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Märkte

Aktuell: Ölpreis kracht in den Keller

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Der Ölpreis hat zwei neue Gründe um weiter zu fallen. Darüber hatten wir heute Vormittag schon geschrieben. Die Saudis pumpen laut eigenen Aussagen aktuell auf Rekordhoch, und Donald Trump pusht auf Twitter für einen weiter fallenden Ölpreis.

Wir hatten in unserem vorigen Artikel gemutmaßt, wie lange der Tiefpunkt bei 52,75 Dollar im WTI-Ölpreis vom Dienstag noch gehalten werden kann. Und wenn er nach unten durchbreche, seien tiefere Preise durchaus denkbar. Und so kommt es aktuell. In zwei kräftigen Schüben ist der Ölpreis von 53,30 Dollar runtergerauscht bis vorhin auf 50,58 Dollar. Aktuell liegt er bei 51,20 Dollar. Als würden ganze Dollar-Sprünge schon nichts mehr ausmachen – ein Wahnsinn, dieser Markt!

Eine jüngst von einem Experten genannte Marke von 51,50 Dollar ist damit auch nach unten überrannt worden. Der Absturz setzte um 11:30 Uhr deutscher Zeit ein, und der zweite Schub dann ab 14 Uhr. Eine einfache Erklärung: Nach der gestrigen großen Fress-Orgie in den USA (Feiertag) begibt sich so mancher Trader nun für einen kurzen Handelstag vor dem Wochenende ans Desk, und sieht die aktuellsten Aussagen der Saudis. Sozusagen ein Absturz mit Verzögerungszünder!

Im ersten Chart sieht man den heutigen klaren Sturz unter diese Marke von 52,72 Dollar. Im  zweiten längerfristigen Chart sieht man den heutigen Sturz als rote lange Kerze. Wo ist das Ende in Sicht? Charttechnisch könnte man Unterstützungen grob ziehen bei 49 oder 43 Dollar. Aber was hat Charttechnik noch zu bedeuten bei so einem Crash?

Der WTI-Ölpreis seit Montag
Der WTI-Ölpreis seit Montag.

Der WTI-Ölpreis seit März
Der WTI-Ölpreis seit März.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Wolfgang M.

    23. November 2018 16:46 at 16:46

    Was wird dieser Ölpreisrückgang zur Folge haben?
    Schieflagen bei Wetten auf steigende Notierungen, ähnlich der Erdgas-Vola vor wenigen Tagen? (Optionssellers)
    Verwerfungen bei Frackern, die auf Teufel komm raus fördern, deren Marge in den Keller geht, bei gleichzeitig großen Schulden?
    Hat Trumps Absicht, den Öpreis durch politische Einflussnahme zu senken, doch erhebliche Nebenwirkungen (wie fast alle Handelseingriffe des Präsidenten)? Seiner Ansicht nach ist dies die größte Steuersenkung für die Welt – von ihm initiiert.
    Welchen Einfluss hat der Preisrückgang auf die Inflationsraten? Öl ist Basisstoff in Volkswirtschaften (Energie, Mobilität, Chemie u.v.m), der Umsatz 2017 mit 14 Bio.$ hat eine erhebliche gesamtwirtschaftliche Größenordnung?
    Über das Wochenende wird sicherlich viel ein- und ausgepreist mit neuen Schlussfolgerungen.
    Wir werden es bald erfahren.

  2. Columbo

    23. November 2018 18:17 at 18:17

    Mit fallenden Ölpreisen kann man ungeliebten Ländern den Garaus (Venezuela) machen oder sie zumindest schädigen(Iran, Rußland), die Fracker ruinieren(den Saudis einen Gefallen tun), bei den Bürgern gut dastehen(ausgenommen Fracker), der Wirtschaft helfen und den Grünen mit ihren Elektroautos eins auswischen. Win Win Situation.

  3. Winkelmann

    24. November 2018 10:29 at 10:29

    Bei fehlender, akuter technischer Unterstützung, ist jetzt die Frage, ob es am Montag eventuell eine psychologische gibt. Und sei sie noch so irrational und ggf. flüchtig. Das neue „Preisniveau-Feeling“ bei Öl, muss sich auch erst einaml überall etablieren. Besonders im Retail-Bereich. Öl ist derzeit grundsätzlich, um einiges lustiger als der DAX. 🙂

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Aktien

Indonesiens Garuda storniert seinen Auftrag über 4,9 Milliarden Dollar für die Boeing 737 Max

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Die indonesische Fluggesellschaft Garuda Indonesia teilte am Freitag mit, dass sie einen Multimilliarden-Dollar-Auftrag für Boeings 737 Max 8 Passagierjet storniert, nachdem das Flugzeug in
weniger als fünf Monaten in zwei tödliche Abstürze verwickelt war.

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„Unsere Passagiere haben das Vertrauen verloren, mit der Max 8 zu fliegen“, sagte der Pressesprecher Ikhsan Rosan von Garuda Indonesia. Die indonesische Fluggesellschaft bestellte am 12.09. 2014 50 Flugzeuge des Typs Max 8 für 4,9 Milliarden Dollar. Bis dato wurde nur eine der bestellten Jets am 20.12.2017 ausgeliefert, die auch in Betrieb genommen wurde. Nun hat die Airline einen Brief an Boeing geschickt, in dem sie erklärt, dass sie die restlichen bestellten Jets nicht mehr erhalten will. Das ist ein herber Schlag für Boeing. Denn die Begründung, dass Passagiere kein vertrauen mehr haben, ist ein einleuchtendes Problem, welches alle Fluggesellschaften haben, die diesen Jet bestellt haben!

Boeing Hauptwerk
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jetstar Airways (jetstar.com) CC BY-SA 2.0

Boeing-Vertreter planen kurzfristig die Fluggesellschaft in Jakarta am 28. März zu besuchen, um den Deal noch zu retten! Es ist zu erwarten, dass andere Fluggesellschaften nachziehen und ihre
Bestellungen auch stornieren um das Vertrauen ihrer Kunden nicht zu verlieren. Für Boeing könnte es doppelt teuer werden, denn die Fluggesellschaften haben fest mit den Auslieferungen geplant und benötigen nun dringend Ersatz! Ersatz, den es aber kurzfristig nicht gibt. Neue Aufträge anderer
Jets würden die Planungen der Fluggesellschaften um Jahre zurückwerfen und enorme Kosten bei den Fluggesellschaften verursachen. Anzahlungen der bestellten Flieger, welche Boeing schon erhalten hat, müssen auch zurückgezahlt werden. Anzahlungen, welche schon in den Bau der 737 Max 8 flossen.

Hier nun zwei Szenarien, die eintreten können:

1. Den Fluggesellschaften bleibt kaum eine Wahl als die Maschinen abzunehmen, weil sie schlichtweg keine Alternative haben, und Boeing möglicherweise einen nachträglichen Rabatt einräumt. Man wird nach dem Softwareupdate die Maschine noch einmal offiziell checken lassen und danach als sicher befinden, um das Vertrauen der zukünftigen Passagiere zurückzugewinnen.

2. Der worst case wäre für Boeing, dass sie nicht nur ihre 480 Mrd. EUR für ihre 5000 Aufträge
abschreiben können, sondern auch auf den bisherigen Kosten für den Bau der Maschinen sitzen bleiben und zusätzlich von allen Fluggesellschaften verklagt werden.

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Finanznews

Geht von Deutschland der nächste Crash aus? Marktgeflüster (Video)

Die katastrophalen Einkaufsmanagerdaten der deutschen Industrie haben eine Schockwelle durch die globalen Finanzmärkte gejagt..

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Die katastrophalen Einkaufsmanagerdaten der deutschen Industrie haben eine Schockwelle durch die globalen Finanzmärkte gejagt. Vor allem die Anleihemärkte reagieren heftig: die Rendite der 10-jährigen deutschen Bundesanleihe wird erstmals seit dem Jahr 2016 negativ, an den US-Anleihemärkten invertiert die 3-monatige US-Anlleihe mit der 10-jährigen US-Anleihe – das gab es zuletzt im Jahr 2007 kurz vor der Finanzkrise und war in der Geschichte immer gefolgt von einer Rezession. Warum? Weil sich die Kreditvergabe für die Banken nicht mehr lohnt (in den USA vor allem Aktien regionaler Banken unter Druck, die anders als die US-Großbanken keine Alternativen zum Kreditgeschäft haben). Vor allem US-Firmwen sind hoch verschuldet und müssen in den nächsten zwei Jahren zwei Billionen Dollar refinanzieren – und das dürfte sehr schwierig werden!

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Indizes

Chris Zwermann über die mittelfristigen Aussichten für die Aktienmärkte

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Der „alte Hase“ Chris Zwermann blickt auf die mittelfristigen Charts des Dax, des S&P 500, des Nasdaq 100 – aber auch auf Indizes der Emerging Markets wie den brasilianischen Bovespa (der ein neues Allzeithoch erreicht hat nach der Machtübernahme von Bolsanero) sowie auf den indischen Sensex.

Das Video samm von vorgestern (also vor der Fed-Sitzung), aber die mittelfrsitigen Perspektiven, die Zwermann entwirft, bleiben dennoch aussagekräftig:


Foto: Deutsche Börse AG

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