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Märkte

Aktuell: Ölpreis steigt spürbar – dank Donald Trump

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Wie brutal ist der Ölpreis jüngst doch abgestürzt. Das Drama auf der Abwärtsseite geht weiter, so schrieben wir erst heute Vormittag. WTI-Öl mit Liefertermin Juni lag heute früh noch knapp über 10 Dollar. Bis vor 30 Minuten lag der Ölpreis noch bei 11,60 Dollar. Jetzt aber ist er schnell auf 13 Dollar nach oben gesprungen. Der Chart zeigt den Kursverlauf seit gestern Abend.

Donald Trump ist aktuell verantwortlich für diesen Sprung. Denn geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten konnte schon immer kurzfristig den Ölpreis hochtreiben. Die Betonung liegt hier auf „kurzfristig“. Aktuell twittert Donald Trump, dass er der US Navy die Anordnung erteilt habe jedes iranische Kanonenboot zu zerstören, wenn sie US-Schiffe auf See belästigen würden. Tja, ein bißchen geopolitisches Muskelspiel, und zack, der Ölpreis springt hoch. Wie lange hält das an? Eine wacklige Nummer für Öl-Bullen!

WTI Ölpreis seit gestern Abend

Trump hat aktuell den Iran im Fokus - der Ölpreis steigt

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Zimmermann

    22. April 2020 15:08 at 15:08

    Die Aktienmärkte ziehen auch an. Patriotenrally, bitte einsteigen und Vorsicht an der Bahnsteigkante!!!

  2. Avatar

    Torsten

    22. April 2020 15:34 at 15:34

    Kudlow hat auch wieder was gesagt!

    Man muss ja schliesslich Gründe für dies und das erzeugen!

    Im Q1 fehlen 2 Wochen wegen Lockdown.
    Und im Q2 fehlen nur 3-4 Wochen so die Wunschvorstellung der Wall Street ( oder so soll es uns verkauft werden ). Wenn in China ein Sack Reis umfällt ist das zukünftig positiv weil etwas passiert ist, egal was.

  3. Avatar

    Marcus

    22. April 2020 15:41 at 15:41

    Was für eine billige Nummer! Passt aber zu einem noch billigerem Präsidenten.

  4. Avatar

    susiklatt

    22. April 2020 15:47 at 15:47

    Ich dachte, er will den Friedensnobelpreis,
    dann wohl doch eher auf der kurzfristigen Seite unterwegs

  5. Avatar

    Torsten

    22. April 2020 15:51 at 15:51

    „Wenn der letzte Amerikaner arbeitslos geworden ist, das letzte ETF wertlos, SP500 bei Null, dann werdet ihr merken das man Aktien nicht essen kann“

    Indianer Börsenclub

    • Avatar

      Lausi

      22. April 2020 21:48 at 21:48

      LOL – die Hopi-Indianer und Irokesen waren schon immer Aktien-Muffel gewesen! :-)

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Finanznews

Aktienmärkte: Schwächste Woche seit Corona-Crash! Marktgeflüster (Video)

Die Aktienmärkte absolvieren die schwächste Woche seit dem Corona-Crash im März. Die zweite Corona-Welle ist ein zuvor nicht eingepreister game changer!

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte absolvieren die schwächste Woche seit dem Corona-Crash im März. Und das ist wohl kein Zufall, denn die zweite Corona-Welle mit den damit verbundenen Lockdowns sind ein vorher so nicht eingepreister game changer für den wirtschaftlichen Ausblick. Diesmal aber ist der Abverkauf der Aktienmärkte in dieser Woche vor allem durch die großen Tech-Werte getrieben: am Montag SAP in Deutschland, heute die Schwergewichte Apple und Amazon jeweils gut 5% im Minus nach Vorlage der Quartalsergebnisse. Selbst gute Zahlen wie bei Amazon werden abverkauft – was „riecht“ der Markt? Ist das nur die Unsicherheit or der US-Wahl – oder kommt da etwas größeres auf uns zu?

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Gold/Silber

Goldpreis mit Bewegung? Mögliche Kausalkette beginnt bei der EZB

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Mehrere Gold-Barren

Eine Kausalkette ist eine Reihe von Ursachen und Wirkungen, wobei die Wirkung wieder zu einer neuen Ursache wird. In diesem Fall fängt diese Kette wohl bei der EZB an. Sie hat gestern angekündigt (hier die wichtigsten Punkte der PK), dass man im Dezember vermutlich auf die verschlechterte Corona-Lage in Europa reagieren und weitere Maßnahmen ergreifen könnte. Was das mit dem Goldpreis zu tun haben könnte? Nun, dann mal los mit der Kausalkette.

Anstehende EZB-Maßnahmen weisen auf steigenden oder fallenden Goldpreis hin?

Wenn die EZB ihre Geldpolitik weiter lockert, schwächt das den Euro. Da der Euro global das größte Gegengewicht gegen den US-Dollar ist, könnte der US-Dollar vermutlich aufwerten, sichtbar im Dollar-Index, einem Währungskorbs gegenüber anderen Hauptwährungen, wo der Euro das Haupt-Gegengewicht zum Dollar darstellt. Ein stärkerer US-Dollar sollte wiederum den Goldpreis schwächen. Denn alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, tendiert oft schwächer, wenn der US-Dollar aufwertet.

Aber halt, die Sache mit so einer klar nachvollziehbaren Kausalkette (EZB-Zinsen-Euro-Dollar-Gold) kann auch schnell wieder unklar werden. Denn wo der US-Dollar im Dezember womöglich vor einer weiteren Aufwertung steht, und der Goldpreis damit einem Abwärtsdruck ausgesetzt ist – da findet sich auch ein gutes Argument für einen steigenden Goldpreis. Denn wenn die EZB ihre Zinssätze weiter absenkt, würde dies das zinslose Gold gegenüber Anleihen mit Negativrenditen noch attraktiver machen. Denn der Einlagenzins der EZB ist ja bereits mit -0,50 Prozent im Negativbereich – und das zinslose Gold ist nunmal immer exakt bei 0,00 Prozent.

Expertenkommentare über EZB

Und wie aktuelle Expertenkommentare zeigen, könnten die Zinsen der EZB im Dezember in der Tat weiter sinken. So sagen die Analysten der Commerzbank in einem aktuellen Kommentar, dass man erwarte, dass das PEPP-Anleihekaufprogramm der EZB bis Ende 2021 verlängert und um 600 Milliarden Euro erhöht werde, im kommenden Jahr neue Langfristtender (TLTROs) auflegt und den Einlagensatz nochmals um 10 Basispunkte auf -0,6% gesenkt werde. Hiervon solle Gold in seiner Eigenschaft als wertstabile Anlage profitieren, so die Commerzbank. Man gehe daher nicht davon aus, dass der Goldpreis weiter stark nachgeben wird. Allerdings dürfte er in den kommenden Wochen Gegenwind von der Währungsseite erhalten, da man nach den Ankündigungen von EZB-Präsidentin Lagarde nun bis Jahresende keine EUR-Aufwertung mehr, sondern eine EUR-Abwertung (und damit einen festeren US-Dollar) unterstellen, so die Commerzbank. DIW-Chef Marcel Fratzscher hat in seinem aktuellsten Kommentar zu den gestrigen EZB-Aussagen erwähnt, dass er eine Ausweitung um der Anleihekäufe der EZB um 500 Milliarden Euro und eine Verlängerung bis Ende 2021 erwarte.

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.881 Dollar. Nach dem gestrigen Tief bei 1.860 Dollar konnte sich der Markt wieder etwas stabilisieren, weil der US-Dollar seit gestern minimal schwächelt. Aber von einer stärkeren Dollar-Abwertung kann noch keine Rede sein. Die Lage rund um das Edelmetall bleibt unklar. Im Zuge der stark fallenden Aktienkurse und des deutlich steigenden US-Dollar war der Goldpreis diese Woche von 1.910 Dollar auf das Tief von 1.860 Dollar gefallen – jetzt hat sich die Lage vorerst beruhigt. Weitere Abwärtsschübe am Aktienmarkt könnten (so meine bescheidene Meinung) zusätzlich zu einem stärkeren US-Dollar erneut Druck auf Gold ausüben.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen

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Indizes

Rüdiger Born über die aktuelle Lage im Dax

Rüdiger Born

Veröffentlicht

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Der Dax scheint sich seit gestern etwas stabilisiert zu haben. Ist heute noch kurzfristiges Trading möglich? Im folgenden Video werfe ich einen Blick auf die aktuelle Lage.

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