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Märkte

Aktuell: Öl – Markt preist Einigung ein!

Die Märkte sind offenkundig fest davon überzeugt, dass die OPEC heute den großen Wurf präsentieren wird! Aussagen von OPEC-Mitgliedern legen das nahe – aber da gibt es jede Mengen Risiken..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Die Märkte sind offenkundig fest davon überzeugt, dass die OPEC heute den großen Wurf präsentieren wird. WTI-Öl liegt jetzt 5,6% im Plus – Auslöser sind Aussagen des OPEC-Generalsekretärs, der vor wenigen Minuten sagte: „Wir werden heute einen Deal haben!“.

Dazu noch der saudische Energieminister: es werde heute einen Deal geben, so „Gott will“. Und wenn er dann doch nicht will??

Solche Zweifel aber kennt der Ölmarkt derzeit nicht – fahrlässigerweise? Wie oft haben wir von der OPEC schon Siegesmeldungen gehört – und was ist dann im Endeffekt dabei heausgekommen? Möglich auch, dass es heute einen windelweichen Kompromiß geben wird, der jedoch den Märkten dann nicht ausreichen dürfte..

oilus30-11-16

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    gerd

    30. November 2016 11:09 at 11:09

    Kann es sein, dass der DAX zeitgleich ebenfalls nach oben geschossen war ?

    Wenn dem so wäre, frage ich mich schon, wieso ein verknapptes Angebot das bewirkt hatte.
    Schließlich lässt sich die obskure These von steigendem Ölpreis = anziehende Weltkonjunktur da ja wohl erst recht nicht aufrechterhalten. Im Gegenteil, der Verbraucher und die Unternehmen haben höhere Kosten.

    • Avatar

      gerd

      30. November 2016 11:15 at 11:15

      Ich sehe gerade, der DAX war mindestens 20 Minuten vorher dran. Warum auch immer.

  2. Avatar

    frank.trg

    30. November 2016 11:15 at 11:15

    aus politischen Gründen ist eine Einigung nahezu unmöglich. Die drei größten OPEC-Förderländer sind Saudi-Arabien, Iran und Irak und alle sind aufs Blut zerstritten. Wieso sollte Iran oder Irak bei einer Kürzung mitmachen, wenn gleichzeitig Saudi-Arabien die Terrorbanden im Irak finanzieren die zig-tausende Irakis umgebracht haben?

  3. Avatar

    frank.trg

    30. November 2016 11:42 at 11:42

    Ich glaub ich gehe short…

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Finanznews

Aktienmärkte: Trotz Impfstoff-Hoffnung Verluste – warum? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute trotz neuer Impfstoff-Hoffnungen im Minus – und das an einem Montag, dem Wochentag, an dem eigentlich Gewinne fast garantiert waren in den letzten Wochen. Warum also steigen die Aktienmärkte nicht mehr trotz guter Nachrichten? Dafür gibt es wohl zwei Antworten: die erste ist, dass alle schon drin sind – wer soll also noch kaufen? Und die zweite Antwort dürfte sein, dass Profi-Investoren (Pensionsfonds, Investmentfonds etc.) in Aktien übergewichtet und in Anleihen untergewichtet sind und nun ihre Portfolios adjustieren müssen (siehe den heutigen Videoausblick) – sie treten daher bis Jahresende tendentiell als Verkäufer und nicht als Käufer auf. Trotz guter Saisonalität für die Märkte besteht also weiteres Korrektur-Potential..

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Aktien

IHS Markit-Kauf für 44 Milliarden Dollar – wie man gigantisch wächst ohne neue Schulden

Claudio Kummerfeld

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New York Downtown bei Nacht

In der Branche für Finanzdaten, Börsendaten und ökonomischen Analysedaten nimmt die Konzentration auf wenige große Anbieter immer mehr zu. Es gibt Bloomberg, Reuters, große Börsenanbieter wie die Deutsche Börse oder Euronext, und es gibt gerade den Versuch der London Stock Exchange den Datenanbieter Refinitiv für 27 Milliarden Euro zu übernehmen. Jetzt legt S&P Global (gehört zur Standard & Poors-Gruppe) nach und kauft den Datenanbieter IHS Markit. Und das für satte 44 Milliarden Dollar.

IHS Markit war Ende letzter Woche an der Börse noch 37 Milliarden Dollar wert. S&P Global lag bei 82 Milliarden Dollar. Wie schafft man es so viel Geld auszugeben, mal eben 44 Milliarden Dollar? Nun, in diesem Fall ist das gar kein Problem. Man „kauft“ per Aktientausch. Ein richtiger Kauf ist es dann gar nicht. Man fusioniert, und der „Käufer“ erhält an der neuen Firma die Aktienmehrheit. Oder besser gesagt, die bisherigen Aktionäre des größeren Fusionspartners halten dann später auch die Mehrheit am neuen Unternehmen.

So kommt es, dass die bisherigen Aktionäre von S&P Global an der neuen Firma 67,75 Prozent der Anteile halten werden, und die bisherigen Aktionäre von IHS Markit 32,25 Prozent. So haben alle was davon, und die Firma hat keine gestiegene Verschuldung durch diese Transaktion. So können große Konzerne schnell weiter wachsen, ohne sich zu verschulden.

Ganz anders lief es vor vier Jahren bei Bayer, wir erinnern uns alle mit Grausen an die Zeit danach. Die Leverkusener kauften Monsanto für 66 Milliarden Dollar in Cash. Dafür musste man damals eine Brückenfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar aufnehmen, also Kredite. So brockt man sich jede Menge Probleme ein, wenn man seine bisherige Aktionärsstruktur beibehalten will.

Will man extern kräftig zukaufen, muss man sich dann wie Bayer massiv verschulden. Um die Last zu reduzieren, muss man dann brutal einsparen, einzelne Sparten verkaufen usw. Gerade große Konzerne mit stark steigenden Aktienkursen können sich über den Weg des Kaufs mit eigenen Aktien (Fusion) andere Unternehmen einfach und bequem einverleiben. Dann werden die Aktionäre der bisherigen Konkurrenzfirma einfach zu Miteigentümern des eigenen Unternehmens gemacht. Und zack, der Konzern wächst kräftig, ohne dabei neue Schulden machen zu müssen. Natürlich hat der einzelne Altaktionär nach der Transaktion weniger Eigentum am Konzern. Aber dafür ist der Konzern an sich ja auch spürbar gewachsen, wodurch eine Kompensation stattfindet. Langfristig können über diese Methode die ganz großen Konglomerate entstehen.

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Märkte

Aktuell: OPEC-Meeting, wichtig für Ölpreis – LIVE-Blog – Update 19:18 Uhr

Claudio Kummerfeld

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Öl-Pumpe in der Wüste

Zwei Mal im Jahr veranstaltet die OPEC in ihrer Zentrale in Wien ihre Treffen. Dieses Mal findet es wegen der Coronakrise nur virtuell statt. Morgen dann folgt die Absprache mit den externen Partnern im Rahmen der „OPEC+“-Vereinbarungen (wichtig hier ist vor allem Russland). Für den Ölpreis ist sehr interessant, worauf man sich heute im Kartell einigt. Wird man wie bisher angedacht ab Januar die Fördermengen für Öl wieder ansteigen lassen, oder die Kürzungen erst einmal weiter aufrecht erhalten? Für die Erholung im Ölpreis könnte die Beibehaltung der bisherigen Fördermengenkürzungen durchaus wichtig sein. Denn die derzeitige zweite Corona-Welle schwächt weltweit die Öl-Nachfrage. Hier zeigen wir fortlaufend aktualisiert die wichtigsten Aussagen vom aktuellen OPEC-Meeting.

19:18 Uhr:

Das Meeting wurde offiziell auf morgen vertagt. Das wird wohl eine harte Nuss morgen, wenn man aktuelle Kommentare von Öl-Ministern (zum Beispiel aus dem Iran) liest.

17:42 Uhr:

Verschiebung der Entscheidung auf morgen wird immer wahrscheinlicher.

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17:17 Uhr:

Die vielleicht renommierteste Reporterin der OPEC-Szenerie Amena Bakr fasst die aktuelle Lage kurz und verständlich zusammen. Offenbar ist man sich bei der OPEC einig, dass man die Kürzungen 3 Monate verlängern will. Nur müssen alle externen Partner dem auch zustimmen, sich auch noch an diese Zusagen halten, und zuletzt zu viel produzierte Mengen kompensieren (und das wäre schon ein kleines Wunder). Bislang noch keine offizielle Mitteilung der OPEC.

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17:06 Uhr:

Gerüchteküche aktuell: Es gibt einige Aussagen von nicht genannten OPEC-Quellen an einige Reporter. Danach sieht es wohl so aus, dass man sich jetzt im Rahmen der OPEC relativ einig zu sein scheint, dass man die jetzigen Fördermengenkürzungen 3 Monate lang ab Januar beibehalten will. Aber man will dies womöglich heute noch nicht offiziell verkünden, sondern erst morgen mit den externen Partnern wie Russland abstimmen.

16:17 Uhr:

Gerüchteküche: Einige Korrespondenten melden aktuell Gerüchte, wonach erst morgen zusammen mit Russland und Co im Rahmen von OPEC+ echte Entscheidungen getroffen werden sollen. Man hört aber auch Stimmen, die aktuell von einer Einigung über 3 Monate Verlängerung der jetzigen Kürzungen sprechen. Alles unklar.

16:05 Uhr:

Das Dilemma der letzten Jahre auch heute? Wir behalten die Kürzungen nur aufrecht, wenn auch wirklich alle mitmachen?

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14:33 Uhr:

Nach Eröffnungsrede geht man jetzt in die geschlossene Sitzung.

14:24 Uhr:

Das OPEC-Meeting beginnt. Es könnte aber möglicherweise stundenlang dauern bis Tendenzen über eine mögliche Einigung erkennbar werden. Erstmal wird eine Rede verlesen – hier beim Klick an dieser Stelle der Original-Redetext.

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