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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis unter Druck, Dollar drückt – Achtung heute Abend!

Claudio Kummerfeld

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Gold Barren - Goldpreis unter Druck

Der Goldpreis ist aktuell arg unter Druck. Er hängt derzeit an oder knapp über der Marke von 1.450 Dollar, wie zuletzt schon gestern Nachmittag und heute früh. Vorher war der Goldpreis in mehreren Schüben tagelang stärker gefallen von 1.514 Dollar Anfang des Monats. Im Chart sieht man den Preisverlauf seit letztem Mittwoch. Rechts im Chart sieht man die drei jüngsten Tiefs. Geht er gleich noch tiefer, ist erneut Platz nach unten vorhanden, aus charttechnischer Sicht! Ein weiterer Abrutscher kann also jederzeit geschehen! Aber was ist da los?

Goldpreis in US-Dollar Chartverlauf

Goldpreis unter Druck – das aktuelle Marktumfeld

Gestern war kleiner Feiertag in den USA. Die Renditen für US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit zeigen sich aktuell mit 1,94% auf einem robusten Niveau seit letztem Donnerstag. Der Goldpreis hatte schon in letzter Zeit damit zu kämpfen, dass Fed-Chef Powell angedeutet hatte, dass die dritte Zinssenkung der Fed im Oktober die letzte für dieses Jahr gewesen sein könnte. Steigende Anleiherenditen machen das zinslose Gold natürlich weniger attraktiv! Der Dow 30 ist gegenüber Future-Kursen von heute Nacht in der Indikation minimal im Plus. Der US-Dollar (im Chart als US Dollar Index dargestellt) ist seit einer Woche im Aufwärtstrend. Nach einer Pause gestern geht der Trend aktuell weiter nach oben, was gegen den Goldpreis drückt!

US Dollar Index

Laut Leaprate ist ActivTrades Chef-Analyst Carlo Alberto De Casa aktuell der Meinung, dass der Goldpreis nach vier negativen Handelssitzungen in Folge nun stark verkauft sei, dank Hoffnungen für eine Entspannung im Handelskrieg und eines stärkeren US-Dollar. Die Unterschreitung der Unterstützung bei 1.480 Dollar habe Gewinnmitnahmen ausgelöst von Investoren, die früher im Jahr günstiger eingestiegen waren. Auch gebe es aktuell wieder einige Abflüsse aus Gold-ETFs. Laut Bericht von investing.com sieht der Edelmetallspezialist Eric Scoles von RJO Futures in Chicago den Goldpreis auf 1.400 Dollar fallen, da er aus seiner Range ausgebrochen sei.

Achtung heute 18 Uhr!

Achtung! Heute ab 18 Uhr redet Donald Trump vor den Mitgliedern des Economic Club of New York. Aufmunternde Aussagen zum Handelskrieg könnten Aktien, US-Dollar und Renditen steigen lassen, was den Goldpreis noch mehr unter Druck bringen könnte. Abwärtspotenzial ist vorhanden, aber noch weiß man ja nicht, was er sagen wird! So oder so. Gold könnte heute Abend stärker schwanken. Der Trend ist bisher jedenfalls seit Tagen schubweise fallend, immer wieder unterbrochen von Pausen.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Wolfram Kunze

    12. November 2019 15:27 at 15:27

    Der Artikel von Herrn Zipfel vom 08.11.
    ist schon wieder obsolet.

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Gold/Silber

Experte Andre Stagge: Trading kurz vor der US-Wahl

Redaktion

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So kurz vor der US-Wahl, worauf sollten Trader achten? Wer wird die Wahl gewinnen, und was bedeutet das für die Börse? Der Experte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) erklärt im folgenden ganz aktuellen Video seine Meinung und seine Handelsstrategie. Müssen seine Handelsstrategien „Turnaround Tuesday“ und „Ultimo“ in dieser besonderen Woche ausgesetzt oder angepasst werden?

Der Börsenexperte Andre Stagge
Andre Stagge

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Goldpreis steigt nicht – Gründe, aktuelle Lage, Expertenkommentar

Claudio Kummerfeld

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Gold und US-Dollar mit Adler

Der Goldpreis war letzte Woche wacklig unterwegs (wir berichteten). Das gilt auch für diese Woche. Wird die runde Marke von 1.900 Dollar zur Dauer-Qual für die Gold-Bullen, weil der Goldpreis immer und immer wieder hierhin zurückfällt? Ganz aktuell fällt der Goldpreis wieder zurück von 1.910 Dollar heute früh auf jetzt 1.901 Dollar.

Zwar sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen seit letztem Freitag wieder gesunken von 0,86 auf 0,80 Prozent. Aber der US-Dollar (in Form des Dollar-Index) zeigt sich seit Freitag relativ stabil auf Niveaus um die 93 Indexpunkte. Der Rückfall im US-Dollar konnte letzten Mittwoch gestoppt werden, und ist seitdem abgesagt. Dies ist schlecht für den Goldpreis.

Goldpreis-Anstieg bei Verschärfung der Corona-Lage?

Wir empfehlen beim Klick an dieser Stelle die gestrige Analyse von CMC Markets-Analyst Jochen Stanz zu Gold. Er bespricht ausführlich die Frage, ob im Goldpreis der große Knall bevorsteht. Was, wenn der zweite globale Lockdown umfassend durchgeführt wird? Die Staatsausgaben zur Stützung von Bevölkerung und Wirtschaft überall auf der Welt würden die Staatsverschuldungen immens nach oben treiben, was eine große Chance für Gold darstellen könnte.

Aber im Augenblick klebt der Goldpreis weiter an der 1.900 Dollar-Marke. Die Aktienmärkte fallen, und der US-Dollar sackt nicht weiter ab. Wir erinnern uns. Im März, wo die Corona-Panik weltweit am Schlimmste war, schoss der Dollar-Index von 95 auf 103 Indexpunkte nach oben (Flucht in den Sicheren Hafen US-Dollar), und zwar sehr schnell. Der Goldpreis fiel von 1.700 auf 1.464 Dollar. Also: Könnte der Goldpreis bei einer dramatischen Verschärfung der Corona-Lage erneut nicht profitieren, weil der steigende US-Dollar Gold ausbremst?

Heutige Konjunkturdaten

Derzeit jedenfalls kann der Goldpreis als sicherer Fluchthafen in unsicheren Zeiten nicht von den weltweit stark zunehmenden Corona-Infektionszahlen profitieren. Heute um 13:30 Uhr werden in den USA die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter veröffentlicht, und vermutlich um 12 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht der weltweit größte Baumaschinenhersteller Caterpillar seine Quartalszahlen. Beide Ereignisse könnten Aktienkurse und US-Dollar in Bewegung bringen, wie auch den Goldpreis. Genauso kann auch das um 15 Uhr veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen die Kurse bewegen.

Aktueller Analystenkommentar

Die Experten der Commerzbank haben vor wenigen Minuten einen Researchbericht auch zu Gold veröffentlicht. Hier auszugsweise im Wortlaut:

Heute Morgen notiert Gold weiter in unmittelbarer Nähe der 1.900 USD-Marke, die eine starke Anziehungskraft auf den Preis ausübt. Gold in Euro gerechnet notiert seit etwa vier Wochen knapp oberhalb von 1.600 EUR je Feinunze. Eine nennenswerte Preiskorrektur wird unseres Erachtens durch die anhaltend solide Investmentnachfrage verhindert. Gestern verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs Zuflüsse von 3,5 Tonnen. Auch wenn die Dynamik der Zuflüsse in den letzten Wochen nachgelassen hat, erachten offenbar viele Marktteilnehmer den aktuellen Goldpreis noch als attraktive Kaufgelegenheit. In China hat sich die Goldnachfrage gemäß Angaben des Verbands der chinesischen Goldproduzenten zuletzt offenbar erholt: Sie ist demnach im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 29% gestiegen. Der Verband führt dies auf die Erholung der Wirtschaft und auf eine schnelle Rückkehr des Hochzeitsmarktes zurück.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen

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Gold: Die Korrektur ist noch nicht vorbei, ausser das passiert..

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Die sehr schwache Performance, welche sich in der vergangenen Handelswoche bei Gold eingestellt hat, konnte die jüngste Betrachtung gut nachvollziehen. Mit dieser Performance folgt das Edelmetall meiner letzten Sichtweise, wie diese im Chart dargestellt ist. Das Tragische daran ist, dass sich Gold nach wie vor im Korrekturmodus befindet und aller Voraussicht nach diesen Zustand zeitnah auch nicht verlassen wird. Die im Chart dargestellte größere Trendwende ist mit der aktuellen Korrektur noch nicht gemeint.

Ausblick für Gold:

Das mehrfache Überschreiten des Widerstandes bei 1.910 USD (0.50-Retracement) ist für sich genommen ein positives Vorzeichen auf die zu erwartende Entwicklung. Doch wurden diese Schritte immer wieder abverkauft, sodass sich der positive Effekt in sehr engen Grenzen hält. Im weiteren Verlauf von Welle (x) wird Gold noch bis zur 0.76-Linie (1.943 USD) steigen; für wesentlich mehr wird die Kraft indes nicht reichen. Die auf dem gleichen Niveau liegende Trendkanallinie unterstützt dieses Szenario zusätzlich und zudem noch sehr massiv.

Gold befindet sich nach wie vor in der Korrektur
Mit der sich anschließenden zweiten Welle (a), der komplexen Korrektur (abc-x-abcde), wird der übergeordnete Abwärtstrend bei Gold wieder aufgenommen. Das Potenzial dieser Korrektur wird sich nicht dramatisch darstellen und sollte bereits auf dem Niveau des 0.38-Retracements (1.810 USD) erschöpft sein. Andererseits würde sich erst durch einen signifikanten Sprung über den 0.76-Widerstand bei 1.943 USD ein positives Signal generieren. Diesen Schritt erwarte ich für den hier abgebildeten Zeitraum nicht.

Fazit:

Die derzeit noch laufende Korrektur steht einem Engagement bei Gold, besonders auf längere Sicht, entgegen. Ein kleines Signal würde über der 0.76-Linie (1.943 USD) entstehen.

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