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Märkte

Aktuell: Öl-Lagerbestände mit Mio -4,2 Mio Barrels (jetzt 537,1Mio)

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA wurden soeben mit 537,1 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist ein Minus von 4,2 Mio Barrels, wobei die Erwartungen bei -2 lagen. Die Benzinbestände wurden mit 240,1 Mio Barrels gemeldet, was ein Plus von 2 Mio barrels bedeutet. Erwartet wurde ein Rückgang von 1 Mio. Die gestern Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit -5,1 Mio Barrels vermeldet, wobei -2 Mio erwartet wurden. Der Ölpreis reagiert mit 49,20 wie erstarrt in den ersten 3 Minuten nach Veröffentlichung. Nervt die ALGOS der Anstieg beim Benzin?

Öl-Lagerbestände

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Indizes

Aktienmärkte: Noch ein kleiner Spekulationsschub, dann Korrektur?

Viele Indikatoren deuten auf eine typische Korrektur der Aktienmärkte im Januar/Februar hin. Dann kann diese Korrektur ziemlich heftig werden!

Wolfgang Müller

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am

Viele Indikatoren deuten auf eine typische Korrektur der Aktienmärkte im Januar/Februar hin, Tag für Tag bei FMW aufgelistet. Auch die aktuelle Umfrage unter den großen Fondsmanagern im monatlichen Fund Manager Survey der Bank of America, bekräftigt diese Annahme noch einmal eindrücklich. Auch wenn diese Veröffentlichung, früher einmal ein Geheimtipp, schon zu sehr verbreitet wird und somit keinen großen Nutzwert mehr besitzt (weil von zahllosen Investoren bereits verarbeitet), so gibt es darin auch gelegentlich Erkenntnisse, die von Bedeutung sein werden.

Aktienmärkte und die Kernbotschaften des aktuellen Fund Manager Survey

  • Most crowded Trade: 36 Prozent Bitcoin, 31 Prozent Long Tech, 23 Prozent Short US-Dollar 23 %, zum ersten Mal seit Oktober 2019, dass Tech nicht in Führung liegt
    Kein Wunder, nach den Exzessen bei Bitcoin.
  • 87 Prozent der Manager erwarten eine steigende Inflation, der höchste Wert seit ewigen Zeiten! Nicht sehr überraschend, wurde vor 10 Monaten nicht die Produktion in großen Teilen der Welt lahm gelegt, wie nicht einmal während der Weltkriege.
  • 83 Prozent erwarten eine Versteilung der Zinskurve
  • 41 Prozent sehen in den nächsten 12 Monaten Value vor Growth
  • Als größte Gefahren werden Probleme bei der Auslieferung von Impfstoffen gesehen, die Aktien-Bubble an der Wall Street und eine nachlassende Unterstützung durch die Federal Reserve.
  • Die Cashquote befindet sich mit 3,9 Prozent auf dem tiefsten Stand seit 2013.

Durch die Bekanntheit dieser Umfrage und die gleichzeitige Veröffentlichung über die sozialen Medien, hat der Fund Manager Survey allerdings sehr an Validität verloren. Wenn das große Kapital seine Investmententscheidungen der Öffentlichkeit präsentiert, ist man schon längst bei niedrigeren Kursen der Aktienmärkte eingestiegen und hofft, dass viele andere auf den Zug aufspringen, um….! Man wird kaum eigene Entscheidungen vorher kommunizieren.

Vergessen wir nicht, die aktive Fondsbranche kassiert bis zu zwei Prozent Investmentgebühren auf das angelegte Kapital, ob die Kurse steigen oder fallen, die Cashcow der Finanzbranche. 2019 betrug die Anlagesumme über 22 Billionen Euro. Dazu noch die Milliarden an Handelsgebühren an den Börsen, ob Aktien, Anleihen, Optionen oder Rohstoffe.

Die Gefahrenkonstellation am US-Aktienmarkt

Sollte es aus irgendeinem Grund, der wie immer nicht voraussehbar ist, zu Gewinnmitnahmen der Aktienmärkte kommen, so hat sich derzeit eine Gemengelage entwickelt, die ziemlich schnell trendverstärkend wirken kann:

1. Das hohe Gamma Exposure

Aktienmärkte und das Gamma Exposure

Wenn sich Anleger stark in Call-Optionen engagieren, ist der Stillhalter gezwungen die Position abzusichern, egal wie hoch der Kurs einer Aktie (des Underlyings) bereits steht.

Sollten Gewinnmitnahmen einsetzen, werden die ersten Tranchen der hohen Call-Bestände reduziert, die Market Maker lösen ihre Absicherung auf – die Aktien werden verkauft und der Trend verstärkt sich.

2. Der hohe Margin Debt

Aktienmärkte und Margin Debt

Ein Anstieg der Inanspruchnahme von Wertpapierkrediten von 50 Prozent in acht Monaten und damit in ähnlicher Größenordnung wie in den Jahren 2000 und 2007, dies ist ein absolutes Warnzeichen für die Aktienmärkte. Ein untrügliches Zeichen für Euphorie und Sorglosigkeit.

In einem fallenden Markt meldet sich der Broker rasch mit einem Margin Call (Nachschussverpflichtung) d.h. Liquiditätsbeschaffung durch Verkäufe von Assets. Was immer dazu führt, dass auch andere Anlageformen leiden, weil Kapital benötigt wird, um das Depot auszugleichen. Je größer die Beleihung, desto extremer der Verkaufszwang.

3. Das extreme Put/Call-Ratio

Weiterhin besteht hier eine extreme Positionierung in Calls, bei gleichzeitig geringer Absicherung der Depots. FMW berichtet darüber seit Wochen. Vor allem junge Anleger werden in Optionen gelockt, weil hier höhere Gebühren winken.

4. Der niedrige Cashbestand der Investmentfonds

Aktienmärkte und der Cash-Bestand der Profi-Anleger

Die niedrigste Cashquote von 3,9 Prozent seit acht Jahren hat in einer solchen Situation folgende Auswirkungen: es fehlt die stützende Hand, weil einfach zu wenig Kapital zum Nachkaufen vorhanden ist und die Großen sowieso mit einer Korrektur der heiß gelaufenen Aktienmärkte rechnen.

Dies alles in Kombination bildet einen überaus giftigen Cocktail.

Russell 2000, ein möglicher Auslöser für eine Korrektur?

Was hat dieser Nebenwerte-Index in den USA für eine Rallye hingelegt! Seit Anfang November, infolge von Wahlausgang und Impfstoff Entwicklung, erfolgte eine Branchenrotation hin zu den Small Caps, die den Index in wenigen Wochen von 1540 auf 2150 Punkte katapultierte. Alles wurde gekauft, ob profitabel oder nicht – und die 200-Tage-Linie verläuft in selten gesehener Tiefe unterhalb den aktuellen Indexstände.

Bei einer Korrektur sind die Dickschiffe und der S&P 500 zwar nicht unmittelbar betroffen – mittelbar aber schon, denn auch hier winkt der Margin Call und man könnte gezwungen sein, bei Tesla und Co Gewinne mitzunehmen.

Fazit

Eigentlich wäre alles für eine zumindest zeitweilige Bereinigung der Aktienmärkte vorbereitet, wenn da nicht schon wieder das Helikoptergeld aus Washington wäre – siehe den heutigen Artikel zu „Stimulus-Schecks und Börsenhype“ (wird im Laufe des Tages veröffentlicht).

Noch ein Schub der Aktienmärkte, dann die Korrektur?

 

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Devisen

Goldpreis steigt nach Yellen-Rede – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis reagiert recht merkwürdig auf die gestern Abend gehaltene Online-Rede der neuen US-Finanzministerin Janet Yellen vor dem US-Kongress. Wir sprachen vorgestern vorab darüber, und was ihre möglichen Aussagen für den Goldpreis bedeuten könnten. Ein stärkerer US-Dollar würde den Goldpreis schwächen. Vorab waren Redeinhalte durchgesickert. Aber ob sie auch wirklich genau das sagen würde? Nun, es kam wie erwartet. Janet Yellen (hier alle wichtigen Redeinhalte) sagte ganz eindeutig, dass man nicht wie die Trump-Regierung einen niedrigen US-Dollar sehen möchte.

Nein, man überlässt es dem freien Devisenmarkt den fairen Wert für den US-Dollar zu finden, ohne jede verbale Beeinflussung. Trump hatte auf einen billigeren US-Dollar gedrungen, damit die US-Wirtschaft wettbewerbsfähiger wäre (damit wären US-Produkte im Ausland günstiger). Janet Yellen sprach gestern von einer stabile Währung, deren Preis von den Marktkräften bestimmt werden solle. Man strebe keinen schwächeren US-Dollar an. Es sei inakzeptabel absichtlich schwächere Wechselkurse anzuvisieren um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen, so Yellen. Und der Goldpreis, wie reagierte der auf diese Worte?

Warum steigt der Goldpreis nach der Yellen-Rede?

Nun, ihre Worte bringen ganz eindeutig Phantasie für einen höheren US-Dollar. Dann würde der Goldpreis fallen. Aber das Gegenteil passiert seit gestern Abend. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere wichtige Währungen) fiel von 90,50 auf aktuell 90,27 Indexpunkte. Der Goldpreis steigt seit gestern Abend von 1.840 auf aktuell 1.855 Dollar. Damit zeigt er Stärke, als klassische negative Korrelation zum US-Dollar.

Nun, offenbar geht der Markt kurzfristig vor nach dem Motto „Sell on good news“? Der US-Dollar war die letzten Tage vor der Yellen-Rede gestiegen (in Erwartung genau dieser Aussagen), und jetzt kam die Yellen-Rede exakt wie erwartet auf den Tisch. Also, erstmal Gewinne im Dollar machen, und der Goldpreis kann steigen? Auch kann man den aktuellen Anstieg im Gold erklären mit anderen gestrigen Aussagen von Janet Yellen. Ebenfalls wie erwartet will sie nun erstmal jede Menge neue Schulden machen um US-Bürger und Wirtschaft zu stützen in dieser Krise. Das ist tendenziell positiv für Gold. Aber, als Frage formuliert: Kommt der Drang hin zu einem stärkeren US-Dollar bald wieder zum Vorschein, und Gold schwächelt doch? Vorsicht ist also geboten im restlichen Verlauf dieser Woche.

Chart zeigt Kursverlauf von Goldpreis gegen US-Dollar
Im Chart sehen wir seit gestern früh den steigenden Goldpreis in rot-grün gegen den fallenden US-Dollar.

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Finanznews

Börse: Der Tag X ist da! Videoausblick

Was hat Trump der Börse gebracht – und mit welchen Voraussetzungen startet der neue US-Präsident Biden? Entscheidend ist der Dollar!

Markus Fugmann

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am

Die Börse fokussiert sich heute auf die Machtübernahme durch Joe Biden – und auf das, was er unmittelbar nach Übernahme der Macht anordnen wird. Trump hingegen noch einmal mit einer Abschiedsbotschaft – aber seine politische Karriere ist wohl unwiderruflich vorbei. Was hat Trump der Börse gebracht – und mit welchen Voraussetzungen startet der neue US-Präsident Biden? Die Börse hat hier eine eindeutige Einschätzung – aber liegt sie damit richtig? Der gestrige Handelstag hat ein Muster bestätigt: wenn der Dollar schwach ist, steigen die Aktienmärkte – und umgekehrt. Sollte es heute keine Ausschreitungen im Umfeld der Amtsübernahme Bidens kommen, dürfte das für die Märkte zunächst positiv sein..

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