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Märkte

Aktuell: Ölpreis kracht in den Keller

Claudio Kummerfeld

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am

Der Ölpreis hat zwei neue Gründe um weiter zu fallen. Darüber hatten wir heute Vormittag schon geschrieben. Die Saudis pumpen laut eigenen Aussagen aktuell auf Rekordhoch, und Donald Trump pusht auf Twitter für einen weiter fallenden Ölpreis.

Wir hatten in unserem vorigen Artikel gemutmaßt, wie lange der Tiefpunkt bei 52,75 Dollar im WTI-Ölpreis vom Dienstag noch gehalten werden kann. Und wenn er nach unten durchbreche, seien tiefere Preise durchaus denkbar. Und so kommt es aktuell. In zwei kräftigen Schüben ist der Ölpreis von 53,30 Dollar runtergerauscht bis vorhin auf 50,58 Dollar. Aktuell liegt er bei 51,20 Dollar. Als würden ganze Dollar-Sprünge schon nichts mehr ausmachen – ein Wahnsinn, dieser Markt!

Eine jüngst von einem Experten genannte Marke von 51,50 Dollar ist damit auch nach unten überrannt worden. Der Absturz setzte um 11:30 Uhr deutscher Zeit ein, und der zweite Schub dann ab 14 Uhr. Eine einfache Erklärung: Nach der gestrigen großen Fress-Orgie in den USA (Feiertag) begibt sich so mancher Trader nun für einen kurzen Handelstag vor dem Wochenende ans Desk, und sieht die aktuellsten Aussagen der Saudis. Sozusagen ein Absturz mit Verzögerungszünder!

Im ersten Chart sieht man den heutigen klaren Sturz unter diese Marke von 52,72 Dollar. Im  zweiten längerfristigen Chart sieht man den heutigen Sturz als rote lange Kerze. Wo ist das Ende in Sicht? Charttechnisch könnte man Unterstützungen grob ziehen bei 49 oder 43 Dollar. Aber was hat Charttechnik noch zu bedeuten bei so einem Crash?

Der WTI-Ölpreis seit Montag
Der WTI-Ölpreis seit Montag.

Der WTI-Ölpreis seit März
Der WTI-Ölpreis seit März.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang M.

    23. November 2018 16:46 at 16:46

    Was wird dieser Ölpreisrückgang zur Folge haben?
    Schieflagen bei Wetten auf steigende Notierungen, ähnlich der Erdgas-Vola vor wenigen Tagen? (Optionssellers)
    Verwerfungen bei Frackern, die auf Teufel komm raus fördern, deren Marge in den Keller geht, bei gleichzeitig großen Schulden?
    Hat Trumps Absicht, den Öpreis durch politische Einflussnahme zu senken, doch erhebliche Nebenwirkungen (wie fast alle Handelseingriffe des Präsidenten)? Seiner Ansicht nach ist dies die größte Steuersenkung für die Welt – von ihm initiiert.
    Welchen Einfluss hat der Preisrückgang auf die Inflationsraten? Öl ist Basisstoff in Volkswirtschaften (Energie, Mobilität, Chemie u.v.m), der Umsatz 2017 mit 14 Bio.$ hat eine erhebliche gesamtwirtschaftliche Größenordnung?
    Über das Wochenende wird sicherlich viel ein- und ausgepreist mit neuen Schlussfolgerungen.
    Wir werden es bald erfahren.

  2. Avatar

    Columbo

    23. November 2018 18:17 at 18:17

    Mit fallenden Ölpreisen kann man ungeliebten Ländern den Garaus (Venezuela) machen oder sie zumindest schädigen(Iran, Rußland), die Fracker ruinieren(den Saudis einen Gefallen tun), bei den Bürgern gut dastehen(ausgenommen Fracker), der Wirtschaft helfen und den Grünen mit ihren Elektroautos eins auswischen. Win Win Situation.

  3. Avatar

    Winkelmann

    24. November 2018 10:29 at 10:29

    Bei fehlender, akuter technischer Unterstützung, ist jetzt die Frage, ob es am Montag eventuell eine psychologische gibt. Und sei sie noch so irrational und ggf. flüchtig. Das neue „Preisniveau-Feeling“ bei Öl, muss sich auch erst einaml überall etablieren. Besonders im Retail-Bereich. Öl ist derzeit grundsätzlich, um einiges lustiger als der DAX. :-)

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Finanznews

Aktienmärkte: Das wird wichtig werden! Marktgeflüster (Video)

Da heute wenig passiert ist, lohnt ein Blick darauf, was für die Aktienmärkte – und hier speziell für die Wall Street – wichtig werden wird..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute ohne die Wall Street (Martin Luther King Day) erwartungsgemäß übeschaubar spannend – der Dax mit einem Freudensprung unmittelbar mit Kassa-Eröffnung, dann aber in der abeshbar schmalen Handelsspanne für den Rest des Tages. Da heute wenig passiert ist, lohnt ein Blick darauf, was für die Aktienmärkte – und hier speziell für die Wall Street – wichtig werden wird. Bei allem Jubel über neuen Stimulus durch die Biden-Administration wwird bisher übersehen, dass der neue US-Präsident zwei sehr linke Regulatoren in entscheidende Positionen gebracht hat. Diese werden es der Wall Street nicht so leicht machen wie die „Buddies“ von Donald Trump – der Gegenwind wird dadurch größer..

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Indizes

Rüdiger Born: Indizes am US-Feiertag – geht da was?

Rüdiger Born

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Heute ist Feiertag in den USA. Mit Futures oder CFDs wäre der Handel in den Indizes auch heute möglich. Geht das was im Chart? Schauen wir und das mal an im Video.

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Indizes

Dax: Ende der Fahnenstange – oder Kurse weit über 14.000 Punkte?

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Mit einer kleinen Korrektur hat sich der deutsche Leitindex, Dax 30 Performance, aus der zurückliegenden Handelswoche verabschiedet. Der kleine Nervenkitzel konnte indes nichts Weltbewegendes bewirken. Zudem haben sich die anfangs dramatisch darstellenden Kursverluste im Tagesverlauf wieder deutlich relativiert. Auch wenn keine Grundsatzentscheidung getroffen wurde, zeigt diese Performance das angeschlagene Vertrauen, der Marktteilnehmer in die nahezu unendliche Geschichte des Indizes, auf. Eine Verhaltensweise, an die wir uns wohl immer stärker gewöhnen müssen und werden.

Ausblick für den Dax:

Die seit Anfang Dezember laufende Aufwärtsbewegung des Dax dient immer noch der Darstellung von Welle (c) und damit des abschließenden Parts der übergeordneten Welle (B). Die zwingend fünfteilige (1-2-3-4-5) Impulswelle (c), gern auch Antriebswelle genannt, konnte mit der kleinen Korrektur, der letzten Handelstage, die Korrekturwelle (4) ausbilden. Ein sehr schönes Anzeichen hierfür ist der ausgebliebene Schlusskurs unterhalb der 0.38-Unterstützung bei 13.712 Zählern, mittels Schlusskurses.

Steigt der Dax weit über 14.000 Punkte?
Allein dieser Aspekt, als auch der Tagesverlauf der letzten Kerze, deuten sehr stark daraufhin, dass sich im Verlauf der folgenden 2-3 Wochen Welle (5) für den Dax ausbilden wird. In Folge dieser sich ebenfalls fünfteiligen Welle kann der Dax noch einmal ein kräftiges Momentum aufweisen. Das eigentliche Kursziel von (5), verbunden damit von (c) und (B), liegt im Bereich des 1.00-Widerstandes bei 14.476 Punkten. Der Anstieg bis zur zweiten 1.00-Linie (14.794 Punkte) liegt allerdings auch im Bereich des Möglichen.

Fazit:

Der Aufwärtstrend beim Dax wird sich auch weiterhin behaupten, wenn auch das Ende der Fahnenstange immer näher rückt. Ein erneutes Kaufsignal kann ich nicht benennen; das bisherige bleibt bestehen..

Der Ausblick für den Dax

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