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Europa

Aktuell: Italiens Einkaufsmanagerindex fällt auf tiefsten Stand seit 2013

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Nachdem Italiens Statistikbehörde Istat gestern gemeldet hatte, dass das Land in eine Rezession gerutscht ist mit einem 4.Quaral 2018 bei -0,2%, kommt heute gleich die nächste Hiobsbotschaft: der Einkaufsmanagerindex Gewerbe fällt auf 47,9 und damit auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2013!

 

Auslöser ist vor allem der Einbruch bei den Ordereingängen, die von 47,8 im Vormonat auf nun 46,5 fallen. Gleichzeitig gehen erstmals seit vier Jahren wieder Arbeitsplätze verloren in dem Sektor, und erstmals seit Oktober 2016 fallen die Preise, wie Markit (das die Daten erhebt) zusammenfassend kommentiert:

„Italy Manufacturing PMI Manufacturing operating conditions deteriorate at greatest extent in over five-and-a-half years. Manufacturing conditions in Italy worsened to the greatest extent since early 2013, as a sharp reduction in new orders led to a quicker decline in output. Furthermore, workforce numbers declined for the first time in over four years. On the price front, selling prices fell for the first time since October 2016 on the back of the weakest rise in input costs in the current 29-month sequence of inflation.“

 

 

Haupteingang der alterwürdigen und maroden Banca Monte dei Paschi di Siena. Foto: Herbert Frank; CC BY 2.0

 

 

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Altbär

    1. Februar 2019 10:28 at 10:28

    Ich bin gespannt, wie lange die immer schlechter werdenden Konjunkturaussichten die Börsen noch hochtreiben/ hochhalten können. Sind die manipulierten Börsen bald soweit, dass man auf schlechte Aussichten oder schlechte Fake-news hoffen muss, um Kursgewinne zu machen.
    Es kommt mir vor wie ein Erbschleicher am Sterbebett eines Kranken, je schlechter der Zustand, desto besser die Aussichten auf baldige Gewinne.Die Enttäuschung wird gross sein ,wenn das Erbe nur aus Schulden besteht.

    • Avatar

      Columbo

      1. Februar 2019 12:22 at 12:22

      …oder wenn der Erblasser nicht und nicht sterben will…

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    Altbär

    2. Februar 2019 12:33 at 12:33

    @ Columbo. nachdem die Chefärzte Dr. Mario Tragisch u.Dr. Colin Power versprochen haben mit der Morphiumabgabe weiterzumachen u.bei Bedarf sogar zu erhöhen sind die interessierten Kreise ( Börse)
    überzeugt ,dass der Patient nie sterben wird.
    Wie war jetzt der Spruch von Mises schon wieder ?

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Europa

Verbraucherpreise in Eurozone: Kurzfristig sogar deflationär!

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Die europäischen Statistiker haben heute die ausführlichen und endgültigen Daten für die Verbraucherpreise im Januar veröffentlicht. Für die Eurozone sind sie im Jahresvergleich mit +1,4% nun den dritten Monat in Folge gestiegen, von +0,7% im Oktober. Im weniger wichtigen Monatsvergleich, da gibt es ein überraschendes Minus der Verbraucherpreise von -1,0%.

Im Monatsvergleich reißen die „Industriegüter ohne Energie“ den Schnitt mit -3,4% am Stärksten in den negativen Bereich. Im wichtigeren Jahresvergleich wird der Schnitt gestützt durch angesprungene Verbraucherpreise für Energie, die gegenüber Dezember von +0,2% auf +1,9% gestiegen sind. Hier möchten wir erneut warnen, wie schon seit mehreren Tagen. Der Ölpreis ist die letzten Wochen massiv gesunken. Daher könnten die Verbraucherpreise für Februar wieder einen Schwächeanfall erleiden.

Im folgenden Chart sehen wir den deutlichen Absturz im Monatsvergleich von Dezember auf Januar.


source: tradingeconomics.com

Verbraucherpreise der Eurozone im Januar

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Europa

Aktuell: Deutsche Industrie besser, Dienstleister schwächer als erwartet

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für Deutschland (Markit PMI; Februar) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe 47,8 (Prognose war 44,8; Vormonat war 45,3)

Dienstleistung 53,3 (Prognose war 53,8; Vormonat war 54,2)

Gesamtindex 51,1 (Prognose war 50,8; Vormonat war 51,2)

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt:

„Die PMI-Vorabschätzungen zeigen, dass die Wirtschaftskraft Deutschlands auch im Februar wieder leicht zugelegt hat, und dies trotz der neuerlichen Rückschläge beim Exportneugeschäft infolge des Ausbruchs der Corona-Epidemie. Laut der befragten Industrieunternehmen hielten sich Produktionsunterbrechungen bislang weitgehend im Rahmen, wenngleich dies erst der Anfang einer potenziell länger andauernden Geschichte sein könnte. Den aktuellen Umfrageergebnissen zufolge legte die Binnennachfrage solide zu. So blieb der Servicesektor auf Wachstumskurs, obwohl die Touristenzahlen zurückgingen, und auch in der Industrie verlangsamte sich der Auftragsrückgang trotz sinkender Exportneuaufträge. Wider alle Erwartungen stieg der Industrie-PMI sogar auf ein 13-Monatshoch, wozu alle fünf der in die Berechnung des Hauptindexeseinfließenden Unterindizes beitrugen. Ein Großteil des Index-anstiegs geht allerdings auf das Konto des (inversen) Indexes Lieferzeiten, der wegen Lieferunterbrechungen in China eine deutliche Zunahme der Lieferprobleme signalisiert.“

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Europa

Erzeugerpreise nach vier Monaten Deflation überraschend im Plus – ein Grund!

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Vier Monate lang lagen die deutschen Erzeugerpreise im Minus mit -0,2%, -0,7%, -0,6% und -0,1%. Und jetzt hat das Statistische Bundesamt heute früh die Erzeugerpreise für den Monat Januar veröffentlicht. Sie steigen im Jahresvergleich um 0,2%, und im Monatsvergleich sogar um 0,8%. Einen höheren Preisanstieg des Gesamtindex gegenüber dem Vormonat hatte es letztmalig im April 2011 gegeben (+0,9 %). Wie kann das sein, dass es aktuell so stark nach oben geht im Monatsvergleich? Die Statistiker benennen dafür einen expliziten Grund. Hauptverantwortlich für diesen Anstieg waren die um 3,6 % höheren Preise für elektrischen Strom und Dienstleistungen der Elektrizitätsversorgung.

Was ist zu beachten? Wir haben es bei anderen Preisstatistiken in den letzten Tagen auch schon erwähnt, so auch heute. Man achte auf den in den letzten Wochen dramatisch gefallenen Ölpreis. Man darf wohl vermuten, dass die Erzeugerpreise und auch die gesamten Verbraucherpreise dank Öl für den Monat Februar deutlich schwächer gemeldet werden?

Für den Jahresvergleich sind aus der heutigen Veröffentlichung folgende Aussagen interessant. Zitat von den Statistikern:

Verbrauchsgüter waren im Januar 2020 um 3,6 % teurer als im Januar 2019. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2019 stiegen diese Preise um 0,1 %. Nahrungsmittel waren 5,2 % teurer als im Vorjahresmonat. Schweinefleisch kostete 35,2 % mehr als vor einem Jahr, Zucker 16,6 % mehr. Billiger als im Januar 2019 waren insbesondere Butter (-17,9 %) und Kartoffelerzeugnisse (-8,3 %).

Energie insgesamt war 1,0 % billiger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2019 stiegen die Energiepreise um 1,9 %. Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise 0,7 % höher als im Januar 2019. Gegenüber Dezember 2019 stiegen sie um 0,5 %.

Erzeugerpreise im Langfristchart

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