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Aktuell: Goldpreis und Euro fallen – hier die Gründe

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Und da hatte der Goldpreis so lange tapfer durchgehalten und über der Marke von 1.500 Dollar notiert, und das tagelang. Und dabei gab es gute Gründe zu fallen, denn die Aktienmärkte haussieren seit Tagen, und der Handelskrieg zwischen den USA und China zeigt sich zumindest diese Woche von seiner entspannten Seite. Aber der Goldpreis fiel einfach nicht. Mehrmals hatten wir die Gründe für seine Robustheit erläutert, zuletzt heute Vormittag.

Heute Nachmittag aber konnte der Goldpreis dann nicht mehr halten, und rauscht seit 14 Uhr von 1.505 Dollar auf aktuell 1.481 Dollar in den Keller. Ebenso fällt zeitgleich der Euro gegen den US-Dollar von 1,1125 auf aktuell 1,1068. Im folgenden Chart, der bis zum 24. Oktober zurückreicht, zeigen wie übereinander gelegt den Kursverlauf von Euro vs USD sowie dem Goldpreis in USD.

Die Hoffnungen auf eine doch nicht einbrechende US-Konjunktur nehmen zu, die Zinssenkungserwartungen an die Fed schwinden. Unterstützt wird dieses Szenario durch den um 16 Uhr veröffentlichten ISM-Index, der besser reinkam als erwartet. Der Handelskrieg entspannt sich (für diesen Augenblick!). Somit steigen die Anleiherenditen. Die Rendite für die zehnjährige US-Staatsanleihe ist von Freitag bis jetzt von 1,70% auf 1,86% gestiegen. Auch der US-Dollar Index (Währungskorb gegen andere Hauptwährungen) steigt spürbar an.

Zinsanlagen werden also attraktiver, und der US-Dollar steigt. Das ist gleich ein Doppelschlag gegen Anlagen in Gold. Und so fällt der Goldpreis aktuell. Und gegen die aktuelle Dollar-Stärke kann sich der Euro jetzt auch nicht wehren. Aber mal abwarten, ob sich in Sachen Handelskrieg wie so oft in den letzten Tagen und Wochen die Dinge schnell wieder ändern? Dann könnte es wieder heißen der „Risk Off Trade“ springt an, und die Herde rennt ins Gold und den Schweizer Franken.

Euro und Goldpreis seit dem 24. Oktober

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    5. November 2019 18:45 at 18:45

    Der Goldpreis steigt: Tausend Erklärungen, warum er gestiegen ist.
    Der Goldpreis fällt: Tausend Erklärungen, warum er gefallen ist.
    Aber halt immer hinterher. Hinterher ist uninteressant, wertlos, kann jeder. Vorher wäre die Kunst, können aber die Wenigsten.

  2. Avatar

    Rbird

    5. November 2019 19:28 at 19:28

    „Risk Off“ > < „Risk ON“

    Frage: warum heisst es Risk Off wenn doch das Risiko wieder "da" ist. Und wenn das Riiko wieder fällt redet man von Risk "On". Sollte doch genau das Gegenteil sein oder ? hääääää???

    Thanks für ein Update lol..

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US-Dollar vor Kollaps? Marc Friedrich und Wladimir Putin mit Statement

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Geldkoffer voll mit US-Dollar Beispielbild

Es ist wohl auch eine Frage der Formulierung. Kollaps, Niedergang, Bedeutungsverlust? All diese Worte sind aktuell im Umlauf dank Bestsellerautor Marc Friedrich in seinem aktuellsten Video. Er spricht über den US-Dollar. Und ohhh Wunder, wird man nun sagen, er sieht die bisherige Weltleitwährung mehr als kritisch. In seinem aktuellen Video verweist er auf die jüngsten Aussagen von Wladimir Putin zum US-Dollar.

Putin über die schwindende Bedeutung des US-Dollar

Wladimir Putin sehe es so (wird im Video ab Minute 1:10 gezeigt mit Untertitel). Der US-Dollar habe weltweit großes Vertrauen genossen als Weltleitwährung. Die USA würden den US-Dollar aber inzwischen als politisches Instrument einsetzen. Putin spricht über die Sanktionen gegen Russland, Iran und Venezuela. Die Nutzung des US-Dollar durch diese Länder sei eingeschränkt worden. Viele Länder würden sich von der Verwendung des US-Dollar als Reservewährung abwenden. Das Vertrauen in den Dollar werde untergraben.

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Marc Friedrich geht in seinen weiteren Ausführungen auch auf den Fakt ein, dass zahlreiche Notenbanken vor allem in diesem Jahr ihre Bestände an physischem Gold massiv ausweiten. Länder wie Russland etc würden ihre Bestände an US-Dollar gegen Gold tauschen, und versuchen sich (so unsere Anmerkung) vom Dollar unabhängig machen. Außerdem hat man mit Gold ja noch etwas Handfestes, und keine Papierwährung, die nicht durch Sachwerte gedeckt ist. Gold werde laut Marc Friedrich zukünftig auch ein „goldenes Zeitalter“ erleben.

Ein langer schleichender Prozess

Unsere Anmerkung: Der Niedergang des US-Dollar wurde schon so oft beschworen in den letzten Jahren. Er ist bislang ausgeblieben. Der Euro oder vielleicht irgendeine neue Kryptowährung könnten Alternativen sein. Aber wohl nicht heute, und auch nicht morgen. Es mag sein, dass der US-Dollar wie angesprochen schleichend an Bedeutung verliert, weil die USA wohl ungewollt durch ihre zahlreichen Sanktionen viele Regierungen aufgeschreckt haben, die nicht so enden wollen wie der Iran oder Venezuela, im Würgegriff von US-Sanktionen.

Auf einmal merkt man, wie abhängig man von Zahlungen in US-Dollar und direkt/indirekt von den USA ist – und versucht nun sich auf lange Sicht von dieser Abhängigkeit zu lösen. Marc Friedrich und Wladimir Putin könnten Recht haben. Aber solche Prozesse ziehen sich über eine lange Zeit hin. Es gibt auch keinen festen Termin, wo man laut aufschreit und sagt „jetzt ist es soweit“. Es ist ein schleichender langer Prozess.

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Gleichgewicht des Schreckens zwischen EZB und Fed hält Euro stabil

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Dollar-Scheine - EZB und Fed im Fokus

Feinsteuerungsoperation, so nennt die Bundesbank bzw. die Europäische Zentralbank EZB Geschäfte, um unerwartete Liquiditätsschwankungen auszugleichen. Feinsteuerung klingt nach einem kleinen chirurgischen Eingriff, eine Routineoperation, kaum zu erkennen. Doch die beiden Feinsteuerungsoperationen im Spätsommer 2007 glichen einer doppelten Bein-Amputation mit der Kettensäge und hatten so gar nichts mehr mit einem kleinen Eingriff zu tun.

An diesen beiden Tagen stellte die EZB europäischen Banken erst 95 Milliarden für einen und dann 110 Milliarden Euro für drei Tage zur Verfügung. Es waren die bis dahin mit riesigem Abstand größten Feinsteuerungsoperationen und völlig unerwartet. Diese beiden Geschäfte markierten für mich den Beginn der Weltfinanzkrise und schon am ersten Tag hob ich an Bargeld vom Konto ab, was ich kriegen konnte. Für den Rest der Welt lief das Leben dann noch ein Jahr ereignislos weiter, bis die Pleite von Lehman Brothers auch den letzten aus dem Tiefschlaf holte.

2007 trocknete die Liquidität im Euroraum aus, 2019 in den USA

Was war damals, 2007, geschehen? Ganz einfach: Die Banken in der Eurozone liehen sich plötzlich untereinander kein Geld mehr. Um eine Bankinsolvenz mit sich anschließendem Domino-Effekt zu verhindern, sprang die EZB ein und lieh kurzfristig riesige Summen aus, die für solche Operationen bis dahin unbekannt waren.

In den USA sahen wir ein vergleichbares Ereignis im September. Auf dem Repo-Markt schossen die Zinsen plötzlich von weniger als 2% auf mehr als 10% in die Höhe. Ein sicheres Zeichen dafür, dass sich die US-Banken untereinander nicht mehr vertrauten. Denn der Repo-Markt dient der Beschaffung kurzfristiger Liquidität. Marktteilnehmer A verkauft an Marktteilnehmer B zum Beispiel Staatsanleihen und sichert zu, diese Anleihen zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückzukaufen und in der Zwischenzeit angefallene eventuelle Kursverluste zu ersetzen. Die Staatsanleihen dienen also praktisch als Sicherheit für einen Kredit. Dieser Kredit wird mit dem Repo-Satz verzinst. Schießt der für kurzfristige Kredite, wir reden hier von wenigen Tagen bis wenigen Monate, auf einen Jahressatz von 10%, während der Leitzins bei 1,75% liegt, dann ist etwas faul.

Kein gutes Zeichen: Die Fed muss bis heute am Repo-Markt intervenieren

Das sah auch die US-Notenbank Fed so und sprang genauso schnell in die Bresche wie 2007 die EZB. Doch der Noteinsatz der EZB führte zu einer nachhaltigen Beruhigung des Marktes. Schon zwei Monate später wurde der Markt derartig mit Liquidität geflutet, dass die EZB sogar über Nacht Liquidität absaugen musste, indem sie teils deutlich mehr als 150 Milliarden Euro pro Nacht von den Banken gegen Zinszahlung annahm.

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Libra: Gefahr für Euro und US-Dollar durch Blockchain-Währung

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Libra als Gefahr für die normalen Papiergeldwährungen?

Die geplante Währung Libra des Social Media Giganten Facebook wird oft als Kryptowährung bezeichnet. Nach Facebooks Ankündigung sahen viele Facebooks neues Tool bereits als den Durchbruch für das zuweilen schwierig zu erklärende Produkt „Kryptowährung“. Politiker, Konkurrenten und Aufsichtsbehörden üben sich bereits in Empörung ob Facebooks Vorstoß. US-Politiker drohten Visa und Mastercard, die zu den Gründungsmitgliedern des Libra-Aufsichtsgremiums zählten, Konsequenzen für ihr Kerngeschäft an. Der französische Finanzminister will Libra gleich ganz verbieten. Meiner Ansicht nach ist die Aufregung unbegründet.

Libra nutzt eine Blockchain, hat mit Bitcoin und Co. aber wenig zu tun

Beginnen wir damit, was Libra nicht ist: Es ist keine von einzelnen Personen oder Institutionen unabhängige Kryptowährung wie zum Beispiel Bitcoin. Facebook will lediglich die bei Kryptowährungen verwendete Blockchain-Technologie einsetzen, die Blockchain aber unter eigener Kontrolle behalten. Ausschließlich Mitglieder der Libra Association können neue Blöcke an die Blockchain anhängen. Es wird auch keinen Miningprozess zur Erzeugung neuer Geldeinheiten geben. Vielmehr wird der Wert dieser neuen „Währung“ an den Wert eines Korbes bestehend aus verschiedenen nationalen Währungen gekoppelt. Um diese Kopplung aufrecht zu erhalten, muss Facebook bzw. die Libra Association also permanent die Geldmenge steuern. Sind zu viele Libra im Umlauf und der Wert droht zu sinken, müssten Libra im Tausch gegen nationale Währungen zurückgekauft werden. Ist die Nachfrage nach Libra größer als das Angebot, würde Libra gegenüber dem Währungskorb aufwerten. Verhindert werden kann das nur durch die Erschaffung und den Verkauf zusätzlicher Währungseinheiten.

Private Unternehmenswährungen gibt es schon lange

Im Grunde genommen ist Libra also ein privat verwaltetes Derivat nationaler Währungen. Es ist eine von Unternehmen herausgegebene Komplementärwährung. Davon gibt es bereits viele. Payback-Punkte oder Guthaben auf Starbucks-Kundenkarten sind genauso private Komplementärwährungen. Payback-Punkte können zum Bezahlen von Einkäufen bei vielen verschiedenen Partnern eingesetzt werden. Auch mit American Express Membership Rewards Punkten, einer weiteren Komplementärwährung, kann ich meine mit der Kreditkarte getätigten Einkäufe bezahlen. Alle drei Beispiele sind genauso wie Libra fest an nationale Währungen gekoppelt. Doch warum gibt es keinen Aufschrei ob dieser Währungen, sehr wohl aber weltweite Versuche, Facebooks neue „Währung“ schon im Keim zu ersticken?

Im Vergleich zu gängigen Kryptowährungen sind die Unternehmenswährungen „Starbucks Card“ und „Membership Rewards Punkte“ durchaus große Marktteilnehmer. Allein auf US-amerikanischen Kundenkarten von Starbucks lagen Ende September 1.269 Millionen US-Dollar. Und American Express gab in den ersten neun Monaten des Jahres 7.717 Millionen US-Dollar für eingelöste Membership Rewards aus. Das Gesamtguthaben der Kunden weist American Express nicht aus, es dürfte jedoch deutlich über den in neun Monaten ausgegebenen 7,7 Milliarden US-Dollar liegen. Nehmen wir die 1,269 und 7,7 Milliarden US-Dollar von Starbucks und American Express „Währungen“ als Marktkapitalisierung an, so lägen beide Währungen auf Platz 4 und Starbucks auf Platz 11 der Kryptowährungen. Widerstand rufen beide Währungen bei Politikern und Regulierern jedoch nicht hervor.

Politiker haben Angst vor Libra, weil es Milliarden potentielle Benutzer gibt

Liegt es daran, dass Starbucks und American Express ihre Währungen im Gegensatz zu Facebook Libra nicht als Kryptowährung bezeichnen lassen? Liegt es an der fehlenden Blockchain? Wohl kaum. Wahrscheinlicher ist, dass der Widerstand gegen Libra deshalb so groß ist, weil die Währung von Facebook kommt. Facebook hat rund 1,6 Milliarden täglich und 2,5 Milliarden wenigstens monatlich aktive Nutzer (hier die aktuellsten Daten im Detail). Und all diese Nutzer könnten Libra theoretisch als Währung einsetzen. Dagegen sind die Unternehmenswährungen anderer Unternehmen kleine Lichter mit nur einigen Dutzend Millionen Nutzern. Libra hätte also erstmals das Zeug dazu, in Konkurrenz zu staatlichen Währungen zu treten. Zwar soll sie an einen Währungskorb bestehend aus staatlichen Währungen gekoppelt werden. Doch einmal ernsthaft: Würden die Nutzer es merken, wenn Facebook diese Währungskopplung irgendwann einfach stillschweigend verringert oder aufgibt? Wohl kaum. Genauso wie Nutzer schon heute AGB-Änderungen von 50 Seiten Umfang mit einem Fingertippen akzeptieren, würden sie das auch im Falle einer aufgegebenen Währungsdeckung von Libra tun.

Und wenn das geschähe, hätte Facebook eine weltweit genutzte, von staatlichen Stellen unabhängige Währung in der Hand, die sich vielleicht sogar noch wertstabiler zeigt als nationale Währungen. Dass Staaten und Politiker Angst vor Facebooks neuer Erfindung haben, hängt also weniger mit Kryptowährung oder Blockchain zusammen, sondern vielmehr damit, dass Facebook qua seiner schieren Größe und Marktmacht erstmals in der Lage wäre, Euro, US-Dollar und Renminbi Konkurrenz zu machen.

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