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Konjunkturdaten

Aktuell: New York Empire State Index schwächer – Preise steigen

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Der New York Empire State Index (September) ist mit 2,0 etwas schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 4,00; Vormonat war 4,80.

Dazu schreibt die New York Fed, die die Daten erhebt:

„Business activity was little changed in New York State, according to firms responding to the September 2019 Empire State Manufacturing Survey. The headline general business conditions index edged down three points to 2.0. New orders were marginally higher than last month, and shipments grew modestly. Delivery times were steady, and inventories increased. Employment levels expanded, while the average workweek held steady. Both input prices and selling prices increased at a faster pace than last month. Indexes assessing the six-month outlook indicated that optimism about future conditions deteriorated noticeably, and capital spending plans weakened markedly.“


Foto: siddarth_hanumanthu; https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verkäufe bestehender Häuser schwächer

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Die Verkäufe neuer US-Häuser (September) sind mit -2,2% auf eine Jahresrate von 5,38 Millionen schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war -0,7% auf eine Jahresrate von 5,45 Millionen; Vormonat war +0,7% auf eine Jahresrate von 5,49 Millionen, nun jedoch auf +1,5% auf eine Jahresrate 5,50 Millionen nach oben revidiert).
Die Preise stiegen um +5,9% zum Vorjahresmonat auf nun durchschnittlich 272.000 Dollar; allerdings sind die mortgage rates (Hypothekenzinsen derzeit mit 3,2% ein Porzent tiefer als vor einem Jahr (4,2%).

Die Verkäufe bestehender Häuser machen etwa 90% des amerikanischen Immobilienmarkts aus und sind daher von besonderer Bedeutung!

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Konjunkturdaten

China: Wachstum 6% – dennoch bedenklich

Wie will China weiterhin sechs Prozent wachsen, einem jährlichen Zuwachs in der Größenordnung von Spaniens BIP?

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Am Freitag wurde nahezu in allen Wirtschaftsmedien über das Wachstum der Wirtschaft in China berichtet, welches mit sechs Prozent auf den niedrigsten Stand seit 26 Jahren gefallen ist. Sechs Prozent, für alle Industriestaaten eine utopische Traummarke – und dennoch wurde dieses für China als kleine Katastrophe dargestellt. Zurecht?

 

Die Wirtschaftentwicklung in China

Die Entwicklung der Wirtschaft Chinas liest sich für den Betrachtungszeitraum von 30 Jahren gigantisch. Betrug das Bruttoinlandsprodukt Chinas im Jahr 1988 noch 411 Milliarden Dollar, so hatte es sich bis zur Finanzkrise im Jahr 2008 bis auf 4,6 Billionen Dollar mehr als verzehnfacht. Wachstumsraten bis zu 14 Prozent pro Jahr waren dabei in den 1980-er und 90-er-Jahren nicht unüblich.

Der relevanteste Schritt vollzog sich aber seit der Finanzkrise von 2009 bis heute, mit einer Steigerung des BIP von 5,121 auf 13,407 Billionen Dollar. China wurde mit großem Vorsprung zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Die Wachstumsraten sanken von 10.5 Prozent (2009) bis auf 6,3 Prozent (2018). Das ist bei diesem gigantischen Aufschwung zwangsläufig und nicht weiter aufrecht zu erhalten, wie es andere Emerging Markets gezeigt haben. Daraus könnten sich aber für China künftig einige Probleme ergeben.

 

Ziele der Staatsführung erreicht

Im Oktober 1987 wurde auf dem 13. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas die „3-Schritte“-Strategie zur Entwicklung Chinas verabschiedet. Die konkreten Ziele waren: Zunächst sollte sich von 1981 bis 1990 das Bruttoinlandsprodukt verdoppeln und das Ernährungs- und Bekleidungsproblem der Bevölkerung im Großen und Ganzen beseitigt werden. Anschließend sollte es eine weitere Verdoppelung bis zum Jahr 2000 geben, was man locker erreicht hat.

Beim 19. Parteitag im Jahr 2017 sprach man davon, bis zum Jahr 2049, dem 100. Geburtstag der Volksrepublik, China zur Weltmacht Nummer eins zu machen. Dafür müsste das Wachstum aber auf einem hohen Level gehalten werden. Unter der Voraussetzung, dass die USA mit einem Basiswachstum von zwei Prozent weiter zulegen.

 

Problem Wanderarbeiter

Ein riesiges Problem stellt die Art und Weise dar, wie das Wachstum in China in den letzten Jahren zustande kam. Die Arbeiter kamen zumeist aus der Landbevölkerung, um die großen Projekte aber zu teilweise unwürdigen Bedingungen zu stemmen.

288 Millionen Wanderarbeiter waren 2018 in China unterwegs (Quelle: Offizielle Statistik der VR China). Nach offiziellen Zählungen arbeiteten (2016) 52,9 Prozent der Wanderarbeiter in der Fertigungsindustrie, 46,7 Prozent waren im Dienstleistungssektor tätig.

Diese Arbeitsmigranten bilden in den Städten eine Unterschicht, sie leben meist in Randgebieten unter prekären Umständen. Derzeit sorgt sich Chinas Führung über den Arbeitsmarkt, der Lohnanstieg hat sich verlangsamt. Auch in China zögern Unternehmen mit Neueinstellungen. Der Handelskrieg legt die ein oder andere Schwachstelle einer Wirtschaft offen, die stark von hoher Verschuldung und dem Bauboom profitiert hat. Aber: Auf dem hoch spekulativen Immobilienmarkt steht nach internen Berichten jede fünfte Wohnung leer.

Womit sollen diese Arbeiter beschäftigt und ein Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindert werden?

Die großen Infrastrukturprojekte, mit Kraftwerken, Häfen, Eisenbahnen, Straßen sind weitgehend abgeschlossen, „in der Bauwirtschaft ist die Gründerzeit vorbei“, so ein chinesischer Immobilienhändler in einem Interview mit einem deutschen Magazin.

 

China –  Schulden und das Bruttoinlandsprodukt

Neben dem Handelskonflikt ist der Rückgang des Wachstums auf die seit 2017 zu beobachtenden Bestrebungen Chinas zurückzuführen, das Kreditwachstum und die Überschuldung einzudämmen.

Die Verschuldung der Firmen überstiegen die 160 Prozentmarke zum BIP, die Gesamtverschuldung Chinas hat hat mit über 300 Prozent zum BIP oder 40 Billionen Dollar ein gigantisches Ausmaß angenommen (Institute of International Finance).

Laut eines Berichts von Standard & Poor’s Global Ratings zu Beginn des Jahres, wird es trotz steigender Gewinne schwierig werden, die Risiken der überschuldeten chinesischen Firmen zu verringern.

Aber wie will man bei einem Bruttoinlandsprodukt von 13 Billionen Dollar weiterhin sechs Prozent wachsen, einem jährlichen Zuwachs in der Größenordnung von Spaniens BIP? Hinzu kommt, dass man ein derartiges Wachstum den Chinesen auch nicht länger zumuten kann: Dieses hat in den vergangenen Jahren enorme Schäden angerichtet, speziell an Chinas Umwelt.

 

China – wie verlässlich sind die Wirtschaftszahlen?

Nach wie vor strittig ist außerdem, wie zuverlässig Chinas „harmonisierte“ Wachstumszahlen überhaupt sind. Premier Li gab vor Jahren selbst zu, dass er sich eher nach dem Energieverbrauch, den ausgezahlten Bankkrediten und dem Transportvolumen der chinesischen Eisenbahn richtet (daher als „Li Keqiang Index“ bezeichnet), als nach den offiziellen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt.

Die Zahl der Arbeitslosenrate liegt seit einem Jahrzehnt nahezu konstant bei 4 Prozent, eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Die Erklärung der statistischen Daten liegt vermutlich in der Art ihrer Erfassung. Es werden regionale Behörden damit beauftragt, die im Sold von Peking sehen, und die brav die Daten in die Hauptstadt melden.

Nach Max Zenglein, Ökonom am Berliner Merics-Institut, ist die Arbeitsmarktstatistik eine der schlechtesten Statistiken, die es im Reich der Mitte gibt. Denn wie viele China-Kenner behaupten, ist dies eines der brisantesten Themen für die chinesische Führung, ein Anstieg der Arbeitslosigkeit in einem Land ohne soziales Auffangnetz.

 

Fazit

Sechs Prozent Wachstum in einer Volkswirtschaft können tatsächlich zu einem Problem werden, wenn es im Zusammenhang mit einer gigantischen Verschuldung steht und auf einem Infrastrukturprogramm mit unübersehbaren Folgeschäden. Zur Erfüllung der weiteren Ziele Chinas darf das Wachstum nicht sehr viel weiter absinken.

Deshalb kommt der Handelsstreit der USA mit China eigentlich zur Unzeit.

Man braucht aus den besagten Gründen hohes Wachstum, um soziale Unruhen im Lande zu vermeiden und das große Projekt Seidenstraße voranzutreiben. Auch aus diesen Gründen ist eine Deeskalation in der jetzigen Auseinandersetzung eigentlich unumgänglich.

China braucht konstantes Wachstum

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Konjunkturdaten

Konjunktur: Der Konsum soll sie hochhalten, weltweit

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Der Internationale Währungsfonds hat die weltweite Abschwächung der Konjunktur so beschrieben: 90 Prozent aller Mitgliedsländer befinden sich in einem Abschwung, ausgelöst durch eine Schwäche der Industrieproduktion, während es vonseiten des Konsums und im Dienstleistungssektor (noch) gut aussieht. Die weltweiten Zinssenkungen unterstützen die Konsumlaune der Verbraucher, gerade weil diese in vielen Staaten überaus verschuldet sind.

Können die Konsumausgaben die Schwäche der Industrie ausgleichen?

 

Die Bedeutung des Konsumenten für die Konjunktur

Welche Rolle die Ausgaben des Verbrauchers spielen, sieht man am deutlichsten in der Wirtschaft der Vereinigten Staaten. Sein Anteil von 70 % am Bruttoinlandsprodukt entspricht mit seinen gigantischen 13 Billionen Dollar pro Jahr 17 Prozent der gesamten globalen Wirtschaftsleistung.

Der US-Konsument ist mittlerweile so hoch verschuldet wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr, aber er hat gerade in der Administration Trump einen willfährigen Helfer: die US-Notenbank Federal Reserve. Durch die Anleihekäufe am langen und jetzt sogar am kurzen Ende und den Leitzinssenkungen hilft man den Verbrauchern und den Banken. Die Zinsen für die Immobilien- und Verbraucherkredite sinken, die Kreditinstitute verdienen mehr an einer steileren Zinsstrukturkurve und können deshalb auch leichter Kredite vergeben. Nicht zuletzt wegen der anstehenden US-Wahlen wird man das Spiel ausreizen bis zum Schluss, denn für eine Wiederwahl braucht es eine stabile Wirtschaft –  und das heißt in Amerika einen ausgabefreudigen Konsumenten.

Niedrige Zinsen sind bitter nötig, denn nach statistischen Angaben der New Yorker Notenbank standen die Privatschulden der Amerikaner am Ende des ersten Halbjahres 2019 bei 13,9 Billionen Dollar, natürlich ein neuer Rekord und eine Anstiegsserie von 20 Quartalen (21 aktuell nach Ende Q3) in Folge.

Eine derartige Serie gab es zuletzt vor dem Ausbruch der Finanzkrise 2008.

 

Die Lage der Konjunktur in Deutschland

In Deutschland herrscht im Bereich der Industrie ohne jeden Zweifel bereits die Zyklusphase der (technischen) Rezession vor, dazu braucht man sich nur das aktuelle Zahlenwerk zu betrachten:

  • Maschinenbau: Rückgang der Bestellungen von Juni bis August acht Prozent gegenüber Vorjahr, allein im August minus 19 Prozent, Rückgang der Bestellungen Inland minus 12 Prozent, Ausland minus 19 Prozent
  • Automobilindustrie: Rückgang der Inlandsproduktion im ersten Halbjahr minus 12 Prozent, Export sogar minus 15 Prozent gg. Vorjahr und noch keine Besserung in Sicht
  • Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe: 41,7 Punkte

Und was macht der Konsum?

Laut eines Konsumklimaindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat sich das Verbrauchervertrauen im dritten Quartal sogar etwas verbessert. „Trotz der sich eintrübenden Konjunkturaussichten und der Warnmeldungen hinsichtlich Kurzarbeit spielten Beschäftigungssorgen im Risikoprofil der deutschen Konsumenten zuletzt kaum eine Rolle“, heißt es in der in der letzten Woche veröffentlichten Studie.

Die Bundesregierung stellte deshalb bei der Herbstprognose klar: Man erwartet trotz des wirtschaftlichen Abschwungs keine Konjunkturkrise, eben wegen des Konsumenten und seines Einkaufsverhaltens.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier sprach davon, dass „dank steigender Löhne die privaten Haushalte mehr Geld ausgeben könnten – im Durchschnitt rund 550 Euro – und so die Wirtschaft am Laufen halten.

Das nächste Jahr hat wenige Feier- und mehr Arbeitstage. Allein das bringe einen Wachstumsimpuls von 0,4 Prozent, so der Minister.

Die Binnennachfrage sei weiter intakt: „Beschäftigung und Einkommen steigen, und der Bausektor ist weiter in Hochkonjunktur.“ 2020 werde die Zahl der Erwerbstätigen auf 45,4 Millionen anwachsen, die Löhne würden im Durchschnitt um 2,7 Prozent steigen, nach drei Prozent in diesem Jahr.

Ein unglaublich optimistisches Szenario, angesichts des weltweiten Abschwungs.

Deshalb gibt es ein ganz starkes „Aber“:

Das Verbraucherverhalten wird sich wohl verschlechtern, wenn die Meldungen hinsichtlich Personalkürzungen in der deutschen Wirtschaft anhalten oder sich sogar noch mehren. Im Bereich der Automobilzulieferer vergeht kaum ein Tag ohne Bekanntgabe von Stellenstreichungen. Jüngstes Beispiel ist die Firma Brose, die in den kommenden drei Jahren jeden fünften Arbeitsplatz in Deutschland streichen will.

In der Industrie erwartet man, dass das Thema Kurzarbeit an Bedeutung gewinnt. Jüngst wurden Forderungen laut, dass das Kurzarbeitergeld von zwölf auf 24 Monate ausgedehnt werden soll, so wie es während der Finanzkrise war.

 

Fazit

Aus all diesen Erwägungen wird klar, welch zentrale Rolle dem Konsumenten in der weltweiten Konjunktur derzeit zukommt. Er hält diese aufrecht, aber unter folgenden Prämissen: die Zinsen müssen niedrig bleiben oder sogar noch sinken – und die Rezession im Industriebereich darf nicht zu vielen Entlassungen führen. Sollte die Produktionsschwäche den Arbeitsmarkt tangieren, können die Konsumausgaben auch bei niedrigen Zinsen nicht aufrecht erhalten werden – dies war noch in jeder Rezession der Fall. Deshalb auch mein Hinweis darauf, dass es besonders wichtig sein wird, das Konsumverhalten des Amerikaners stark zu beachten – seine Ausgaben (retail sales) und bereits vorher die Frühindikation des Verbrauchervertrauens (Consumer Confidence Index des Conference Board und des Michigan Consumer Confidence Index).

Aus dieser Argumentation speist sich auch meine Überzeugung, dass es ist der jetzigen Situation keine Eskalation im Zollstreit mehr geben sollte, denn die Folge wäre über Umwälzungsmechanismen eine Schwächung des Konsumenten, des aktuellen „Lenders of Last Resort“.

Eine neue Variante des Clinton-Spruchs: „It ˋs the consumer,….!“

 

Stütz der Konsument weiterhin die Konjunktur in den wichtigsten Indsutrienationen?

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