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Europa

Aktuell: ifo Index steigt – der Dax auch..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der ifo Index ist mit 117,5 besser ausgefallen als erwartet (Prognose war 116,6; Vormonat war 116,7) – das sit einneues Allzeithoch!

Die Einschätzung der aktuellen Lage geht leicht zurück, sie liegt bei 124,4 (Prognose war 125,0; Vormonat war 124,8).

Die Geschäftserwartungen dagegen steigen, sie liegen bei 111,0 (Prognose war 108,9; Vormonat war 109,1).

Der Dax freut sich über die Zahlen und steigt..

Der ifo Index gilt an den Märkten als wichtigster Konjunktur-Indikator aus Deutschland, weil hier Firmenchefs befragt werden, die einen guten Überblick über die realwirtschaftliche Lage haben, während etwa der ZEW Index nur Finanzprofis befragt und daher eher das Sentiemnt an den Finanzmärkten als eine valide Einschätzung zur ökonomischen Lage darstellt..

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang M.

    24. November 2017 10:20 at 10:20

    Wow, wenn der Ifo, insbesondere in seiner Erwartungskomponente, so steigt, was bedeutet das? Der Dax steht kaum höher als im Juni und gerade mal 5% höher als im April 2015, obwohl die Dax-Gewinne seither um 50% gestiegen sind. Wenn da nicht die Amerikaner wären mit den Gefahren, resultierend aus ihrer Verschuldungsorgie, könnte man für Deutschland wirklich fragen: Wo ist denn hier die Überbewertung? Klar hat das auch seinen Grund in den für Deutschland aberwitzig niedrigen Zinsen – aber das wird sich in Kürze auch nicht ändern. Da muss ich Markus Fugmannn recht geben – die Gefahr kommt vermutlich von außen, USA und/oder China.

    • Avatar

      hebsche

      24. November 2017 15:29 at 15:29

      Man sollte trotz aller Euphorie nicht vergessen, dass der DAX noch in 2009 bei 3.670 Punkten notierte, also fand nur in den letzten 8 Jahren eine Performance von ca. 360 % statt.
      Diese ist vor allem auch dem Anlagenotstand in Zeiten der 0-Zinsen plus der maßlosen Geldschwemme der EZB geschuldet.
      Ergo denke ich, dass der DAX nicht gerade als unterbewertet gelten kann, oder ?

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        Wolfgang M.

        24. November 2017 17:25 at 17:25

        @hebsche. Hallo, so einfach sollte man nicht rechnen. Der Dax hatte zwar in einem großen panischen Abverkauf am 6. März 2009 – 3666 Punkte erreicht, aber bereits am 24. November 2009 (vor 8 Jahren) wieder 5769 Punkte erklommen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis war in diesem Jahr nach meiner Recherche auch nicht viel anders als heute (KGV 14), nur im Jahr 2011 fiel es mal auf 8! Das historische KGV der letzten 30 Jahre soll bei 19 liegen. Aber: wo stehen die Zinsen in Konkurrenz zum Aktienmarkt heute? Also, wo soll der Dax heute überbewertet sein? Natürlich ist der Anleihemarkt durch Draghi und Co. gnadenlos manipuliert, aber damit kommt wieder das Unwort „alternativlos“ zum Vorschein. „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.“ Denke ich, als bis zum nächsten „taper tantrum“. Gruß

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    Beobachter

    24. November 2017 16:14 at 16:14

    Bis jetzt waren doch schlechte Wirtschaftszahlen u.tiefe Teuerung der Garant für ewig tiefe Zinsen=schwacher Euro =steigende Börsen.
    Könnte, sollte oder müsste doch eigentlich guteWirtschaft / steigendeTeuerung/ starker Euro negativ auf den DAX wirken.!!!!

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      Columbo

      24. November 2017 16:44 at 16:44

      Trotz guter Wirtschaft sind die meisten überzeugt, daß keine Notenbank der Welt ernsthaft die Zinsen erhöhen will und wird. Geld bleibt billig, die Börsen steigen.

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Schwache Dienstleister, starkes Gewerbe

„Dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

Markus Fugmann

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für Oktober) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Wirtschaft:

Gesamtindex: 54,5 (Prognose war 53,2; Vormonat war 54,7)

Verarbeitendes Gewerbe: 58,0 (Prognose war 55,1; Vormonat war 56,4)

Dienstleistung: 48,9 (Prognose war 49,2; Vormonat war 50,6)

Damit bestätigt sich der Trend der letzten Zeit: Dienstleistung leidet, Gewerbe bleibt robust (noch?)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 47,3 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 48,0)

(Hinweis: das ifo Institut hat soeben mitgeteilt, dass die ifo Umfrage erst am Montag veröffentlicht wird, im Videoausblick hatte ich gesagt, dass die Zahlen heute um 10Uhr veröffentlicht werden).

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt: „dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

„Die deutsche Wirtschaft hält sich angesichts der zweiten Corona-Infektionswelle erfreulicherweise ziemlich wacker, wie der Oktober-Flash zeigt.
Obwohl einige Dienstleistungsunternehmen unter den neuen Restriktionen und der zunehmenden Unsicherheit im Zusammenhang mit der ‘zweiten Welle’ leiden, hielten sich die Geschäftseinbußen hier insgesamt noch in Grenzen. Gleichzeitig hat die boomende Industrie der Konjunktur ordentlich Auftrieb verliehen. Folglich sieht es zunehmend nach einer Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten aus. Das verarbeitende Gewerbe ist bisher weniger stark von den neuen Restriktionen betroffen als der Servicesektor und hat zudem enorm vom wieder
florierenden Welthandel profitiert. Da sich immer mehr Industrieunternehmen dem Wachstumsniveau von vor der CoronavirusPandemie nähern oder es sogar schon erreicht haben, wird ein dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger. So sind die Erwartungen der Hersteller im Oktober auch erstmals seit siebenMonaten wieder leicht gesunken. Dennoch, Sorgenkind Nummer eins bleibt der Dienstleistungssektor.”

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Deflation im Westen – Inflation nur in Osteuropa

Redaktion

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Soeben wurden für die Eurozone für den Monat September die Verbraucherpreise veröffentlicht (2.Veröffentlichung). Sie gehen im Jahresvergleich um -0,3 Prozent zurück, nach -0,2 Prozent im August und +0,4 Prozent im Juli. Auffallend: Inflation gibt es nur im Osten, während der Westen eher unter Deflation leidet.
Zum Vormonat steigen die Verbraucherpeise um +0,2%, ebenso in der Kernrate (ohme Nahrung und Energie) um +0,2%.

Dazu schreibt Eurostat, das die Daten erhebt:

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im September 2020 bei -0,3%, gegenüber -0,2% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 0,8% betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im September 2020 bei 0,3%, gegenüber 0,4% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,2% betragen. .
Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Griechenland (-2,3%), Zypern (-1,9%) und Estland (-1,3%) gemessen.
Die höchsten jährlichen Raten wurden in Polen (3,8%), Ungarn (3,4%) und Tschechien (3,3%) gemessen.

Die Verbraucherpreise in den jeweiligen Ländern

 

Gegenüber August ging die jährliche Inflationsrate in dreizehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in sieben unverändert und stieg in sieben an.
Im September kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,34 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Dienstleistungen (+0,24 Pp.), Industriegütern ohne Energie (-0,08 Pp.) sowie Energie (-0,81 Pp.).

Die Verbraucherpreise in der EU und der Eurozone

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Europa

Aktuell: ZEW-Index schwach – neuer Realismus?

Markus Fugmann

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Jeden Monat wird der ZEW-Index vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Der Index gilt daher als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gerade veröffentlichten Daten sind wie folgt ausgefallen:

Der ZEW-Index (Konjunkturerwartungen Oktober) ist mit +56,0 Punkten deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war +73,0; Vormonat war +71,5).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei -59,5 (Prognose war -60,0; Vormonat war -66,2) – damit sehen wir erneut eine starke Divergenz zwischen Erwartung und der Einschätzung der aktuellen Lage, wobei die aktuelle Lage nun jedoch skeptischer gesehen wird.

Dazu das ZEW: Erwartungen gehen erheblich zurück, große Unsicherheit wegen steigender Corona-Zahlen, dazu Unsicherheit vor US-Wahl..

Der ZEW-Index ist nach dem ifo Index der wichtigste Indikator für die deutsche Wirtschaft

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