Allgemein

Aktuell: Hausdurchsuchung bei Griechenlands Notenbankchef, Draghi bot Hilfe an

FMW-Redaktion

Die Privatwohnung des griechischen Notenbankchefs Yannis Stournaras ist heute von der griechischen Staatsanwaltschaft durchsucht worden. Hintergrund ist offenkundig ein Korruptionsskandal, in den die Ehefrau von Stournaras, Stavroula Nikolopoulou, verwickelt sein soll, wie die griechische „To Vima“ berichtet.

yannis_stournaras
Yannis Stournaras, Chef der Bank of Greece und zwischen 2012 und 2014 griechischer Finanzminister
Foto: https://www.flickr.com/photos/chathamhouse/

Hintergrund sind offenkundig dubiose Aktivitäten des staatlichen Hellenic Center for Disease Control & Prevention (KEELPNO), das zwei Millionen an Werbegeldern ausgegeben haben soll, obwohl es seine Information kostenfrei über die staatlichen Medien publizieren kann. Die Gelder waren offenkundig an die Firma Mindwork Business Solutions geflossen – deren Chefin die Frau von Stournaras ist. Bei der Hausdurchsuchung wurden Dokumente und Dateien der Ehefrau von Stournaras beschlagnahmt.

Und nun wird es pikant: Stournaras habe daraufhin zunächst Ministerpräsident Tsipras angerufen, der jedoch gesagt habe, dass das eine reine Angelegeneheit der Justiz sei. Stournaras wiederum habe Tsipras versichert, dass er nichts zu befürchten habe, also unschuldig sei. Danach sei Stournaras offenkundig auch mit EZB-Chef Draghi in Kontakt getreten. Draghi habe Stournaras laut „To Vima“ angeboten, eine Statement seitens der EZB zugunsten von Stournaras abzugeben. Stournaras habe das jedoch abgelehnt: er wolle die Angelegenheit eigenständig klären..



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage