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Aktuell: OPEC flutet Markt weiterhin mit 30Mio barrel pro Tag – Katar-Energieminister macht Andeutungen für Zukunft

Redaktion

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Von Claudio Kummerfeld

In seiner Rede auf der gerade laufenden PK nach dem heutigen OPEC-Treffen hat der Energieminister von Katar bestätigt, dass die OPEC ihre tägliche Öl-Fördermenge bei weiterhin 30mio barrel pro Tag belässt. Er deutete indirekt an, dass die OPEC ihre Ölproduktion in Zukunft sogar ausweiten könnte.

Er erwähnte in seinem Statement vor Beginn des OPEC-Treffens auf der einen Seite, dass der weltweite Bedarf nach Öl in 2015 um 1,2 Mio barrel pro Tag ansteige – auf der anderen Seite würden die USA und Kanada ihre Produktion mit Fracking und Ölsand derzeit drastisch zurückfahren. Diese beiden Ländern würden ihre Produktion in 2015 daher nicht in dem Maß ausweiten, wie die globale Nachfrage steige. Denkt man diese Argumentationskette einen Schritt weiter, will er damit sagen, dass die OPEC sich in der Pflicht sieht diese Lücke zu schließen und die steigende Nachfrage zu bedienen – genau so hatten es saudische Offizielle in den letzten Monaten mehrmals formuliert.

Der Ölpreis hat sich in der letzten Stunde wenige 1 Dollar nach oben bewegt (Juli WTI), weil man vorher Angst hatte die Fördermenge könnte jetzt bereits steigen. Aber diese kleine Freude ist jetzt schon wieder verflogen und der Ölpreis lässt einen Tick nach. Aber die PK läuft derzeit noch und mal sehen, was sich gleich noch tut.

Hier ein Auszug aus seiner vorigen Eröffnungsrede:

At OPEC, we continue to monitor the situation, and are looking at ways and means to address the challenges ahead. And for 2015, we are focused on how we see the market evolving – particularly over the second half of the year.

The global economic environment shows some encouraging signs, although the outlook is patchy. Global growth for 2015 is forecast at 3.3 per cent, the same level as in 2014.

World oil demand in 2015 is forecast to grow by around 1.2 million barrels per day, higher than the figure of 1 million barrels per day in 2014. The majority of this net oil demand growth will continue to be seen in non-OECD countries.

In terms of oil supply, non-OPEC countries will see much lower levels of production growth in 2015 than in previous years. In fact, expected non-OPEC supply growth this year is just below 700,000 barrels per day, which is only around one-third of the growth witnessed in 2014. In North America, US tight oil and Canadian oil sands are anticipated to see lower growth following recent strong declines in rig counts.

All this points to a more balanced market in the second half of 2015, with current estimates for OPEC crude demand at 30.3 million barrels per day in the third quarter, and 30.7 million barrels per day in the fourth quarter.

Of course, stability will be of paramount importance for the industry in the years ahead, given the need for investments in capacity expansion to make sure the world has enough supply to meet expected future demand.

Excellencies, ladies and gentlemen,

At today’s meeting, OPEC will discuss developments that have taken place over the last six months, and consider the market outlook for the remainder of 2015.

As always, OPEC’s focus will be on enhancing market stability in the interests of all parties and in support of steady global economic growth. However, we should remember that this is not the responsibility of OPEC alone. If we all wish to benefit from a more orderly oil market, then we should all be prepared to contribute to its stability. In support of this, dialogue and cooperation are essential.


Quelle: opec.org

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Marcel Fratzscher im Interview: Marktversagen, Börse, Staatshilfen, Globalisierung uvm

Redaktion

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Marcel Fratzscher als Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wurde von der FAZ schon mal als Claqueur der SPD bezeichnet. Wer den Begriff nicht kennt: Ein Claqueur ist jemand, der auf Kommando Beifall klatscht. Und so hat Herr Fratzscher den Ruf, vor allem bei wirtschaftspolitischen Meinungen und Inhalten der SPD jede Menge Lob zu verteilen und die Thesen auch mit seinen fachkundigen Aussagen zu untermauern. Man munkelt in Berlin und Frankfurt schon seit geraumer Zeit, dass der gute Herr Fratzscher eine Karriere als Notenbanker oder in einem Ministerium anstrebt. Aber sind das nur Gerüchte? In den politischen Zeitgeist würde er sicher gut passen.

Marcel Fratzscher wurde schon von vielen anderen Kommentatoren sehr kritisch beäugt, aber auch von unserer Redaktion. Zum Beispiel sagte er im September, dass er keine Zombieunternehmen in Deutschland entdecken könne. Nur um wenige Tage später vom Problem der Zombieunternehmen zu reden. Generell ist er dem Lager der „Experten“ zugehörig, die der Meinung sind, dass man mit genug neuen Schulden so ziemlich alles regeln kann. Gibt es nur genug Nachfrage, lösen sich alle Probleme von selbst? Und die zusätzlichen Staatsschulden, die sind ja sowieso kein Problem bei den Nullzinsen? So einfach kann die Welt sein.

Aktuell hat Marcel Fratzscher dem auf YouTube bestens bekannten Interview-Format „Jung und Naiv“ ein 145 Minuten langes Interview gegeben. Die Leitlinie kommt relativ weit am Anfang des Interviews. Der Markt hat versagt. Also, wohin soll es seiner Meinung nach gehen? Mehr Regulierung, mehr Planwirtschaft? Thilo Jung spricht mit Marcel Fratzscher über Themen wie die Aktienmärkte und ob sie sich von der Realwirtschaft abgekoppelt haben, über die Coronakrise, Staatshilfen, die Klimakatastrophe, Autoindustrie, Konsumverzicht, Globalisierung, die Ungleichheit von Vermögen, Steuern uvm.

Wir können Ihnen an dieser Stelle nicht knallhart empfehlen 145 Minuten Marcel Fratzscher am Stück anzuschauen. Diese Entscheidung müssen Sie schon selbst treffen. Aber auch bei „Experten“, die wir kritischer sehen wie einen Herrn Fratzscher, gilt das selbe wie bei Hans-Werner Sinn, Markus Krall oder Clemens Fuest. Auch wenn man als Zuhörer die Meinung des Interviewten nicht teilt, so erweitert das Zuhören doch den Horizont.

Marcel Fratzscher
DIW-Chef Marcel Fratzscher. Foto: SPÖ Presse und Kommunikation – ExpertInnen Austausch anlässlich der Kurt Rothschild Preisverleihung, 27.09.2017 CC BY-SA 2.0

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Unser Wohlstand kommt übers Meer – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Welt ist so vernetzt wie nie zuvor. Auch wenn es in vielen Ländern protektionistische Tendenzen gibt, hat die weltweite Vernetzung ein Ausmaß erreicht, das in der Menschheitsgeschichte einmalig ist. Die Welt ist zusammengerückt. Viele Produkte, die Sie täglich nutzen, werden komplett oder in Teilen rund um den Globus verschifft, bevor Sie sie in Händen halten.

Die globalen Wertschöpfungsketten wären undenkbar ohne den regen Seehandel, der die Welt verbindet. Tausende Containerschiffe fahren von Kontinent zu Kontinent und bringen uns Waren vom anderen Ende der Welt.

Ich schreibe hier vorrangig über Zukunftstechnologien, die unsere Welt tiefgreifend verändern werden. Doch nichts hat unseren Wohlstand so sehr befeuert, wie der weitgehend freie Welthandel.

Deutschland ist Exportweltmeister

Unser Land ist erfolgreich, weil wir so stark in den Welthandel eingebunden sind. Maschinen und Autos aus Deutschland genießen international einen guten Ruf. Von den Erträgen aus dem Exportgeschäft kaufen wir beispielsweise Elektronik, chemische Erzeugnisse und Bekleidung. Das meiste davon wird übers Meer transportiert.

Die Lebensadern unserer Wirtschaft liegen im Wasser

Wenn Sie schon einmal in Hamburg am Hafen standen, haben Sie einen Eindruck, welche Mengen an Gütern täglich über den Seeweg nach Europa kommen. Rund 90% aller weltweit gehandelten Waren werden übers Meer befördert.

Unternehmen wie Hapag-Lloyd, Costamare oder Euronav betreiben riesige Flotten, um Waren rund um die Welt zu verschiffen. Sind die Aktien deshalb einen Blick wert? Das Geschäft ist lukrativ, aber hart umkämpft. Triton ist da schon eher interessant, denn das Unternehmen vermietet die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Hotels und Restaurants: Wachstum ja, aber noch keine V-Erholung

Claudio Kummerfeld

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Restaurant-Tische mit Gläsern

Der Umsatz bei Hotels und Restaurants ist im August gegenüber Juli um 5,5 Prozent gestiegen. Aber im Vergleich zu August 2019 liegt er immer noch mit 22,2 Prozent im Minus. Die Grafik, die bis zum Jahr 2013 zurückreicht, zeigt es: Eine V-förmige Erholung ist noch nicht abgeschlossen. Der Indexwert der Umsätze von Hotels und Restaurants lag vor dem Start der Coronakrise im Februar bei 105,5 Indexpunkten, und im August waren es 80,9 Punkte. Da ist noch einiges an Lücke vorhanden. Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im August 2020 sogar um 32,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Gut, diese heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten sind aus August. Inzwischen haben wir Oktober, und die V-förmige Erholung könnte bis jetzt schon fast geschafft sein. Könnte, nicht muss. Aber selbst wenn…. ein halbes Jahr lang gigantische Verdienstausfälle machen einer Branche zu schaffen, die darauf angewiesen ist konstant Umsatz zu machen. Viele Betreiber und Hotels und Restaurants überleben vielleicht aktuell, aber nur dank staatlicher Kredite. Man hat also nach der Krise deutlich mehr Schulden als vorher, dazu kommen oft noch vermutlich Mietschulden, weil der Vermieter monatelang die Restaurantmiete stundete, die nun nachgezahlt werden muss. Hat man die Krise auf den ersten Blick überlebt, und hat wieder „normale“ Umsätze, so türmen sich die Schulden auf. Zeitlich verzögert könnten also viele Insolvenzen folgen, auch wenn sich die Umsätze der Branche wieder normalisieren.

Chart zeigt Umsätze bei Hotels und Restaurants

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