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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis haussiert – ein etwas merkwürdiger Anstieg

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Goldbarren

Der Goldpreis steigt aktuell auf 1.528 Dollar von Kursen heute früh bei 1.520 Dollar. Damit steht der Weg charttechnisch eigentlich relativ frei auf dem Weg Richtung Hoch bei 1.557 Dollar aus September 2019? Erstmal steht das kleinere Hoch bei 1.535 an als nächtes Ziel. Ein bizarres Bild erkennt man seit Tagen. Die großen Aktienmärkte steigen, so auch heute! Und gleichzeitig steigt auch der „Sichere Hafen“ Gold immer weiter an. Schon merkwürdig, diese Konstellation!

Goldpreis mit Anstieg trotz Dollar-Erholung

Noch merkwürdiger ist der ganz aktuelle Anstieg, weil der US-Dollar sich gerade etwas erholt von seinem tagelangen Sturz. Der Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Hauptwährungen) steigt von Dienstag bis jetzt von 96 glatt auf 96,42 Indexpunkte. Dies würde eigentlich gegen einen steigenden Goldpreis sprechen – aber er steigt an. An den Faktoren Aktien und Dollar erkennt man, dass sich die Hausse im Gold derzeit selbst trägt. Alleine in den letzten 30 Tagen hat der Goldpreis 55 Dollar zugelegt!

Laut investing.com sorgte unterstützend für Gold heute die Lockerung der Geldpolitik in China. Die People’s Bank of China senkte gestern die Reserveanforderungen für Banken an die Kreditvergabe um 0,5 Prozent und gab damit rund 800 Milliarden Yuan (114,91 Milliarden Dollar) an Liquidität frei.

Die Hausse nährt die Hausse

Im Augenblick, ganz aktuell, kann man auch vereinfacht sagen: Es gilt das Börsenmotto „Die Hausse nährt die Hausse“. Wo der Anleger tagelang stark steigende Kurse sieht, erhofft er sich Folge-Anstiege, und springt mit auf, wodurch die Folge-Anstiege dann auch entstehen. Im Chart sieht man den Verlauf im Goldpreis in US-Dollar in den letzten zwölf Monaten.

Noch an Silvester konnte man erkennen, dass die Angst schnell ins Gold zurückkehren kann. Da twitterte Donald Trump nämlich über seine Unterschrift des Phase 1 Deals mit China am 15. Januar. Das nützt den Aktienmärkten und der Konjunktur, was schlecht für Gold ist. Der Goldpreis zeigte eine kurze Schwächephase. Aber man sieht ja: Derzeit sind die Bullen einfach stärker. Wie lange geht das noch so weiter?

Goldpreis im Verlauf der letzten zwölf Monate

Forex Live schreibt zur aktuellen Hausse im Goldpreis (aus technischer Sicht):

The gain marks a fresh three-month high for gold and we’re now testing the September high at $1535. There is an early-year seasonal tailwind for gold that I’ve written about extensively. I warned about it kicking in early on a front-run and that’s what happened last week. Gold is a nice place to be right now because there’s a tailwind and money will also flow into it if/when the non-stop rally in stock markets corrects.

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Gold/Silber

Experte Andre Stagge: Trading kurz vor der US-Wahl

Redaktion

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So kurz vor der US-Wahl, worauf sollten Trader achten? Wer wird die Wahl gewinnen, und was bedeutet das für die Börse? Der Experte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) erklärt im folgenden ganz aktuellen Video seine Meinung und seine Handelsstrategie. Müssen seine Handelsstrategien „Turnaround Tuesday“ und „Ultimo“ in dieser besonderen Woche ausgesetzt oder angepasst werden?

Der Börsenexperte Andre Stagge
Andre Stagge

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Goldpreis steigt nicht – Gründe, aktuelle Lage, Expertenkommentar

Claudio Kummerfeld

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Gold und US-Dollar mit Adler

Der Goldpreis war letzte Woche wacklig unterwegs (wir berichteten). Das gilt auch für diese Woche. Wird die runde Marke von 1.900 Dollar zur Dauer-Qual für die Gold-Bullen, weil der Goldpreis immer und immer wieder hierhin zurückfällt? Ganz aktuell fällt der Goldpreis wieder zurück von 1.910 Dollar heute früh auf jetzt 1.901 Dollar.

Zwar sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen seit letztem Freitag wieder gesunken von 0,86 auf 0,80 Prozent. Aber der US-Dollar (in Form des Dollar-Index) zeigt sich seit Freitag relativ stabil auf Niveaus um die 93 Indexpunkte. Der Rückfall im US-Dollar konnte letzten Mittwoch gestoppt werden, und ist seitdem abgesagt. Dies ist schlecht für den Goldpreis.

Goldpreis-Anstieg bei Verschärfung der Corona-Lage?

Wir empfehlen beim Klick an dieser Stelle die gestrige Analyse von CMC Markets-Analyst Jochen Stanz zu Gold. Er bespricht ausführlich die Frage, ob im Goldpreis der große Knall bevorsteht. Was, wenn der zweite globale Lockdown umfassend durchgeführt wird? Die Staatsausgaben zur Stützung von Bevölkerung und Wirtschaft überall auf der Welt würden die Staatsverschuldungen immens nach oben treiben, was eine große Chance für Gold darstellen könnte.

Aber im Augenblick klebt der Goldpreis weiter an der 1.900 Dollar-Marke. Die Aktienmärkte fallen, und der US-Dollar sackt nicht weiter ab. Wir erinnern uns. Im März, wo die Corona-Panik weltweit am Schlimmste war, schoss der Dollar-Index von 95 auf 103 Indexpunkte nach oben (Flucht in den Sicheren Hafen US-Dollar), und zwar sehr schnell. Der Goldpreis fiel von 1.700 auf 1.464 Dollar. Also: Könnte der Goldpreis bei einer dramatischen Verschärfung der Corona-Lage erneut nicht profitieren, weil der steigende US-Dollar Gold ausbremst?

Heutige Konjunkturdaten

Derzeit jedenfalls kann der Goldpreis als sicherer Fluchthafen in unsicheren Zeiten nicht von den weltweit stark zunehmenden Corona-Infektionszahlen profitieren. Heute um 13:30 Uhr werden in den USA die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter veröffentlicht, und vermutlich um 12 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht der weltweit größte Baumaschinenhersteller Caterpillar seine Quartalszahlen. Beide Ereignisse könnten Aktienkurse und US-Dollar in Bewegung bringen, wie auch den Goldpreis. Genauso kann auch das um 15 Uhr veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen die Kurse bewegen.

Aktueller Analystenkommentar

Die Experten der Commerzbank haben vor wenigen Minuten einen Researchbericht auch zu Gold veröffentlicht. Hier auszugsweise im Wortlaut:

Heute Morgen notiert Gold weiter in unmittelbarer Nähe der 1.900 USD-Marke, die eine starke Anziehungskraft auf den Preis ausübt. Gold in Euro gerechnet notiert seit etwa vier Wochen knapp oberhalb von 1.600 EUR je Feinunze. Eine nennenswerte Preiskorrektur wird unseres Erachtens durch die anhaltend solide Investmentnachfrage verhindert. Gestern verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs Zuflüsse von 3,5 Tonnen. Auch wenn die Dynamik der Zuflüsse in den letzten Wochen nachgelassen hat, erachten offenbar viele Marktteilnehmer den aktuellen Goldpreis noch als attraktive Kaufgelegenheit. In China hat sich die Goldnachfrage gemäß Angaben des Verbands der chinesischen Goldproduzenten zuletzt offenbar erholt: Sie ist demnach im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 29% gestiegen. Der Verband führt dies auf die Erholung der Wirtschaft und auf eine schnelle Rückkehr des Hochzeitsmarktes zurück.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen

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Gold: Die Korrektur ist noch nicht vorbei, ausser das passiert..

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Die sehr schwache Performance, welche sich in der vergangenen Handelswoche bei Gold eingestellt hat, konnte die jüngste Betrachtung gut nachvollziehen. Mit dieser Performance folgt das Edelmetall meiner letzten Sichtweise, wie diese im Chart dargestellt ist. Das Tragische daran ist, dass sich Gold nach wie vor im Korrekturmodus befindet und aller Voraussicht nach diesen Zustand zeitnah auch nicht verlassen wird. Die im Chart dargestellte größere Trendwende ist mit der aktuellen Korrektur noch nicht gemeint.

Ausblick für Gold:

Das mehrfache Überschreiten des Widerstandes bei 1.910 USD (0.50-Retracement) ist für sich genommen ein positives Vorzeichen auf die zu erwartende Entwicklung. Doch wurden diese Schritte immer wieder abverkauft, sodass sich der positive Effekt in sehr engen Grenzen hält. Im weiteren Verlauf von Welle (x) wird Gold noch bis zur 0.76-Linie (1.943 USD) steigen; für wesentlich mehr wird die Kraft indes nicht reichen. Die auf dem gleichen Niveau liegende Trendkanallinie unterstützt dieses Szenario zusätzlich und zudem noch sehr massiv.

Gold befindet sich nach wie vor in der Korrektur
Mit der sich anschließenden zweiten Welle (a), der komplexen Korrektur (abc-x-abcde), wird der übergeordnete Abwärtstrend bei Gold wieder aufgenommen. Das Potenzial dieser Korrektur wird sich nicht dramatisch darstellen und sollte bereits auf dem Niveau des 0.38-Retracements (1.810 USD) erschöpft sein. Andererseits würde sich erst durch einen signifikanten Sprung über den 0.76-Widerstand bei 1.943 USD ein positives Signal generieren. Diesen Schritt erwarte ich für den hier abgebildeten Zeitraum nicht.

Fazit:

Die derzeit noch laufende Korrektur steht einem Engagement bei Gold, besonders auf längere Sicht, entgegen. Ein kleines Signal würde über der 0.76-Linie (1.943 USD) entstehen.

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