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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände mit -5,7 Mio Barrels (jetzt 456,5 Mio) – Tippfehler bei Fördermenge, oder tatsächlich massiver Rückgang?

Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 456,5 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist ein Minus von 5,7 Mio Barrels, wobei die Erwartungen…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 456,5 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist ein Minus von 5,7 Mio Barrels, wobei die Erwartungen bei -4 Mio lagen.

Die Benzinbestände wurden mit 222,3 Mio Barrels gemeldet, was im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 0,9 Mio Barrels darstellt – bei Erwartungen von +0,3 Mio Barrels.

Die gestern Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit -7,1 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet bei Erwartungen von -3 Mio. Die Benzinbestände stiegen laut API um 1,95 Mio Barrels, Destillate stiegen um 1,64 Mio.

Die Öl-Fördermenge sinkt um 1,07 Millionen Barrels pro Tag auf Wochenbasis!

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung unverändert bei 52,50 Dollar. Obwohl er bei dem satten Rückgang der Lager und vor allem dem starken Einbruch der Förderung steigen müsste. Aber kann das stimmen? Auf Wochenbasis so ein drastischer Förder-Rückgang? Hat sich da jemand vertippt bei der statistischen Veröffentlichung, und der Markt wartet noch, ob das wirklich stimmt?


Die Öl-Lagerbestände seit Oktober 2015.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Michael

    18. Oktober 2017 20:14 at 20:14

    Am 4. Oktober war der Rückgang mit 6,023M bei Erwartungen von 0,756M noch extremer. Ganz ehrlich: Was irgendwelche Wonderland-Behörden an Zahlen veröffentlichen, nimmt doch hoffentlich wohl niemand mehr für bare Münze.
    Die Märkte tun das sowieso nicht, es interessiert sie auch nicht, denn hier geht es schon länger nicht mehr um Zahlen und Fakten. Hier geht es nur mehr darum, das alltägliche ATH immer und immer und immer wieder zu toppen, was ich als Nicht-Aktienanleger zunehmend amüsiert, aber auch verwundert zur Kenntnis nehme.

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Europa

Auftragseingänge der Industrie: Juhu, die Krise ist vorbei

Claudio Kummerfeld

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Verschiedene Metallerzeugnisse

Heute früh hat das Statistische Bundesamt die Auftragseingänge der Industrie (genauer gesagt für das Verarbeitende Gewerbe) für den Monat Oktober veröffentlicht. Im Vergleich zu September steigen sie um 2,9 Prozent. Wichtiger: Im Jahresvergleich zu Oktober 2019 steigen sie um 1,8 Prozent. Noch wichtiger: Gegenüber Februar 2020, dem letzten Monat vor Ausbruch der Coronakrise, lagen die Auftragseingänge der Industrie um 0,8 Prozent höher.

Also kann man basierend auf diesen Zahlen sagen, dass zumindest für die Auftragseingänge der Industrie die Coronakrise vorbei ist. Der Chart, der bis zum Jahr 2012 zurückreicht, zeigt eine abgeschlossene V-förmige Erholung. Klar erkennbar ist, dass die Aufträge aus dem Ausland (wohl vor allem aus China) den Schnitt nach oben ziehen.

Chart zeigt den Verlauf der Auftragseingänge der Industrie seit 2012

Hier Detailaussagen der Statistiker im Wortlaut:

In der größten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, der Automobilindustrie, stieg der Auftragseingang im Oktober 2020 weiter an (+1,0 % zum Vormonat) und lag damit 6,0 % über dem Vorkrisenniveau im Februar 2020.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Aufträge aus dem Inland im Oktober 2020 um 2,4 %, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 3,2 %. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 0,5 % zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 4,8 %.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im Oktober 2020 um 2,3 % über dem Vormonatsniveau. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Anstieg um 3,8 % und im Bereich der Konsumgüter fielen die Aufträge um 2,2 %.

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Konjunkturdaten

ISM Index (Dienstleistung) leicht schwächer – Preise steigen

Markus Fugmann

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Der ISM Index (Dienstleistung; November) ist mit 55,9 leicht schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 56,0; Vormonat war 56,6 – das war der schwächste Wert seit Mai).

Die Komponenten:

– Beschäftigung 51,5 (Vormonat war 50,1)

– Auftragseingang 57,2 (Vormonat war 58,8)

– Preise 66,1 (Vormonat war 63,9)

Wie schon vorhin beim Markit PMI für die USA steigen die Preise also weiter..

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Konjunkturdaten

US-Erstanträge besser als erwartet

Markus Fugmann

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Die US-Erstanträge (jobless claims) auf Arbeitslosenhilfe (für die letzte Woche) steigen um 712.000 (offizielle Prognose war 775.000, Vorwoche war 778.000, nun auf 787.000 nach oben revidiert).

Die fortgesetzen Anträge (continuing claimes) liegen mit 5,520 Millionen unter der Erwartung (Prognose war 5,915 Millionen; Vorwoche war 6,071 Millionen, nun auf 6,089 Millionen nach oben revidiert).

Hinweis: zuletzt gab es Kritik an der Genaugikeit der Daten vom Labor Department, mehr dazu hier..

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