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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände -6,9 Mio Barrels (jetzt 416,1 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 416,1 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 6,9 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -2,7 Mio lagen.

Die Benzinbestände wurden mit 220,0 Mio Barrels gemeldet, was im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 0,7 Million Barrels darstellt. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei -0,8 Mio.

Die gestern Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit -7,2 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (erwartet -3). Die Benzinbestände fielen laut API um 4,5 Mio Barrels. Destillate stiegen um 0,6 Mio Barrels.

Die Produktion liegt bei 12,4 Millionen Barrels pro Tag gegenüber 12,4 Mio in der Vorwoche.

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -10 Cents und liegt bei 57,55 Dollar. Anmerkung: Mit dieser Zahl von -6,9 Mio hat die staatliche Agentur EIA die API-Daten von gestern Abend im Großen und Ganzen bestätigt! Die Lagerbestände fallen also weiter!


source: tradingeconomics.com

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Gixxer

    11. September 2019 18:09 at 18:09

    Und wie üblich, normal müsste Öl steigen, aber was macht es? Es fällt.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      11. September 2019 18:16 at 18:16

      @Gixxer, liegt aber an Berichten, wonach Trump Iran-Sanktionen lockern will; Bolton war dagegen und wurde daher gefeuert..

      • Avatar

        Gixxer

        11. September 2019 18:24 at 18:24

        Mich wundert es nicht. Man sieht aber gut, wie schnell die Lagerbestände wieder in den Hintergrund rücken.

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe besser als befürchtet

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Die US-Erstanträge (jobless claims) auf Arbeitslosenhilfe (für die letzte Woche) steigen um 1,186 Millionen (offizielle Prognose war 1,415 Millionen, Vorwoche war 1,434 Millionen, nun aber auf 1,435 Millionen leicht nach oben revidiert).

Die fortgesetzen Anträge (continuing claimes) liegen mit 16,107 Millionen unter der Erwartung (Prognose war 16,72 Millionen; Vorwoche war 17,018 Millionen, nun auf 1, Millionen nach revidiert).

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Europa

Kurzarbeit geht in Deutschland weiter zurück – aber es gibt Unterschiede

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Wer sich die aktuellen Zahlen zur Kurzarbeit in Deutschland ansieht, bekommt einen guten Überblick über die Lage verschiedener Branchen: wer ist nach wie vor stark von der Coronakrise betroffen – und in welchen Branchen geht es schneller bergauf als in anderen? Und wie sieht es mit der “viel besungenen” V-Erholung der deutschen Wirtschaft aus?

Sehen wir uns einmal die aktuellen Daten des ifo Instituts an, die heute veröffentlicht worden sind. Hier ist eine klare Tendenz zu erkennen: in den Bereichen, die zuvor am stärksten von der Coronakrise betroffen waren, geht die Kurzarbeit derzeit am stärksten zurück – also im Dienstleistungssektor und im Handel. Kaum Rückgänge dagegen verzeichnet die Industrie.

Hier die Aussagen des ifo im Wortlaut:

“Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist im Juli auf 5,6 Millionen Menschen gesunken. Im Juni waren es 6,7 Millionen, im Mai 7,3 Millionen. Das haben exklusive Berechnungen und Schätzungen des ifo Instituts auf Basis seiner Konjunkturumfrage ergeben. Der Anteil an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten schrumpfte damit von 20 auf 17 Prozent. „Der Rückgang hat sich zwar insgesamt beschleunigt, aber in einigen Branchen nimmt die Kurzarbeit sogar noch zu“, sagt ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link.

Nach der ifo-Schätzung sank die Zahl der Kurzarbeiter in der Industrie nur leicht von 2,3 auf 2,1 Millionen Menschen, also von 33 auf 30 Prozent der Beschäftigten. Zum Beispiel waren in der Metallindustrie im Juli noch schätzungsweise 509.000 Menschen auf Kurzarbeit, nach 542.000 im Juni. Der Anteil schrumpfte von 48 auf 45 Prozent der Beschäftigten. In der Autobranche sank die Zahl von 516.000 auf 423.000, der Anteil von 46 auf 38 Prozent. Im Gegensatz hierzu hat die Zahl der Kurzarbeiter im Maschinenbau weiter von 354.000 auf 378.000 zugenommen. Der Anteil wuchs von 33 auf 35 Prozent. In der Elektrobranche sind nun 271.000 Personen in Kurzarbeit nach 260.000 im Juni. Der Anteil an der Beschäftigung betrug im Juli 34 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als im Juni.

Wesentlich stärker ging die Kurzarbeit bei den Dienstleistern zurück. Im Gastgewerbe sank die Zahl der Kurzarbeiter weiter von 672.000 auf 465.000 Menschen, was noch 42 Prozent sind. Im Juni waren es 61 Prozent und im Mai 72 Prozent. In Verkehr und Lagerei sank sie von 308.000 auf 256.000, also von 17 auf 14 Prozent. Bei sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen gab es einen Rückgang von 672.000 auf 603.000, also von 29 auf 26 Prozent der Beschäftigten.

Auch im Handel ist die Zahl der Kurzarbeiter weiter kräftig zurückgegangen, von 963.000 auf 637.000. Im Einzelhandel sank die Zahl von 417.000 auf 240.000 Mitarbeiter, was einem Rückgang von 17 auf 10 Prozent entspricht. Im Großhandel schrumpfte die Zahl von 331.000 auf 257.000 Menschen, also von 24 Prozent auf 18 Prozent. Im Autohandel waren im Juli 140.000 Menschen in Kurzarbeit, nach 215.000 im Juni. Das ist ein Rückgang von 32 auf 21 Prozent.”

 

Die Kurzarbeit nach Branchen

Kurzarbeit im Dienstleistungssektor

Kurzarbeit in anderen Sektoren

 

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Europa

Auftragseingänge der Industrie: Neue Daten – Erholung in V-Form?

Claudio Kummerfeld

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Fliegende Funken in der Industrie

Das Statistische Bundesamt hat heute früh die Auftragseingänge der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe) für den Monat Juni veröffentlicht. Liegt hier eine Erholung in V-Form vor? Auf die Idee könnte man kommen bei Betrachtung des Charts, der die Daten als Indexwert seit dem Jahr 2012 anzeigt. Erst der große Absturz der Aufträge in der Coronakrise, und jetzt die Erholung. Im Monatsvergleich von Mai auf Juni steigen die Auftragseingänge schon wieder kräftig an, nämlich um 27,9 Prozent. Im Jahresvergleich zu Juni 2019 gibt es immer noch ein Minus von 11,3 Prozent.

Verlauf der Auftragseingänge seit dem Jahr 2012

Hier einige Detailaussagen der Statistiker im Wortlaut:

Die Corona-Krise prägt seit einigen Monaten die Entwicklungen im Verarbeitenden Gewerbe. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Auftragseingang im Juni 2020 saison- und kalenderbereinigt um 11,3 % niedriger.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Aufträge aus dem Inland im Juni 2020 um 35,3 %, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 22,0 %. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 22,3 % zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 21,7 % gegenüber Mai 2020.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im Juni 2020 mit 10,6 % über dem Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Anstieg um 45,7 %. Im Bereich der Konsumgüter stiegen die Aufträge um 1,1 %.

In der Automobilindustrie ist der Auftragseingang im Juni 2020 wieder deutlich angestiegen (+66,5 % zum Vormonat). Er liegt aber noch um 12,2 % niedriger als im Februar 2020.

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