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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +19,2 Mio Barrels (jetzt 503,6 Mio)

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 503,6 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 19,2 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei +11,7 Mio lagen.

Die Benzinbestände wurden mit 252,4 Mio Barrels gemeldet, was im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 4,9 Millionen Barrels darstellt. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei +6,4 Mio.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +13,1 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (+10 erwartet).

Die Produktion liegt bei 12,3 Millionen Barrels pro Tag gegenüber 12,4 Mio in der Vorwoche.

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -30 Cents auf 19,64 Dollar.

Wir sehen nun zwölf Wochen am Stück beim Rohöl in den USA ansteigende Lagerbestände!


source: tradingeconomics.com

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Tobias

    15. April 2020 17:35 at 17:35

    Nachdem WTI nun bei unter 20 Dollar handelt: Gibt es bei WTI eigentlich jetzt charttechnisch noch irgend so etwas wie eine „Unterstützungslinie“ nach unten hin? Oder befinden wir uns jetzt in „unknown territory“?

    Vielen Dank jedem, der sich hier auskennt.

  2. Avatar

    Scheer

    15. April 2020 20:22 at 20:22

    Die Antwort ist ganz klar, ja.
    Mit den Fibonacci Retracements kannst du das nächste Ziel ausmachen
    Nach aktueller Indikation ist das nächste Ziel bei ca. 17$
    Und wenn man ganz schlau sein möchte kauft man in der Zielmarke einen Long Optionsschein.
    Aber bloß keinen Ko. Schein.
    Denn die Banken die sind noch schlauer, die haben genau zu der Marke den Ko. Kurswert gesetzt.
    Also, Augen auf und auf den richtigen Moment warten.
    Grüße Scheer

    • Avatar

      Segler

      16. April 2020 00:05 at 00:05

      Oh Gott -@ Tobias. Lassen Sie sich nicht auf solchen hanebüchenen Unfug ein !
      Der liebe Scheer in Ehren – er bezieht sich auf jenen Ölkontrakt, dessen Optionen nur noch einen einzigen Tag laufen !
      Die Optionen im Öl, ganz speziell die jüngsten Put Optionen sind extrem überteuert, haben drastischen Zeitwertverlust und die Wahrscheinlichkeit, dass der Mai Future bis zum Verfall den 17-er Strike minus der Prämie erreicht (also konkret müsste der Ölpreis bis morgen abend unter 16 Dollar fallen, damit Sie wenigstens break even rauskommen) liegt bei weniger als zwei Prozent.
      Sorry Scheer … aber vielleicht hab ich Sie falsch interpretiert ?
      Meinten Sie einen Long Put oder einen Long Call ? Und wenn, WAnn einsteigen ?
      Zweite Frage: Warum in der aktuell extrem überteuerten Zeit mit Optionen im Öl Long im Markt sein ? – Es macht doch viel mehr Sinn, die hohe Vola zu ver-kaufen und auf ‚Reversal To The Mean‘ spekulieren und dabei den Zeitwertverfall für sich zu nutzen.
      Oder Sie handeln direkt den Futures
      Oder Sie kaufen einen ETF (Mein Favorit ist der DBO. Geringe Rollverluste, gutes Tracking) Klären Sie mich doch mal auf :-)
      Good Trades und beste Grüsse

      • Avatar

        Petkov

        16. April 2020 07:28 at 07:28

        @Segler: Vielen Dank für den ETF/ETC Tipp! Falls jemand die ISIN für einen schnellen Check braucht: US46140H4039

  3. Avatar

    Tobias

    15. April 2020 20:53 at 20:53

    Vielen Dank Scheer!

    In die Fibonacci Retracements muss ich mich bei Gelegenheit mal einarbeiten.

    Gruß Tobias

    • Avatar

      Scheer

      15. April 2020 21:51 at 21:51

      Hey Tobias,
      klar gerne und jeder Zeit wieder.
      Wenn du noch Fragen hast melde dich ich kann dir genügend Links.
      Der Vorschlag mit den Optionen ist aber nur für Anleger die sich des Risikos des Totalverustes im klaren sind.
      Wenn du dich erst einarbeiten musst empfehle ich dir lieber dein Geld in Öl-Aktien anzulegen.
      Da ist das Risiko deutlich geringer.
      Grüße
      Scheer

      • Avatar

        Segler

        16. April 2020 00:15 at 00:15

        Hallo Scheer – Öl Aktien sind sicher keine schlechte Wahl
        Chevron zum Beispiel, oder Helmerich und Paine sind derzeit eine gute Wahl.
        Sie haben zwar aktuell ihre Dividenden gesenkt und den Ausblick, sind aber noch immer Dividend Kings in der David Fish Liste.
        Seit Jahrzehnten zahlen sie immer ihre Dividenden und steigern diese jährlich um 10 % und mehr. Besten Gruss vom HP und CVX Fan ;-)
        (Danke für Deinen Hinweis an Tobias, wegen dem möglichen Totalverlust)
        Gruss

  4. Avatar

    Tobias

    16. April 2020 11:43 at 11:43

    @ Scheer @ Segler

    Vielen Dank für die hilfreichen Antworten.

    Ich sehe, dass ich deutlich präziser hätte fragen müssen. Ich habe eine spezielle und eine allgemeine Frage:

    Zur Charttechnik im Speziellen:

    Als der DAX Anfang des Jahres neue Allzeithochs erreichte, wurde von verschiedenen Seiten her argumentiert: „Charttechnisch ist der Weg jetzt nach oben vollkommen frei von Kurswiderständen“.

    Darum habe ich mich gefragt, ob es so einen Punkt („vollkommen frei von Kurswiderständen“) im Falle sinkender Kurse ebenfalls geben kann.

    Gibt es z.B. für WTI-Öl einen bestimmten Tiefstpreis, bei dem es analog zur DAX-Rekordhoch-Situation von Anfang des Jahres keine charttechnischen Unterstützungslinien mehr gibt, also Tiefststände, die „vollkommen frei von weiteren Kurswiderständen“ sind?

    Dass der Preis für Rohöl nicht auf Null fällt, ist mir schon klar (obwohl dies angeblich schon fast einmal geschehen wäre: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/oelpreis-preis-fuer-kleine-us-oelsorte-rutscht-unter-null-dollar-a-1072677.html)

    ODER gibt es charttechnisch solche Situationen ausschließlich im umgekehrten Fall, also dem Erreichen neuer Allzeithochs?

    Meine Frage zur Fibonacci Retracement-Technik im Allgemeinen: Welche Einführungsseiten (deutsch/englisch) sind eurer Meinung nach empfehlenswert?

    Vielen Dank.

    • Avatar

      Scheer

      16. April 2020 14:19 at 14:19

      Hey,
      kein Problem.
      Letztlich bekommt man erfahrungsgemäß für eine gestellte Frage gleich mehrere Antworten und meistens sind die Antworten gut gemeint. Genau wie meine.
      Aber das Gegenteil von gut ist gut gemeint!
      Was ich damit sagen will ist, dass du deinen eigenen, zu deinem charakter passenden Weg finden musst um erfolgreich zu sein. Sowohl Segler als auch meine Person haben wohl ihren weg gefunden erfolgreich zu sein. Aber das muss nicht unbeding für dich der richtige sein. Der eine mag ein hohes Risiko eingehen und wird dabei mit hohen Verlusten als auch mit hohen Gewinnen belohnt. Erfahrungsgemäß sind hohe schnelle Gewinne mit einem hohen Zeitaufwand (Erfahrungsbildung und Beobachtungsaufwand) verbunden
      Aber wie gesagt, du musst deinen Weg finden.
      Zur Fibonacci Retracement-Technik: Schau dich mal bei Youtube um. Herr Erichsen hat einen kanal bei dem er die Technik recht gut beschreibt. Es ist kein Hexenwerk.
      Das wohl zweitwichtigste ist, dass jede Analyse nur hinreichend dazu beiträgt die Wahrscheinlichkeit zu ermitteln. Heisst, du weisst es erst das deine Analyse stimmt wenn sich der Kurs in deine erhoffte Richtung bewegt. Aber alles wirst du bei Erichsen lernen. Er ist recht gut im erklären.
      Viel Erfolg, Segler und meine Wenigkeit werden dir gerne helfen.
      Liebe Grüße
      Scheer

  5. Avatar

    Tobias

    20. April 2020 22:33 at 22:33

    Nun, das nenne ich mal „Learning by observation“.

    Da niemand meine oben genannte Frage vom letzten Donnerstag beantwortet hat, ob es charttechnisch „unknown territory“ auch in fallenden Märkten geben kann, hat sich dies mit dem heutigen Tag von selbst gezeigt: Ein entschiedenes JA! -40 Dollar!

    Ich will Chartanalysen gar nicht herabwürdigen, aber mir kann niemand erzählen, dass es spätestens bei $0 noch irgendwelche sinnvollen Unterstützungslinien gab.

    Ich habe in den letzten Tagen viel Spaß gehabt und einiges gelernt.

    Bei aller ernst zu nehmenden Tragik: Wir leben in wirklich spannenden Zeiten!

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Arbeitsmarktdaten schwach

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die US-Arbeitsmarktdaten (Novembber) sind mit 245.000 Stellen deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 470.000 Stellen; Vormonat war 638.000 Stellen, nun auf 610.000 nach unten revidiert). Die Privatwirtschaft hat dabei 344.000 Stellen geschaffen, der Staat damit 99.000 Stellen abgebaut!

Die US-Stundenlöhne liegen bei +0,3% zum Vormonat und bei +4,4% zum Vorjahresmonat (Prognose war +0,1% zum Vormonat und +4,3% zum Vorjahresmonat; Vormonat war +0,1% und +4,5%).

Die US-Arbeitslosenquote liegt bei 6,7% und damit leicht niedriger als erwartet (Prognose war 6,8%; Vormonat war 6,9%). Die Beteiligungsquote (participation rate) liegt bei 61,5% (Vormonate war 61,7%).

Wir analysieren die Daten in einem Folgeartikel..

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Europa

Auftragseingänge der Industrie: Juhu, die Krise ist vorbei

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Verschiedene Metallerzeugnisse

Heute früh hat das Statistische Bundesamt die Auftragseingänge der Industrie (genauer gesagt für das Verarbeitende Gewerbe) für den Monat Oktober veröffentlicht. Im Vergleich zu September steigen sie um 2,9 Prozent. Wichtiger: Im Jahresvergleich zu Oktober 2019 steigen sie um 1,8 Prozent. Noch wichtiger: Gegenüber Februar 2020, dem letzten Monat vor Ausbruch der Coronakrise, lagen die Auftragseingänge der Industrie um 0,8 Prozent höher.

Also kann man basierend auf diesen Zahlen sagen, dass zumindest für die Auftragseingänge der Industrie die Coronakrise vorbei ist. Der Chart, der bis zum Jahr 2012 zurückreicht, zeigt eine abgeschlossene V-förmige Erholung. Klar erkennbar ist, dass die Aufträge aus dem Ausland (wohl vor allem aus China) den Schnitt nach oben ziehen.

Chart zeigt den Verlauf der Auftragseingänge der Industrie seit 2012

Hier Detailaussagen der Statistiker im Wortlaut:

In der größten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, der Automobilindustrie, stieg der Auftragseingang im Oktober 2020 weiter an (+1,0 % zum Vormonat) und lag damit 6,0 % über dem Vorkrisenniveau im Februar 2020.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Aufträge aus dem Inland im Oktober 2020 um 2,4 %, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 3,2 %. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 0,5 % zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 4,8 %.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im Oktober 2020 um 2,3 % über dem Vormonatsniveau. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Anstieg um 3,8 % und im Bereich der Konsumgüter fielen die Aufträge um 2,2 %.

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Konjunkturdaten

ISM Index (Dienstleistung) leicht schwächer – Preise steigen

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Der ISM Index (Dienstleistung; November) ist mit 55,9 leicht schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 56,0; Vormonat war 56,6 – das war der schwächste Wert seit Mai).

Die Komponenten:

– Beschäftigung 51,5 (Vormonat war 50,1)

– Auftragseingang 57,2 (Vormonat war 58,8)

– Preise 66,1 (Vormonat war 63,9)

Wie schon vorhin beim Markit PMI für die USA steigen die Preise also weiter..

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Anmeldestatus

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