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Aktuell: Öl-Lagerbestände +2,9 Mio Barrels (jetzt 425,6 Mio) – Produktion steigt!

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 425,6 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 2,9 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei +1,4 Mio lagen.

Die Benzinbestände wurden mit 219,9 Mio Barrels gemeldet, was im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 1,2 Million Barrels darstellt. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei -0,3 Mio.

Die gestern Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +4,1 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (erwartet +1,7). Die Benzinbestände fielen laut API um 5,9 Mio Barrels. Destillate sanken um 4,0 Mio Barrels.

Die Produktion liegt bei 12,6 Millionen Barrels pro Tag gegenüber 12,4 Mio in der Vorwoche.

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -10 Cents auf 53,04 Dollar.

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Konjunkturdaten

Coronakrise: War der Konjunkturpessimismus zu groß?

Würde die aktuelle Prognose eintreten, wäre das Szenario einer zumindest U-förmigen Erholung nach der Coronakrise Realität – die Aktienmärkte würden dann gar nicht so schlecht liegen. Wenn …..!

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Das Verwirrspiel geht weiter: Während man von Seiten der Wirtschaftsinstitute vor gut einem Monat wegen der Coronakrise noch mit schrecklichen Rezessionsdaten für 2020 in Deutschland rechnete, so sehen die jüngsten Schätzungen schon sehr viel moderater aus. Irgendwie war es auch klar,: so etwas wie die Coronakrise hat es in der jüngsten Wirtschaftsgeschichte nicht gegeben. Ein Lockdown der Wirtschaft mit maximaler Wirkung und unbekannter Länge. Dafür haben Volkswirte keine Modelle, deshalb habe ich bereits vor Wochen darauf hingewiesen, dass man im Nebel stochert und sich zwangsläufig Woche für Woche neu orientieren muss. Ein Blick auf die neuesten Entwicklungen.

Die Eindämmumg von Covid-19

War es reines Glück oder eine Folge des deutschen Gesundheitswesens – bisher? Von den westlichen Industriestaaten kommt Deutschland bei der Bekämpfung der Pandemie recht gut weg. Man hat zwar zum heutigen Zeitpunkt 183.675 Infektionsfälle und 8218 Todesfälle aber der Restbestand, die so genannten „active cases“ beträgt nur noch 9247 Fälle, nach dem Hoch vom 6. April mit 72665 aktiven Fällen – wir sind auf dem Weg zur Zehntelung.

Dabei wurden schon nach den Osterfeiertagen Forderungen laut, langsam die Eindämmungsmaßnahmen eines noch nie da gewesen Lockdowns zu lockern, denn die Folgen der Coronakrise für die Wirtschaft wurden immer dramatischer, auch ablesbar an 10,1 Millionen Anträgen auf Kurzarbeit Ende April. Infolge der sinkenden Zahlen entschloss sich eine Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder am 6. Mai auf stufenförmige Lockerungen im Verlauf des Monats zum Beispiel auf die Öffnung von 72.000 Gastbetrieben, der Wiederfnahme des Schulbetriebs und der Kitas. Selbst in der am meisten gebeutelten Branche, der Luftfahrtindustrie, versucht man ab Anfang Juni einen Neubeginn mit den touristischen Zielen.

Nach der Coronakrise: Der langsame Start der Wirtschaft

Die Rückkehr zur Normalität verläuft zäh. Ob die Zahl der Restaurantbesucher oder der Kundenansturm in Einkaufszentren – alles bleibt vorerst unter den hochgesteckten Erwartungen. Eigentlich ist das nicht schwer zu erklären, denn wie oft wird rund um die Uhr vor einer zweiten Welle gewarnt, um das Abstandsgebot und die Maskenpflicht aufrechtzuerhalten. So wird jedem Bürger im Anblick von Menschen mit Atemmasken die Gefahr von Covid-19 immer wieder vor Augen geführt, der die Freude am Shoppen oder am Restaurantbesuch damit zwangsläufig in Grenzen hält. Dazu der Wirtschaftsweise Professor Lars Feld: „Die Leute sind nicht aus Mangel an Geld, sondern aus Angst vor Ansteckung vorsichtig beim Einkaufen.” Deshalb könnte die Aufhebung der Maskenpflicht ein großes Symbol darstellen, ungeachtet der Nachteile bezüglich der Eindämmung: unser Gehirn reagiert stark auf Bilder.

Die Revision der Konjunkturdaten

Die Ausbreitung von Covid-19 im Winter/Frühjahr 2020 hat alle böse überrascht – auch die Volkswirte. Zu dieser Zeit herrschte Panik, keiner hatte eine Ahnung davon, wie groß die Infektionswelle sein werde und wie lange der Lockdown. Das einzige Beispiel, welches es zur Eindämmung gab, war China und dessen Zahlen musste man misstrauen. In der allgemeinen Hysterie übertraf man sich bei der Anhebung der Größe der möglichen Rezession für 2020, dafür sorgten schon die Meldungen aus den Betrieben. Selbst das Ifo-Institut kam Ende März in einer pessimistischen Prognosevariante auf die hohe Zahl einer Wirtschaftsschrumpfung in Deutschland von bis zu 20 Prozent in diesem Jahr.

Natürlich kann keiner in die Zukunft blicken, aber ich hatte schon ein paar Mal darauf hingewiesen (auch im Artikel „Zeit der (Fehl)Prognosen“), dass eine staatlich angeordnete Schließung großer Teile der Wirtschaft und die häusliche Quarantäne der Menschen zu Zahlen führen muss, die ohne Beispiel sind. So geschehen auf dem Hochpunkt der Coronakrise im Monat April für Deutschland und viele westliche Länder. Aber dann kamen Fortschritte bei den Infektionszahlen und das europaweite Bestreben den Lockdown zurückzufahren. Zunächst für die Produktionsseite, den Handel, die Gastronomie und jetzt auch für den Tourismus. Für manche Branchen, die bis zu 100 Prozent Umsatzeinbußen erlitten haben, muss dies zwangsläufig aus rechnerischen Gründen überraschend schnell zu einem prozentual starken (wenngleich moderaten) Anstieg führen. Ich hatte öfters auf die unsinnigen Vergleiche mit früheren Rezessionen hingewiesen – einfach ausgedrückt: Die Leute gingen nicht zum Friseur oder ins Restaurant, weil sie kein Geld dafür mehr hatten, sondern weil sie es nicht durften.

Damit geht es auch mit den Szenarien der Wirtschaftsprognosen für 2020 wieder nach oben. Auch wenn wir in Deutschland 2020 in die tiefste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg fallen sollten, dafür wird wahrscheinlich schon das zweite Quartal sorgen, dessen desaströse Zahlen wir aber erst im Juli sehen werden, so sehen die neuesten Projektionen der Wirtschaftsinstitute schon sehr viel milder aus. Beginnend mit der Bundesregierung von minus 6 Prozent, über das Ifo-Institut mit minus 6,6 Prozent, IfW minus 7,1 Prozent sowie den IWF mit 7 Prozent. All das sind schreckliche Zahlen, aber nicht mehr der Weltuntergang.

Zum Vergleich: Die Finanzkrise 2008/2009 brachte eine Schrumpfung um 5,7 Prozent.

Die neuesten Schätzungen für April und Q2 lauten:

Für den Monat April einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 17 Prozent (Ifo) und 15 Prozent (IfW), für das Quartal minus 10 Prozent (DIW), minus 11,3 Prozent (IfW) und 12,4 Prozent (Ifo-Institut). Ab dem dritten Quartal soll es wieder Wachstum geben, zwischen 5 und 7,3 Prozent, so die Institute. Voraussetzung dafür sind keine zweite Infektionswelle mit Shutdown und keine große Insolvenzwelle in Deutschland infolge der Hilfsprogramme.

Das Ifo-Institut berücksichtigt bei seinen Voraussagen die Ergebnisse der monatlich befragten 9000 Unternehmen. Derzeit geht man von einer Normalisierung der Wirtschaft binnen neun Monaten aus.

Die am wenigsten betroffenen Konsumbranche im Bereich des Lebensmittelhandels sollte laut Ifo nur sechs Monate bis zur Rückkehr in die Normalität brauchen, die Reisebranche 20 Monate, die Autobranche gar 26 Monate.

Entscheidend sei natürlich auch die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Gefolge der Coronakrise. Die Konsumausgaben hängen zweifelsohne davon ab, ob der Verbraucher Unsicherheiten für seine berufliche Zukunft verspürt. Bis zum Ende des Jahres soll die Krise Deutschland um die 300 Milliarden Euro an Wertschöpfung kosten, was eigentlich weniger wäre als eine Schrumpfung des deutschen Bruttoinlandsprodukts von sieben Prozent für 2020. Dies hatte für 2019 3,44 Billionen Euro betragen – ein kleiner Widerspruch?

Hierzu noch ein kleiner Hinweis für die Optimisten. Wie hoch sehen derzeit die Summen für die Hilfsprogramme zur Bekämpfung der Folgen von Covid-19 aus?

Deutschlands Programme summieren sich auf 1,2 Billionen Euro, entsprechend 35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Der EU-Durchschnitt liegt in etwa bei 25 Prozent. In den USA „nur“ 14,5 Prozent.

Eine weitere Grundvoraussetzung für die Prognosen der Forschungsinstitute ist, dass die Erholung auch weltweit im Sommer einsetzen wird. Für Deutschland, welches den größten Teil seiner Waren in die EU-Länder liefert, sind dabei die EU-Hilfsprogramme, vor allem für Italien und Spanien von großer Bedeutung.

Der Blick ins kommende Jahr

Nimmt man die Schötzung des Ifo-Instituts für das deutsche Wachstum des BIP für 2021 von 10,2 Prozent für bare Münze, so müsste man eigentlich feststellen: Der deutsche Leitindex, der bekanntlich 6 bis 12 Monate in die Zukunft blickt, liegt mit seinen Anstiegen im Frühjahr 2020 gar nicht so verkehrt. Vor allem wenn man die Zinskonkurrenz (TINA) und die Geldflut von Notenbanken und Regierung mit ins Kalkül nimmt.

Träfe dies ein, dann wären die Aktienkurse gar nicht unfair bewertet, vor allem wenn man das KGV der extrem manipulierten Rentenmärkte zum Vergleich nimmt.

Fazit: Die Coronakrise und die Folgen

So schnell wie die Wirtschaftszahlen im März/April von Prognostikern in den Keller geschraubt wurden, so rasch revidiert man diese Entwicklung in die andere Richtung – könnte man den Eindruck kriegen. Sicher hat es psychologische Effekte, wenn von offizieller Seite Mut gemacht wird, aber die Entwicklung um Covid-19 hat so viele Unwägbarkeiten, die heute nicht absehbar sind, vor allem bei der Wiederaufnahme der touristischen Aktivitäten.

Würde die aktuelle Prognose eintreten, wäre das Szenario einer zumindest U-förmigen Erholung nach der Coronakrise Realität – und die Aktienmärkte, die sechs bis 12 Monate in die Zukunft blicken, gar nicht so schlecht liegen. Wenn …..!

Kommt die Erholung nach der Coronakrise schneller als gedacht?

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ISM Index Gewerbe für Mai veröffentlicht

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Der ISM Index (Gewerbe; Mai) ist mit 43,1 fast exakt wie erwartet ausgefallen (Prognose war 43 / Vormonat war 41,5)

Die Komponenten:

– Beschäftigung 32,1 (Vormonat war 27,5)

– Auftragseingang 31,8 (Vormonat war 27,1)

– Preise 40,8 (Vormonat war 35,3)

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US-Verbrauchervertrauen Uni Michigan: Amerikaner werden skeptischer

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Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (2.Veröffentlichung für Mai) ist mit 72,3 leicht schlechter ausgefallen als erwartet (1.Veröffentlichugn wrar 73,3, Vormonat war 71,8).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 82,3 (Vormonat war 74,3)

Die Konsumentenerwartung liegt bei 65,9 (Vormonat war 70,1)

Dazu schreibt Richard Curtin, der die Umfrage verantwortet:

“Consumer sentiment has remained largely unchanged during the past two months, with the final May estimate just a half index point above the April reading. The CARES relief checks and higher unemployment payments have helped to stem economic hardship, but those programs have not acted to stimulate discretionary spending due to uncertainty about the future course of the pandemic. It should not be surprising that a growing number of consumers expected the economy to improve from its recent standstill, or that the majority still thought conditions in the economy would remain unfavorable in the year ahead. This has been a common occurrence in past cycles (see the chart). Expectations for economic growth have always dominated at the ends of recessions, and favorable assessments about the current state of the economy are more frequent near the ends of expansions. The gap between economic growth and the current performance of the economy is likely to grow significantly when the disastrous 2nd quarter GDP is announced. More widespread price discounting as well as low interest rates have helped to improve buying plans, but those plans still remain well below the levels recorded three months ago. Adding to consumers’ concerns about a significant expected drop in income growth, year-ahead inflation expectations rose sharply, putting extra pressure on consumers’ abilities to maintain their living standards.”

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