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Devisen

Aktuell: Ölpreis und britisches Pfund kurz vor Durchbruch nach oben

Claudio Kummerfeld

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Tja, nun haben die Briten eine schön entspannte Brexit-Verlängerung bis zum 31. Oktober bekommen. Aber wohl kaum kann es über Ende Mai hinausgehen, weil die Briten ja sonst ihre Abgeordneten für das EU-Parlament wählen müssten. Das ist kaum vorstellbar! Erst mal ist alles total entspannt in London? Wie geht es weiter? Niemand weiß es! Aus den aktuellen Analysten-Kommentaren diverser Banken kann man alles und auch gar nicht herauslesen. Da kann sich jeder seine eigene Argumentation zurecht basteln, für steigende oder auch fallende Kurse.

Fakt ist aktuell aber, dass das britische Pfund seit der Brexit-Verschiebung durch die EU von gestern früh erstmal den ganzen Donnerstag über ganz langsam fiel von 1,3090 gegen den US-Dollar auf 1,3048 gestern Abend. Seitdem ist der Kurs aber heute zügig auf 1,3122 gestiegen. Schaut man sich diesen Chart seit 2. April an, hängt der Pfund-Kurs aktuell direkt an mehreren Hochpunkten der letzten Tage. geht es noch ein wenig weiter nach oben, könnte er erstmal Luft haben bis zur Höchstmarke bei 1,3190 vom 4. April. Danach gäbe es weitere Hochpunkte aus März und Februar zu erreichen bis rauf auf 1,3330. Aber in den geringen Schwankungsbreiten der letzten Tage wäre ein Anlaufen auf 1,3190 ja schon eine kleine Sensation!

Pfund vs USD

Ölpreis kurz vor weiterem Anstieg

Der Ölpreis ist schon seit Wochen im Aufwärts-Momentum. Der zweite Chart (seit Sommer 2018) zeigt den gesunden Aufwärtstrend. Der erste Chart (seit Anfang März) zeigt den WTI-Ölpreis, wie er immer stufenweise ansteigt. Immer ein wenig durchschnaufen, dann ein neues Ansteigen auf neue Höchstkurse. Kommt es diesmal auch so? Jetzt verschnaufen bei 64,30 Dollar, und in Kürze das Hoch bei 64,73 Dollar vom 9. April überlaufen? Die staatliche libysche Ölgesellschaft (wer regiert dort eigentlich gerade?) sagte heute, dass die stark zunehmenden Kämpfe im Land die Ölproduktion in Libyen zum Stillstand bringen könnten. Das unterstützt natürlich tendenziell die Öl-Bullen (weniger Angebot am Weltmarkt) kurz vor dem Wochenende. Aber abgesehen davon gibt es derzeit auf der Fundamentalseite keine neuen Infos.

Ölpreis WTI

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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