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Europa

Aktuell: Inflationsdaten aus UK niedriger, Pfund fällt – und der Dax zieht an..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Verbraucherpreise in UK sind mit 0,0% zum Vormonat unverändert geblieben (Prognose war +0,2%), zum Vorjahresmonat stiegen die Preise nur um + 2,6% (Prognose war +2,9%).

Die Erzeugerpreise sind im Vergleich zum Vormonat ebenfalls unverändert mit 0,0% (Prognose war +0,1%), zum Vorjahresmonat stiegen die Erzeigerpreise um + 2,9% (Prognose war +2,8%). Die Input-Erzeugerpreise (Kosten für die produzierenden Unternehmen) fielen zum Vormonat um -0,4% (Prognose war -1,0%), zum Vorjahresmont stiegen sie jedoch um +9,9% (Prognose war +8,8%).

Das britische Pfund reagiert zum US-Dollar mit Kursverlusten – diese begannen jedoch bereits einige Minuten vor den Daten – hat da jemand schon vorher Bescheid gewußt?

 

Der Dax zeigt sich erleichtert, schmälert das doch die Aussicht auf steigende Zinsen nicht nur in UK..

 

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Michael

    18. Juli 2017 10:49 at 10:49

    Also, die Zusammenhänge an den Börsen sind schon ein Mysterium:
    Wenn in Wonderland die Gesundheitsreform und damit im Gepäck vielleicht die Steuerreform scheitert, ist das unerheblich für die amerikanischen Indizes, aber schlecht für den DAX.
    Wenn auf dem Separatisteninselchen, das bald nicht mehr zu EU gehört, die Inflationsdaten nicht ganz so hoch sind wie erwartet, ist das gut für den DAX.
    Schon seltsam…
    Steigerungsraten von 2,6% bzw. 2,9% finde ich trotzdem nicht so ganz ohne. Auf was warten die Briten denn, bis sie die Zinsen erhöhen? Auf 4% Kerninflation ohne Energie und Weißbier ;) Da ist unser Draghi ja harmlos im Vergleich.

  2. Avatar

    KSchubert

    18. Juli 2017 10:52 at 10:52

    „Das britische Pfund reagiert zum US-Dollar mit Kursverlusten – diese begannen jedoch bereits einige Minuten vor den Daten – hat da jemand schon vorher Bescheid gewußt?“

    Nein, sicher nicht! Nur der Markt „wusste Bescheid“:

    https://picload.org/view/rpppaacr/unbenannt.png.html

    Es gab zuvor einen Bounce an einem signifikanten Tageshoch…die News waren dann letztlich nur der Katalysator des Momentumreversals. Die Spezialisten werden die „große Kerze“ nach dem Spike an diese Marke unschwer erkennen :-)

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      18. Juli 2017 10:57 at 10:57

      @Schubert, sehr guter Kommentar, danke!

    • Avatar

      Der Katamaransegler

      18. Juli 2017 12:17 at 12:17

      Der link zum Bild funktioniert aber nicht ?

      • Avatar

        KSchubert

        18. Juli 2017 13:05 at 13:05

        Doch: Link kopieren, in Browserleiste einfügen + Enter :-)

  3. Avatar

    madsoul

    18. Juli 2017 11:04 at 11:04

    war es das dann erst mal für den Tag nach fem Motto:

    Jetzt können die Amis den Rest machen und wieder neue ATH produzieren, denn die 2500 S&P und die 6000 im Nas100 müssen noch fallen, genauso wie die 22000 im DOW.

    Am Besten ist wohl nen Short auf Termin zu legen und stumpf bei genannten Marken zu platzieren. Dann ist das Ding so überzogen , dass man einfach warten muss. Und bei den Ständen braucht man dann auch keineb schwarzen Schwan mehr, da reicht ein gelbes Küken. Noch mehr Umsatzniedergang können die Goldmänner und Freunde nicht brauchen.
    Ich bin gestern bei 11,70 in den Vxx long gegangen, mit SL bei 9 und TP bei 25. Und den lass ich jetzt laufen bis zum Jahresende. Und jetzt geh ich noch 3 mal physisch Gold Kaufen, für den Keller.

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Europa

Bruttoinlandsprodukt für 2020: Statistisches Bundesamt präsentiert erste Daten

Claudio Kummerfeld

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am

Deutschland Flagge

Laut vor wenigen Minuten vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland (anhand vorläufiger Berechnungen) im Gesamtjahr 2020 um 5,0 Prozent gesunken. Die deutsche Wirtschaft sei somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7 Prozent.

Grafik zeigt Bruttoinlandsprodukt im Verlauf seit dem Jahr 2005

BIP-Zahlrenreihen

Hier einige aktuelle Aussagen der Statistiker im Wortlaut:

Corona-Krise traf Industrie und Dienstleistungsbereiche hart – nur das Baugewerbe legte zu

Die Corona-Pandemie hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt.

Im Produzierenden Gewerbe ohne Bau, das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, ging die preisbereinigte Wirtschaftsleistung gegenüber 2019 um 9,7 % zurück, im Verarbeitenden Gewerbe sogar um 10,4 %. Die Industrie war vor allem in der ersten Jahreshälfte von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen, unter anderem durch die zeitweise gestörten globalen Lieferketten.

Besonders deutlich zeigte sich der konjunkturelle Einbruch in den Dienstleistungsbereichen, die zum Teil so starke Rückgänge wie noch nie verzeichneten. Exemplarisch hierfür steht der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, dessen Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 6,3 % niedriger war als 2019. Dabei gab es durchaus gegenläufige Entwicklungen: Der Onlinehandel nahm deutlich zu, während der stationäre Handel zum Teil tief im Minus war. Die starken Einschränkungen in der Beherbergung und Gastronomie führten zu einem historischen Rückgang im Gastgewerbe.

Ein Bereich, der sich in der Krise behaupten konnte, war das Baugewerbe: Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nahm hier im Vorjahresvergleich sogar um 1,4 % zu.

Massiver Rückgang der in- und ausländischen Nachfrage

Auch auf der Nachfrageseite waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich sichtbar. Anders als während der Finanz- und Wirtschaftskrise, als der gesamte Konsum die Wirtschaft stützte, gingen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2020 im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 6,0 % zurück und damit so stark wie noch nie. Die Konsumausgaben des Staates wirkten dagegen mit einem preisbereinigten Anstieg von 3,4 % auch in der Corona-Krise stabilisierend, wozu unter anderem die Beschaffung von Schutzausrüstungen und Krankenhausleistungen beitrug.

Die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten preisbereinigt mit -3,5 % den deutlichsten Rückgang seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Dabei legten die Bauinvestitionen entgegen diesem Trend um 1,5 % zu. In Ausrüstungen – das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – wurden im Jahr 2020 dagegen preisbereinigt 12,5 % weniger investiert als im Vorjahr. Die Investitionen in sonstige Anlagen – darunter fallen vor allem Investitionen in Forschung und Entwicklung – fielen ersten Schätzungen zufolge preisbereinigt um 1,1 %.

Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf den Außenhandel massiv aus: Die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen gingen im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, die Exporte preisbereinigt um 9,9 %, die Importe um 8,6 %. Besonders groß war der Rückgang der Dienstleistungsimporte, was vor allem am hohen Anteil des stark rückläufigen Reiseverkehrs lag.

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Europa

Industrieproduktion hat Corona-Lücke fast aufgeholt

Claudio Kummerfeld

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am

Zahnräder

Die Industrieproduktion in Deutschland (Produktion im Produzierenden Gewerbe) hat die Corona-Lücke fast aufgeholt. Sie ist im November im Vergleich zu Oktober um 0,9 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt heute veröffentlicht hat. Im Jahresvergleich ist es ein Minus von 2,6 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie, war die Produktion im November 2020 saison- und kalenderbereinigt noch 3,8 Prozent niedriger. Der Chart, der bis 2012 zurückreicht, zeigt die Industrieproduktion als blaue Linie. Hier sieht man für Februar 2020 einen Indexwert von 102,9 Punkten, und im November von 99.

Chart zeigt Verlauf der Industrieproduktion seit 2012

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone Dezember: Fünfter Monat in Folge Deflation

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Geldmünzen mit Taschenrechner

Die Verbraucherpreise in der Eurozone wurden soeben für den Monat Dezember als Erstmeldung von Eurostat veröffentlicht. Sie sind um 0,3 Prozent rückläufig. Damit sehen wir auf europäischer Ebene nun den fünften Monat in Folge deflationäre Preise! Wie gestern auch in Deutschland, so sehen wir im Eurozonen-Gesamtschnitt heute auch eine kleinere Preissteigerung bei Lebensmitteln als in den Vormonaten. Jetzt sind es nur noch +1,4 Prozent, nach vorher +1,9 Prozent, 2,0 Prozent usw. Dies sorgt zusammen mit -6,9 Prozent bei den Energiepreisen für einen negativen Gesamtschnitt.

Details der Verbraucherpreise im Dezember

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