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Aktuell: ifo-Konjunkturprognose verschiebt Wachstum in das nächste Jahr

Hamburger Hafen

Das ifo-Institut hat soeben seine Konjunkturprognose für den Herbst 2021 veröffentlicht. Man verschiebt einen Teil des erwarteten Wirtschaftswachstums von 2021 auf 2022. So soll das BIP in 2021 um 0,8 Prozentpunkte geringer ausfallen mit nur noch +2,5 Prozent Wachstum. Für 2022 erhöht ifo dafür die Prognose um 0,8 Prozentpunkte auf +5,1 Prozent. Denn die ursprünglich für den Sommer erwartete kräftige Erholung nach Corona verschiebt sich laut ifo weiter nach hinten.

Laut ifo schrumpft derzeit die Produktion der Industrie als Folge von Lieferengpässen bei wichtigen Vorprodukten. Gleichzeitig würden sich die Dienstleister kräftig von der Coronakrise erholen. Die Konjunktur sei gespalten. Der plötzliche Anstieg der weltweiten Nachfrage hin zu langlebigen Konsumgütern, elektronischen Artikeln sowie speziellen medizinischen Produkten habe viele Hersteller von industriellen Vorprodukten an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht. Zudem wurden die globalen Lieferketten als Folge stark veränderter Warenströme vor enorme logistische Herausforderungen gestellt, so ifo in seinem Text zur Konjunkturprognose.

Dagegen würden die privaten Konsumausgaben vom Abflauen der Coronakrise profitieren. Vor dem Hintergrund des Impffortschritts stützen zudem die günstigeren Einkommens- und Beschäftigungsaussichten. So beschleunigte sich laut ifo im zweiten Vierteljahr der Beschäftigungsaufbau bei den Dienstleistern kräftig und die Arbeitslosigkeit ging deutlich zurück. Auch die Kurzarbeit wurde spürbar abgebaut und wird im kommenden Jahr ihr Vorkrisenniveau erreichen.

Die Zahl der Arbeitslosen dürfte laut ifo-Konjunkturprognose zurückgehen von 2,6 Millionen in diesem Jahr über 2,4 im kommenden auf 2,3 Millionen im Jahre 2023. Damit würde die Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent in diesem Jahr auf 5,1 und 4,9 Prozent sinken. Die Preise dürften in diesem Jahr um 3,0 Prozent anziehen, dann um 2,3 Prozent und schließlich nur noch um 1,6 Prozent im Jahre 2023.

Grafik zeigt Detaildaten zur aktuellen ifo-Konjunkturprognose



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