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Aktuell: Längerer government shutdown wird vermieden, es lebe die Schulden Party!

Hurra, es ist wieder geschafft! Der government shutdown ist vorerst beendet, es gibt eine neue short-term funding bill – damit ist das Problem einmal mehr verschoben, nun auf den 23.März! In der Realwirtschaft würde man so etwas als Insolvenzverschleppung bezeichnen – aber was haben die USA unter Trump noch mit Realwirtschaft zu tun?

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FMW-Redaktion

Hurra, es ist wieder geschafft! Der government shutdown ist vorerst beendet, es gibt eine neue short-term funding bill – damit ist das Problem einmal mehr verschoben, nun auf den 23.März!

Das US-Abgeordnetenhaus verabschiedetet die short-term funding bill mit einer Mehrheit 240 zu 186 Stimmen. Zuvor hatte der US-Senat die short-term funding bill mit 71 zu 26 Stimmen gebilligt. Nun muß nur noch US-Präsident Trump die bill unterzeichnen, was Formsache ist – der government shutdown hat also nur wenige Stunden gedauert diesmal!

Damit ist die Grundlage geschaffen für weitere Ausgaben von 300 Milliarden Dollar weiterer Schulden! Die Ausgaben sollen so aussehen:

– 165 Milliarden Dollar mehr für Militärausgaben

– 131 Milliarden Dollar für Ausgaben in den USA, davon 90 Milliarden an Hilfen für die Schäden, die in Texas, Florida und Puerto Rico durch die Hurricanes entstanden sind.
Daneben werden die lokalen Gesundheitsbehörden (community health centers) zwei Jahre weiter finanziert (Opoid-Krise!) sowie das Children’s Health Insurance Program um vie Jahre verlängert (das war den US-Demokraten sehr wichtig!). Daneben auch Ausgaben für die Infrastruktur, Trinkwasser und Breiband-Netze.

Die zentrale Frage der Immigration aber bleibt aussen vor – man kann also sagen, dass die US-Demokraten eingeknickt sind (vorerst)!

Faktisch kann man sagen: das Geld muß irgendwoher kommen, also müssen über Anleihen neue Schulden aufgenommen werden, die wiederum überwiegend von Ausländern gekauft werden. Allerdings zeigten die beiden letzten Anleiheauktionen einer 10-jährigen und 30-jährigen US-Anleihe eine sehr schwache Nachfrage durch Ausländer, trotz der inzwischen deutlich gestigenen Renditen. Die USA öeben damit weiter über ihre Verhältnisse, solange die AUsländer bereit sind, das Leben der Amerikaner über ihre Verhältnisse zu alimentieren! Sollte das eines Tages nicht mehr funktionieren, dann..

Die Schulden sind die Achillesverse der dominanten Weltmacht USA – jetzt betreibt man einfach weiter „kicking the can down the road“. Vor dem 23.März geht das lustige Spiel dann weiter! In der Realwirtschaft würde man so etwas als Insolvenzverschleppung bezeichnen – aber was haben die USA unter Trump noch mit Realwirtschaft zu tun?

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Manfred

    9. Februar 2018 12:40 at 12:40

    Der Punkt auf no return ist schon sehr lange überschritten. Trump bleibt gar nichts anderes übrig als weiter verschulden. Wenn er zumindest das Land mit Wachstum stabilisieren kann ist das schon mal ein Fortschritt. Wir haben ja Überschüsse seit vielen Jahren und für wichtige Dinge ist immer kein Geld da. Wehe bei uns lässt die Wirtschaft mal nach.

  2. Avatar

    leser

    9. Februar 2018 12:52 at 12:52

    Den Steigungswinkel beim Anstieg der Staatsverschuldung unter Obama muss Trump erstmal schaffen. Bisher ist das einsame Spitze.

    • Avatar

      tm

      9. Februar 2018 17:49 at 17:49

      Obama wurde Präsident als die US-Wirtschaft im freien Fall war. Das Defizit im US-Bundeshaushalt lag bei Amtsübernahme bei 6,4% des BIPs. Als Obama das Amt an Trump übergeben hat, war die schwerste Wirtschaftskrise seit 1929 erfolgreich überwunden, die Arbeitslosigkeit niedrig und das Defizit lag nur noch bei 3,1% des BIPs.

  3. Avatar

    tm

    9. Februar 2018 17:47 at 17:47

    „Die USA öeben damit weiter über ihre Verhältnisse, solange die AUsländer bereit sind, das Leben der Amerikaner über ihre Verhältnisse zu alimentieren! Sollte das eines Tages nicht mehr funktionieren, dann..“

    Das hören wir nun seit fast 40 Jahren. Das Leistungsbilanzdefizit – also sozusagen der von Ausländern finanzierte BIP-Anteil – liegt nur noch bei 2,3% des BIPs. Das war lange Zeit deutlich mehr und viele andere Staaten weisen höhere Defizite auf. Weshalb sollte das also ausgerechnet für die mit Abstand größte Volkswirtschaft zum Problem werden?

    • Avatar

      Markus Fugmann

      9. Februar 2018 17:50 at 17:50

      @tm, die Antwort darauf kommt gleich im Marktgeflüster!

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Coronavirus: CNN berichtet über erste Erkrankung in USA – Wall Street reagiert

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Laut dem US-Sender CNN wird die amerikanische Behörde zur Abwehr von Epidemien (CDC; US Centers for Disease Control and Prevention) den ersten Fall einer Erkrankung eines US-Bürgers mit dem Coronavirus bekannt geben:

Und die Wall Street reagiert:

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Handelskrieg: Phase-1-Deal ist weltwirtschaftlich kein Erfolg

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Handelskrieg entschärft? Trump und Liu He im Weißen Haus

Für den Welthandel und für die beteiligten Parteien bedeutet der Phase-1-Deal kein Ende im Handelskrieg. Die Konflikte bleiben bestehen und Handelsströme werden lediglich zwangsweise umgeleitet.

Der Schaden im Handelskrieg bleibt größer als der Nutzen

Bis auf die Reduzierung eines Teils der Zölle bleibt der Großteil der „Punitive Tariffs“ und damit die Mehrkosten für Importeure und Verbraucher in den USA in Kraft. Das Gleiche gilt für die Vergeltungszölle aufseiten Chinas. Selbst nach dem Abkommen wird der durchschnittliche US-Zollsatz für alle Importe aus China immer noch 19,3 Prozent betragen, eine marginale Senkung gegenüber dem Stand vor dem Abkommen von 21 Prozent und fast das Sechseinhalbfache vor dem Beginn des Handelskriegs in Höhe von 3 Prozent.
In dem vor einer Woche unterzeichneten ersten Deal verpflichtet sich China, in den nächsten zwei Jahren landwirtschaftliche und industrielle Gütern, Dienstleistungen sowie fossile Energieträger in einem jährlichen Volumen von 200 Milliarden US-Dollar in den USA zu kaufen.

Bei der Unterzeichnungszeremonie zum Phase-1-Deal bezeichnete Trump das Abkommen als „Durchbruch“ und „historisch“, was beides natürlich übertrieben ist. Aber das ist man von der Trumpschen Rhetorik bereits gewohnt. Ungeachtet der Behauptung von Trump, dass die Zölle von den Chinesen bezahlt werden, sind sich die Ökonomen nun praktisch einig, dass sie stattdessen nahezu vollständig von den Amerikanern getragen werden. Selbst der Fed of New York zufolge bedeutete der Handelskrieg bisher höhere Preise für US-Verbraucher, ein geringeres Wachstum des verarbeitenden Gewerbes und lediglich einen Rückgang der Agrarexporte. Im Jahr 2019, so die Notenbanker weiter, „verzeichneten die USA einen erheblichen Preisanstieg bei Zwischenprodukten und Fertigwaren aus China. Es kam außerdem zu einer Verringerung der Verfügbarkeit importierter Güter und die Zölle wurden vollständig auf die Inlandspreise importierter Waren umgelegt“. Die jüngsten Zahlen zur Industrieproduktion aus den USA bestätigen die Aussagen der Fed of New York.

Ob es einen weiterführenden zweiten Deal geben wird und ob der erste Deal, den der Staatspräsident der Volksrepublik Chinas, Xi Jinping, sich weigert, zu unterzeichnen, überhaupt wort- und zahlengetreu umgesetzt wird, ist fraglich. Denn im Grunde handelt es sich nicht um einen Vertrag, sondern eine Aneinanderreihung aufgezwungener Zusagen und Wunschvorstellungen der Amerikaner. Aber Papier ist bekanntlich geduldig.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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Trump: Rede auf dem Weltwirtschaftsforum Davos – Live-Feed

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Donald Trump spricht auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos – wird er wieder protektionistische Aussagen machen, nach dem Phase 1 Deal mit China eventuell Europa in den Blick nehmen mit der Androhung von Strafzöllen? Hier der Live-Feed zur Rede:

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