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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +6,8 Mio Barrels (jetzt 483,3 Mio), Produktion steigt, Ölpreis fällt

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 483,3 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 6,8 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -0,8 Mio lagen.

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Die Benzinbestände wurden mit 225,3 Mio Barrels gemeldet, was im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 3,2 Millionen Barrels darstellt. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei +0,6 Mio.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +3,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (erwartet -1,8). Die Benzinbestände stiegen laut API um 2,7 Mio Barrels. Destillate stiegen um 6,3 Mio Barrels.

Die Produktion liegt bei 12,4 Millionen Barrels pro Tag gegenüber 12,3 Mio in der Vorwoche.

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -1 Dollar bei 51,75 Dollar, und damit unter der wichtigen Tiefstmarke vom letzten Freitag bei 52,11 Dollar. Weitere Abstürze sind nun möglich! Aber wie immer bitte daran denken: Der Ölmarkt ist unberechenbar.

Öl-Lagerbestände in den USA
Die Öl-Lagerbestände seit Oktober 2015.

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbrauchervertrauen Uni Michigan bricht ein

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Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan ist in der letzten Veröffentlichung für März mit 89,1 deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (Erstveröffentlichung war 95,9). Das ist der viertgrößte Rückgang in der Geschichte der Umfrage.

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 103,7 (Erstveröffentlichung war 112,5)

Die Konsumentenerwartung liegt bei 79,7 (Erstveröffentlichung war 85,3)

Dazu schreibt Richard Curtin, der die Umfrage verantwortet und dabei viele historische Bezüge herstellt, dass eine lange Rezession wohl unausweichlich sei:

„Consumer sentiment dropped 11.9 Index-points in March, the fourth largest one-month decline in nearly a half century. The steepest monthly decline was barely larger at -12.7 Index-points in response to the deepening recession in October 2008, and there were two declines of 12.2 points in response to the 1980 recession and Hurricane Katrina in September 2005. The 1980 and 2008 collapses in consumer confidence sparked long and deep recessions. The Katrina decline was reversed within three months, and some observers compared that „V“ shaped economic episode to the expected impact of the coronavirus. What didn’t show a „V“ shape response was the recovery of New Orleans, a closer comparison to today’s national economy. A more comparable prior decline occurred in August 1990, when the Sentiment Index fell by 11.8 points due to the invasion of Kuwait, and subsequently recorded an all-time record gain of 17.3 points in March 1991. Those two outsized changes in the Sentiment Index defined the start and end of the 1990-91 recession. Just as in the 1990-91 episode, the Sentiment Index can be expected to decline in the months ahead. The featured chart above shows the seven-day moving average of the Sentiment Index over the past two months. Following trendless variations in February, the Index posted sharp declines in March. If the Consumer Sentiment Index were to stabilize at its most recent seven-day average, it would imply an additional decline of nearly 18.2 Index-points in April, which would amount to a record setting two-month decline of 30.1 points. Stabilizing confidence at its month’s end level will be difficult given surging unemployment and falling household incomes. The extent of additional declines in April will depend on the success in curtailing the spread of the virus and how quickly households receive funds to relieve their financial hardships. Mitigating the negative impacts on health and finances may curb rising pessimism, but it will not produce optimism. There is no silver bullet that could end the pandemic as suddenly as the military victory that ended the Gulf war. To avoid an extended recession, economic policies must quickly adapt to a new era that will reorder the spending and saving priorities of consumers as well as the relative roles of the public and private sectors in the U.S. economy.“

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Europa

Arbeitslosigkeit in Deutschland vor starkem Anstieg – ifo mit Frühwarnung

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Steht Deutschland vor einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit? Das ifo Institut hat soeben das ifo Beschäftigungsbarometer veröffentlicht, das auf monatlichen Meldungen von  ca. 9000  Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß-und Einzelhandels und des Dienstleistungssektors basiert. Das Barometer stürzt so stark ab, wie noch nie seit Einführung (also seit dem Jahr 2002). Neueinstellungen würden gestoppt, Deutschland erlebe in Sachen Jobs eine „Vollbremsung“. Eine deutlich steigende Arbeitslosigkeit scheint damit vorgrogrammert zu sein!

Hier der Wortlaut von ifo:

„Die deutschen Unternehmen legen bei den Personalplanungen eine Vollbremsung hin. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im März deutlich gefallen auf 93,4 Punkte, von 98,0 Punkten im Februar. Das ist der größte Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2002. Es ist zudem der niedrigste Wert seit Januar 2010. Neueinstellungen werden gestoppt. Der Handel, die Dienstleister und der Bau verzeichnen neue Rekorde beim Rückgang des Barometers. Im Handel wird es verstärkt Entlassungen geben, bei den Dienstleistern in geringem Umfang. Nur auf dem Bau gibt es keine Änderungen beim Personal. In der Industrie ist das Barometer wenig gefallen. Jedoch waren auch schon vorher Entlassungen vorgesehen. Das wird sich jetzt fortsetzen.“

Der Chart des ifo Beschäftigungsbarometers im freien Fall:

Kommt die Massenarbeitslosigkeit in Deutschand? Der ifo Beschäftigungsbarometer deutet darauf hin

Grafik: ifo

Auch Deutschland wird von einer Welle der Arbeitslosigkeit erfaßt werden – je länger der lockdown durch die Corona-Krise dauert, um so größer wird das Problem werden.

Gestern gab es in den USA einen historisch nie dagewesenen Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe:


source: tradingeconomics.com

Die Zahl der sich neu arbeitssuchend Meldenden übersteigt mehrfach die bisherigen Rekorde in Krisen der Vergangenheit:

Die Arbeitslosigkeit wird in Deutschlsnd stark ansteigen

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Aktuell: US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen massiv

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Die US-Erstanträge (jobless claims) auf Arbeitslosenhilfe (für die letzte Woche) steigen auf 3.283.000 (offizielle Prognose war 1,0 Millionen; Vorwoche war 281.000). Bei US-Analystenhäusern lagen die Prognosen im Vorfeld zwischen 1,2 Millionen und 4,2 Millionen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe.

Die fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe (continuing claims) liegen bei 1,803 Millionen (Vorwoche war 1,7001 Millionen).

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