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Europa

Aktuell: Horrorzahlen aus Italien

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Das ist fast schon der blanke Horror! Italiens Industrieaufträge sind im Juli um -10,8% im Vergleich zum Vormonat eingebrochen. Das ist der größte Rückgang seit Oktober 2009 – also seit den Folgewirkungen der Finanzkrise.

Dabei brachen die Aufträge vor allem aus dem Ausland völlig ein mit einem spektakulären Minus von 22,8% (!) zum Vormonat, während die inländische Nachfrage um +0,8% zum Vormonat zulegen konnte.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind damit die Industrieaufträge Italiens um -11,8% gefallen.

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Dass der Erfolg der expansiven Geldpolitik ausbleibt, zeigen solche Zahlen eindringlich. Dabei stieg, wie soeben vermeldet, die Geldmenge M3 in der Eurozone im August (Jahresrate) auf +5,1% (Juni noch +4,9%), die Geldmenge M1 sogar um +8,9% (Jahresrate; im Juni noch +8,4%). Dagegen stagniert die private Kreditvergabe bei +1,9% im Vergleich zum Vorjahresmonat (Juli war ebenfalls +1,9%).

Faktisch ist also in der Eurozone mehr Liquidität im Umlauf, aber die Kreditvergabe verändert sich nicht. Läuft da vielleicht etwas schief? Nur mal so eine unschuldige Frage, lieber signore Draghi..

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Gerd

    27. September 2016 10:55 at 10:55

    Das sind doch mal wieder zur Abwechslung Daten, die wirklich Anlass zur Sorge geben.

    Dagegen sind die Zinserhöhungsbefürchtungen,
    die USA betreffend, nur Pseudosorgen zur Ablenkung von den wirklichen Problemen.

  2. Avatar

    Dreistein

    27. September 2016 11:09 at 11:09

    da läuft nichts schief es ist so gewollt!
    gucken sie sich doch die USA oder Japan an, Es wurde/wird Geld in den Finanzsektor gepumpt (wäre da Öl anstatt Geld, es hätte sich entzündet) so schnell wird da gepumpt. Wo stehen die Wirtschaften?
    Genau sie sind marode und fangen an zu faulen! Das Geld was Draghi da reinpumpt ist für den Finanzsektor und die maroden Staaten, linke Tasche rechte Tasche und die oberen 1% sahnen ab! Nennt sich auch Endspiel, man weiß nur noch nicht wie man es am besten enden lassen soll, so dass man noch an die Fleischtöpfe und diese ach so geliebte Macht bleiben kann.

  3. Avatar

    gerd

    27. September 2016 12:34 at 12:34

    Verständnisfrage an die Redaktion:
    Was bedeutet es, wenn hier die Statistikzahl um 12:30Uhr
    -4- Kommentare aufweist, aber nur -2- zu lesen sind?

    Sind dann zwei gelöscht worden?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      27. September 2016 12:42 at 12:42

      @gerd, wir löschen nichts, können aber Kommentare nicht genehmigen, wenn darin Inhalte sind, die uns als Betreiber der Seite Ärger einbringen könnten. Daher wird dann ein solcher Kommentar von uns nicht genehmigt (aber nicht gelöscht), sodass er auf der Seite dann in den Kommentaren auch nicht sichtbar ist..

    • Avatar

      Matthias

      27. September 2016 14:09 at 14:09

      Bei der Anzahl der Kommentare werden die „Pingbacks“ auch mitgezählt. Daher ist die Zahl vermeintlich unterschiedlich. Aktuell hier (vor meinem Kommentar) z.B. 6 Kommentare, also 4 + 2 Pinbacks.

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Europa

Auftragseingänge der Industrie: Juhu, die Krise ist vorbei

Claudio Kummerfeld

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am

Verschiedene Metallerzeugnisse

Heute früh hat das Statistische Bundesamt die Auftragseingänge der Industrie (genauer gesagt für das Verarbeitende Gewerbe) für den Monat Oktober veröffentlicht. Im Vergleich zu September steigen sie um 2,9 Prozent. Wichtiger: Im Jahresvergleich zu Oktober 2019 steigen sie um 1,8 Prozent. Noch wichtiger: Gegenüber Februar 2020, dem letzten Monat vor Ausbruch der Coronakrise, lagen die Auftragseingänge der Industrie um 0,8 Prozent höher.

Also kann man basierend auf diesen Zahlen sagen, dass zumindest für die Auftragseingänge der Industrie die Coronakrise vorbei ist. Der Chart, der bis zum Jahr 2012 zurückreicht, zeigt eine abgeschlossene V-förmige Erholung. Klar erkennbar ist, dass die Aufträge aus dem Ausland (wohl vor allem aus China) den Schnitt nach oben ziehen.

Chart zeigt den Verlauf der Auftragseingänge der Industrie seit 2012

Hier Detailaussagen der Statistiker im Wortlaut:

In der größten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, der Automobilindustrie, stieg der Auftragseingang im Oktober 2020 weiter an (+1,0 % zum Vormonat) und lag damit 6,0 % über dem Vorkrisenniveau im Februar 2020.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Aufträge aus dem Inland im Oktober 2020 um 2,4 %, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 3,2 %. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 0,5 % zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 4,8 %.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im Oktober 2020 um 2,3 % über dem Vormonatsniveau. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Anstieg um 3,8 % und im Bereich der Konsumgüter fielen die Aufträge um 2,2 %.

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Allgemein

Arbeitsmarkt im Corona-Märchenland – weniger Arbeitslose!

Claudio Kummerfeld

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Eingang zu einer Außenstelle der Bundesagentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin im Märchenland-Zustand, aber nur auf den ersten Blick. Man kann in der schlimmsten Rezession der letzten Jahrzehnte eine weiterhin sehr geringe Arbeitslosigkeit präsentieren, weil es hierzulande anders als in vielen anderen Ländern das Instrument der Kurzarbeit gibt. Zählt man diesen Ersatz für die Arbeitslosigkeit nicht zur offiziellen Arbeitslosenquote hinzu, dann kommt der deutsche Arbeitsmarkt derzeit ganz wunderbar durch die Coronakrise und den zweiten Lockdown.

Im November ist die offizielle Arbeitslosigkeit gemäß heute veröffentlichten Daten sogar rückläufig. Im Monatsvergleich sinkt sie von 2,76 auf 2,70 Millionen arbeitslose Personen. Die offizielle Arbeitslosenquote sinkt von 6,0 Prozent auf 5,9 Prozent. Gegenüber November 2019 steigt die Arbeitslosigkeit um 519.134 Personen an (Quote damals 4,8 Prozent). Die tatsächliche Arbeitslosigkeit (ohne Kurzarbeit) namens „Unterbeschäftigung“ sinkt von 3,56 auf 3,52 Millionen, oder von 7,6 Prozent auf 7,5 Prozent.

Kurzarbeit steigt

Tja, die zweite Corona-Welle und der „sanfte Lockdown“ beschert dem Arbeitsmarkt auf den ersten Blick keine Verschlechterung, dafür aber der Kurzarbeit. Letztlich in der Realität arbeitslos, werden viele Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie „geparkt“ als Kurzarbeiter. Laut heutiger Aussage der Bundesagentur für Arbeit wurde im Zeitraum vom 1. bis einschließlich 25. November für 537.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vormonat erklärt sich laut der Bundesagentur mit dem seit Anfang November bestehenden Teil-Lockdown.

Endgültige Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit stehen bis September zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im September für 2,22 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergelds hat nach dem bisherigen Höchststand im April mit knapp 6 Millionen sukzessive abgenommen. Das ifo-Institut hatte gestern zum Thema Kurzarbeit im November berichtet. Demnach steige die Kurzarbeit spürbar an. Der Anteil der Firmen mit Kurzarbeit ist demnach im November erstmals seit Monaten wieder angestiegen, und zwar von 24,8 Prozent im Oktober auf 28,0 Prozent im November. Die Bundesagentur für Arbeit sagt zu den Zahlen heute im Wortlaut:

Der Arbeitsmarkt hat auf die Einschränkungen im November reagiert – glücklicherweise aber im Moment nicht mit einer Zunahme von Entlassungen. Allerdings sind die Betriebe wieder zurückhaltender bei der Personalsuche und haben im November wieder für deutlich mehr Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt.

Grafik zeigt aktuelle Details aus November zum deutschen Arbeitsmarkt

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone November: Deflation den vierten Monat in Folge!

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse wird zusammengepresst

Soeben hat Eurostat als Vorabschätzung die Verbraucherpreise der Eurozone für den Monat November veröffentlicht. Im Jahresvergleich ist es ein Wert von -0,3 Prozent nach ebenfalls -0,3 Prozent im Oktober. Erwartet für heute wurde eine Veränderung von -0,2 Prozent. Damit erlebt die Eurozone (basierend auf dem Modell des Harmonisierten Verbraucherpreisindex) den vierten Monat in Folge Deflation! Dies hängt natürlich auch mit der seit Juli geltenden Mehrwertsteuersenkung in Deutschland zusammen, welche in vier Wochen wieder rückgängig gemacht wird.

Man sieht: Die Preissteigerung bei Lebensmitteln bleibt relativ konstant mit +1,9 Prozent. Ebenfalls ändern sich die Verbraucherpreise im Negativen auch relativ konstant. Die Energiepreise sinken um 8,4 Prozent – das sind ähnlich hohe negative Werte wie in den Vormonaten. Wie gesagt, ab Januar könnte der Gesamtschnitt wieder Richtung Null-Linie tendieren mit den steigenden deutschen Mehrwertsteuersätzen.

Datenblatt zeigt aktuelle Verbraucherpreise in der Eurozone

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Anmeldestatus

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