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Aktuell: Macron vor Le Pen, Fillons Sprecher gibt auf – das hilft dem Dax und dem Euro..

In einer soeben veröffentlichten Umfrage von Odoxa für den ersten Wahlgang liegt der Mitte-Links-Kandidat Macron erstmals mit 27% vor Marine Le Pen, die nur auf 25,5% kommt – das hilft vor allem dem Euro..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax kann etwas zulegen, und auch der Euro steigt! Der Grund: in einer soeben veröffentlichten Umfrage von Odoxa für den ersten Wahlgang liegt der Mitte-Links-Kandidat Macron erstmals mit 27% vor Marine Le Pen, die nur auf 25,5% kommt. Damit schwinden also die Sorgen, dass Le Pen französische Präsidentin werden könnte, zumal in einer möglichen Stichwahl am 07.Mai ihre Siegchancen nach der Odoxa-Umfrage noch weiter fallen.

Und die Chancen für Macron verbessern sich noch weiter – nachdem ebenfalls soeben folgende Eilmeldung über die Ticker lief: Thierry Solere der Sprecher des Vertreters der Konservativen, Fillon, zieht sich zurück, womit die Chancen Fillons weiter rapide sinken – die Ratten verlassen das sinkende Schiff:

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Euro-Dollar daraufhin mit einem Schub:

Vor allem steigt der Euro zum britischen Pfund, nachdem der Einkaufsmanagerindex Dienstleistung aus UK schlechter ausgefallen war als erwartet. Der Grund: die Kosten für britische Unternehmen steigen rasant, die Kauflaune der Briten geht zurück:

(Euro-Pfund)

 

Gemäß einer ebenso aktuell veröffentlichten Umfrage von OpinionWay liegt Le Pen jedoch mit 27% (ein Plus von 2%) noch vor Macron mit 24% (+1%). Also politisch bewegte Märkte voraus!

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    Marco Stein

    3. März 2017 12:49 at 12:49

    Es kann kein „weiter so“ in der EU geben. Nicht demokratisch gewählte Berufsopportunisten und Lobby-Arschkriecher haben die EU in ein Monstrum verwandelt. Und die Eurozone bzw. der EURO ist ein Trümmerfeld. Niemand mit gesundem Menschenverstand glaubt ernsthaft an so etwas wie eine wirtschaftliche Regeneration der der klammen PIGS Staaten. Ganz im Gegenteil, seit die Portfolios reicher Investoren auf Kosten der EURO Bürger gerettet werden geht es den Staaten im Süden immer schlechter. Eine ganze Generation junger Menschen ist durch den EURO ihrer Zukunft beraubt worden. Aber kein Politiker oder Banker wird vor ein Mikrofon treten um zu verkünden: „der EURO ist gescheitert, wir haben eure Vermögen verbrannt und der Jugend die Chancen auf eine Zukunft genommen, aber bitte wählen sie uns wieder, damit wir weiter Macht über euch haben“. Und das wir Europäer, insbesondere wir Deutschen, die Folgen der US Aussenpolitik in Form von gigantischer Masseneinwanderung von schwer bis gar nicht integrierbaren Arabern macht es alles noch schwieriger.
    Aus purer Angst vor Machtverlust wir deshalb gegen jede Strömung gehetzt, die politisch nicht EU konform ist. Und diese Strömungen werden immer stärker, in vielen Ländern wächst der Widerstand gegen die Auflösung der Vaterländer und die Abgabe der Machtkompetenz an das Monstrum EU. Und das ist durchaus zu verstehen. Die Bürger der EU Staaten wollen ihr Land nicht an die EU Bonzen verramschen, die Bürger wolen die gute alte EWG zurück, und keine Bonzen, die ihnen vorschreiben, wie sie zu als Italiener, Portugiese oder Finne zu leben haben. Der Brexit war da nur ein kleiner Vorgeschmack. Wäre ich Franzose würde ich Le Pen wählen, wäre ich Niederländer würde ich Wilders wählen, schlicht und ergreifend, weil es die einzigen sind, die in allererster Linie das Wohl ihres Souveräns, ihres eigenen Staatsvolkes im Fokus haben. Das Merkel sagt „Das Volk sind diejenigen, die in Deutschland leben“ finde ich unerträglich. Wenn die EU untergeht hat sie es Leuten wie Juncker, Schulz, Merkel, Draghi…. zu verdanken, und nicht Le Pen oder Wilders oder Grillo. Nein, die erstgenannten sind die Totengräber der EU.

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      m.d

      3. März 2017 13:44 at 13:44

      mensch mein Freund marco,ich glaube du hast heute einen schlechten tag erwischt. geld verlieren geht an die nerven. auch bei mir. also bleib locker.
      es geht uns gut verdammt gut. so sehe isch das. und die fr. merkel hat im großen ganzen eine einwandfrei gute arbeit geleistet.
      mfg

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        KSchubert

        3. März 2017 14:20 at 14:20

        Danke m.d.! Guter Kommentar! Wir können zwar nicht in jeden Einzelnen hineinschauen – und in einem Forum ohnehin nicht :-) – aber es stimmt schon, was Sie sagen: Uns geht es gut! Und auch die „schwer integriebaren Araber“ (die es natürlich auch gibt – Betonung auf „auch“) werden substanziell daran nichts ändern…Schöne Grüße und ein gutes Wochenende!

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          Petkov

          4. März 2017 09:28 at 09:28

          Dass sich substantiell nichts ändern kann, dachte man in Berlin-Wedding Duisburg-Marxloh, Essen-Altenessen, München-Neuperlach usw. auch. Fragen Sie heute mal die Polizisten, ob sich da doch nicht was „bewegt“ hat.

          Und heute haben die merkel und ihre linkspopulistisichen Arschkriecher die Voraussetzungen für einen flächendeckenden Kontrollverlust geschaffen. Das wird spätestens dann der Fall sein, wenn deutschlandweit breite Flächen für sozialen Wohnungsbau freigegeben werden müssen, auch in direkter Nachbarschaft zu „gutbürgerlichen“ Gegenden, wo die meisten von uns FMW-Fans auch residieren.

          Wenn dann die „friedensuchenden“ Sozialamt-Fachkräfte und ihre zahlreichen Undercut-Sprösslinge die grünen Parks, teuren Kinderspielplätze usw. für sich entdecken, werden die „Uns-geht-es-immer-noch-besser-als-irgendjemandem-irgendwo“-Stimmen leicht zittrig.

          Es ist mit Vernunft nicht zu erklären, wie Leute hier komplexe, teils mehrdimensionale Mustererkennungen in Charts von hochkomplexen Märkten betreiben können, aber einfache Zusammenhänge in ihrem unmittelbaren gesellschaftlichen Umfeld nicht verstehen wollen.

          • Avatar

            KSchubert

            4. März 2017 12:28 at 12:28

            Lieber Petkov,

            alles halb so wild…das Abendland geht nicht unter: Weder durch andere Kulturen, noch durch Wirtschafstflüchtlinge, noch durch Muslime, noch durch Islamisten und auch nicht durch „Gutmenschen“ – all diese Gruppen gibt es ja momentan in Deutschland, wobei ich offensichtlich zu letztgenannten gehöre…
            Heute ein wunderschöner Samstag. Genießen wir ihn!

            Beste Grüße :-)

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            Petkov

            4. März 2017 21:53 at 21:53

            Nein, lieber KSchubert, untergehen wird das Abendland nicht. Aber deutlich weniger lebenswert sein.

            Das große Problem mit den Pappe-Argumentationstürmchen der Gutmenschen ist, dass sie auf einem anerzogenen, naiven und längst überholten Verständnis für das Zusammenspiel der Kulturen basieren. Es wird davon ausgegangen, dass sich die deutsche Kultur immer durchsetzen wird, weil sie einfach angeblich besser, menschlicher, demokratischer usw. ist. Wie viele Europäer arbeiten eine Zeit lang in reichen arabischen Ländern, um Kapital anzuhäufen? Und wie viele davon schwärmen anschließend von den Tugenden dieser rückständigen muslimischen Gesellschaften? Keiner! Wirklich keiner! Jeder hat seine Weltanschauung beibehalten und das wird bei merkels Sozialsystemflüchtlingen nicht anders sein.

            Und das liegt weniger an den Moslems, sondern viel mehr am deutschen Staat oder aber leider auch an der deutschen Gesellschaft, deren Integrationskraft nach allgemeiner Ausländermeinung jämmerlich ist. Auch Sie wollen sich einer Diskussion entziehen und schwafeln lieber übers Wetter… Von wegen schöner Samstag oder so ein Schmarrn.

            Mir geht es n i c h t darum, heute meinen Arsch gegen die Frühlingssonne zu halten und die Wärme zu genießen. Mir geht es darum, langfristig die Voraussetzungen fürs Gedeihen von Gutmenschen wie Sie zu sichern. Denn ich habe erlebt, wie eine intakte, lebenswerte und äußerst freundliche Gesellschaft zusammengebrochen ist und ich weiß, welche Zutaten das Giftcocktail hatte. Sie haben sowas offenbar noch nicht saufen müssen. Aber vertrauen Sie nicht darauf, dass Sie giftresistent sind.

            Deutschland hat es mit Milliardeninvestitionen nicht mal geschafft, die durchaus liberalen und religiös gemäßigten Türken zu integrieren. Die Aufgabe mit den heutigen Arabern und Afrikanern ist dramatisch schwieriger.

            Und das, werter KSchubert, werden Ihnen auch die meisten Moslems bestätigen, die aus diesen Ländern schon früher geflüchtet sind und hier mittlerweile wirklich integriert sind.

            Warum es mit der neuen Migrantenwelle nicht funktionieren wird: weil das Gleichgewicht dabei ist, zu kippen. Einfach aufgrund der schieren, grenzenlosen Menge und das noch ohne Familienzuwachs. Und natürlich aufgrund der post-industriellen Gegebenheiten in Deutschland. Mit zunehmender Digitalisierung werden die benötigten einfachen Arbeitsplätze als Integrationsgrundlage wegfallen. Die Menschen, die jetzt ins Land strömen, sind zu Chancenlosigkeit verurteilt. Das wird das Aggressionspotential für alle enorm steigern.

            Es ist wie an der Börse: natürlich gibt es auch jetzt schlechte Nachrichten, Warnsignale und Abschlussmuster. Aber das Gleichgewicht des Aufwärtstrends ist noch nicht gestört. Das heißt aber nicht, dass die Bullen jeden schwarzen Schwan zertrampeln können, nur weil sie jetzt angeblich so vor Kraft strotzen. Irgendwann mal ist das Gleichgewicht gestört. Und dann wird es nur Verlierer geben. So was kann man nicht hedgen.

            Ich ignoriere nicht die Nöte der muslimischen Migranten, ich mache mir darüber Gedanken und habe auch Lösungen parat. Ich analysiere realitätsnah und suche nach dem Gleichgewicht für alle. Das macht mich zu einem echten Gutmenschen. Denn ich will nicht nur an einem „schönen Samstag“ junge Männer mit Gummibärchen bewerfen, sondern ein nachhaltiges Wohlstandskonzept für alle bieten.

            Schöne Grüße

    • Avatar

      stefan

      3. März 2017 15:30 at 15:30

      sehr gut getroffen, die Wahrheit wollen die meisten nicht hören, aber unabhängig davon, Politiker, von welcher Partei sie auch finanziert werden und Banker meinen´s niemals gut mit dem „kleinen Bürger“

    • Avatar

      Gixxer

      4. März 2017 00:29 at 00:29

      Ein Stück weit hat @Marco Stein sicher Recht. Ich hoffe aber, dass es auch ohne die Wilders oder Le Pens möglich ist, was zu ändern.
      Und auch wenn es uns gut geht, so ist das leider nicht in jedem Euro-Land der Fall und wenn sich das nicht ändert, befürchte ich das schlimmste.

  2. Avatar

    Einzahler

    3. März 2017 15:14 at 15:14

    Gab es nicht mal Umfragen zum Brexit? Wie ist die Abstimmung danach ausgegangen?
    Gab es nicht Umfragen zur amerikanischen Präsidentenwahl? Wie sind die ausgegangen?
    Und jetzt gibt es Umfragen zur französischen Präsidentenwahl! Wie werden die ausgehen?
    Ich habe da irgend eine Vorahnung….

    • Avatar

      Hoggel77

      3. März 2017 15:50 at 15:50

      naja das waren schon ganz andere abstände in den umfragen bei brexit und us-wahl.
      das le pen mal eben einen so grossen rückstand wettmacht bedarf schon etwas mehr als die üblichen 5% schwankungen bei umfragen.
      zumal die wahl in frankreich ja auch bei weitem keine der oder die angelegenheit ist, wie bei ja/nein brexit oder eben trump/clinton.

  3. Avatar

    Petkov

    4. März 2017 21:46 at 21:46

    Nein, lieber KSchubert, untergehen wird das Abendland nicht. Aber deutlich weniger lebenswert sein. Das große Problem mit den Pappe-Argumentationstürmchen der Gutmenschen ist, dass sie auf einem anerzogenen, naiven und längst überholten Verständnis für das Zusammenspiel der Kulturen basieren. Es wird davon ausgegangen, dass sich die deutsche Kultur immer durchsetzen wird, weil sie einfach angeblich besser, menschlicher, demokratischer usw. ist. Wie viele Europäer arbeiten eine Zeit lang in reichen arabischen Ländern, um Kapital anzuhäufen? Und wie viele davon schwärmen anschließend von den Tugenden dieser rückständigen muslimischen Gesellschaften? Keiner! Wirklich keiner! Jeder hat seine Weltanschauung beibehalten und das wird bei merkels Sozialsystemflüchtlingen nicht anders sein. Und das liegt weniger an den Moslems, sondern viel mehr am deutschen Staat oder aber leider auch an der deutschen Gesellschaft, deren Integrationskraft nach allgemeiner Ausländermeinung jämmerlich ist. Auch Sie wollen sich einer Diskussion entziehen und schwafeln lieber übers Wetter… Von wegen schöner Samstag oder so ein Schmarrn.

    Mir geht es nicht darum, heute meinen Arsch gegen die Frühlingssonne zu halten und die Wärme zu genießen. Mir geht es darum, langfristig die Voraussetzungen fürs Gedeihen von Gutmenschen wie Sie zu sichern. Denn ich habe erlebt, wie eine intakte, lebenswerte und äußerst freundliche Gesellschaft zusammengebrochen ist und ich weiß, welche Zutaten das Giftcocktail hatte. Sie haben sowas offenbar noch nicht saufen müssen. Aber vertrauen Sie nicht darauf, dass Sie giftresistent sind.

    Deutschland hat es mit Milliardeninvestitionen nicht mal geschafft, die durchaus liberalen und religiös gemäßigten Türken zu integrieren. Die Aufgabe mit den heutigen Arabern und Afrikanern ist dramatisch schwieriger.

    Und das, werter KSchubert, werden Ihnen auch die meisten Moslems bestätigen, die aus diesen Ländern schon früher geflüchtet sind und hier mittlerweile wirklich integriert sind.

    Warum es mit der neuen Migrantenwelle nicht funktionieren wird: weil das Gleichgewicht dabei ist, zu kippen. Einfach aufgrund der schieren, grenzenlosen Menge und das noch ohne Familienzuwachs. Und natürlich aufgrund der post-industriellen Gegebenheiten in Deutschland. Mit zunehmender Digitalisierung werden die benötigten einfachen Arbeitsplätze als Integrationsgrundlage wegfallen. Die Menschen, die jetzt ins Land strömen, sind zu Chancenlosigkeit verurteilt. Das wird das Aggressionspotential für alle enorm steigern.

    Es ist wie an der Börse: natürlich gibt es auch jetzt schlechte Nachrichten, Warnsignale und Abschlussmuster. Aber das Gleichgewicht des Aufwärtstrends ist noch nicht gestört. Das heißt aber nicht, dass die Bullen jeden schwarzen Schwan zertrampeln können, nur weil sie jetzt angeblich so vor Kraft strotzen. Irgendwann mal ist das Gleichgewicht gestört. Und dann wird es nur Verlierer geben. So was kann man nicht hedgen.

    Ich ignoriere nicht die Nöte der muslimischen Migranten, ich mache mir darüber Gedanken und habe auch Lösungen parat. Ich analysiere realitätsnah und suche nach dem Gleichgewicht für alle. Das macht mich zu einem echten Gutmenschen. Denn ich will nicht nur an einem „schönen Samstag“ junge Männer mit Gummibärchen bewerfen, sondern ein nachhaltiges Wohlstandskonzept für alle bieten.

    Schöne Grüße

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Devisen

Türkische Lira: Abwertung nach Zinsanhebung – warum ist das passiert?

Redaktion

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am

Von

Lira-Geldscheine

Die türkische Lira verliert diese Woche wieder deutlich an Boden. Es ist ein Desaster für alle die hofften, dass eine drastische Zinsanhebung durch die türkische Zentralbank auch eine Wende für die türkische Lira einleiten würde. Denn die wertet seit Jahren dramatisch ab. Aber wie gesagt, letzte Woche Donnerstag erhöhte die Zentralbank den Leitzins drastisch, um 4,75 Prozentpunkte auf volle 15 Prozent, um die Inflation in der Türkei einzudämmen.

Türkische Lira reagierte auf drastische Zinsanhebung

Genau dieser Schritt auf 15 Prozent war am Devisenmarkt erwartet worden. Entsprechend war die türkische Lira in den Tagen vorher schon gestiegen, und auch kurz nach der Zinsanhebung stieg die Lira weiter an gegen US-Dollar und Euro. USDTRY fiel von 7,67 auf 7,51. Also, alles lief nach Plan? Nein, die Lira begann wieder abzuwerten, und zwar deutlich – jetzt notiert USDTRY bei 7,91. Diese Woche Montag berichteten wir bereits darüber, dass vermutlich Inländer in der Türkei zwischenzeitlich die gestiegene türkische Lira dafür genutzt hatten, um zu besseren Kursen weiter US-Dollar und Euro zu kaufen. Dass die türkische Lira die letzten Tage ein echtes Eigenleben führte, erkannte man an einer fallenden Lira bei gleichzeitig fallendem Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen). Wenn der US-Dollar fällt, hat eigentlich alles was gegen ihn gehandelt wird, eine gute Chance zu steigen – aber nicht so die Lira in den letzten Tagen!

Warum die Zinsanhebung dennoch verpuffte

Denn die große Unsicherheit gegenüber der türkischen Politik und der Beeinflussung der Zentralbankpolitik ist wohl weiterhin vorhanden, und drückt gegen die türkische Lira. Ein Aspekt kommt aber hinzu, der nicht so direkt ins Auge fällt. Zwar hatte die Zentralbank den Leitzins letzte Woche wie gesagt drastisch angehoben von 10,25 Prozent auf 15 Prozent. Aber wie es zum Beispiel ein türkischer Kolumnist gestern erwähnte, so war es doch keine richtige, eindeutige Zinsanhebung. Denn andere Zinssätze der Zentralbank seien bereits vorher deutlich höher gewesen, bei beinahe 15 Prozent. Mit dieser Zinsanhebung hat die Zentralbank also sozusagen nur für eine Glättung und Vereinheitlichung ihrer Zinsen gesorgt. Vorher versuchte die Zentralbank zum Beispiel bereits die Abwertung der Lira zu stoppen, in dem man bei Derivaten mit höheren Zinskosten versuchte Spekulanten aus dem Ausland die Liquidität zu beschneiden.

Was kann man tun?

Müsste die türkische Zentralbank nun also den Leitzins erneut kräftig anheben, um ihrem Willen zur Inflationseindämmung Nachdruck zu verleihen? Könnte dies die türkische Lira zum Aufwerten bringen? Wichtig wäre wohl ein längeres Festhalten an hohen Zinsniveaus. Und eine klare Sprachregelung von Zentralbank und Präsident Erdogan wären wichtig, in der nicht mehr von Zinsen die Rede ist, die möglichst stark sinken sollen. Hat man am Devisenmarkt den Verdacht, dass die Zinsen nur für einen relativ kurzen Zeitraum oben bleiben? Dann könnte dies die Annahme bestärken, dass die Inflation in der Türkei nicht gebremst wird, was wiederum die türkische Lira schwächt. Es geht um Verlässlichkeit. Der Devisenmarkt will eine konstante und klare Linie sehen – so darf man es annehmen.

Die jetzige Vereinheitlichung des Zinsniveaus durch die Anhebung des Leitzinses sorgt für mehr Transparenz – aber es fehlt womöglich noch eine zweite kräftige Zinsanhebung. Auch hat die türkische Bankenaufsicht angekündigt Mindestausleihungen an türkische Banken nicht mehr vorzugeben. Diese galten unter anderem als ein Grund für die umfangreiche Kreditvergabe in der Türkei. Es wirkt derzeit so, als tue sich einiges in Sachen Transparenz und Normalisierung. Es ist ein Anfang. Es braucht viel Verlässlichkeit, Konstanz, Vertrauen, und wohl auch ein Unterlassen von Äußerungen von Präsident Erdogan über niedrigere Zinsen. Dazu vielleicht noch ein erneuter kräftiger Zinsschritt nach oben, und dann ein Durchhalten auf diesem Niveau. Dann könnte die türkische Lira auch anfangen nachhaltig wieder aufzuwerten? Im Chart sehen wir den Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira seit dem 13. November.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten Tagen

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Allgemein

Janet Yellen – wird sie den Dollar weiter abstürzen lassen?

Was bedeutet die faktische Ernennung von Janet Yellen zur zukünftigen US-Finanzminsterin für den Dollar? Sind die USA auf den Spuren Japans?

Wolfgang Müller

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Was bedeutet die faktische Ernennung von Janet Yellen zur zukünftigen US-Finanzminsterin für den Dollar? Mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden kehrt wieder etwas Berechenbarkeit in die amerikanische Politik zurück. Auch erkennbar an den ersten Postenbesetzungen im neuen Kabinett. Der Vorschlag für die Nachfolge Steven Mnuchins schlug in den letzten Tagen wie eine kleine Bombe in der Finanzszene ein, schließlich möchte der neue Präsident eine „altbewährte“ Ökonomin mit dieser Schlüsselposition besetzen: die ehemalige Präsidentin der Federal Reserve, Janet Yellen. Was heißt das für die künftige Geld- und Fiskalpolitik  – und amit für den Dollar?

Die Karriere der Janet Yellen

Mit der ehemaligen Wirtschaftsprofessorin wird eine Person vom Fach den Posten des obersten Geldverwalters oder korrekter der Geldverwalterin in den USA antreten, was in anderen Ländern nicht generell der Fall ist. Janet Yellen kam neben ihrer Lehrtätigkeit schon früh in Kontakt mit der US-Notenbank, wo sie bereits ab 1975 Mitarbeiterin beim Board of Governors im System der Federal Reserve gewesen ist. Von 1994 bis 1997 war sie Mitglied im Vorstand der Federal Reserve, anschließend wurde sie Vorsitzende des Rates der Wirtschaftsberater von US-Präsident Bill Clinton. Also eine Funktion, wie sie jüngst Larry Kudlow in besonderer Art und Weise ausgefüllt hat.

Von 2004 bis 2010 war sie Präsidentin der Fed von San Francisco, ab dem Jahr 2009 stimmberechtigtes Mitglied im Federal Open Market Committee. Im Jahr 2010 wurde sie zur Stellvertreterin von Fed-Chef Ben Bernanke ernannt und ab 2013 gelangte sie als erste Frau an die Spitze der bedeutendsten Zentralbank der Welt. Diese Position verlor sie als Demokratin nach der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten, der mit diesem Schritt einmal mehr von der bisherigen Tradition abwich. Ihr Nachfolger Jerome Powell ist bereits seit 2012 im Direktorium der Federal Reserve, somit dürften sich die neue Finanzministerin und der Fedchef sehr gut kennen. Janet Yellen ist mit dem Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften George A. Akerlof verheiratet – sie ist also privat und beruflich immer im Umfeld der Ökonomie.

Die „dovishe“ Janet Yellen

Für die Benennung der Wirtschaftsprofessorin als neue Finanzministerin hat der neue US-Präsident sicherlich mehrere Gründe: Zum einen gilt die Demokratin als sehr ausgleichend zwischen den Parteien, was nach Donald Trump sicherlich äußerst bedeutsam wird, und zum anderen wird sie eine Konnexion zwischen Politik und Notenbank gewährleisten, was in der jetzigen Verschuldungssituation sehr vonnöten ist. Die Regierung braucht den kurzen Draht zur Geldpolitik, eine Sonderstellung der Notenbank wäre in der kommenden Zeit sehr hinderlich. Die Märkte gehen von einer guten Weichenstellung aus, deshalb auch die erste positive Börsenreaktion. Die Tauben sind demnächst in den USA am Drücker – daher tendiert auch der Dollar wieder schwächer.

Des einen Freud, des anderen Leid

Was wird diese neue Konstellation Janet Yellen – Powell für geldpolitische Konsequenzen haben? Zunächst freut man sich an den Märkten, dass „der Kelch“ in Gestalt der linken Demokratin Elisabeth Warren an ihnen vorübergegangen ist. Deren während ihrer Kandidatur vorgetragenes Programm hätte die Wirtschaft und die Finanzmärkte eine Zeit in Wallung gebracht, denn ob Warren ihre Vorstellungen in die Tat hätte umsetzen können, steht auf einem anderen Blatt. Nach einer Corona-Schonfrist würden bald schon die Midterm Elections anstehen, die rasche Veränderungen im Kongress bringen können.

Wer sind die Profititeure, wer die Leittragenden?

Zunächst dürften die Finanzmärkte sich über eine weiterhin lockere Geldpolitik freuen, denn es sind zwei Tauben an den Schaltstellen, die über alles sinnieren werden, jedoch nicht über künftige Zinserhöhungen.

Bevor eine Massenimpfung eine echte Erleichterung am Arbeitsmarkt bringt – Stichwort: Maximum Employment – wird man vonseiten der Federal Reserve das Anleihekaufprogramm fortsetzen und retten, wo es zu retten gilt. Hinzu kommen wird der unbedingte Wille der Durchsetzung von Konjunkturprogrammen, speziell im Umweltbereich, einem zentralen Thema von Joe Biden, in dem er ganz besonders den neuen Wind nach Trump symbolisieren könnte. Was nichts anderes bedeutet, als weiter die Verschuldung nach oben zu treiben, auch unter Inkaufnahme einer ansteigenden Inflation. Sowohl Fed-Chef Powell als auch die mögliche neue Finanzministerin haben eine gewisse Flexibilität mit einer höheren Inflationsrate bekundet. Niedrige Zinsen, bei steigender Teuerungsrate – damit wird deutlich, wer dabei besonders leiden könnte: der Dollar!

Aber in der jetzigen Situation kommen einige frühere Bemerkungen von Janet Yellen ins Gedächtnis, wenn es um die Bewältigung einer Rezession geht. Bereits auf einer Konferenz im September 2016 brachte die damalige Notenbankchefin den Gedanke von neuen Instrumenten ins Spiel, die die Fed zur Bewältigung einer Wirtschaftsschrumpfung benötigen könnte: Ankauf von Firmenbonds und Aktien. Letzteres wiederholte sie in diesem Jahr bei einem Interview im April. Die USA auf den Spuren Japans, was für ein Gedanke! Diesen Gedanken hatte unser Autor bei FMW, Hannes Zipfel, in seinem bemerkenswerten Artikel vom 30.6.2020 schon ins Spiel gebracht („Aktienmarkt: Verlassen Sie sich auf die Fed“!)

Fazit

Noch ist es zu früh irgendwelche Schlussfolgerungen über ungelegte Eier anzustellen. Aber eines dürfte klar sein: Bei zwei Verfechtern einer lockeren Geldpolitik wird es von innen heraus keine große Änderung in der Fiskal- und Geldpolitik geben. Das Zusammenspiel zweier Vertreter einer taubenhaften Geldpolitik wird in der jetzigen Lage den monetären Impuls nicht ohne Not verringern.

Und von woher könnte eine solche Notsituation kommen? Eher nicht von einer opulent anspringenden Wirtschaft, die ohne Stütze auskommt, sondern eher von der Inflation, die nun schon ein Jahrzehnt wie tot erscheint. Aber in diesem Zeitraum haben die Notenbanken weltweit auch nicht sieben Billionen Dollar binnen eines Dreivierteljahres ins System geschleust.

Wird die dovishe Janet Yellen den Dollar weiter schwächen?

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Devisen

Schweizer Franken: Warum die Aufwertung erst einmal unterbrochen ist

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Eine Franken-Münze

Der Schweizer Franken soll doch bitte nach Möglichkeit schön abwerten. So lautet jedenfalls seit Jahren die Hoffnung und das Drängen der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Denn je höher der Franken notiert, desto teurer werden Schweizer Produkte im Ausland, und desto teurer wird der Urlaub für Ausländer in der Schweiz. Beides ist natürlich Gift für die schweizerische Volkswirtschaft. Und so versucht die SNB seit Jahren mit gigantischen Summen an selbst gedruckten Schweizer Franken etwas zu tun. Sie verkauft diese Franken und kauft dafür vor allem den Euro, aber auch den US-Dollar.

So will die SNB die Aufwertung des Schweizer Franken verhindern. Aber der Devisenmarkt war mit Blick auf die letzten Jahre stärker als die SNB, und der Franken blieb zu stark. So druckte die SNB immer weiter. Dann kam die Coronakrise. Und die Welt suchte unter anderem ihr Heil in der Flucht in die schweizerische Währung, die als einer der letzten sicheren Fluchthäfen gilt. Laut jüngsten Meldungen hat die SNB geäußert, dass sie alleine im ersten Halbjahr 2020 eine Summe von 90 Milliarden Schweizer Franken einsetzte um die Aufwertung zu bremsen.

Schweizer Franken als Spielball der Coronakrise

Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken in den letzten zwölf Monaten. Man sieht bis Mai den fallenden Euro (von 1,08 bis 1,05), also eine klare Franken-Aufwertung. Dies zeigte in der schlimmsten Corona-Krisenzeit den Drang der Märkte in Richtung Schweiz. In den Monaten danach folgte der Rückgang der Corona-Infektionszahlen, und der Euro konnte sich wieder erholen – der Franken wertete wieder ab auf Niveaus um die 1,08. Aber im Oktober sieht man im Chart den Rückgang im EURCHF, korrespondierend mit dem Aufkommen der zweiten Corona-Welle.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken seit Ende 2019

Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken seit dem 27. Oktober. Nicht zu übersehen ist der EURCHF-Anstieg am 9. November von 1,07 auf 1,0820. An diesem Tag gab es die erste richtige Corona-Impfstoff-Meldung von Biontech und Pfizer. Die Aktienmärkte und der Ölpreis stiegen kräftig, in Hoffnung auf eine deutlich schnellere Konjunkturerholung. Der Goldpreis (sicherer Hafen) fiel drastisch um mehr als 100 Dollar, und auch der Schweizer Franken als sicherer Hafen in Krisenzeiten reagierte genau an diesem Tag mit einer Abwertung. Sie hält (wie der Chart zeigt) bis heute an. Fürs Erste scheinen die seit drei Wochen anhaltenden guten Impfstoff-Meldungen sowie die nun doch geregelte Amtsübergabe zwischen Donald Trump und Joe Biden die Anleger weltweit dazu zu bringen, mehr Risiko eingehen zu wollen (Risk On-Szenario). Das schwächt erst einmal die Save-Haven-Assets wie Gold und Schweizer Franken. Die SNB dürfte fürs Erste ein wenig aufatmen.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken seit Ende Oktober

Nie den Drang hin zum Fränkli unterschätzen

Das größere Bild zeigt, dass der Schweizer Franken seit dem Jahr 2018 in einem klaren Aufwertungstrend liegt (EURCHF damals noch bei 1,20). Dieser Trend wurde erst ab Juni diesen Jahres gebremst. Es kann jetzt zu einer weiteren Franken-Abwertung kommen im Zuge der Impfstoff-Verteilung in den nächsten Monaten. Aber den globalen Drang hin zum Fränkli, den sollte man langfristig im großen Bild gesehen nicht unterschätzen.

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