Folgen Sie uns

Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis stürzt nach US-Daten – Kaufchance?

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Stapel Gold-Barren

Der Goldpreis notierte um 14:14 Uhr bei 1.703 Dollar. Aber dann um 14:15 Uhr. Zack, Gold fiel schnell runter auf bis zu 1.685 Dollar. Was war passiert? Um 14:15 wurde in den USA der ADP-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht, der stets eine gute Vorschau bietet auf den staatlichen Arbeitsmarktbericht, der für den Monat April übermorgen um 14:30 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht wird. ADP zeigt aktuell 20,2 Millionen neue Arbeitslose in den USA, was ziemlich genau die Erwartung an diese Zahl trifft.

Goldpreis fällt direkt nach ADP-Daten

Durfte man zum Beispiel als Aktienanleger erleichtert sein, dass die ADP-Zahlen nicht viel schlimmer gemeldet wurden? Der Dow 30 hat sich seitdem jedenfalls kaum bewegt. Aber der Goldpreis, der rutschte wie gesagt nach unten. Das Krisenbarometer macht also kurz Pause, weil die Horrornachricht schon in dieser Dimension erwartet wurde? Man vergesse bitte nicht: Der „High Noon“ steht erst am Freitag an, wenn die offiziellen Daten kommen. Dann kann es im Goldpreis zu größeren Bewegungen kommen!

Aber aktuell bei Kursen von unter 1.700 Dollar, kann man sich als Trader fragen: Jetzt schnell einsteigen? Denn das Edelmetall erfreut sich offenbar immer stärkerer Beliebtheit. Denn laut Commerzbank verzeichneten mit physischem Gold hinterlegte ETF im April einen Zufluss von 160 Tonnen (hier mehr Details). Aktuell kommt der Goldpreis wieder hoch auf 1.693 Dollar. Also, ist das eine Kaufchance? Wird es am Freitag Horrornachrichten geben, die den Aktienmarkt schockieren und Gold-Anleger zum Kaufen animieren? Oder fallen wie vor Wochen im großen Aktiencrash Aktien und Gold gleichzeitig? Bilden Sie sich bitte ihre eigene Meinung!

Steht der größte Anstieg im Goldpreis aller Zeiten bevor? Dazu hier ein interessantes Video.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Zimmermann

    6. Mai 2020 16:10 at 16:10

    In Gold ist schon fast jeder drin, der gerade laufen kann, deshalb steigts auch nicht weiter. Da müssen vorher ein paar rausgeschüttelt werden. Deshalb gehts vorher nochmals runter.

  2. Avatar

    sabine

    6. Mai 2020 16:47 at 16:47

    a) Es geht vielleicht runter, weil die, die drin sind, Sachwerte verkaufen müssen, um ihre Kredite zu retten, fürs Auto oder Eigenheim oder Reise. Oder ihr Unternehmen/Laden.
    b) Gemäß Steinbeis-Hochschule in Berlin (CFin – Research Center for Financial Services) für 2019 – 26 Millionen Deutsche Gold in Form von Barren und Münze und zwar 8.900 to (445 Milliarden €), also jeder von denen durchschnittlich 343gr, ca. 18.000€. Glaub ich fast nicht, deutsche Notenbank habe 3.378 to, ca. eine Welt-Jahres Goldförderung derzeit.
    Spareinlagen haben die Deutschen 560 Milliarden.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/236313/umfrage/spareinlagen-der-privaten-haushalte-in-deutschland/

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

weiterlesen

Gold/Silber

Rüdiger Born: Charttechnik bei Dow, Nasdaq und Silber

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Ganz so einfach ist die Lage bei Dow Jones, Nasdaq und Silber derzeit nicht. Schauen wir genauer auf die Charts im folgenden Video.

Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

BORN-4-Trading – Trading-Ideen kostenfrei aufs Smartphone! Aktuelle Trading-News, Handelsideen und Trader-Know-how, Rüdiger Born sendet seine Einschätzungen direkt auf Dein Smartphone, entweder als Video- oder Voice-Nachricht oder einfach als schneller Text mit Bild. Welche Märkte kann man handeln, wo gibt es interessante aktuelle Trading-Setups, wo wären Einstiege möglich oder aber Stopps sinnvoll? Brandaktuell, überall und in gewohnt professioneller und spritziger Art. Klicke dazu einfach an dieser Stelle.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Gold/Silber

Gold: Rekorddaten und Ausblick für 2021 durch World Gold Council

Jörg Bernhard

Veröffentlicht

am

Für das abgelaufene Jahr meldete der World Gold Council (WGC) diverse Rekorde im Marktsegment der Gold-ETFs und kommunizierte zudem seinen Ausblick zur Entwicklung der Goldmärkte im Jahr 2021.

Gold: Rekordlaune bei Investments in ETFs

Bedingt durch die Coronakrise haben verunsicherte Investoren im Jahr 2020 in großem Stil Gold in Form von physisch hinterlegten ETFs gekauft. Im September kletterten zum Beispiel die Goldbestände von insgesamt 83 erfassten ETFs auf 3.880 Tonnen und einen Marktwert von insgesamt 235,4 Milliarden Dollar. Beide Werte stellten einen neuen Rekord dar. Zum Jahreswechsel stellten sich Werte von 3.751,5 Tonnen bzw. 228,1 Milliarden Dollar ein.

Ein weiteres Allzeithoch wurde aber auch bei den registrierten Gold-Zuflüssen registriert. Mit 877,1 Tonnen Gold wurde der Vorjahreswert in Höhe von 398,3 Tonnen um 120 Prozent und das im Jahr 2009 erzielte bisherige Allzeithoch in Höhe von 649 Tonnen um 35 Prozent übertroffen. In Nordamerika waren Gold-ETFs übrigens besonders stark gefragt. Dort erhöhten sich die Bestände dieser Form von Papiergold innerhalb eines Jahres um 563,3 Tonnen. Der zweitstärkste Appetit war mit 259,9 Tonnen in Europa auszumachen, womit diese beiden Regionen fast 94 Prozent der weltweiten ETF-Nachfrage repräsentiert haben.

Ausblick für 2021 tendenziell optimistisch

In einem weiteren Statement veröffentlichte der WGC seinen Ausblick für das Jahr 2021. Dessen Analysten gehen davon aus, dass Investoren dauerhaft niedrige Zinsen in riskantere Anlageklassen locken könnte. Weil dies mit steigenden Haushaltsdefiziten, wachsenden Inflationssorgen und hohen Aktien-Bewertungen einhergehen dürfte, rechnet die internationale Interessenvertretung der Goldminenindustrie mit einer stabilen Investorennachfrage, während die Konsumentennachfrage dank einer wirtschaftlichen Erholung anziehen könnte.

Die Performance des Goldpreises hängt laut WGC von insgesamt vier Faktoren ab, von denen zwei von strategischer und zwei von taktischer Natur seien. Zur erstgenannten Gruppe gehören das wirtschaftliche Wachstum sowie das Maß an Verunsicherung. Von taktischer Bedeutung seien die Opportunitätskosten und das Momentum.

Fazit

Der WGC rechnet für 2021 mit einer positiven Performance von Gold, wenngleich in gedämpfter Form. Als wichtigsten Grund für diese Erwartungshaltung wurde die Aussicht auf eine höhere Konsumentennachfrage in China und Indien, gefolgt von der Chance auf dauerhaft niedrige Zinsen und dem damit verbundenen Wegfall von Opportunitätskosten (Zinsverzicht bei Gold) genannt.#

Hier finden Sie zusätzliche Informationen des World Gold Council..

Gold dürfte auch 2021 gesucht sein

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage