Folgen Sie uns

Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände -4,8 Mio Barrels (jetzt 423 Mio)

Avatar

Veröffentlicht

am

Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 423 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 4,8 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -2 Mio lagen.

Die Benzinbestände wurden mit 220,7 Mio Barrels gemeldet, was im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 2,4 Million Barrels darstellt. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei -1,5 Mio.

Die gestern Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +0,4 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (erwartet -2). Die Benzinbestände fielen laut API um 0,9 Mio Barrels. Destillate fielen um 1,2 Mio Barrels.

Die Produktion liegt bei 12,4 Millionen Barrels pro Tag gegenüber 12,5 Mio in der Vorwoche.

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit +60 Cents auf 57,54 Dollar.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Europa

Verbraucherpreise in Eurozone: Kurzfristig sogar deflationär!

Avatar

Veröffentlicht

am

Die europäischen Statistiker haben heute die ausführlichen und endgültigen Daten für die Verbraucherpreise im Januar veröffentlicht. Für die Eurozone sind sie im Jahresvergleich mit +1,4% nun den dritten Monat in Folge gestiegen, von +0,7% im Oktober. Im weniger wichtigen Monatsvergleich, da gibt es ein überraschendes Minus der Verbraucherpreise von -1,0%.

Im Monatsvergleich reißen die „Industriegüter ohne Energie“ den Schnitt mit -3,4% am Stärksten in den negativen Bereich. Im wichtigeren Jahresvergleich wird der Schnitt gestützt durch angesprungene Verbraucherpreise für Energie, die gegenüber Dezember von +0,2% auf +1,9% gestiegen sind. Hier möchten wir erneut warnen, wie schon seit mehreren Tagen. Der Ölpreis ist die letzten Wochen massiv gesunken. Daher könnten die Verbraucherpreise für Februar wieder einen Schwächeanfall erleiden.

Im folgenden Chart sehen wir den deutlichen Absturz im Monatsvergleich von Dezember auf Januar.


source: tradingeconomics.com

Verbraucherpreise der Eurozone im Januar

weiterlesen

Europa

Aktuell: Deutsche Industrie besser, Dienstleister schwächer als erwartet

Avatar

Veröffentlicht

am

Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für Deutschland (Markit PMI; Februar) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe 47,8 (Prognose war 44,8; Vormonat war 45,3)

Dienstleistung 53,3 (Prognose war 53,8; Vormonat war 54,2)

Gesamtindex 51,1 (Prognose war 50,8; Vormonat war 51,2)

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt:

„Die PMI-Vorabschätzungen zeigen, dass die Wirtschaftskraft Deutschlands auch im Februar wieder leicht zugelegt hat, und dies trotz der neuerlichen Rückschläge beim Exportneugeschäft infolge des Ausbruchs der Corona-Epidemie. Laut der befragten Industrieunternehmen hielten sich Produktionsunterbrechungen bislang weitgehend im Rahmen, wenngleich dies erst der Anfang einer potenziell länger andauernden Geschichte sein könnte. Den aktuellen Umfrageergebnissen zufolge legte die Binnennachfrage solide zu. So blieb der Servicesektor auf Wachstumskurs, obwohl die Touristenzahlen zurückgingen, und auch in der Industrie verlangsamte sich der Auftragsrückgang trotz sinkender Exportneuaufträge. Wider alle Erwartungen stieg der Industrie-PMI sogar auf ein 13-Monatshoch, wozu alle fünf der in die Berechnung des Hauptindexeseinfließenden Unterindizes beitrugen. Ein Großteil des Index-anstiegs geht allerdings auf das Konto des (inversen) Indexes Lieferzeiten, der wegen Lieferunterbrechungen in China eine deutliche Zunahme der Lieferprobleme signalisiert.“

weiterlesen

Konjunkturdaten

Coronavirus: Wie groß sind die Bremsfaktoren für die Weltwirtschaft?

Man glaubt „immer noch“ nur an eine kleine Delle in der Wirtschaft – und wenn diese stärker ausfällt, hat man die Flut an Liquidität

Avatar

Veröffentlicht

am

Auf allen Kontinenten wird gemutmaßt und gerechnet, was ein durch das Coronavirus verursachter mehrwöchiger Ausfall der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt kosten wird. Die Wertschöpfungs- und Lieferketten der modernen Industriegesellschaften sind auf das Heftigste gestört. Noch haben manche Firmen Lagerbestönde, wie zum Beispiel der  Telekom-Chef gestern in einem Interview bemerkte. Man habe noch für vier Wochen Mobiltelephone von Apple und Samsung auf Lager. Aber mit jedem Tag, in dem der 17-Prozent der Weltwirtschaft mit halber Kraft produziert, wird der Schaden größer. Dementsprechend divergieren die Schätzungen zu den globalen Auswirkungen des Coronavirus.

Coronavirus: Die große Spekulation um das „Unfassbare“

Es ist immer noch das berühmte Stochern im Nebel für die große Zunft der Analysten. Schließlich hat man schon in „Normalzeiten“ Schwierigkeiten chinesische Wirtschaftsdaten richtig einzuordnen. Man denke nur an die offizielle chinesische Arbeitslosenrate, die über ein Jahrzehnt in ihrer Stabilität kaum zu toppen war.

Da man den Daten nicht unbedingt Glauben schenkt – so gibt es seit Tagen netto keine Zunahme der durch das Coronavirus Infizierten mehr (Neuerkrankte minus Gesundete unter 60.000), so weicht man zur Beurteilung auf Randparameter wie Energieverbrauch oder Verkehrsdichte aus. Der Energieverbrauch des Riesenreichs ist nach dem Neujahrsfest nicht etwa gestiegen, sondern weiter gefallen. Messbar am Kohleverbrauch, der sich während der Woche mit den Feierlichkeiten halbiert und um weitere 20 Prozent gefallen war.

Noch exotischer ist der Bagger-Index von Komatsu, der die Betriebsstunden von Baumaschinen in China misst. Dieser war im Januar von 124,7 auf 59,3 Stunden pro Maschine gefallen. Auch gibt es einen Baidu-Migrationsindex, der in Prozenten abschätzt, wieviel Menschen an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt sind. Vor zwei Tagen lag der Anteil bei 27,4 Prozent. Kleines Fazit: China produziert noch nicht einmal mit halber Kraft.

Besonders drastisch ist der Rückgang in der Reisetätigkeit der Chinesen. Statt täglich 80 Millionen sind gerade mal 18 Millionen Bürger auf Reisen (Quelle FT).

Vom internationalen Reiseverkehr erst gar nicht zu reden. Was mir bisher nicht bekannt war: Anscheinend besitzen nur etwa 10 Prozent der Chinesen einen Reisepass und können überhaupt ins Ausland verreisen. Eine sehr niedrige Quote, die aber in Zeiten des Coronavirus einen gewissen Schutz darstellt.

Am Wochenende ist in Saudi-Arabien ein Treffen der G20-Finanzminister und Notenbankgouverneure anberaumt. Wie wird man in Kreisen des großen Geldes die Situation um die Lungenkrankheit einstufen?

Die Szenarien

Wie schätzen die Institute die bisherigen Folgen wirtschaftlich ein?

Da gibt es einmal die Variante mit den einfachen Folgen der Viruserkrankung.

Die Zahl der Neuinfektionen geht zurück, der Ausbruch des Coronavirus bleibt hauptsächlich auf China beschränkt. Bisher war es so, dass die WHO keine Veranlassung sieht, eine weltweite Pandemie auszurufen. Sollte es dabei bleiben, sieht das Analysehaus Oxford Economics eine Beeinträchtigung der Weltwirtschaft um 0,5 Prozent oder bei Kosten von 400 Milliarden Dollar.

Bei einer Verbreitung des Virus um den Globus sehen die Ökonomen Kosten von einer Billion Dollar oder einen globalen Wirtschaftseinbruch von 1,1 Prozent.

Der große Test wird mit der Rückkehr der Arbeiter in die Fabriken nach Ablauf der 14-tägigen Quarantäne kommen. China kann die Zahl der Erkrankungen und deren Folgen nicht auf Dauer manipulieren. Dazu gibt es zu viele Smartphones und weitere Indikatoren, die selbst von außerhalb messbar sind.

Fazit

Es ist immer noch viel zu früh, um auch nur annähernd ein Bild über die Folgen des Coronavirus zu bekommen. Noch sind beide Varianten der Viruskrise möglich.

Es gibt zwei ganz optimistische Sichtweisen: Die des britischen Informationsdienstleisters IHS Markit und immer noch die internationalen Aktienbörsen. Ersterer erwartet nur einen kleinen wirtschaftlichen Einbruch mit nur einem kleinen Minus für die Weltkonjunktur von minus 0.1 Prozent.

Ja und über die Aktienmärkte wurde an dieser Stelle schon viel geschrieben:

Man glaubt „immer noch“ nur an eine kleine Delle in der Wirtschaft – und wenn diese stärker ausfällt, hat man die Flut an Liquidität. Da ist es doch fast nebensächlich, wenn bereits 140 von 500 Unternehmen im S&P 500 vor Gewinneinbrüchen durch Sars-CoV-2 warnen, wie das Coronavirus auch bezeichnet wird, oder? So die Beurteilung der Investoren, die man derzeit auch als „irrational bullish“ bezeichnet. Aber Börse ist kurzfristig zu einem großen Teil Psychologie – und da braucht es zum Beispiel nur zu einem vermehrten Auftreten von Krankheitsfällen in den USA kommen, damit die Aktienmärkte ihre bisher gelassene Haltung ändern!

Die ökonomischen Folgen des Coronavirus sind noch völlig unkalkulierbar

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen