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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis haussiert kräftig, Käufer in Euro jubeln!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis haussiert heute kräftig! Heute Vormittag hatten wir den Anstieg schon besprochen. Seitdem ist der Goldpreis in US-Dollar um weitere 27 Dollar gestiegen auf aktuell 1.739 Dollar! Was für ein toller Anstieg. Donnerstag vor Ostern lag Gold noch bei 1.660 Dollar. Die Gründe hatten wir schon besprochen. Immer mehr Notenbank-Gelddruckerei, immer mehr Staatsschulden. Der jüngste Auslöser der Hausse im Goldpreis war die 2,3 Billionen Dollar große Geldpumperei-Ankündigung der Federal Reserve am letzten Donnerstag.

Je mehr Geld die Notenbanken drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto größer das Misstrauen vieler Anleger in das Papiergeldsystem, und desto geringer die Zinsniveaus. Beides ist gut für das Edelmetall, und der jüngste Anstieg der Käufe von Gold-ETF zeigt den Drang der Anleger, hinein in den Sicheren Hafen Gold. Mit aktuell 1.739 Dollar notiert der Goldpreis nun 37 Dollar höher als bei seinem Hoch vom 9. März. Und in US-Dollar erreicht der Goldpreis aktuell den höchsten Stand seit November 2012! Im Jahr 2011 lag der Rekord bei 1.917 Dollar.

Goldpreis in Euro auf Rekordniveau

Anleger, die sich nur in Euro bewegen, finden aktuell einen Goldpreis auf Rekordniveau vor. Sahen wir Ende Februar vor dem Start des großen Aktien-Crash einen Goldpreis von 1.560 Euro, so haben wir jetzt einen Preis von 1.585 Euro. Das ist Rekord! Im folgenden Chart sehen wir den Goldpreis in Euro seit dem Jahr 2006. Erst 2019 waren die Anleger so richtig aufgewacht, und waren trotz noch steigenden Aktienkursen schon auf die Idee gekommen Gold zu kaufen. Anfang 2019 konnte man Gold noch für 1.150 Euro kaufen, jetzt sind es schon 435 Euro mehr. Frage: Steht in Kürze mal wieder eine kleine Pause bevor, eine Korrektur auf dem Weg nach oben? Oder kann die Hausse sich nun erstmal ungebremst weiter entfalten, wo Notenbanken und Staaten dem sicherheitsbewussten Anleger allen Grund dazu geben in diesen Zufluchtsort zu rennen?

Kursverlauf im Goldpreis seit dem Jahr 2006

17 Kommentare

17 Comments

  1. Avatar

    Hesterbär

    14. April 2020 17:10 at 17:10

    Was für ein Festtag für die Edelmetallanleger! Und diesmal hat Gott nicht nur die Gold- und Silberinvestoren bedacht, sondern auch überaus üppig die Platinanleger. Aber die Party hat erst begonnen und kommt gerade erst in Schwung. Es lebe das wahre Geld, adieu Fiat Money!

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      Columbo

      14. April 2020 18:17 at 18:17

      Da werden die Notenbanken und die sonstigen üblichen Verdächtigen aber nicht einfach zuschauen. Selbst der geschätzte Hannes Zipfel schließt ein Goldverbot oder Ähnliches ganz und gar nicht aus.

      https://www.youtube.com/watch?v=pcijjSDE-ac

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        Hesterbär

        14. April 2020 19:20 at 19:20

        Goldverbot? Das sollten sich die Regierungen aber sehr genau überlegen. Dann gibt es schneller einen Volksaufstand, als ihnen lieb ist. Wir leben nicht mehr in alten Zeiten. Die Welt ist heute vernetzt und kann sich besser informieren und organisieren als je zuvor. Ich glaube nicht, dass irgendeine Regierung in der westlich zivilisierten Welt ein Goldverbot überleben würde.

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          Columbo

          14. April 2020 20:13 at 20:13

          Volksaufstand wegen Goldverbot?🤣🤣🤣
          Im Durchschnitt besitzt jeder Deutsche über 18 Jahre 72g Anlagegold, das sind 2,3 Unzen, das wären zwei goldene Philharmoniker zu einer Unze.
          Das ist der Durchschnitt, in Wirklichkeit besitzt die große Mehrheit der Deutschen kein Gold! Die freuen sich, wenn den „kriminellen Goldbesitzern“ endlich was weggenommen wird. Von wegen Volksaufstand…🙈

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            Hesterbär

            14. April 2020 21:39 at 21:39

            Ach Columbo, lassen Sie mich doch endlich in Ruhe. Ständig laufen Sie mir nach wie ein Hündchen. Wir wissen doch, dass Sie schon aus Prinzip gegen alles sind, was ich hier schreibe. Jetzt sind Goldbesitzer in Ihren Augen auch noch kriminell. Ich kann doch auch nichts dafür, dass Sie sich offenbar keines leisten können und der Neid immer wieder aus Ihnen spricht. Wenn das, was Sie schreiben, wenigstens faktenbasiert wäre, aber nicht einmal das bekommen Sie hin. Fast 3/4 aller Deutschen besitzen Gold. Ihre Behauptung, die große Mehrheit der Deutschen habe kein Gold, ist schlicht und einfach falsch. Schließen Sie nicht von sich auf andere.

            Im Übrigen wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie in Ihrer Liga bleiben und dort spielen.

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            Lausi

            14. April 2020 22:02 at 22:02

            @Hesterbär: Wenn man Columbos Kommentare genau verfolgt hat, weiß man, dass er Gold wie Heu hat! Daher seine Sorge über ein Goldverbot.

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          joachim

          14. April 2020 21:29 at 21:29

          Ausgangssperre über Wochen? Und das wegen einer Grippe? Dann gibt es schneller einen Volksaufstand, als ihnen lieb ist…wir leben eben nicht mehr in den alten Zeiten. Aufwachen!!
          Goldverbot ist so ein hässliches und undemokratisches Wort, nennen wir es in der neuen Zeit doch lieber (temporäres) Edelmetallkaufverbot aus spekulativen Gründen.

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            Columbo

            14. April 2020 21:47 at 21:47

            @Joachim

            Man könnte den Leuten ja auch einreden, der Goldhandel müßte vorübergehend eingestellt werden, wegen der langen Haltbarkeit von Coronaviren auf glänzenden Oberflächen, zur Vermeidung von Schmierinfektionen.
            Es würden sich genug Deppen finden…garantiert…

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            Lausi

            14. April 2020 22:43 at 22:43

            @Columbo: Ein Grund mehr für Silber: Wirkt von sich aus keimabtötend!

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            Hesterbär

            15. April 2020 06:12 at 06:12

            Lieber Lausi,
            Columbo fühlt sich sicherlich durch Ihre Aussage geschmeichelt, aber sie ist leider falsch, denn im Gegenteil hat Columbo schon oft zum Ausdruck gebracht, dass er kein Gold besitzt. Man wettert auch nicht ständig gegen Gold, wenn man von seinem Wert und seinem Preisanstieg überzeugt ist und schon gar nicht, wenn man panische Angst vor einem Goldverbot hat, wie er sie immer wieder zum Ausdruck bringt. Wäre das gelbe Edelmetall je in seinem Besitz gewesen, hätte er es längst aus Angst vor späterer Enteignung verkauft, denn er glaubt ja auch nicht an weiteren Preisanstieg und empfindet den Goldpreis schon jetzt als viel zu teuer, was seine Unterkommentare stets unter Beweis stellen.
            Das einzige, was Columbo wohl tatsächlich im Überfluss besitzt ist Heu. Nur ist leider der Heupreis aktuell dort, wo er immer ist, nämlich im Keller. Armer Columbo. Für mich ist Columbo der typische Verlierer.

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          Columbo

          14. April 2020 23:03 at 23:03

          @Lausi

          „ Wenn man Columbos Kommentare genau verfolgt…“

          Genau verstanden, wie immer, und witzig👍. Feine Kommentare, im Ernst, keine Ironie.
          Ich spiele gern den advocatus diaboli, aber das verstehen nicht alle.
          Allerdings „Gold wie Heu“ stimmt auch nicht mehr so ganz.
          So wie der Hesterdings reagiert, wird ihm beimThema Goldverbot auch ziemlich unbehagich.

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        sabine

        15. April 2020 08:36 at 08:36

        So einfach ist das mit Hannes Zipfels Goldverbot auch nicht.
        a) Er sagt, ein Goldverbot ist möglich und zeigt die einzelnen historisch bedeutsamen Goldverbote. Interessant z.B. China. Aus demselben Grund wie Nixon! Nihil novi sub sole. (Kohelet 1,9)
        b) Er fügt aber hinzu, daß derzeit die Währung nicht goldgedeckt ist, und deswegen der wichtige Grund zum Verbot somit fehlt. Es ist nur Spaß, wie Tesla, Zigaretten, Kreuzfahrten, Whiskey und Schokolade. Obwohl es indirekt schon wichtig für die Wirtschaft ist, nämlich exakt den Wert des Papiersgeldes anzeigt und insofern ein wichtiger Indikator ist. Natürlich bewahrt es auf lange Sicht (Jahrhunderte) seinen Wert. Aber das tut Silber, Platin, Kupfer usw. ähnlich.
        c) Es gibt auch viele andere Sachwerte, die neben Gold stehen, die der Staat in Not haben wollen kann, Immobilien-Grundstücke, Aktien, Firmen, Geld usw. Insofern fehlt auch hier der Fokus auf Gold.

        Worüber er nicht spricht, ist der Aufwand, es aus den Leuten zu prügeln. Da ist Immobilien, Giralgeld oder Aktien wesentlich einfacher einzusacken. Und wie bei Wasser geht auch der Staat den Weg des geringsten Widerstandes.
        Es hätte eher einen symbolischen Wert wie der Coronavirus. Die Dieselhysterie zeigt das eindeutig. Die Kreuzfahrtschiffe, Flugzeuge, Straßenmaschinen machen ein vielfaches an Luftverschmutzung. Aber den Leuten neue Autos aufzuzwingen, ist viel effektiver, schiebt die Wirtschaft an und macht grünsozialistische Deppen zu Helfern. Alle Fliegen mit einer Klappe. Und das das alles nur eine Farce ist, zeigt sehr schön ein Artikel aus dem Focus. (Trau mich nicht mehr, ihn zu verlinken. Vielleicht kennen ihn nicht alle, aber die agggressiven Trolle kennen ihn schon und dann wirst Du immer von der Seite angebellt, was für ein A… Du bist.)

        • Avatar

          leftutti

          15. April 2020 11:26 at 11:26

          Was uns Sabine letztendlich sagen will, ist folgendes: Je stärker der Wind durch die Straßen weht, desto besser verteilen und verdünnen sich Schadstoffe. Bei ungünstigen Winden oder Wetterlagen kann es hingegen vorkommen, dass Stickoxide aus anderen Quellen wie Heizanlagen oder Industrieschloten auch mal in Richtung der Messstation gedrückt werden.

          Weiterhin will uns Sabine sagen, dass es wissenschaftlich und statistisch unzulässig und unseriös ist, kurzzeitige Einzel-Messwerte mit einem Grenzwert zu vergleichen, der als Jahresmittelwert definiert ist. Dass es also nur Sinn macht, längere Zeiträume zu vergleichen oder zumindest Phasen mit vergleichbaren Wetterverhältnissen zu betrachten. Alles andere wäre etwa so, als würde man aus zwei etwas kühleren Apriltagen gleich auf eine Eiszeit schließen und jahrzehntelange weltweite Temperaturmessungen zum eindeutigen Klimawandel einfach ausblenden.

          Und was Sabine noch sagen will: Rund 25 Prozent weniger NO2 als noch im Vorjahr wurden in der Provinz Hubei gemessen, nachdem die chinesische Regierung die gesamte Gegend mit einer Ausgangssperre belegt hatte. Fast 50 Prozent weniger waren es nach Auswertung von 1.600 weiteren Messstationen in anderen Teilen Chinas in dem Zeitraum mit stark eingeschränktem Verkehr. Zu beobachten war der Effekt in den Daten, die Messstationen am Boden sammelten. Einen ähnlichen Rückgang von Schadstoffen in der Luft zeigen Messstationen am Boden auch in Europa, etwa in den italienischen Metropolen Mailand und Rom oder in Paris. Auch in Spanien gingen die Werte deutlich zurück, an manchen Orten um bis zu 50 Prozent.

          Zusammenfassend will Sabine also sagen, dass vereinzelte Messstationen vielleicht etwas ungünstig platziert wurden und deren Messwerte nicht sehr aussagekräftig sind. Betrachtet man jedoch ein großflächiges Netz von Messstationen über einen längeren Zeitraum, liefern diese sehr wohl wissenschaftlich und statistisch brauchbare Werte und Fakten (Sabine hat sich vertippt und schrieb leider Farce). Das Ergebnis ist, dass der Autoverkehr einen signifikanten Einfluss auf die Konzentration von NO2 und Feinstaub in der Luft hat. Vielen Dank an Sabine für diese Erkenntnis.

          https://utopia.de/ratgeber/coronavirus-klima-klimawandel-experten/
          https://www.eea.europa.eu/highlights/air-pollution-goes-down-as
          https://www.fnp.de/lokales/limburg-weilburg/limburg-corona-weniger-verkehr-positiven-einfluss-luftschadstoffwerte-13648660.html
          https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-luft-sorgt-das-coronavirus-wirklich-fuer-weniger-luftverschmutzung/25699472.html

          Hier übrigens der Link, den Sabine soooo gerne uns allen mitteilen würde, wenn die aggressiven Trolle sie nur ließen:
          https://www.focus.de/auto/news/diesel-fahrverbote-kaum-verkehr-trotzdem-schlechte-luft-corona-entlarvt-fahrverbote-als-sinnlos_id_11866874.html

  2. Avatar

    Nurmalso

    14. April 2020 17:29 at 17:29

    Jubeln?…Schlecht fühle ich mich jetzt auch nicht dabei…schließlich bin ich selber Bug.
    Aber was bedeutet das als Signal,…wohl nichts Gutes

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Gold/Silber

Gold: Angebot und Nachfrage auf Talfahrt laut World Gold Council

Jörg Bernhard

Veröffentlicht

am

Am frühen Morgen veröffentlichte die internationale Interessenvertretung der Goldindustrie World Gold Council (WGC) aktuelle Quartalszahlen zur weltweiten Entwicklung von Angebot und Nachfrage bei Gold – mit interessanten Erkenntnissen.

Gold: Licht und Schatten im dritten Quartal

Aufgrund der Pandemie gab es im dritten Quartal sowohl beim Angebot als auch bei der Nachfrage negative Vorzeichen zu vermelden. Insgesamt sank das Angebot an Gold gegenüber dem Vorjahresquartal um drei Prozent auf 1.223,6 Tonnen, was vor allem auf den Rückgang der Minenproduktion zurückzuführen war.

Überraschenderweise hat sich trotz der gestiegenen Unsicherheit an den Finanzmärkten auch die Nachfrage nach Gold markant reduziert. In den Monaten Juli bis September sank diese mit 892,3 Tonnen sogar auf den niedrigsten Wert seit Q3 2009 und verbuchte damit ein Minus von 19 Prozent p.a. Doch in den diversen Marktsegmenten gab es mitunter kräftige Verwerfungen zu beobachten.

Einen regelrechten Nachfrageboom gab es zum Beispiel im Investmentsektor zu beobachten, wo summa summarum ein Anstieg um 21 Prozent auf 494,6 Tonnen gemeldet worden war. Bei Gold-ETFs beschleunigten sich zum Beispiel die Nettozuflüsse von 258,7 auf 272,5 Tonnen und trieben damit deren gehaltene Goldmenge Ende September mit 3.880 Tonnen auf einen neuen Rekordwert. Noch deutlicher bergauf ging es bei Barren & Münzen, wo ein Nachfrageplus von 149,4 auf 222,1 Tonnen (+49 Prozent) registriert worden war.

Besonders schlimm hat es in Q3 allerdings den Schmucksektor erwischt, der auf Jahressicht von 468,1 auf 333,0 Tonnen (-29 Prozent) regelrecht eingebrochen ist, was vor allem auf den Absatzeinbruch in Indien (-48 Prozent) und China (-25 Prozent) zurückzuführen war. Und auch der Notenbankensektor ist im dritten Quartal eher negativ in Erscheinung getreten. Weil sich die Notenbanken der Türkei (22 Tonnen) und Usbekistans (35 Tonnen) von signifikanten Goldmengen getrennt haben, gab es im Notenbanksektor mit minus 12,1 Tonnen erstmals seit Q4 2010 wieder Nettoverkäufe zu vermelden, nachdem im Vorjahresquartal netto 141,9 Tonnen Gold gekauft wurden.

Wichtig zu wissen: Trotz der negativen Tendenz der WGC-Quartalszahlen sollten Anleger auf keinen Fall außer Acht lassen, dass bei einer massiven Kapitalflucht in den „sicheren Hafen“ Gold erhebliche Versorgungsengpässe auftreten dürften. Vergleicht man zum Beispiel den Marktwert sämtlicher Gold-ETFs mit dem Billionen-Dollar-Unternehmen Apple fällt auf, dass das US-Technologieunternehmen um den Faktor 8,6 höher bewertet wird. Massive Umschichtungen aus Aktien, Immobilien oder Anleihen würde der Goldmarkt höchstwahrscheinlich gar nicht verkraften.

Die Nachfrage nach Gold ist gefallen

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Gold/Silber

Goldpreis reagiert nicht wie gedacht – was ist da los? Expertenkommentare

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis fungierte diese Woche eindeutig nicht als sicherer Fluchthafen für Anleger, die vor Unsicherheit am Aktienmarkt fliehen wollen aufgrund der sich deutlich verschärfenden Corona-Lage, wodurch die globale Konjunktur in Mitleidenschaft gezogen wird. Gestern berichteten wir schon über den Absturz im Goldpreis zusammen mit dem Absturz an den Aktienmärkten. Ein ähnlicher Verlauf wie schon im März. Aktien, Öl und Goldpreis fielen kräftig, der US-Dollar als weltweit großer vermeintlicher sicherer Hort konnte profitieren. So auch gestern.

Goldpreis weiter unter der Fuchtel des starken US-Dollar

Der Goldpreis fiel von 1.910 Dollar im Tief bis auf 1.869 Dollar. Über Nacht konnten sich Märkte wie Aktien und Gold beruhigen, und das Edelmetall notiert jetzt bei 1.877 Dollar. Aber es kann weiter bergab gehen. Im Chart sehen wir im Vergleich seit Ende letzter Woche in blau den Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) gegen den fallenden Goldpreis in rot-grün. Es ist wie schon im Frühjahr erstaunlich, dass Gold als Fluchthafen überhaupt nicht funktioniert. Braucht es an den Aktienmärkten erst wieder eine gewisse Beruhigung, bis die Gold-Bullen voll auf steigende Kurse setzen? Heute um 13:45 Uhr steht die EZB-Zinsentscheidung an, und wichtiger wird dann die PK der EZB ab 14:30 Uhr sein. Aussagen von Christine Lagarde könnten Aktienmärkte, Devisenkurse und auch den Goldpreis in Bewegung bringen.

Expertenkommentare

Daniel Briesemann von der Commerzbank kommentiert ganz aktuell die Entwicklung bei Gold. Die Risikoaversion an den Finanzmärkten nehme dramatisch zu, und Gold befinde sich im Abwärtssog der Finanzmärkte. Der Goldpreis habe gestern nicht von der hohen Risikoaversion der Marktteilnehmer im Zuge der Ankündigung neuer Lockdown-Maßnahmen in verschiedenen europäischen Ländern profitiert, und sei mit in den Abwärtssog der Finanzmärkte geraten. Dabei sei der Goldpreis auch unter die charttechnisch wichtige 100-Tage-Linie gerutscht, was zu Anschlussverkäufen führte. Anzulasten sei der Preisrutsch dem festen US-Dollar, der als sicherer Hafen gefragt war. Dass Gold von dieser Eigenschaft nicht profitiert hat, erstaunt uns, so Daniel Briesemann. Der Preisrückgang sei diesmal nicht als Kaufgelegenheit erachtet worden. Die ETFs verzeichneten mit 7,6 Tonnen sogar die höchsten Abflüsse seit fünf Wochen. Die industriellen Edelmetalle seien wesentlich stärker gefallen als Gold. Silber brach zeitweise um 5,5% auf 23 USD je Feinunze ein. Palladium rutschte im selben Ausmaß ab. Platin hielt sich mit einem Minus von 3% noch halbwegs. Erst im späten Handel haben sich Gold und Co. etwas erholt.

Jasper Lawler von der London Capital Group kommentiert die Lage bei Gold aktuell so, dass der US-Dollar der klare Nutznießer gewesen sei – er habe einen fallenden Goldpreis und fallende Kurse bei wichtigen Devisen verursacht. EUR/USD fiel trotz 1,18 und GBP/USD schloss unter 1,30. Sogar Bitcoin fing etwas Flak ein und zog sich von einem 18-Monats-Hoch zurück, so Jasper Lawler.

Chart zeigt Kursverlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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