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Europa

Aktuell: In Deutschland steigt erstmals seit 2013 wieder die Arbeitslosenquote!

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Kommt der Einbruch der deutschen Industrie nun am Arbeitsmarkt an? Bekanntlich ist der Arbeitsmarkt ein nachlaufender Indikator, der verspätet reagiert auf Entwicklungen, die bereits in der Vergangenheit eingesetzt haben. Die Industrie in Deutschland schwächelt seit Anfang 2018, der Absturz ist dynamisch, wie der Markit Einkaufsmanagerindex Gewerbe für Deutschland zeigt:


source: tradingeconomics.com

Trotz der Schwäche zögern die meisten Firmen in der Regel, bis sie sich dazu entscheiden, keine oder weniger als geplante Neueinstellungen zu tätigen oder gar Mitarbeiter zu entlassen. Der Schmerz muß gewissermaßen erst groß werden, bevor es zu solchen Maßnahmen kommt, daher ist der Arbeitsmarkt ein nachlaufender Indikator. Nun aber scheint der Schmerz groß genug – wir stehen vermutlich vor einer Wende am deutschen Arbeitsmarkt!

Erste Anzeichen dafür liefert der überraschende Anstieg der Arbeitslosen um 60.000 (erwartet war ein Minus von 5000):

Damit steigt erstmals seit November 2013 die Arbeitslosenquote in Deutschland:

Dazu schreibt die Bundesagentur für Arbeit:

„Auf dem Arbeitsmarkt zeigen sich erste Auswirkungen der konjunkturellen Abschwächung. Die sozialver-sicherungspflichtige Beschäftigung steigt weiter, aktuell aber nicht mehr so stark. Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bewegt sich auf hohem Niveau, wird aber merklich schwächer. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind im Mai ausgehend von einem niedrigen Stand saisonbereinigt kräftig gestiegen. Dabei entfällt der größere Teil des Anstiegs auf einen Sondereffekt infolge von Prüfaktivitäten zum Ar-beitsvermittlungsstatus von Arbeitslosengeld II-Berechtigten. Aber auch wenn man diesen Sondereffekt in Rechnung stellt und die von den Prüfaktivitäten nicht betroffene Arbeitslosigkeit und Unterbeschäfti-gung im Rechtskreis SGB III betrachtet, ergeben sich saisonbereinigt merkliche Anstiege.“

Wir werden in einem gesonderen Artikel die Daten später analysieren..

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Europa

Industrieproduktion in Deutschland: Katastrophaler Rückgang!

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Das Statistische Bundesamt hat soeben die Daten zur Industrieproduktion (Produktion im Produzierenden Gewerbe) für den Monat Oktober veröffentlicht. Sie ist im Vergleich zu Oktober 2018 um 5,3% rückläufig (im Vormonat waren es -4,5%). Die meisten großen Presseorgane achten auf den Monatsvergleich, also von September zu Oktober 2019. Hier gibt es ein kräftiges Minus von 1,7%, obwohl ein Plus von 0,1% erwartet wurde. Gestern hatten wir die aktuellsten Auftragseingänge besprochen, die ebenfalls extrem schwach sind mit -5,5% im Jahresvergleich. Also, die kräftige Rezession in der Industrie geht volle Fahrt weiter.

Industrieproduktion als Chart seit 2011

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Europa

EU: Einzelhandelsumsätze schwach – Deutschland auch beim BIP in „Abstiegszone“

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Vor wenigen Minuten wurden die Einzelhandelsumsätze aus der Eurozone veröffentlicht: sie fielen mit -0,6% schwächer aus als erwartet (Prognose war -0,5%). Zum Vorjahresmonat stiegen damit die Einzelhandelsumsätze lediglich um +1,4% und damit deutlich weniger als die erwarteten +2,2%.

Dazu wurden der Vormonat September von zuvor +0,1% auf nun -0,2% nach unten revidiert.

Besonders schwach war mit -1,9% Deutschland und Irland – kein gutes Omen für das Weihnachtsgeschäft. Dazu Eurostat:

„Among Member States for which data are available, the largest decreases in the total retail trade volume were registered in Germany and Ireland (both -1.9%) and Finland (-1.2%). The highest increases were observed in Portugal (+2.1%), Poland (+0.9%), Belgium and Romania (both +0.8%).“

Die Einzelhandelsumsätze im Oktober waren schwach

Das BIP der EU fiel in der letzten Veröffentlichung mit +0,2% aus wie erwartet. Auch hier: Deutschland in Sachen Wachstum in der „Abstiegszone“, während die mittelosteuropäischen Staaten das stärkste Wachstum verzeichnen:

„Among Member States for which data are available for the thirdquarter of 2019, Poland (+1.3%), Hungary (+1.1%) and Estonia (+1.0%) recordedthe highest growth compared with the previous quarter, followed by Bulgaria, Croatia and Slovenia(all+0.8%). The lowest growth was observed in Germany, Italy and Austria (all +0.1%).“

Deutschland ist Schlusslicht beim BIP

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Auftragseingänge Industrie: Katastrophaler Rückgang!

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Das Statistische Bundesamt hat soeben die Auftragseingänge für die Industrie (Verarbeitendes Gewerbe) für den Monat Oktober veröffentlicht. Im Vergleich zu Oktober 2018 ist es ein katastrophaler Rückgang von 5,5% nach bereits -5,0% im Vormonat. Im Monatsvergleich von September zu Oktober ist es ein Rückgang von 0,4% (erwartet +0,3%). Dabei gibt es eine klare Zweiteilung nach Inlands- und Auslandsaufträgen, wie auch die folgende Grafik zeigt. Im Zitat von den Statistikern:

Im Oktober 2019 fielen die Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Vormonat um 3,2 %, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 1,5 %. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 11,1 % zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland fielen dagegen um 4,1 % gegenüber September 2019.

Auftragseingänge Industrie im Langfristchart

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