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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis fällt, Ölpreis im Fokus! Aktien steigen – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Gold Barren Beispielfoto

Es gibt derzeit keinerlei Entwarnung aus China zum Thema Coronavirus. Die Infektionszahlen nehmen zu. In Hongkong demonstrierten Krankenhausmitarbeiter sogar schon dafür, dass endlich alle Grenzen zum Festland geschlossen werden sollen. Aktienkurse, Goldpreis und Ölpreis reagieren heute auf den ersten Blick etwas merkwürdig auf die Krise. Wir wollen hier den aktuellen Stand der Dinge beleuchten, wobei auch die OPEC heute eine wichtige Rolle spielen könnte. Achten Sie heute auf Öl, möchten wir dazu nur schon mal sagen!

Aktien steigen dank „Hilfe aus China“

Markus Fugmann hat es heute früh in seinem Videoausblick angesprochen. China flutet die Märkte mit Geld. Der Coronavirus soll die Wirtschaft nicht all zu sehr kaputtmachen. Das gibt aktuell den westlichen Aktienmärkten Hoffnung. Der Dow 30 ist seit gestern Abend auf Terminbasis bis jetzt um 300 Punkte gestiegen. Der Dax kann seit gestern Abend bis jetzt mehr als 100 Punkte zulegen. Die Hoffnung ist also da, dass irgendwie alles gut werden wird.

Goldpreis und Ölpreis unter Druck

Wir haben es die letzten Tage mehrmals angesprochen. Die OPEC könnte sich genötigt fühlen kurzfristig ihre Fördermengenkürzung aus Dezember (500.000 Barrels pro Tag weniger produzieren) nochmal auszuweiten, um dem immensen Nachfragerückgang aus China (dank Coronarivus) entgegenzuwirken. Das könnte vielleicht heute passieren? Denn die OPEC scheint heute mit ihren Partnern (vor allem Russland zu besprechen, ob man aktiv werden will. Der Ölpreis ist tagelang brutal gefallen. WTI-Öl erreichte gestern seinen Tiefpunkt bei 49,69 Dollar. Bis jetzt ist der Ölpreis schon auf 51,15 Dollar gestiegen. Ist das schon die Hoffnung auf die OPEC? Gibt es eine Entscheidung des Kartells, setzt dann eine kleine Rally ein, und der Ölpreis steigt weiter? Also, werfen Sie heute bitte einen genaueren Blick auf Öl!

Der Goldpreis schmiert gerade weiter ab. Die Aktienmärkte sind „frohen Mutes“ dank der chinesischen Geldpumperei nach dem Motto „wird schon werden“. Die jüngste Injektion von 400 Milliarden Yuan war laut Alex Ho von investing.com die größte Geldspritze eines einzelnen Tages seit mehr als einem Jahr. Wo der Optimismus wächst und die Risikobereitschaft steigt, da dreht sich der Risk Off Trade schnell um in einen Risk On Trade. Geld fließt also aus vermeintlich „Sicheren Häfen“ wie Gold wieder in Aktien. Dementsprechend verliert der Goldpreis heute weiter. Bei 1.591 Dollar lag der Goldpreis im Hoch Montag früh. Seitdem fällt Gold. In den letzten zwei Stunden geht es nochmal verstärkt abwärts mit -6 Dollar auf aktuell 1.567 Dollar. Im Chart sieht man den Verlauf im Goldpreis seit Ende Dezember. Die Long-Seite sollte man insgesamt gesehen noch nicht ganz abschreiben, wenn man bedenkt wie stark der Aufwärtsdrang noch letzte Woche war!

Goldpreis Verlauf seit Ende Dezember

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    PK

    4. Februar 2020 11:40 at 11:40

    wie sagte ich vor ein paar Tagen:
    Wenn man nicht begreifen kann wieso die Börsen bei bestimmten News nur wenig fallen kann man ziemlich sicher sein, daß man kaufen muss.
    Irgendwann wird das mal in die Hose gehen aber der statistische Erwartungswert ist halt positiv…

  2. Avatar

    Helikoptergeld-Pilot

    4. Februar 2020 15:00 at 15:00

    Es war voraussehbar dass die Vereinigten Notenbanken den Absturz mit allen Mitteln verhindern
    wollen.Die Frage ist,ob die DICKFISCHE die Rebounds zum günstigen Aussteigen benützen oder nicht.
    Wenn es so wäre, dann hätten die riesigen Geldspritzen wieder einmal nur den oberen 10% genützt.
    Die grösste Umverteilungsaktion der Geschichte lässt grüssen.Die nächstenTage werden zeigen ,ob Anschlusskäufe folgen oder eben Glattstellungen.
    Hat doch ein Poster geschrieben, wenn die Notenbanken die Wirtschaft retten wollen, ( u.nicht die Aktienkurse) müssen sie die Geldflut über die 70% Nichtshabenden ergiessen.
    Das wäre dann das oft besprochene Helikoptergeld oder noch besser Drohnengeld.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

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So kurz vor der US-Wahl, worauf sollten Trader achten? Wer wird die Wahl gewinnen, und was bedeutet das für die Börse? Der Experte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) erklärt im folgenden ganz aktuellen Video seine Meinung und seine Handelsstrategie. Müssen seine Handelsstrategien „Turnaround Tuesday“ und „Ultimo“ in dieser besonderen Woche ausgesetzt oder angepasst werden?

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Goldpreis steigt nicht – Gründe, aktuelle Lage, Expertenkommentar

Claudio Kummerfeld

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Gold und US-Dollar mit Adler

Der Goldpreis war letzte Woche wacklig unterwegs (wir berichteten). Das gilt auch für diese Woche. Wird die runde Marke von 1.900 Dollar zur Dauer-Qual für die Gold-Bullen, weil der Goldpreis immer und immer wieder hierhin zurückfällt? Ganz aktuell fällt der Goldpreis wieder zurück von 1.910 Dollar heute früh auf jetzt 1.901 Dollar.

Zwar sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen seit letztem Freitag wieder gesunken von 0,86 auf 0,80 Prozent. Aber der US-Dollar (in Form des Dollar-Index) zeigt sich seit Freitag relativ stabil auf Niveaus um die 93 Indexpunkte. Der Rückfall im US-Dollar konnte letzten Mittwoch gestoppt werden, und ist seitdem abgesagt. Dies ist schlecht für den Goldpreis.

Goldpreis-Anstieg bei Verschärfung der Corona-Lage?

Wir empfehlen beim Klick an dieser Stelle die gestrige Analyse von CMC Markets-Analyst Jochen Stanz zu Gold. Er bespricht ausführlich die Frage, ob im Goldpreis der große Knall bevorsteht. Was, wenn der zweite globale Lockdown umfassend durchgeführt wird? Die Staatsausgaben zur Stützung von Bevölkerung und Wirtschaft überall auf der Welt würden die Staatsverschuldungen immens nach oben treiben, was eine große Chance für Gold darstellen könnte.

Aber im Augenblick klebt der Goldpreis weiter an der 1.900 Dollar-Marke. Die Aktienmärkte fallen, und der US-Dollar sackt nicht weiter ab. Wir erinnern uns. Im März, wo die Corona-Panik weltweit am Schlimmste war, schoss der Dollar-Index von 95 auf 103 Indexpunkte nach oben (Flucht in den Sicheren Hafen US-Dollar), und zwar sehr schnell. Der Goldpreis fiel von 1.700 auf 1.464 Dollar. Also: Könnte der Goldpreis bei einer dramatischen Verschärfung der Corona-Lage erneut nicht profitieren, weil der steigende US-Dollar Gold ausbremst?

Heutige Konjunkturdaten

Derzeit jedenfalls kann der Goldpreis als sicherer Fluchthafen in unsicheren Zeiten nicht von den weltweit stark zunehmenden Corona-Infektionszahlen profitieren. Heute um 13:30 Uhr werden in den USA die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter veröffentlicht, und vermutlich um 12 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht der weltweit größte Baumaschinenhersteller Caterpillar seine Quartalszahlen. Beide Ereignisse könnten Aktienkurse und US-Dollar in Bewegung bringen, wie auch den Goldpreis. Genauso kann auch das um 15 Uhr veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen die Kurse bewegen.

Aktueller Analystenkommentar

Die Experten der Commerzbank haben vor wenigen Minuten einen Researchbericht auch zu Gold veröffentlicht. Hier auszugsweise im Wortlaut:

Heute Morgen notiert Gold weiter in unmittelbarer Nähe der 1.900 USD-Marke, die eine starke Anziehungskraft auf den Preis ausübt. Gold in Euro gerechnet notiert seit etwa vier Wochen knapp oberhalb von 1.600 EUR je Feinunze. Eine nennenswerte Preiskorrektur wird unseres Erachtens durch die anhaltend solide Investmentnachfrage verhindert. Gestern verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs Zuflüsse von 3,5 Tonnen. Auch wenn die Dynamik der Zuflüsse in den letzten Wochen nachgelassen hat, erachten offenbar viele Marktteilnehmer den aktuellen Goldpreis noch als attraktive Kaufgelegenheit. In China hat sich die Goldnachfrage gemäß Angaben des Verbands der chinesischen Goldproduzenten zuletzt offenbar erholt: Sie ist demnach im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 29% gestiegen. Der Verband führt dies auf die Erholung der Wirtschaft und auf eine schnelle Rückkehr des Hochzeitsmarktes zurück.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen

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