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Aktuell: Ölpreis steigt aus drei Gründen – um 17 Uhr wird es interessant

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Beispielbild Ölpumpe und Sonnenuntergang

Der Ölpreis schwankt wie zuletzt schon erwähnt seit Tagen in einer recht langweiligen Seitwärtsrange von grob gesagt 1,50 Dollar. Bei aktuell 57,53 Dollar ist die obere Kante dieser Range erreicht. Der folgende Chart zeigt den Verlauf im WTI-Ölpreis seit dem 4. November.

Ölpreis Verlauf seit dem 4. November

Drei Gründe für steigenden Ölpreis

Seit gestern Nachmittag (folgender Chart zeigt Ölpreis-Verlauf seit letztem Freitag) steigt WTI-Öl um gut 1 Dollar. Als ersten Grund dafür darf man sehen, dass die gestrige Rede von Fed-Chef Jerome Powell vor allem bekräftigte, wie robust die Konjunkturlage in den USA derzeit aussieht. Eine gute Konjunktur bedeutet natürlich auch eine robuste Öl-Nachfrage, was dem Ölpreis hilft. Öl stieg gestern parallel mit dem US-Aktienmarkt.

OPEC

Dann waren da noch Aussagen des OPEC-Generalsekretärs Barkindo. Bei Ländern außerhalb der OPEC könnte es zu sinkenden Prognosen bei der Öl-Fördermenge kommen. Deutliche Abwärtsrevisionen seien zu erwarten. Auch das Wachstum bei den Frackern in den USA könnte sich abschwächen. Und das bedeutet? Glaubt man den Aussagen, dann gibt es weniger Angebot. Weniger Angebot heißt weniger Druck auf den Ölpreis, und die Öl-Bullen können sich zumindest für den Augenblick ein klein wenig freuen.

API

Und dann waren da noch gestern Abend um 22:30 Uhr deutscher Zeit die privat ermittelten API-Daten für die Rohöl-Lagerbestände in den USA. Sie wurden mit einem Rückgang von 0,5 Millionen Barrels vermeldet bei Erwartungen von +1,5 Mio. Weniger Lagerbestände bedeuten ebenfalls weniger Druck auf den Ölpreis. Heute um 17 Uhr folgen die offiziellen staatlich ermittelten Lagerbestände für Rohöl. API und staatliche Daten verschieben sich diese Woche um je einen Tag wegen dem Feiertag in den USA am Montag. Zeigen die staatlichen Lagerdaten um 17 Uhr ebenfalls einen Rückgang, könnte der Ölpreis endlich über diese elendig langweilige Range weiter nach oben ausbrechen. Also, man schaue gleich auf die EIA-Daten um 17 Uhr. Wir werden umgehend berichten.

WTI Ölpreis seit dem 8. November

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Jerome Powell: Headlines seiner PK – keine Zinsanhebung, wenn Inflation nicht deutlich steigt

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Die zentralen Aussagen des Fed-Chefs Jerome Powell in Schlagzeilen:

– Powell startet – mit einigen Worten über den gestern verstorbenen Paul Volcker

– Ausblick bleibt gut, trotz aller Risiken

– Arbeitsmarkt und Konsum stark, aber Industrie und Export eher schwach

– Inflation bleibt niedrig (FMW: Powell bezieht sich wieder nur auf die PCE-Daten,, nicht aber auf die stärker gestiegenen CPI-Daten)

– Änderung unseres Kurses der Geldpolitik von Zinsanhebungen zu Zinssenkungen hat Wirtschaft geholfen

– Repo-Operationen „rein technisch“, um möglichen Liquiditäts-Druck zum Jahresende zu begegnen

Powell jetzt fertig mit seinem Statement, jetzt Fragen


– Powell deutet an, die Zinsen nur dann anzuheben, wenn die Inflation deutlich stegen würde! das schwächt den Dollar, ebenso wie seine Aussage, wenn nötig nicht nur Bills zu kaufen, sondern auch Coupons – das läßt die Anleiherenditen sinken

– Frage nach den Zuständen am Repo-Markt von einem Bloomberg-Reporter: Powell: das hat keine makroökonomischen Konsequenzen: Liquidität, die eigentlich vorhanden war, floss aber nicht in den Repo-Markt, die Frage ist nur warum das so war: ein Faktor dürften Regularien gewesen sein

Hier der Live-Feed zur PK:

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Indizes

Fed: Zinsentscheid und zentrale Aussagen

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Die US-Notenbank Fed hat erwartungsgemäß die Zinsen unverändert belassen. Hier die wichtgisten Aussagen des Statements der Fed:

– Dot Plots (Zinserwartugnen der FOMC-Mitglieder) signalisieren keine Zinsänderung für das Jahr 2020:

– Fed streicht Passage „Unsicherheiten für den Ausblick“

FMW: keine Überraschung, die Fed hatte vorher signalisiert, dass sie nichts ändern wird längere Zeit. Sie wird aber auf die Entwicklungen im Handelskrieg reagieren – stellt sich die Frage, ob Trump auf die Fed reagiert und sie mit neuen Zöllen zum Handeln zwingen will! Der Dollar jedenfalls schwächer, Euro-Dollar über der 1,11er-Marke. Nachher wichtig bei der PK von Powell dann die Frage nach dem Repo-Markt und den dortigen Turbulenzen!

– Der Vergleich zum letzten Statement:

Das Statement der Fed im Wortlaut:

Information received since the Federal Open Market Committee met in October indicates that the labor market remains strong and that economic activity has been rising at a moderate rate. Job gains have been solid, on average, in recent months, and the unemployment rate has remained low. Although household spending has been rising at a strong pace, business fixed investment and exports remain weak. On a 12‑month basis, overall inflation and inflation for items other than food and energy are running below 2 percent. Market-based measures of inflation compensation remain low; survey-based measures of longer-term inflation expectations are little changed.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. The Committee decided to maintain the target range for the federal funds rate at 1‑1/2 to 1-3/4 percent. The Committee judges that the current stance of monetary policy is appropriate to support sustained expansion of economic activity, strong labor market conditions, and inflation near the Committee’s symmetric 2 percent objective. The Committee will continue to monitor the implications of incoming information for the economic outlook, including global developments and muted inflation pressures, as it assesses the appropriate path of the target range for the federal funds rate.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its maximum employment objective and its symmetric 2 percent inflation objective. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments.

Voting for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair; John C. Williams, Vice Chair; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; James Bullard; Richard H. Clarida; Charles L. Evans; Esther L. George; Randal K. Quarles; and Eric S. Rosengren.

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Finanznews

Aktienmärkte: Wann erlöst uns Trump? Marktgeflüster (Video)

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Die Hängepartie geht weiter: die Aktienmärkte warten auf die Entscheidung von Donald Trump in Sachen Strafzölle gegen China. Davor, das gilt zumindest für die Wall Street, will sich niemand zu weit aus dem Fenster lehnen, schließlich dürfte es eine stärkere Bewegung geben nach der Entscheidung des US-Präsidenten. Der Dax dagegen nach dem gestrigen Anfall von Volatilität heute frohgemut – man geht offenkundig davon aus, dass Trump die Zölle verschieben wird. Peking hat klargemacht, dass – sollten die Zölle am Wochenende kommen – die Gespräche abgebrochen werden würden. Was ist größer: das Aufwärtspotential der Aktienmärkte, wenn Trump die Zölle verschiebt (eingepreist?), oder das Abwärtspotential, wenn die Zölle doch kommen (nicht eingepreist)? Heute Abend im Fokus die Fed..

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