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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis und Ölpreis springen, Iran-Krise über Nacht!

Claudio Kummerfeld

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Die Kriegsgefahr im Nahen Osten steigt

Goldpreis und Ölpreis springen über Nacht nach oben. Was ist passiert? So ist es nun eben manchmal an der Börse. Alles läuft eigentlich bestens, die Aktienkurse steigen parallel mit dem Ölpreis immer weiter an, weil dank mutmaßlichem Handelsdeal mit China der Konjunkturoptimismus vorhanden ist. Alles bestens, alles super. Und dann kommt völlig unerwartet irgendein Ereignis, mit dem niemand gerechnet hat, und alles ändert sich. Heute Nacht hat der Iran bestätigt, dass Qasem Soleimani, dem Kommandeur der iranischen Quds-Brigaden, getötet wurde. Dies geschah auf Anweisung von Donald Trump (hier weitere Details nachlesen). Der Iran schwört Rache. Denn Qasem Soleimani war nicht irgendwer, sondern vielleicht sogar der zweit wichtigste Mann im Iran. Natürlich kann man es nicht 1:1 vergleichen, aber es wäre ungefähr so, als hätte man den US-Verteidigungsminister oder Generalstabschef getötet. Für das Pentagon war diese gezielte Tötung ein „Akt der Verteidigung“ um weitere Angriffe auf US-Kräfte zu verhindern (hier das gesamte Statement des Pentagon lesen).

Dass der Iran nun irgendetwas tun muss um sein Gesicht zu wahren, ist nachvollziehbar. Nun droht eine Eskalation am Golf. Was wird passieren? Wird der Iran über die Huthis im Jemen militärisch gegen die Saudis vorgehen, weil sie enge Verbündete der Amerikaner sind? Wird der Iran die Schifffahrtsrouten im Golf angreifen? Wie auch immer. Für den Kapitalmarkt bedeutet das womöglich erstmal „Flucht in Sicherheit“. Der Dax wird heute früh wohl gut 100 Punkte tiefer reinkommen, und der Dow 30 zeigt jetzt schon ein Minus von 240 Punkten.

Goldpreis steigt

Wo der Markt bei Risiko-Anlagen wie Aktien wohl kurzfristig etwas vorsichtiger agiert (Risk On Risk Off Trades), so erkennt man ganz klar die aktuelle Flucht in den „Sicheren Hafen“ namens Gold. Den kräftigen Anstieg im Goldpreis hatten wir zuletzt gestern besprochen. Heute Nacht ist er sprunghaft gestiegen. Bis 1 Uhr heute früh war der Goldpreis bereits auf 1.530 Dollar geklettert. Von da an geht es schnell nach oben auf einen aktuellen Höchstwert von 1.543 Dollar. Bei der eigenständigen Hausse der letzten Tage, und jetzt noch diese Krisen-Nachricht rund um den Iran und einer damit steigenden Kriegsgefahr, kann Gold im Wert nun immer weiter zulegen? Im folgenden Chart sieht man den Goldpreis im Verlauf der letzten zwölf Monate. Den jüngsten Anstieg sieht man ganz rechts im Chart auch in so einem langfristigen Verlauf deutlich. Alte Höchststände aus September bei über 1.550 Dollar sind nun in greifbarer Nähe.

Goldpreis im Verlauf der letzten zwölf Monate

Ölpreis steigt

Und wo der Ölpreis die letzten Tage aufgrund der Konjunkturhoffnungen (und vor allem des schwachen Dollar) parallel mit den Aktienkursen stieg, so koppelt er sich aktuell von den Aktien ab. Denn wo die Aktien Angst bekommen, so gibt es zwar auch Angst am Ölmarkt. Aber dort geht es in Krisenzeiten immer um eine Angst vor Angebotsverknappung. Kriegsgefahr am Golf bringt sofort Angst vor der Einschränkung von Lieferungen aus der Region auf den Weltmarkt. Daher steigt Öl an. Bis heute um Mitternacht stieg WTI-Öl auf 61,15 Dollar. Dann nach der Iran-Nachricht sprang der Ölpreis auf bis zu 63,80 Dollar in die Höhe (aktuell 63,01 Dollar). Auch hier scheint die Tendenz weiter nach oben gerichtet zu sein, auch wenn es dafür natürlich keine Garantie gibt! Man verfolge hierzu nun die weitere Entwicklung rund um den Iran. Eskaliert die Lage weiter, könnte der Ölpreis auch weiter steigen. Wir werden heute Nachmittag um 17 Uhr über die staatlichen Öl-Lagerbestände in den USA berichten, die normalerweise extrem wichtig sind. Fraglich ist aufgrund dieser aktuellen Entwicklung rund um den Iran aber, ob die US-Lagerdaten heute noch die selbe Relevanz für den Ölpreis haben werden. Im folgenden Chart sieht man den Ölpreis-Verlauf der letzten 30 Tage.

Ölpreis Verlauf seit Anfang Dezember

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Kritisch on fire

    3. Januar 2020 10:24 at 10:24

    Da spricht Hr. Trump davon, dass er ein Mann des Friedens ist. Dort findet es Hr. Erdogan notwendig sich in den Konflikt in Lybien einzumischen. Sind denn alle verrückt geworden?
    Die so lapidare Mitteilung des Pentagon über den Einsatz einer Rakete gegen 2 Militärs des Iran (ohne Genehmigung des Kongresses) bezeichne ich als Mord. Irgendwie erinnert mich das an eine Wortwahl und Situation wie vor rd. 81 Jahren: „Seit 05.45 wird zurückgeschossen“!
    So ganz nebenbei sitz in Nordkorea ein Wahnsinniger dessen Bevölkerung verhungert und er nichts anderes im Sinne hat als Interkontinentalraketen zu testen und sein Nuklearwaffenprogramm auszubauen, weil ja Hr. Trump nicht in der Lage ist mit ihm eine vernünftige Abrüstungsstrategie zu vereinbaren.
    Jetz wird wohl ein Vergeltungsschlag der Iraner erfolgen und sich schön langsam aber sicher das Pulverfass „Naher Osten“ entzünden.
    Auf gut wienerisch die Aufforderung: „Schleichts euch doch alle nach Hause – dort habt ihr alle genug zu tun“!

    • Avatar

      sabine

      3. Januar 2020 11:08 at 11:08

      Der Trump ist ja so böse. Und der Friedensfürst und Nobelpreisträger Obama?
      https://www.deutschlandfunkkultur.de/drohnenkrieg-obamas-toedliches-erbe.1005.de.html?dram:article_id=376686
      @deutschlandfunk: Während der Präsidentschaft von Barack Obama wurden Tötungen per Drohne zur Staatsdoktrin, jede Woche unterschrieb er die sogenannte „Kill List“. Und in Zukunft wird ein Donald Trump das tun – dank seines Vorgängers, den Friedensnobelpreisträger Obama.
      .
      Da hab ich solche Meldungen in den Qu-Medien und Foren vermißt.

    • Avatar

      sabine

      3. Januar 2020 11:19 at 11:19

      @deutschlandfunk: Afghanistan ist das am meisten von Drohnen bombardierte Land der Welt. Unzählige Menschen wurden bei diesen Angriffen getötet oder verloren ihre Liebsten. … Ein Krieg, der während der Präsidentschaft Barack Obamas seinen bisherigen Höhepunkt erreicht hat. Doch amerikanische Drohnenangriffe finden nicht nur dort statt, sondern auch im Irak und in Syrien. Obama hat den Drohnenkrieg auch in Länder getragen, in denen die USA offiziell gar keinen Krieg führen, etwa in den Jemen, nach Somalia oder nach Pakistan. „Ich bin wohl gut im Töten“, scherzte der Friedensnobelpreisträger Obama einst über seinen Drohnenkrieg.
      .
      Ich will das Attentat oder Trump hier nicht verteidigen, aber auch nicht die Anschläge der Irak-Iraner im Irak. Ich kann da gar nix sagen, weil ich keine Geheimdienst-Infos habe. Aber es ist halt komisch, das damals diese zahlreichen Morde unter Obama in Nichtkriegsgebiet (!) in den Massenmedien fast nirgends erwähnt wurde. Natürlich ist der Tod des 2. Mannes im Iran nochmal wichtiger, als damals z.B. ein syrischer Unteroffizier mit seiner Familie. Aber …

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Gold/Silber

Gold: Die Korrektur ist noch nicht vorbei, ausser das passiert..

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Die sehr schwache Performance, welche sich in der vergangenen Handelswoche bei Gold eingestellt hat, konnte die jüngste Betrachtung gut nachvollziehen. Mit dieser Performance folgt das Edelmetall meiner letzten Sichtweise, wie diese im Chart dargestellt ist. Das Tragische daran ist, dass sich Gold nach wie vor im Korrekturmodus befindet und aller Voraussicht nach diesen Zustand zeitnah auch nicht verlassen wird. Die im Chart dargestellte größere Trendwende ist mit der aktuellen Korrektur noch nicht gemeint.

Ausblick für Gold:

Das mehrfache Überschreiten des Widerstandes bei 1.910 USD (0.50-Retracement) ist für sich genommen ein positives Vorzeichen auf die zu erwartende Entwicklung. Doch wurden diese Schritte immer wieder abverkauft, sodass sich der positive Effekt in sehr engen Grenzen hält. Im weiteren Verlauf von Welle (x) wird Gold noch bis zur 0.76-Linie (1.943 USD) steigen; für wesentlich mehr wird die Kraft indes nicht reichen. Die auf dem gleichen Niveau liegende Trendkanallinie unterstützt dieses Szenario zusätzlich und zudem noch sehr massiv.

Gold befindet sich nach wie vor in der Korrektur
Mit der sich anschließenden zweiten Welle (a), der komplexen Korrektur (abc-x-abcde), wird der übergeordnete Abwärtstrend bei Gold wieder aufgenommen. Das Potenzial dieser Korrektur wird sich nicht dramatisch darstellen und sollte bereits auf dem Niveau des 0.38-Retracements (1.810 USD) erschöpft sein. Andererseits würde sich erst durch einen signifikanten Sprung über den 0.76-Widerstand bei 1.943 USD ein positives Signal generieren. Diesen Schritt erwarte ich für den hier abgebildeten Zeitraum nicht.

Fazit:

Die derzeit noch laufende Korrektur steht einem Engagement bei Gold, besonders auf längere Sicht, entgegen. Ein kleines Signal würde über der 0.76-Linie (1.943 USD) entstehen.

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Aktien

Dax-Wochenausblick: Test der 1.000 Punkte Range – folgt bald der Ausbruch?

Stefan Jäger

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Im folgenden Video bespricht Marius Schweitz von Projekt30 die abgelaufene Woche im Dax und gibt einen ausführlichen Ausblick auf die kommende Handelswoche. Dabei geht er konkret auf die übergeordnet Seitwärtsrange ein und zeigt mögliche Szenarien auf, wie sich die ausgebildete 1.000 Punkte Range auflösen könnte. Im deutschen Leitindex haben sich sehr spannende Chart-Formationen herauskristallisiert, die auf eine große Bewegung hindeuten. In dem Video sehen Sie aber nicht nur einen Dax-Ausblick, sondern auch noch weitere Einschätzungen zum Dow Jones, Bitcoin, Gold, Euro, Softbank und Deutsche Bank.

Die Setiwärtsrange im Dax von Juli bis Oktober

Im März startete die rasante Corona-Rally, die viele Anleger als die „meistgehasste Rally aller Zeiten“ betiteln, aber seit ein paar Monaten ist sie ins Stocken geraten. Zwischen März und Juli kannte der deutsche Leitindex im Grunde nur eine Richtung – nämlich gen Norden. Im Juli hat der Anstieg aber erstmals ein abruptes Ende gefunden, nachdem der Dax das Hoch bei 13.315 Punkten erzielt hatte. Seitdem konnte er diesen Bereich nur zweimal wieder erreichen. Zum einen am 03.09. mit dem Hoch bei 13.460 und schließlich noch einmal am 14.09. bei 13.339.

Demgegenüber stehen zusammen mit dem Tief vom letzten Donnerstag drei Marken, die die Unterkante der Range bilden. Die drei Punkte setzen sich aus dem August-Tief (03.08.) bei 12.365, dem September-Tief (25.09.) bei 12.341 und schließlich dem Oktober-Tief (22.10.) bei 12.345 zusammen. Aus diesen drei Marken hat sich ein starker Unterstützungsbereich gebildet. Als zusätzliche Unterstützung kann man noch das Tief von Anfang Juli bei 12.254 hinzuzählen. Ein Bruch der Range-Unterkante dürfte folglich einem kräftigen Impuls auf der Unterseite auslösen. Erfahrungsgemäß wird die gleiche Höhe der Range in die entsprechende Richtung abgearbeitet. Angenommen, dass der Ausbruch im Dax auf der Oberseite gelingt, dann ergibt sich daraus ein Ziel bei 14.340 Punkten. Dementgegen liegt das Ziel bei einem Ausbruch auf der Unterseite bei 11.340 Punkten.

Dax-Wochen-Ausblick KW44 - 1.000 Punkte Seitwärtsrange von Juli bis Oktober

Aktuelle Chart-Fomationen im Dax

Auf verschiedenen Zeitebenen haben sich im Dax interessante Chart-Formationen entwickelt. Zum einen hat sich im 10-Minuten-Chart ein Descending Broadening Wedge (DBW) ausgebildet, das eine bullische Formation darstellt. Im Stundenchart ist zudem ein großes DBW-Wedge aktiv, das bei einer Auflösung hohe Ziele auf der Oberseite ermöglicht. Auf der bärischen Seite sehen wir außerdem noch eine aktive Wolfe Wave (Keil), die den bärischen Trigger bei 12.341 auslösen könnte. Dadurch würden sich Kurse unter der 12.000 Punkte-Marke ergeben. Auf Tagesbasis hat sich zwischen Juli und Oktober zusätzlich eine SKS gebildet. Sowohl die genannten Formationen, als auch die wichtigen charttechnischen Marken für die kommende Woche werden ausführlich und für jeden verständlich im Video erläutert.

Fazit

Der Dax steht vor einer ausschlaggebenden Richtungsentscheidung, diese kann eine Bewegung von mehr als 1.000 Punkten einleiten. In dem Video-Ausblick wird ausführlich auf die möglichen Szenarien eingegangen. Insbesondere die von Marius Schweitz herausgearbeiteten Chart-Formationen sind sehr sehenswert und zeigen die Möglichkeiten auf, wie es im Dax in der nächsten Woche und darüber hinaus weitergehen kann. Zudem erscheint für alle Leser und Leserinnen von Finanzmarktwelt ab Montag wie gewohnt der DAX daily. Viel Spaß beim schauen des Videos.

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Gold/Silber

Goldpreis wacklig unterwegs – Achtung US-Dollar und US-Renditen

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Gestern berichteten wir über das größere Bild für Gold, und warum der Goldpreis nach einem Biden-Wahlsieg in den USA eventuell spürbar steigen könnte (hier der Artikel). Heute schauen wir auf die Tagesaktualität. Die Gold-Bullen könnten im Keller verschwinden und stundenlang schreien vor Wut. War der Goldpreis noch vorgestern auf 1.931 Dollar gestiegen, und sah es endlich nach dem großen Durchbruch nach oben aus, so rauschte das Edelmetall gestern mal wieder unter die Marke von 1.900 Dollar, auf bis zu 1.893 Dollar im Tief.

Goldpreis mit Blick auf US-Dollar und Anleiherenditen

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.909 Dollar. Nach fast zweitägigem Ansteigen zeigt der US-Dollar seit heute wieder Schwäche. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) fällt heute von 93,08 auf 92,69 Indexpunkte. Kann man ein Niveau im Goldpreis von um die 1.900 Dollar inzwischen als charttechnische Unterstützungsmarke betrachten? Schwer zu sagen. Auf jeden Fall ist es seit Wochen ein elendiges Rauf und Runter um diese runde Marke.

Wichtig für Gold-Bullen ist, dass die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen seit einigen Tagen am Steigen ist. Binnen genau einer Woche steigt sie von 0,73 Prozent auf 0,85 Prozent. Damit werden Anleihen in Relation zum zinslosen Gold also wieder attraktiver, was den Goldpreis anfälliger für Rückschläge macht.

Die Analysten der Commerzbank merken in einem aktuellen Kommentar zu Gold an, dass die steigenden US-Renditen womöglich auch der Grund seien, dass ETF-Investoren gestern den dritten Tag in Folge Positionen verkauft haben. In den letzten drei Tagen summieren sich die Abflüsse auf 7,6 Tonnen. Auch einige spekulative Finanzinvestoren könnten laut CoBa weitere Long-Positionen geschlossen haben. Einen Eindruck hierüber gebe die CFTC-Statistik heute Abend.

Der folgende Chart zeigt seit Dienstag Abend in rot-grün den Goldpreis gegen den Dollar-Index in blau. Der ganz aktuell fallende US-Dollar könnte heute Mittag dem Goldpreis Aufschub verleihen. Aber man vergesse bitte wie gesagt nicht die steigenden US-Renditen. Und es ist weiterhin unklar, wie nun mit dem möglichen Konjunktur-Stimulus in den USA verfahren wird.

Chart zeigt Vergleich zwischen Goldpreis und US-Dollar

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