Folgen Sie uns

Märkte

Aktuell: Ölpreis steigt kräftig! Trump spricht von 10 Mio Barrels Kürzung!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Öl-Pumpe Beispielbild

Ganz aktuell springt der Ölpreis kräftig nach oben! WTI-Öl steigt aktuell von 21,90 auf 26,13 Dollar. Heute früh hatten wir noch von Andeutungen von Donald Trump gesprochen, und dass man nicht sicher sein könnte, ob er Saudis und Russen dazu bewegen könne die Fördermengen zu senken. Aber jetzt lehnt Donald Trump sich weit aus dem Fenster. Er twittert selbst und sagt es aktuell auch bei CNBC.

Er habe mit seinem Freund dem saudischen Kronprinzen gesprochen, der wiederum mit Wladimir Putin gesprochen habe. Trump erwarte und hoffe, dass die beiden Länder wohl eine Fördermenge von 10 Millionen Barrels Öl pro Tag kürzen werden, oder sogar noch mehr. Falls das passiere, sei das super für die Öl- und Gas-Industrie, so Trump. Bei CNBC spricht er von bis zu 15 Millionen Barrels Kürzung pro Tag, die möglich sei. Und zack, der Ölpreis steigt dramatisch an!

Zeitgleich haben die Saudis soeben verkündet, dass man ein Dringlichkeitstreffen der OPEC einberufen will, und dazu noch andere Staaten (USA und Russland?) einladen will. Man wolle eine Lösung finden, um die Ölmärkte wieder auszubalancieren.

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

WTI Ölpreis seit dem 24. März
Im Chart sehen wir den WTI-Ölpreis seit dem 24. März.

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    Faktist

    2. April 2020 18:07 at 18:07

    DAs Beste an dieser Geschicht ist ja… das die Info von Trump kommt dem OBERLÜGNER diese Lügnernation!!! Bin wieder bereit bei 22,60 im WTI für neue Longs… die heutigen haben in meinem Depot heute vierstelligen Betrag beschert!!!

    Mal sehen wie lange der Kurs oben bleiben kann, weil der Lügner lügt immer und das ist das einzig sichere in diesem Markt! lol

  2. Avatar

    Walter Finger

    2. April 2020 18:26 at 18:26

    Kein Wunder…Trump geht für seinen geheiligten US-Ölmarkt der Arsch mit Grundeis…warten wir mal ab wie das weiter läuft…Putin war schon immer ein rational und nicht ideologisch reagierender Mensch und Staatschef.

  3. Avatar

    thinkSelf

    2. April 2020 18:53 at 18:53

    Das ist wahrscheinlich ziemlich dämlich von Trump. Jetzt hat Putin in am Hacken. Denn ohne politische Gegenleistung, wie z.B. die Aufhebung der Sanktionen muss er das ja nicht machen.
    Und kriegt er nicht was er will, lässt er den Ölpreis einfach unten. Dann steht Donald ziemlich nackt da und der amerikanische Finanzmarkt kriegt noch mal einen ordentlichen Tritt.
    Und wenn das Trump darüber seine Wiederwahl versemmelt, hat Putin mit Bidden dann ja einen echten Freund in Washington installiert. Also genau das was man Trump immer vorgeworfen hat.

    Putin ist Washington einfach über. Machttaktisch hat er in den letzten Jahren das Maximum aus den limitierten Mitteln Russlands rausgeholt.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      2. April 2020 19:21 at 19:21

      @thinkself, absolut treffende Analyse!

    • Avatar

      Honk

      2. April 2020 22:51 at 22:51

      Die Sanktionen aufheben kann Trump nicht einfach, da sie der Kongress beschlossen hat. Trump war ja schon damals gegen die Saktionen. Und ob der Kongress das macht bezweifel ich stark. Also selbst wenn Trump Putin den Gefallen tun will, wird der US Kongress das verhindern.
      Mit anderen Worten, Trumpf kann in diesem Kampf gar nicht mitkämpfen sondern eben tatsächlich nur zwischen Russland und Saudi Arabien vermitteln. Mehr als Hoffnung schüren kann er nicht, also wird getwittert.

  4. Avatar

    franko33

    2. April 2020 19:04 at 19:04

    Auch mal lustig zu sehen,wenn es nicht nach der Nase der USA geht.
    Freue mich schon,obwohl traurig,auf den zweiten Abgang der Kurse einschließlich WTI.
    Warum sollten Saudi Arabien und Rußland wollen,daß gerade jetzt der Ölpreis nach
    oben geht ? Absicht war doch die Fracker in den USA platt zu machen.
    Preisstabilisierung bringt erst etwas,wenn wir an der echten Talsohle angekommen sind
    und der USA Ölmarkt pleite ist.Mach doch Sinn im Oligopol.

  5. Avatar

    Columbo

    2. April 2020 19:08 at 19:08

    Warum alle auf einen steigenden Ölpreis aus sind, kapier ich nicht.
    Verhindert eine mögliche Konjunkturerholung und nützt der Krall‘schen Hyperinflation. Super!

    • Avatar

      Petkov

      2. April 2020 21:25 at 21:25

      Weil zwar nicht „alle“, aber die meisten keine Makroökonomen, sondern Trader sind und der übermäßig niedrige Ölpreis birgt immense Risiken für die Marktsabilität (insb. Kreditausfallrisiken). In der aktuellen Situation ist ein niedriger Ölpreis kein entscheidender Faktor für eine konjunkturelle Erholung.

      • Avatar

        LEO

        3. April 2020 09:59 at 09:59

        Der niedrige Öl-/Spritpreis kann aber auch viele Industrien beflügeln. Märkte werden nervös, wenn es einen Grund gibt. Sobald fragile, teils morbide Konstrukte bereinigt sind, beruhigen sich Märkte wieder. Mir wird da viel zu viel reingepfuscht dieser Tage.

  6. Avatar

    SED Wahlhälfer

    2. April 2020 19:30 at 19:30

    Glaubt überhaupt noch irgendjemand diesem vertrotelten Kapitalisten?

    • Avatar

      LEO

      3. April 2020 09:55 at 09:55

      Ob man ihm glaubt oder nicht spielt absolut KEINE Rolle. Seine Entscheidungen haben weitreichende Konsequenzen. Was er macht spielt eine Rolle.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Indizes

Aktienmärkte: Die unheimliche Aktien-Entwicklung einiger Impfstofffirmen

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte leben von der Hoffnung und bewerten die Zukunft. Für dieses Prinzip ist das Coronajahr 2020 wieder einmal ein schönes Beispiel. Die monatelangen Spekulationen auf die Verfügbarkeit eines Impfstoffes gegen Covid-19 scheinen für einige Firmen zur Realität heranzureifen. Aber ist deren Kursentwicklung an den Börsen in allen Fällen gerechtfertigt und lohnt sich jetzt noch ein Einstieg? Eine an sich ständig wiederkehrende Fragestellung bei jedweder innovativer Produkteinführung.

Aktienmärkte und das Das Rennen um den begehrten Impfstoff

Es wurde schon den ganzen Herbst darüber gemutmaßt – es gibt bald einen Impfstoff gegen Covid-19 – und am 9. November preschte BioNTech/Pfizer mit seinem mRNA-Vakzin vor und sprach von einem Antrag auf Notzulassung von BNT162b2, die auch am 20. November für die USA erfolgte. Der US-Rivale Moderna ließ nicht lange auf sich warten, man zog nicht nur mit der Wirksamkeit des Impfstoffes jenseits der 90 Prozent-Marke nach, sondern auch mit dem Antrag für die Zulassung in Europa. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) will ihre Bewertung spätestens bis zum 29. Dezember abschließen. Die EU-Kommission, die eine Marktzulassung in Europa genehmigen muss, versprach innerhalb weniger Tage den Weg für die Impfung freimachen. BioNTech versicherte innerhalb von Stunden, mit der Auslieferung starten zu können.

Es ist angerichtet für den Start der großen Impfaktion, in Deutschland sollen die Impfzentren schon am 15. Dezember einsatzbereit sein.

Nicht zu vergessen die deutsche Firma CureVac, die ebenfalls mit der mRNA-Technik arbeitet, aber noch etwas in Verzug ist mit den klinischen Studien. Allerdings will man ein Präparat präsentieren, welches bei plus 5 Grad im Kühlschrank lagerbar ist. Mit einer Zulassung des eigenen Impfstoffs rechnet Curevac im Frühjahr oder Sommer 2021.

Die Aktien schießen durch die Decke

Die Hoffnungen auf einen Durchbruch haben die Aktienmärkte euphorisiert und zu großen Ausschlägen geführt, allerdings mit dem großen Drang nach oben. Die Performance der aussichtsreichsten Impfstoff-Aktien seit Jahresbeginn:

Der Kurs der sehr volatilen US-Firma Moderna hat eine Versiebenfachung hingelegt, der Wert von BioNTech hat sich fast verfünffacht und der Börsenwert des erst im August an die Börse gegangenen Tübinger BioTech- Unternehmens CureVac ist um knapp 80 Prozent gestiegen. Obwohl BioNTech die erste große Welle mit seiner Meldung am 9. November losgetreten hat, ist der US-Konkurrent Moderna der große Gewinner im November. Plus 100 Prozent gegenüber plus 44 Prozent bei der deutschen Konkurrenz. Neben dem Problem der großen Kühltemperatur von BioNTechs Impfstoff (minus 80 Grad Celsius) hat der US-Hersteller anscheinend die größeren Impfstoffvertröge abgeschlossen und dies anscheinend auch zu höheren Preisen. Nach Angaben der US-Großbank Goldman Sachs verlangt Moderna für die ersten 100 Millionen Impfstoffdosen in den USA 15,25 Dollar, für die nächsten 100 Millionen 16,50 Dollar. In Europa soll das Unternehmen für 160 Millionen Impfdosen 25 Dollar pro Dosis verlangen. Dies würde in der Summe 7,2 Milliarden Dollar Umsatz ergeben, ein Quantensprung umgangssprachlich ausgedrückt, für ein Unternehmen mit bisher knapp 60 Millionen Dollar Umsatz.

Und was ist mit den anderen Konkurrenten, die stets mit genannt wurden?

Der große britische Konzern AstraZenecca brachte seinen Vektor-Impfstoff AZD1222 nicht sehr geschickt in die Öffentlichkeit, sondern ließ mit der Wirksamkeit von 70 Prozent im Gegensatz zu seinen Konkurrenten Zweifel aufkommen. Das Ergebnis ist, dass der Aktienkurs des britischen Pharmakonzerns sogar zwei Prozent unter seinem Kurs von zu Jahresbeginn notiert. Nicht besser ergeht es dem Impfstoffkandidaten Johnson & Johnson, der immer noch fünf Prozent in derselben Periode im Minus liegt und dies obwohl man gerade den Zulassungsprozess in Europa und Kanada vorangetrieben hat. Vorläufige Ergebnisse hätten gezeigt, dass das Vakzin die Produktion von Antikörpern und Immunzellen gegen das Virus auslösen würde. Die Aktienmärkte starfen also jede Form deds leistesten zweifels sofort ab!

Die hohe Bewertung der Impfstoffhersteller

Wer zuerst kommt, malt zuerst. So salopp könnte man formulieren, wenn man sich die Bewertung der Impfstoffkandidaten betrachtet. Die US-Firma Moderna ist aktuell bereits bei über 58 Milliarden Dollar angekommen, BioNTech schon bei über 25 Milliarden Euro und selbst Neuling CureVac bei fast 15 Milliarden Euro. Die Bewertung der großen Pharmafirmen Johnson & Johnson (320 Milliarden Euro), Pfizer (182 Mrd. Euro) und AstraZenecca (116 Mrd. Euro) liegen noch in anderen Dimensionen, allerdings haben diese erheblich größere Produktpaletten.

Deshalb stellt sich die Frage für Anleger, ob es jetzt noch Sinn macht in die „frühen Zwei oder Drei“ einzusteigen? Man hat die Nase vorne, die Kurse sind aber schon weit gelaufen. Viele Analysten suchen nach weiterem Potenzial der Biotech-Aktien. Nicht gerade einfach für Laien.

Das Mainzer Unternehmen BioNTech hat noch weitere Impfkandidaten in der Vorbereitung, gegen HIV, gegen Tuberkulose oder auch gegen Krebs.

Moderna ist Spezialist für mRNA-Impfungen und für alle möglichen Infektionskrankheiten (z.B. das Zika-Virus).

Es ist sicherlich nicht verkehrt in der aktuellen Situation Vorsicht walten zu lassen. Jederzeit können Gewinnmitnahmen der Aktienmärkte einsetzen, wie es an der Wall Street gestern der Fall war, trotz der Zulassung des Impfstoffes von BioNTech/Pfizer in Großbritannien. Jede Impfstoffmeldung könnte zu heftigen Kursausschlägen führen, nur bei welchem Unternehmen? Angesichts der großen Kursgewinne der Aktienmärkte insgesamt und der Impfstoff-Aktien im Besonderen in kurzer Zeit  juckt es vielen Anlegern in den Fingern, um auf den Kauf-Button zu drücken – oder aber auch auf sein rotes Gegenstück.

Fazit

Neben der großen Bedeutung für die Medizin und vor allem für die Gesundheitsvorsorge von Abermillionen von Menschen haben die Aktienmärkte einen Hype entwickelt um ein Produkt, welches sich zu einem kleinen Meilenstein entwickeln könnte. Wer macht das Rennen um das Vakzin mit der mRNA-Technologie, die auf neuartige Weise zur Bildung von Antikörpern anregt? Oder können wirklich viele Unternehmen von dem großen Impfstoffprojekt in der Geschichte der Menschheit profitieren? Oder gilt hier nicht der „First Mover Advantage“ und es reüssieren Nachzügler? Es gibt einmal mehr das Risiko der Einzelanlage, nur hier in besonderer Ausprägung. Wie man bei AstraZenecca gesehen hat, genügt nur eine kleine Meldung über Nebenwirkungen, um einen Kurseinbruch auszulösen. Es wäre schön und in unser aller Interesse, wenn sich diese in Grenzen hielten.

Der Hype der Aktienmärkte um den Impfstoff und die Impfstofffirmen

weiterlesen

Märkte

Aktuell: Ölpreis fällt – angeblich Einigung auf erhöhte Fördermenge

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Öl-Förderturm

Der Ölpreis fällt in den letzten Minuten. WTI-Öl fällt von 45,40 auf 44,92 Dollar. Und es ist wie so oft bei Verhandlungen der OPEC oder dem erweiterten Partnerkreis namens OPEC+ in den letzten Jahren. Irgendein Delegierter erzählt einem Journalisten etwas, der nächste dem nächsten was anderes. Ob es stimmt? Man wird sehen. Das Wall Street Journal ist jedenfalls eine renommierte Adresse. Die WSJ-Journalistin Summer Said auch. Sie vermeldet aktuell, dass die OPEC+ kurz davor stehe sich auf eine Regelung zu einigen. Demnach solle der Gruppe insgesamt erlaubt werden ihre Fördermenge im Januar um nicht mehr als 500.000 Barrels pro Tag zu erhöhen.

Die Hoffnung beziehungsweise Erwartung am Terminmarkt war bislang, dass Saudis und Co sich durchsetzen, und dass die geplante Ausweitung der Fördermenge ab Januar nicht stattfindet, sondern um 3 Monate verschoben wird. Mehr Fördermenge auf dem Weltmarkt drückt natürlich auf den Ölpreis, der fallen könnte. Da diese aktuelle Meldung aber keineswegs eine sichere Erkenntnis ist, fällt der Ölpreis aktuell wohl auch noch nicht in großem Umfang. Wer erinnern an das gestern von uns genannte Szenario. Die Saudis könnten den Ölmarkt wie im März gigantisch mit zusätzlicher Fördermenge überfluten, um alle Partner der OPEC+ Gruppe zu Disziplin bei den Fördermengenkürzungen zu zwingen. Oder gibt es sonst irgendeinen netten, faulen Kompromiss für die Öffentlichkeit? Oder wird es wirklich diese Einigung wie aktuell vom WSJ vermeldet? Wir werden sehen, was im Laufe des heutigen Tages noch vermeldet wird.

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Chart zeigt Kurs im Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage
WTI-Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage.

weiterlesen

Devisen

Türkische Lira: Achtung, Inflation in der Türkei steigt kräftig an!

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Türkei-Flagge vor dem Bosporus

Die türkische Lira könnte vor einer weiteren Abwertung stehen. Könnte, aber nicht muss, denn da gibt es aktuell einen Hoffnungsschimmer. Aber zuerst zu den schlechten Nachrichten. Die türkische Statistikbehörde hat heute die Inflationsrate für November veröffentlicht. Von Oktober bei 11,89 Prozent springt sie hoch auf 14,03 Prozent im Jahresvergleich. Das ist eine kleine Katastrophe. Denn schaut man auf verschiedene Konsensschätzungen, dann lag die höchste Erwartung bei 12,7 Prozent. Vor allem die Lebensmittelpreise in der Türkei (+21 Prozent) und die Transportkosten (+18,7 Prozent) ziehen den Schnitt nach oben. Hier die Originalgrafik der Statistiker.

Grafik zeigt aktuelle Daten zur Inflation in der Türkei

Bemühungen der Zentralbank zur Eindämmung der Inflation

Die türkische Lira ist seit Jahren dabei gegen Euro und US-Dollar dramatisch abzuwerten. Erst am 19. November hatte die türkische Zentralbank in einem kräftigen Schritt den Leitzins von 10,25 Prozent auf 15 Prozent angehoben. Andere Zinssätze lagen vorher fast schon bei 15 Prozent, weshalb der Markt diesen optisch bedeutenden Schritt wohl nicht als wirklich sensationell einstufte. Und so notiert die türkische Lira trotz massiv gestiegenem Leitzins aktuell sogar etwas niedriger als am 19. November. Hier die Inflationsentwicklung im Chart. Ein Balken steht steht für einen Monat (Prozentveränderung im Vergleich zum Vorjahr).


source: tradingeconomics.com

Warum die türkische Lira heute einen Unterstützer hat

Man kann durchaus vermuten, dass die türkische Zentralbank eine weitere Zinserhöhung in den nächsten Tagen oder Wochen vornehmen könnte, um dem Kapitalmarkt zu signalisieren, dass man es wirklich ernst meint mit der Eindämmung der Inflation in der Türkei. Heute ist die türkische Lira nach dieser deutlich höher als gedachten Inflationsrate wieder verstärkt im Fokus der Devisenspekulanten. US-Dollar vs Lira stieg vorhin von 7,84 auf 7,92, um aktuell aber wieder auf 7,83 zu fallen.

Eine weitere Abwertung für die türkische Lira ist bei der stark gestiegenen Inflationsrate eigentlich zu erwarten. Aber halt, da gibt es einen Rettungsanker, der diese Lira-Abwertung bremsen könnte. Der US-Dollar ist seit Tagen klar am Fallen. Es ist eine eigenständige Dollar-Schwäche, die im immer weiter fallenden Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Währungen) gut erkennbar ist. Seit dem 23. November fällt der Dollar-Index von 92,60 auf aktuell 90,99 Indexpunkte. Auch seit Montag dieser Woche geht es immer weiter runter. Diese eigenständige Dollar-Schwäche könnte der Lira aktuell dabei helfen, gegen den Dollar nicht all zu stark abzuwerten. Aber ein gesicherter Faktor im Devisenhandel ist das nicht. USDTRY könnte auch abgekoppelt von der Dollar-Schwäche ein Eigenleben führen.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage