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Märkte

Aktuell: Ölpreis nervös dank US-Daten und Trump-Rede vor UN

Claudio Kummerfeld

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Der Ölpreis zeigt sich in den letzten Minuten recht nervös. Im Vergleich zu Ausschlägen der letzten Wochen und Monate sind es aktuell eher kleine Bewegungen. Aber mit Blick auf die letzten Tage ist es aktuell schon ein erwähnenswertes Hin und Her. Im folgenden Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit heute früh. Vorhin um kurz nach 16 Uhr begann ein schneller Move nach unten in der Größenordnung von knapp 60 Cents auf 57,40 Dollar. Aktuell pendelt er um die 57,53 Dollar.

Ölpreis zeigt sich nervös

Punkt 16 Uhr wurde vorhin das US-Verbrauchervertrauen schlechter als erwartet veröffentlicht. Das dämpft natürlich die potenzielle Nachfrage nach Benzin. Aber schaut man genau auf die Zeit des Rückfalls, dann begann er erst richtig, als vorhin Donald Trump seine Rede bei den Vereinten Nationen in New York begonnen hatte.

Donald Trump macht eher negative Äußerungen Richtung China in Sachen Handelskrieg. Alles, was negativ interpretiert wird, deutet theoretisch auf weniger Öl-Nachfrage hin, was den Ölpreis schwächt. So sagt Trump aktuell, dass China mit massiven staatlichen Subventionen arbeite, intellektuelles Eigentum stehle, und zugesagte Reformen nicht durchgeführt habe. Und so weiter, und so weiter. Wie der Ölmarkt in ein, zwei Stunden seine Rede unterm Strich beurteilen wird, ist jetzt noch unsicher. Nur zum jetzigen Zeitpunkt interpretiert der Ölpreis als ultimatives Barometer seine Worte eher leicht negativ.

Ölpreis WTI seit heute früh

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Hier im folgenden Chart der WTI-Ölpreis seit dem 12. September. Ganz langsam aber gemächlich gibt es einen Abwärtstrend, und aktuell gibt es die Möglichkeit für einen weiteren Ausbruch nach unten, um näher in Richtung Gap-Schließung zu kommen.

Ölpreis WTI seit dem 12. September

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Aktien

Handel bei Trade Republik ausgefallen, Robinhood lässt für Zockeraktien nur Positionsschließung zu

Claudio Kummerfeld

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am

Dass es so kommen würde, hatten einige Beobachter schon gemunkelt (so auch wir). Ohh Wunder, ohh Wunder. Robinhood, der namhafteste Broker für die neue hippe junge Zocker-Generation, hat nun bekanntgegeben, dass man erst einmal den Handel für die beliebtesten Zocker-Aktien stark einschränkt wird – und zwar so, dass nur noch offene Positionen geschlossen werden können. Dazu gehört auch die Aktie von Gamestop. Auch Margins werden angehoben. Beim deutschen Pendant „Trade Republic“ ist die komplette Trading App seit mehreren Stunden offenbar zu großen Teilen nicht nutzbar.

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We continuously monitor the markets and make changes where necessary. In light of recent volatility, we are restricting transactions for certain securities to position closing only, including $AAL, $AMC, $BB, $BBY, $CTRM, $EXPR, $GME, $KOSS, $NAKD, $NOK, $SNDL, $TR, and $TRVG. We also raised margin requirements for certain securities.

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Indizes

Rüdiger Born: S&P 500 noch nicht willig für einen Rücksetzer?

Rüdiger Born

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Ist der S&P 500 noch nicht willig für einen Rücksetzer? Das schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart etwas genauer an.

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Gold/Silber

World Gold Council meldet für 2020 Rekordzahlen – positive wie negative

Jörg Bernhard

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis performte im vergangenen Jahr mit plus 24,6 Prozent ausgesprochen gut. In den einzelnen Marktsegmente entwickelte sich die weltweite Nachfrage nach Gold allerdings eher uneinheitlich.

Rekordhohe Zuflüsse bei ETFs

Der World Gold Council (WGC), die Interessenvertretung internationaler Goldminenunternehmen, liefert alle drei Monate interessante Daten zum Goldmarkt. Diesmal standen Zahlen zum vierten Quartal bzw. zum Gesamtjahr 2020 zur Bekanntgabe an. Grundsätzlich kann man festhalten: Zu verdanken war die starke Performance im Goldpreis vor allem stark verunsicherten Investoren (unter Joe Biden wird es nicht einfach – mehr dazu hier).

Bei physisch hinterlegten Gold-ETFs (Begriffserklärung hier) fiel das weltweite Kaufinteresse besonders stark ins Gewicht. Obwohl im vierten Quartal Abflüsse in Höhe von 130 Tonnen zu Buche schlugen, haben sich auf Jahressicht die Goldbestände dieser Wertpapiere um 120 Prozent auf 877,1 Tonnen erhöht. Damit wurde zudem der bisherige Rekord aus dem Jahr 2009 (646,1 Tonnen) deutlich übertroffen. Bergauf ging es aber auch mit dem Interesse an Goldbarren bzw. -münzen, wenngleich deutlich weniger dynamisch. Weil in China (-6 Prozent) und Indien (-11 Prozent) deutliche Rückgänge zu verzeichnen waren, war hier insgesamt lediglich ein Zuwachs um drei Prozent auf 896,1 Tonnen verzeichnet worden.

Rekordtief bei der globalen Schmucknachfrage

Ausgesprochen schlecht entwickelte sich im vergangenen Jahr jedoch die Schmucknachfrage. In diesem Marktsegment stellte sich nämlich corona-bedingt ein kräftiger Nachfrageeinbruch bei Gold in Höhe von 34 Prozent auf das Rekordtief von 1.411,6 Tonnen ein. Die beiden wichtigsten Nachfragenationen China (-35 Prozent) und Indien (-42 Prozent) waren hierfür hauptverantwortlich.

Nachlassendes Interesse war aber auch im Notenbankensektor zu beobachten. Nachdem sich die Nettokäufe der Zentralbanken im Jahr 2019 noch auf 668,5 Tonnen belaufen haben, gab es für das vergangene Jahr mit 272,9 Tonnen Gold einen markanten Einbruch um 59 Prozent zu beklagen. Bei der Industrienachfrage überwogen ebenfalls die negativen Vorzeichen. Gegenüber den Vorjahreszahlen stellte sich in diesem Marktsegment ein Minus von sieben Prozent auf 301,9 Tonnen ein.

Last but not least: Auf der Angebotsseite in Gold gab es für 2020 – bedingt durch die Pandemie – trotz des steigenden Goldpreises einen Rückgang des globalen Goldangebots um vier Prozent auf 4.633,1 Tonnen zu beklagen. Während im Recyclingsektor (+ 1 Prozent) leichte Zuwächse erzielt wurden, haben die Lockdowns in der Minenproduktion (-4 Prozent) signifikante Einbußen verursacht.

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