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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis rutscht kräftig ab – was ist das los?

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Barren Gold

Der Goldpreis rauschte gestern Vormittag über ein altes Rekordhoch aus dem Jahr 2011 bei 1.921 Dollar. Der Markt ging schnell nach oben bis auf 1.945 Dollar. Dann bis heute Nacht um 3 Uhr früh ging es rauf bis auf 1.981 im Hoch. Aber von da an ist der Goldpreis in der asiatischen Handelssession in den Keller gerauscht, und fällt aktuell weiter auf jetzt 1.918 Dollar.

Warum fällt der Goldpreis aktuell?

Warum der Goldpreis aktuell fällt? Das erste Argument ist schnell gefunden. Der Markt ist einfach überkauft. Der Preis für das Edelmetall in den letzten Tagen und Wochen derart kräftig gestiegen, dass irgendwann mal ein reinigendes Gewitter kommen musste (noch im Juni bei 1.700 Dollar). Und jetzt findet dieses Gewitter gerade statt. Das ändert nichts an der grundsätzlichen Gold-Euphorie, aber mal Durchpusten ist nur gesund! Hinzu kommt, dass der US-Dollar, der als Gegenpart zu Gold seit Wochen immer nur am Fallen ist, seit gestern Nachmittag ein klein wenig ansteigt. Auch hier darf man eine technische Gegenreaktion vermuten (Dollar-Index steigt von 93,43 auf 93,87 Indexpunkte). Was den Run hin zu Gold jüngst auch verstärkte, war der kräftige Anstieg im Silberpreis. Und siehe da, aktuell fällt Silber auch, um satte 3 Dollar auf jetzt 23,17 Dollar. Der Absturz korrespondiert seit heute Nacht perfekt mit dem fallenden Goldpreis.

Grundsätzlich dürfte die Gier nach Gold aber weiter laufen. Dazu schauen sie auch gerne den aktuellen Video-Kommentar von Markus Fugmann. Ab Minute 2 im Video (hier anschauen) bespricht er auch das global gigantisch große Ausmaß an negativen Anleiherenditen, wodurch das zinslose Gold für Anleger immer attraktiver wird.

Analystenkommentare

Naeem Aslam von Avatrade sagt aktuell zum Gold-Hausse, dass Gold-Anleger wüssten, dass der Goldpreis ein starkes Momentum habe. Für sie sei die aktuelle Rallye nur der Anfang. Angesichts einer weltweiten tauben Geldpolitik und der Tatsache, dass die Zentralbanken ihre Gelddruckmaschinen auf Hochtouren laufen lassen, würden die Anleger hoffen, dass der Goldpreis seinen Aufschwung fortsetzt, bis er die Marke von 3.000 Dollar erreicht. Abgesehen von der Federal Reserve werde der Goldpreis aufgrund der zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China gestützt. Diese Spannungen könnten weiter eskalieren, wenn China seine Zusagen zum Phase 1 Deal nicht einhalte. China kaufte in der ersten Hälfte dieses Jahres nur 23 Prozent des gesamten Kaufziels von Waren aus den USA, so Naeem Aslam.

Ipek Ozkardeskaya von Swissquote sagt aktuell, dass der weiche US-Dollar, niedrige bis negative US-Realrenditen, steigender Inflationsdruck, die Möglichkeit einer globalen Stagflation und die rutschigen Marktbedingungen mittel- und langfristig weiterhin für einen starke Goldpreis sprächen. Der rasche Anstieg des Goldpreises erhöhe jedoch auch das Risiko rascher Gewinnmitnahmen und einer scharfen Korrektur nach unten. Der Goldpreis stieg seit März um mehr als 500 Dollar pro Unze, also um 34 Prozent. Es bestehe Spielraum für einen anständigen Rücklauf.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit Januar
Goldpreis-Verlauf seit Januar. Der aktuelle Absturz ist hier nur als winzige Bewegung erkennbar.

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Allgemein

Markus Krall: Zombies kippen bald, und Misstrauensvotum gegen Politik

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Markus Krall über das anstehende große Gewitter für die Volkswirtschaft

Markus Krall ist schon seit mehreren Jahren wohl der große Mahner schlechthin, wenn es um den möglichen wirtschaftlichen Kollaps, den Banken-Crash und die anstehende Inflation geht. Von vielen großen Medien als Crash-Prophet in die Witze-Ecke gestellt, kann Degusssa-Chef Markus Krall seine Thesen aber konkret begründen. Wenn wir seine Kommentare immer wieder mit Artikeln begleiten, betonen wir stets: Die Analysen sind glasklar und gut nachvollziehbar. Dennoch muss man nicht alle möglichen Folgen des großen Zusammenbruchs inhaltlich teilen, die Markus Krall anspricht. Und die Dimension eines wirtschaftlichen Kollaps, die er anspricht, auch das kann man auch so oder so sehen.

Markus Krall mit aktuellem Kommentar

Diese Woche hat Markus Krall sich zur aktuellen wirtschaftlichen Lage in der Coronakrise geäußert. Es handele sich gar nicht um eine Coronakrise. Nein, das Coronavirus sei lediglich der Auslöser für die aktuelle Krise gewesen. Massive wirtschaftliche Ungleichgewichte seien vorher jahrelang aufgespart worden. Es habe nur irgendein Auslöser gefehlt für so eine Krise, so Markus Krall im folgenden Video. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: In der Tat, jetzt in der Krise und wohl auch noch in Jahren und Jahrzehnten werden Politiker sagen: Das Virus war schuld an der Krise, wir waren ja nicht schuld! Vorher war die deutsche Volkswirtschaft völlig gesund! Eigentlich argumentativ eine geniale Sache, dass man alle Schuld bei einem Virus abladen kann.

Markus Krall betont in altbekannter Manier, dass Politik und Geldpolitik mit einer phantasielosen Werkzeugkiste wie schon in den letzten 20 Jahren auf diese Krise reagieren würden. Mit riesigen schuldenfinanzierten Programmen würde man versuchen die Nachfrageseite zu stimulieren, mit Notkrediten, Zuschüssen uvm. Damit würden die Probleme aber nur in die Zukunft verschoben. Und die Notenbanken würden weltweit die Geldmengen so steil ansteigen lassen wie seit 1923 nicht mehr. Der Pfad sei vorgegeben in Richtung Geldentwertung, also Inflation. Dies sei laut Markus Krall ein globaler Trend. Deswegen gebe es eine Flucht in Edelmetalle wie Gold, und auch in Kryptowährungen.

Die kräftige Inflation kommt?

Und nun kommen wir zu einer These von Markus Krall, die wir schon seit Monaten kritisch begleiten. Die Analyse mag richtig sein, aber die Prognose für die Zukunft? Da lassen wir jedem seine Meinung. Laut Markus Krall habe der Kollaps der Lieferketten dank Corona im letzten halben Jahr zu dramatisch niedrigeren Produktionskapazitäten geführt. Dieses geringere Angebot treffen auf eine dramatisch steigende Geldmenge, die irgendwann auch durch die Käufer-Nachfrage wirksam werde. Dann gebe es eine kräftige Inflation!

Goldpreis-Anstieg laut Markus Krall das große Misstrauensvotum

Laut Markus Krall sei der jüngst kräftig gestiegene Goldpreis (diese Woche mit neuem Allzeithoch in US-Dollar) das große Misstrauensvotum der Menschen gegen diese gesamte Rettungspolitik. Die Menschen würden nicht mehr daran glauben, dass all das letztlich funktioniere. Damit meint er zum Beispiel die umfassende Kosmetik der Politik, zum Beispiel in Deutschland. Wir von FMW begleiten diese optischen Maßnahmen auch seit Monaten kritisch, als da wären vor allem die Aussetzung der Insolvenzpflicht für Unternehmen, und die Aussetzung der Pflicht für Banken, dass gestundete Kredite als Kreditausfall in den Büchern abgeschrieben werden müssen. Er nannte dies auch schon den “legalen Bilanzbetrug” für Banken. Aber von der Medienlandschaft, so sagt es Markus Krall, da werde die Lage in Deutschland sogar noch schöngeredet.

Noch dieses Jahr der große Knall?

Die Volkswirtschaft lebe derzeit auf Substanz. Viele Menschen würden sich sogar wohlfühlen bei mehrmonatigem Kurzarbeitergeld, wo man ohne zu arbeiten Geld bekäme. Es fühle sich an wie ein bezahlter Urlaub. Und was Markus Krall glaubt, was nun kommen wird? Das kann man so oder so sehen, aber dass es tendenziell in die folgende Richtung gehen wird, ist gut möglich. Er erwartet nämlich noch dieses Jahr eine große Banken-Rettungswelle, die letztlich 10 Billionen Euro oder mehr kosten werde. Und im Herbst werden laut Markus Krall die Zombieunternehmen kippen. Wir meinen: Ja, das kann passieren, vor allem wenn die Aussetzung der Pflicht zur Insolvenzanmeldung nicht über Ende September hinaus verlängert wird (Pleite-Welle ab Oktober möglich). Schauen Sie gerne das folgende interessante Video mit Markus Krall.

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Anleihen

Goldpreis kurz vor 2.000 Dollar? Plötzlicher Rückfall – was ist das los?

Claudio Kummerfeld

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Der Goldpreis hatte bis vor wenigen Minuten noch den Drang Richtung 2.000 Dollar zu schielen. Das Rekordhoch von 1.921 Dollar wurde am Montag deutlich überschritten mit einem Hoch bei 1.981 Dollar. Am Mittwoch dann erneut das Hoch bei 1.981 Dollar. Dann kam der Markt wieder etwas zurück. Und heute früh machte der Goldpreis ein neues Allzeithoch bei 1.982 Dollar. Wie gesagt, bis vorhin wirkte es noch so, dass Gold mit einem Kursniveau von 1.975 Dollar nur darauf lauerte, weiter nach oben Richtung 2.000 Dollar zu laufen.

Goldpreis fällt plötzlich

Aber dann, vor wenigen Minuten, da rutschte der Goldpreis plötzlich runter auf jetzt 1.961 Dollar. Was ist da los? Markus Fugmann hatte gestern ein sehr interessantes Video veröffentlicht (hier anschauen) über die kursbewegenden Faktoren bei Gold. Und heute sehen wir, dass der US-Dollar, der tage- und wochenlang brutal gecrasht war, sich etwas erholt. Der Dollar-Index steigt seit heute früh von 92,52 auf jetzt 93,06 Indexpunkte. In den letzten Minuten ging es im US-Dollar noch etwas schneller nach oben, was gegen den Goldpreis drückt.

Anleihe-Rendite steigt ein ganz klein wenig

Und was Markus Fugmann auch erwähnte: Die fallenden Renditen für Staatsanleihen halfen dem Goldpreis zuletzt auch beim Steigen. Auch heute sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen gefallen. Aber dann vorhin zeigte sich auch dort eine kleine Wende nach oben. Mag es auch nur eine technische Reaktion nach den starken Verlusten in den letzten Tagen und Wochen sein. Seit 15 Uhr steigt die Rendite von 0,53 auf 0,55 Prozent parallel zum steigenden US-Dollar. Bei steigenden Renditen für andere Geldanlagen wird das zinslose Gold natürlich weniger attraktiv für Anleger!

Beide Faktoren haben den Goldpreis offenkundig vorhin zum Rutschen gebracht. Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf von Gold (rot-grün) gegen den Dollar-Index (blau) seit Montag. Die Korrelation im Verlauf dieser Woche ist klar zu erkennen. Ob der Drang Richtung 2.000 Dollar bald weitergeht? Finden Sie beim Klick an dieser Stelle hochinteressante Aussagen vom Rohstoff-Experten Eugen Weinberg zur grundsätzlichen Hausse im Goldpreis und im Silberpreis, und zur weiteren Aussicht.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

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Gold/Silber

Die Deutschen horten Bargeld – aber auch Gold

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Ein Stapel Barren aus Gold

Zwar darben weiterhin mehr als 2,3 Billionen Euro auf unverzinslichen Konten der Deutschen, aber immer mehr Bürger wollen der Entwertung ihres Vermögens nicht tatenlos zusehen. Nicht, dass sie jetzt bei hohen Kursen an die Aktienmärkte stürmen, was tatsächlich ein wenig geschieht. Nein, es ist der Run auf physisches Gold, bei dem die Deutschen die Spitze darstellen. Der Goldpreis kletterte jüngst auch immer weiter (hier die glasklare Analyse eines Experten).

Die neuesten Daten des World Gold Council (WGC)

Das Jahr 2020 ist für viele Deutsche ein „Güldenes“. Darauf deuten die jüngsten Daten des WGC hin, die Deutschland in diesem Jahr wieder als wichtigsten Absatzmarkt für Goldbarren und Goldmünzen sehen – 83 Tonnen im ersten Halbjahr. Dies ist eine Steigerung von 120 Prozent zum Vorjahr und damit haben die Deutschen das riesige China als größten Goldkäufer abgelöst, das in dieser Periode nur noch 81 Tonnen erworben hat, nach 123 Tonnen im Vorjahreszeitraum. Wenngleich die Summe des gekauften Goldes mit 4,4 Milliarden Euro im Vergleich zu anderen Anlagen noch vergleichbar gering ist, zeigt sich einmal mehr, dass stets gekauft wird, was teuer ist und neue Höchststände anstrebt, ob Gold oder Aktien.

Auch international geht die Nachfrage nach oben, speziell in physisch gedeckte Gold-Indexfonds. Zuflüsse in Höhe von 47 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr und damit ein Anstieg der ETFs (Begriffserklärung hier) bei ihren Goldbeständen von 734 Tonnen auf mittlerweile 3616 Tonnen.

Die ETF-Anbieter haben damit mehr Gold in ihrer Verwaltung, als die Bundesbank (3363 Tonnen), allein der größte US-Goldfonds, SPDR Gold Trust, ist 1150 Tonnen „schwer“. So sieht ein Experte des World Gold Council eine erhöhte Nachfrage von Institutionellen in den USA, die noch Nachholbedarf hätten. In den letzten Jahrzehnten hat der Anteil von physischem Gold am gesamten verwalteten Vermögen der Fonds nie mehr als zwei oder drei Prozent betragen. Aber die Entwicklung der Rendite der Staatsanleihen führt zu einem Umdenken, selbst im Aktienland USA, so Marktbeobachter.

Der Sturm auf Goldläden

In Deutschland gibt es einen wahren Ansturm auf Goldhändler wie den Münchner Gold-Shop Pro Aurum. Im ersten Quartal habe sich die Nachfrage mehr als verdoppelt und nach einer gewissen Flaute im Mai/Juni der Kundenansturm im Juli wieder extrem zugenommen, so ein Händler. Besonders Barren und Münzen zwischen 20 Gramm und einer Unze seien gefragt.

Denn, anders als die Amerikaner, ziehen viele Deutsche physisches Gold einem Investment in Gold-Indexfonds vor. Aber auch Xetra Gold, der deutsche Marktführer hat den WGC-Angaben zufolge ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2019 erzielt und steht nun bereits bei 223 Tonnen verwaltetem Edelmetall. Was leider auch schon den deutschen Fiskus auf den Plan gerufen hat. Ein Referentenentwurf liegt bereits vor, nach dem 2021 die Erträge künftig auch nach einem Jahr Haltedauer steuerpflichtig werden könnten. FMW berichtete darüber.

Fazit

Der Deutsche liebt Sicherheit und er hasst Inflation, seit Generationen. Spüren sicherheitsbewusste Anleger, dass das dauernde Drucken zur Entwertung von Papiergeld führen muss. Die Daten aus dem Goldforum lassen darauf schließen.

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