegen konnten. Laut aktuellen Berichten, die seit 14:35 Uhr kursieren, soll der Chicago-Einkaufsmanagerindex besser ausfallen als gedacht (wir werden um 15:45 Uhr über die offizielle Veröffentlichung berichten). Bessere Konjunktur in den USA gleich höhere Inflationserwartung (durch das Anziehen der Nachfrage), was wiederum für Gold spricht – zumal die Fed die Garantie gegeben hat, bis zum Jahr 2023 die Zinsen nicht anzuheben. Seit 14:38 Uhr steigt der Goldpreis von 1.887 Dollar auf aktuell 1.897 Dollar!

Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage

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Aktienmärkte und Gold: Nach der Erholung geht es wieder bergab!

Redaktion

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Sowohl die Aktienmärkte als auch Gold und Euro-Dollar konnten sich zuletzt nach der Schwäche im September wieder erholen. Aber wie weit geht die Erholung? Derzeit ist ja eines auffallend: entweder die Aktienmärkte, Gold und der Euro steigen – dann fällt der Dollar. Oder der Dollar steigt – dann fallen die Aktien-Indizes, Gold und eben auch der Euro.

Chris Zwermann blickt auf die charttechnische Ausgangslage bei diesen Märkten – und sagt: nach der Erholung geht es für Indizes wie den Nasdaq 100 und den Dax weiter bergab. Dazu blickt Zwermann noch auf die Aktienindizes von Brasilien, Hongkong und den heimlichen Star der Aktienmärkte, den OMX in Kopenhagen- sowie auf interessante Aktien im Bereich Erneuerbare Energien:

Nach der Erholung geht es für die Aktienmärkte und für Gold wieder bergab, so Chris Zwermann

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