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Aktuell: Ölpreis und Aktienmärkte fallen – Trump mischt mit!

Claudio Kummerfeld

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Donald Trump

Na endlich. Donald Trump mischt mal wieder die Märkte durcheinander. Der Ölpreis fällt deutlich, und auch die Aktienmärkte fallen schon seit Stunden. Derzeit kommt einiges zusammen. Da ist die Angst vor Enttäuschungen bei den heutigen Quartalszahlen der Tech-Giganten (wir werden ab 22 Uhr berichten). Da sind die Gewinnmitnahmen, die Fed-Aussagen von gestern Abend, das heute schlechter vermeldete BIP in Deutschland. Und dann gab es heute um 14:30 Uhr auch die US-BIP-Daten. Die waren leicht besser als befürchtet, dennoch katastrophal. Das alles drückt auf die Stimmung und lässt die Kurse fallen.

Und nun kommt Donald Trump noch um die Ecke. Vor einer Stunde brachte er den folgenden Tweet, den er in seiner Twitter-Timeline sogar angeheftet hat. Mit dieser Funktion bleibt der Tweet ganz oben hängen, auch wenn man neue Tweets macht. Damit will Donald Trump wohl die herausragende Wichtigkeit dieses Tweets betonen. Er befürchtet offenbar eine unfaire Wahl im November aufgrund des Wahlverfahrens. Deswegen könnte die Wahl die ungenaueste und betrügerischste Wahl in der Geschichte werden. Man solle die Wahlen verschieben, damit die Leute sicher wählen könnten, so stellt er es als Frage in den Raum. Als Frage? Ja, schon komisch. Aber damit drückt er noch mehr auf die heutige miese Börsenstimmung.

Die Märkte hassen Unsicherheit. Und so fällt der WTI-Ölpreis seit kurz vor 15 Uhr von 40,64 auf 38,80 Dollar im Tief (aktuell 39,38 Dollar). Der Dow Jones hat seit heute früh insgesamt 400 Punkte eingebüßt, und der Dax sogar etwas mehr als 500 Punkte! Das ist mal eine Korrektur! Die Quartalszahlen heute Abend können zum Brandbeschleuniger werden für den Absturz, oder ein Wendepunkt, der die Kurse ab morgen wieder steigen lässt!

Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage
WTI-Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Michael

    30. Juli 2020 18:40 at 18:40

    Donnie im Panikmodus? Keiner mag ihn, sagt er selbst, das liegt wohl an seiner Persönlichkeit, sagt er selbst. Sieht er langsam selbst die Felle davon schwimmen? Gelangt er zu so etwas wie Selbsterkenntnis?

    Die großartigen Erfinder und Erhalter von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat, die älteste und geschichtsträchtigste und gleichzeitig modernste Zivilisation des Planeten ist nicht in der Lage, ordentliche Wahlen auch per Briefwahl durchzuführen? Gleichzeitig dürfen im Namen der Freiheit aber bewaffnete und gewaltbereite Fanatiker „optisch auffällige“ Wähler vor den Wahllokalen einschüchtern und vertreiben? Wie schreibt er in seinem Tweed so nett: until people can properly, securely and safely vote

    America WHITE and MIGHTY FOREVER!

    Bauernschlau-naiv, durchsichtig-dümmlich, plump, jedoch nicht ganz so dämlich, wie er ansonsten agiert. Denn gleichzeitig suggeriert er eine Nicht-Anerkennung der Wahlen im Falle einer Niederlage, heizt damit die ohnehin bedenkliche Spaltung der Nation weiter an und zielt auf die unglaublichste (und hirnrissigste) Idee EVER ab:

    Die Wahlen müssen verschoben werden, until people can properly, securely and safely vote. Hhmm… war da nicht was?

    OK, das Grippchen verschwindet nach seinen Aussagen von alleine. Dürfte also kein Problem bis November sein.
    Die „kranken und geistesgestörten Unruhestifter“ im Inland wurden in die Schranken gewiesen, die Truppen wurden abgezogen, kein Problem bis November.
    Der Hauptfeind Deutschland wurde erfolgreich bestraft. China ebenso. Von Mexiko südlich sowieso. Die FED ist unter Kontrolle, die Wirtschaft brummt, alle sind in Brot und Arbeit.
    Great Job!

    Für Fake-News: Die Chinesen sind schuld. Und die Deutschen. Und die Latinos. Und Twitter. Und die Anarchisten und Chaoten im eigenen Land, auch die infizierten Republikaner. Alle, die ganze Welt!!!

    Erinnert irgendwie an unsere Alternativen Chaoten, speziell aus Thüringen, Sachsen und MacPommes. Aber das würde jetzt zu weit führen…

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona und SAP

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Corona-Anstiege in den USA und Europa sind heute ein Thema. Aber auch die aktuelle Revision der Aussichten von SAP sind in New York aktuell Thema.

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Dax: Unterschreitet der Dax dieses Niveau droht Abverkauf!

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In Bezug auf die jüngste Prognose hat sich der deutsche Leitindex, Dax 30, durch die Weiterführung der Korrektur, nahezu mustergültig verhalten. Auch wenn die Performance vom letzten Handelstag (Freitag letzter Woche) einen positiven Eindruck hinterlassen könnte, konnte auch diese Minirallye noch keine richtungsweisende Entscheidung bewirken. Das Einhalten des Fahrplanes konnte einer Umstellung des Szenarios entgegenwirken, wie der Chart es zeigt. Nach wie vor sehe ich relativ optimistisch in die nähere Zukunft, erwarte ich übergeordnet auch künftig schönes Wetter, für den Dax.

Ausblick für den Dax:

Mit der Fortführung der Korrektur (c) konnte der Dax Welle (c) nahezu mustergültig ausbilden. Aktuell liegt noch kein regelkonformer Abschluss dieser Welle noch nicht vor, doch deutet der Verlauf vom Freitag darauf hin, dass der Dax diesen Schritt begehen möchte. Ein Schlusskurs über dem Widerstand bei 12.704 Punkten (0.62-Retracement) würde Welle (c) abschließen und einen neuen, zunächst sehr begrenzten, Aufwärtstrend ins Leben rufen.

Der Dax und seine entscheidende Unterstützung bei 12290 Punkten

Eine größere Aufwärtsbewegung würde sich indes erst durch ein nachhaltiges Überschreiten der 0.76-Linie (13.096 Punkte) einstellen.
Dieser Schritt würde den Dax mindestens bis zur 1.38-Linie bei 13.914 Punkten steigen lassen. Auf der anderen Seite würde sich die Situation signifikant eintrüben, sollte sich der Aktienindex zum nachhaltigen Bruch der 1.00-Unterstützung (12.290 Punkte) entscheiden. Gesetzt den Fall, schließt sich eine größere Korrektur an, deren erste Anlaufstelle durch das große 0.50 Retracement (11.694 Punkte) gebildet wird.

Fazit:

Momentan befindet sich der Dax noch im Korrekturmodus, sodass ein erneutes auf längere Sicht angelegtes Engagement (noch) nicht zu empfehlen ist.

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Aktienmärkte: Was für fallende Kurse spricht – die Belastungsfaktoren

Im ersten Teil („Aktienmärkte vor US-Wahl: Wer siegt, Bulle oder Bär? Das Bullen-Szenario“) hatte ich die Positiv-Faktoren für die Aktienmärkte benannt. Was aber spricht für fallende Kurse?

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Im ersten Teil hatte ich die Positiv-Faktoren für die Aktienmärkte benannt. Was aber spricht nun für fallende Kurse?

Aktienmärkte: Die zweite Corona-Welle ist da

Die zweite Coronawelle ist da: Die Marke von 500.000 Neuinfizierten weltweit und pro Tag, wurde kürzlich erreicht. Durch den Anstieg der Infektionen mit Covid-19 auf über 11.000 zum Ende der letzten Woche in Deutschland, befanden sich bereits 350.000 Menschen in Quarantäne, Ende September waren es noch 140.000.

Rekordzahlen, wohin man blickt: USA 83.000 Neuinfektionen, Frankreich 45.000, Italien 21.000, Spanien 20.000, aber auch Deutschland mit über 14.000. Deshalb sollen ab Montag in Italien wieder viele Freizeiteinrichtungen geschlossen werden, in Spanien erinnern die Maßnahmen an den Alarmzustand des Frühjahrs.

Aber gemessen an der Bevölkerung sind die kleinen EU-Länder Tschechien und Belgien mit ihrer Bevölkerungszahl von 10-11 Millionen Einwohner am härtesten getroffen. Die Infektionszahlen je 100.000 Einwohner waren in den vergangenen 14 Tagen nach Angaben der zuständigen Stelle in der EU jeweils fast zehn Mal so hoch wie in Deutschland.

Das hat Aktienmärkte wie den Dax bereits belastet – und dürfte mehr und mehr Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Immer mehr Volkswirte sprechen von einer möglichen Double-Dip-Recession, sollte der Anstieg der Infektionszahlen nicht bald gestoppt werden. Und das dürfte die Aktienmärkte zunächst nicht kalt lassen!

Weltweit hat man deshalb die Marke von einer halben Million Infektionen täglich überschritten. Was viel klingt aber eigentlich wenig ist im Hinblick auf eine Herdenimmunisierung angesichts einer Weltbevölkerung von über 7600 Millionen Menschen. Allerdings dürfte die wahre Infektionszahl – Stichwort Dunkelziffer – weitaus höher legen, vielleicht sogar bei Faktor 10.

Antikörpertests aus den Metropolen Indiens oder Brasiliens (auch Mexikos), wo die Ausbreitung durch die Verhältnisse explodiert sein muss, geben Hinweise darauf. Denn die Infektionszahlen in diesen beiden Ländern haben sich seit ihren Höchstständen vor zwei Monaten etwa halbiert – in gegensätzlicher Entwicklung zur westlichen Welt. Ebenso in Israel, wo sich die Infektionszahlen nach dem Lockdown bereits gefünftelt haben.

Dass sich die Corona-Entwicklung bald auch im Konsumsektor in Deutschland bemerkbar machen könnte, der immerhin 51 Prozent des BIP ausmacht, sieht man an der Entwicklung des GFK-Konsumklimas. Das Verbrauchervertrauen fiel von minus 1,7 auf minus 3,1 Prozent im November. Von seinem Tief im Mai von minus 23,1 Punkten war es bis in den August hinein auf minus 0,3 Punkte geklettert, um angesichts der Sorgen um einen Lockdown wieder langsam nach unten zu gleiten. Das GfK-Konsumklima als eine Art zweiter Infektionsindex?

Aber auch Tourismus leidet weiter. Die jüngsten Zahlen zu den Flugbuchungen sind stark rückläufig und liegen bereits wieder 73 Prozent hinter den Vorjahreszahlen, vor zehn Wochen waren es noch minus 56 Prozent. Ähnliches geben die neuesten Daten des Tourismuskonzerns TUI wieder.

Ausblick auf die Woche

Die Konjunkturdaten dieser Handelswoche beginnen mit dem Ifo-Index aus Deutschland, der nicht nur in der jüngsten Vergangenheit gute Hinweise auf die Entwicklung der Wirtschaft gegeben hat. Deutschland ist ein Exportland, der Dax ein Exportindex, deshalb sind die Ausblicke der insgesamt 9000 Unternehmenschefs ein wichtiger Konjunkturindikator für Deutschland. Und erstmals seit fünf Monaten, das zeigen die heute vormittag veröffentlichten ifo-Zahlen, ging der Index wieder zurück.

Außerdem ist die Veröffentlichung der Daten für das Bruttoinlandsprodukt für die USA (Donnerstag) und Deutschland (Freitag) sehr interessant. Hat der antizipatorische deutsche Leitindex nicht ein sehr heftiges V fabriziert, bis Anfang Juni? Dort hatte er sein Hoch bei 12913 Punkten erreicht, seitdem pendelt er in einer Range und steht heute ungefähr 250 Punkte tiefer. Könnte also bedeuten, dass das Wachstum in Q4 erst einmal sehr mager (oder geringer) ausfällt.

Ja und dann haben wir auch noch die Woche mit dem größten Aufkommen an Quartalszahlen im S&P 500. Melden doch am Donnerstag dieser Woche tatsächlich gleichzeitig Alphabet, Amazon, Apple und Facebook ihre Zahlen. Das dürfte für die Aktienmärkte ein entscheidender Tag sein angesichts der Marktkapitalisierung der Tech-Schwergewichte! Sind die Erwartungen diesmal zu hoch – siehe die Reaktion auf die SAP-Zahlen heute?

Fazit

Vielleicht ist die Wahl am 3. November gar nicht das große Ereignis für die Börsen. Der Artikel „Präsidentschaftszyklen und die Börse“ gibt ein paar Hinweise darauf, wie sich die Aktienmärkte entwickeln. Sollte sich Corona nicht bald eindämmen lassen, bleibt den Regierungen und Notenbanken in den nächsten Wochen gar nichts anderes übrig, als zu „retten“ und zu „drucken“, was das Zeug hält. Das wiederum könnte paradoxerweise jedoch die Aktienmärkte stützen.

Die Gefahrenabwehrbehörden können gar nicht anders, als bei Zunahme der Inzidenzzahlen zumindest regionale Lockdowns anzuordnen. Bei allen Diskussionen über das Übermaßverbot gibt es in Deutschland den Schutzbereich des Art. 2 Grundgesetz mit dem Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit/Leben.

Und für die USA könnte demnächst gelten: Die schönen Wahlprogramme sind zunächst erst einmal zweitrangig. Vorrang hat für alle Nationen die wirtschaftliche Entwicklung, die Verhinderung weiterer Lockdowns, somit stochern alle ein wenig im Nebel, Volkswirte, Kommentatoren und auch Politiker. Die Halbwertszeit und die Validität von Wirtschafts-und Politiknews gehen für mich daher aktuell ziemlich in den Keller.

Und was die Eingangsfrage betrifft – eher Vorsicht, immer mit dem Blick auf die Statistiken der John-Hopkins-Universität oder des RKI.

Die Belastungsfaktoren für die Aktienmärkte - Steilvorlage für Bären?

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