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Aktuell: Goldpreis und Euro fallen – hier die Gründe

Claudio Kummerfeld

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Und da hatte der Goldpreis so lange tapfer durchgehalten und über der Marke von 1.500 Dollar notiert, und das tagelang. Und dabei gab es gute Gründe zu fallen, denn die Aktienmärkte haussieren seit Tagen, und der Handelskrieg zwischen den USA und China zeigt sich zumindest diese Woche von seiner entspannten Seite. Aber der Goldpreis fiel einfach nicht. Mehrmals hatten wir die Gründe für seine Robustheit erläutert, zuletzt heute Vormittag.

Heute Nachmittag aber konnte der Goldpreis dann nicht mehr halten, und rauscht seit 14 Uhr von 1.505 Dollar auf aktuell 1.481 Dollar in den Keller. Ebenso fällt zeitgleich der Euro gegen den US-Dollar von 1,1125 auf aktuell 1,1068. Im folgenden Chart, der bis zum 24. Oktober zurückreicht, zeigen wie übereinander gelegt den Kursverlauf von Euro vs USD sowie dem Goldpreis in USD.

Die Hoffnungen auf eine doch nicht einbrechende US-Konjunktur nehmen zu, die Zinssenkungserwartungen an die Fed schwinden. Unterstützt wird dieses Szenario durch den um 16 Uhr veröffentlichten ISM-Index, der besser reinkam als erwartet. Der Handelskrieg entspannt sich (für diesen Augenblick!). Somit steigen die Anleiherenditen. Die Rendite für die zehnjährige US-Staatsanleihe ist von Freitag bis jetzt von 1,70% auf 1,86% gestiegen. Auch der US-Dollar Index (Währungskorb gegen andere Hauptwährungen) steigt spürbar an.

Zinsanlagen werden also attraktiver, und der US-Dollar steigt. Das ist gleich ein Doppelschlag gegen Anlagen in Gold. Und so fällt der Goldpreis aktuell. Und gegen die aktuelle Dollar-Stärke kann sich der Euro jetzt auch nicht wehren. Aber mal abwarten, ob sich in Sachen Handelskrieg wie so oft in den letzten Tagen und Wochen die Dinge schnell wieder ändern? Dann könnte es wieder heißen der „Risk Off Trade“ springt an, und die Herde rennt ins Gold und den Schweizer Franken.

Euro und Goldpreis seit dem 24. Oktober

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    5. November 2019 18:45 at 18:45

    Der Goldpreis steigt: Tausend Erklärungen, warum er gestiegen ist.
    Der Goldpreis fällt: Tausend Erklärungen, warum er gefallen ist.
    Aber halt immer hinterher. Hinterher ist uninteressant, wertlos, kann jeder. Vorher wäre die Kunst, können aber die Wenigsten.

  2. Avatar

    Rbird

    5. November 2019 19:28 at 19:28

    „Risk Off“ > < „Risk ON“

    Frage: warum heisst es Risk Off wenn doch das Risiko wieder "da" ist. Und wenn das Riiko wieder fällt redet man von Risk "On". Sollte doch genau das Gegenteil sein oder ? hääääää???

    Thanks für ein Update lol..

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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