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Aktuell: OPEC-Meeting, wichtig für Ölpreis – LIVE-Blog – Update 19:18 Uhr

Claudio Kummerfeld

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am

Öl-Pumpe in der Wüste

Zwei Mal im Jahr veranstaltet die OPEC in ihrer Zentrale in Wien ihre Treffen. Dieses Mal findet es wegen der Coronakrise nur virtuell statt. Morgen dann folgt die Absprache mit den externen Partnern im Rahmen der „OPEC+“-Vereinbarungen (wichtig hier ist vor allem Russland). Für den Ölpreis ist sehr interessant, worauf man sich heute im Kartell einigt. Wird man wie bisher angedacht ab Januar die Fördermengen für Öl wieder ansteigen lassen, oder die Kürzungen erst einmal weiter aufrecht erhalten? Für die Erholung im Ölpreis könnte die Beibehaltung der bisherigen Fördermengenkürzungen durchaus wichtig sein. Denn die derzeitige zweite Corona-Welle schwächt weltweit die Öl-Nachfrage. Hier zeigen wir fortlaufend aktualisiert die wichtigsten Aussagen vom aktuellen OPEC-Meeting.

19:18 Uhr:

Das Meeting wurde offiziell auf morgen vertagt. Das wird wohl eine harte Nuss morgen, wenn man aktuelle Kommentare von Öl-Ministern (zum Beispiel aus dem Iran) liest.

17:42 Uhr:

Verschiebung der Entscheidung auf morgen wird immer wahrscheinlicher.

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17:17 Uhr:

Die vielleicht renommierteste Reporterin der OPEC-Szenerie Amena Bakr fasst die aktuelle Lage kurz und verständlich zusammen. Offenbar ist man sich bei der OPEC einig, dass man die Kürzungen 3 Monate verlängern will. Nur müssen alle externen Partner dem auch zustimmen, sich auch noch an diese Zusagen halten, und zuletzt zu viel produzierte Mengen kompensieren (und das wäre schon ein kleines Wunder). Bislang noch keine offizielle Mitteilung der OPEC.

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17:06 Uhr:

Gerüchteküche aktuell: Es gibt einige Aussagen von nicht genannten OPEC-Quellen an einige Reporter. Danach sieht es wohl so aus, dass man sich jetzt im Rahmen der OPEC relativ einig zu sein scheint, dass man die jetzigen Fördermengenkürzungen 3 Monate lang ab Januar beibehalten will. Aber man will dies womöglich heute noch nicht offiziell verkünden, sondern erst morgen mit den externen Partnern wie Russland abstimmen.

16:17 Uhr:

Gerüchteküche: Einige Korrespondenten melden aktuell Gerüchte, wonach erst morgen zusammen mit Russland und Co im Rahmen von OPEC+ echte Entscheidungen getroffen werden sollen. Man hört aber auch Stimmen, die aktuell von einer Einigung über 3 Monate Verlängerung der jetzigen Kürzungen sprechen. Alles unklar.

16:05 Uhr:

Das Dilemma der letzten Jahre auch heute? Wir behalten die Kürzungen nur aufrecht, wenn auch wirklich alle mitmachen?

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14:33 Uhr:

Nach Eröffnungsrede geht man jetzt in die geschlossene Sitzung.

14:24 Uhr:

Das OPEC-Meeting beginnt. Es könnte aber möglicherweise stundenlang dauern bis Tendenzen über eine mögliche Einigung erkennbar werden. Erstmal wird eine Rede verlesen – hier beim Klick an dieser Stelle der Original-Redetext.

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Indizes

Dax: Der deutsche Leitindex und die deutsche Wirtschaft

Wie kann es sein, dass der deutsche Leitindex Dax auf Rekordständen notiert, obwohl es einem Teil der Wirtschaft doch so schlecht geht?

Wolfgang Müller

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am

Derzeit wird viel darüber gerätselt, warum es sein kann, dass der deutsche Leitindex Dax auf Rekordständen notiert, obwohl es einem Teil der Wirtschaft doch so schlecht geht? Im Bereich der Gastronomie und in vielen Dienstleistungsbranchen herrscht große Not und viele Firmen können sich nur knapp über Wasser halten. Woher also diese Divergenz, spielen die Börse komplett verrückt?

Der Dax und Deutschlands geschrumpfte Wirtschaft

Vor Kurzem wurde die erste Berechnung für das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands des Jahres 2020 veröffentlicht. Es ist um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen, von 3,44 auf 3,329 Billionen Euro, macht pro Bürger 40.033 Euro (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Das Verarbeitende Gewerbe war besonders durch den Totaleinbruch im zweiten Quartal 2020 um 10,4 Prozent gefallen. Der Dienstleistungsbereich mit Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 6,4 Prozent, allerdings nur deshalb vergleichsweise wenig, weil der Onlinehandel einen gewaltigen Boom erlebt hat. Die Bauausgaben hingegen nahmen gegenüber dem Vorjahr sogar um 1,4 Prozent zu.

Die Konsumausgaben der Bürger erlebten mit minus 6 Prozent den größten Rückgang seit Jahrzehnten, allerdings wirkten die Ausgaben des Staates mit plus 3,4 Prozent dagegen stabilisierend.

Der Außenhandel mit seinen Exporten und Importen von Waren und Dienstleistungen ging im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, die Exporte preisbereinigt um 9,9 %, die Importe um 8,6 %. Besonders stark natürlich der Rückgang der Dienstleistungsimporte, was vor allem am hohen Anteil des stark rückläufigen Reiseverkehrs lag.

„Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 158,2 Milliarden Euro. Das war das erste Defizit seit 2011 und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung, nur übertroffen vom Rekorddefizit des Jahres 1995, in dem die Treuhandschulden in den Staatshaushalt übernommen wurden.“ So das Statistische Bundesamt.

Wieso steht der deutsche Leitindex nun knapp über seinem Stand vom Februar 2020, dem Beginn der Corona-Krise?

Die Besonderheit des Dax

Warum also steht der deutsche Leitindex Dax höher als vor der Krise, trotz der schlechten Wirtschaftsdaten? Dafür dürfte es mehrere Ursachen geben.

Zum einen blickt der Index bereits weit in das Jahr 2021, also auf die Zeit, in der man glaubt das Virus eingedämmt zu haben und zum anderen ist er kein Spiegelbild der deutschen Wirtschaft mit seinen vielen exportorientierten Titeln. Dies wird allein schon aus seiner Marktkapitalisierung ersichtlich. Diese beträgt aktuell 1,265 Billionen Euro, im Vergleich zum deutschen Bruttoinlandsprodukt von 3,329 Billionen Euro. Ganz anders die USA, wo allein der S&P 500 mit seiner 40-Billionen-Marktkapitalisierung fast schon das Doppelte der US-Wirtschaftsleistung ausmacht (20,8 Billionen Dollar).

Viele der Branchen, die das deutsche BIP ausmachen, sind gar nicht im Dax repräsentiert, oder gar nicht börsennotiert. Etwa der Mittelstand, oder die derzeit so gebeutelten Dienstleistungsbranchen, wie das Gastgewerbe, oder auch Tourismus und Kultur. Betrachtet man die vielen Pleiten und schmerzhaften Einschnitte in diesen Bereichen, so wird erkennbar, dass diese (zunächst) nicht den deutschen Leitindex tangieren. Beispielsweise Karstadt, Kaufhof, Douglas, Adler, Klier, Arko, Eiles u.v.m.

Die Unternehmen im Dax legen zum Teil schon wieder starke Unternehmensergebnisse vor. Sei es die deutsche Post, die die große Paketflut kaum bewältigen kann, der Spezialchemiekonzern Covestro, oder jüngst der größte Chemiekonzern Europas, BASF. Besonders bedeutsam, weil dieser weltweite Lieferant von Grundprodukten so etwas wie ein Frühindikator der Weltwirtschaft gilt. Die Ludwigshafener sind in nicht weniger als 90 Ländern dieser Erde präsent. Abertausende von Firmeninsidern haben dafür gesorgt, dass der Aktienkurs seit dem Coronatief bereits wieder um 75 Prozent gestiegen ist.

Was wird erst demnächst Infineon für Zahlen liefern, angesichts der großen Nachfrage nach Chips (Automobilbau)?

Unsere Automobilindustrie zeigt deutlich, wo die Corona-Krise bereits überwunden ist, in Fernost. BMW, Daimler und Volkswagen haben sehr von der Erholung der chinesischen Wirtschaft profitiert. Diese Firmen verkaufen bereits 30 bis 40 Prozent ihrer Fahrzeuge in China. Dort gibt es nach Jahren der Schrumpfung wieder einen richtigen Boom im Automobilsektor. Nicht zu vergessen der US-Markt, wo es zumindest 2021 einen schuldenfinanzierten Aufschwung geben sollte. Über die Pläne der neuen US-Administration wurde schon ausführlich berichtet.

So bleibt festzustellen: Die Kurs/Gewinn-Verhältnisse der Unternehmen des Dax liegen bei 20 von 30 Unternehmen für das Jahr 2021 gleich oder besser als der 10-Jahresdurchschnitt.

Fazit

Laut der deutschen Börse ergibt sich für den Dax in den vergangenen 30 Jahren ein durchschnittliches Kurs/Gewinn-Verhältnis von 19, längerfristig von 15. Das aktuelle KGV für das Jahr 2021 wird mit 19 angegeben, sollte es mit der deutschen Wirtschaftserholung tatsächlich so klappen, wie erwartet. Die ersten Ergebnisse der Unternehmen deuten daraufhin, dass es tatsächlich der Fall sein könnte, wenn Volkswagen selbst im Corona-Jahr noch einen Gewinn von 10 Milliarden Euro ausgewiesen hat. Der deutsche Leitindex ist zweifelsohne hoch bewertet, aber seine Kennziffern zeigen kein völliges Auseinanderdriften zur Wirtschaft, wie es zum Beispiel in den USA bei vielen Werten der Fall ist. Aber hier liegen auch die Probleme des deutschen „Performance-Index“. Er ist abhängig von der Entwicklung der großen Volkswirtschaften von China und den USA und von der Wall Street. Wenn dort die Kurse einbrechen, tun es unsere auch, zumal sich der Dax auch noch in Summa in den Händen ausländischer Investoren befindet, zumeist angelsächsischen (Beispiel BlackRock). Aber eines ist er gewiss nicht: Ein Abbild der deutschen Volkswirtschaft.

Spiegelt der Dax die deutsche Wirtschaft wider?

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Woche der Quartalszahlen

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Er bespricht die nun anstehende wichtigste Woche bei den Quartalszahlen in den USA.

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Märkte

Ölpreis im Aufwind? Die OPEC scheint Vertrauen zu schaffen

Claudio Kummerfeld

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Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis kann heute den kleinen Absturz vom Freitag wieder aufholen. Von 53 Dollar fiel WTI-Öl im Tief auf 51,43 Dollar, um bis heute Mittag wieder auf 52,75 Dollar anzusteigen. Was hilft dem Ölpreis aktuell? Nun, der US-Dollar war tagelang am Fallen, auch wenn er sich heute noch stabil zeigt. Im Sinne der negativen Korrelation zwischen Öl und Dollar ist dies ein stützender Faktor für Öl.

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Auf die Stimmung der Öl-Bullen drücken die Probleme der Corona-Pandemie, aber auch die erst am Freitag vermeldeten Wochendaten zu den Öl-Lagerbeständen in den USA. Mit +4,4 Millionen Barrels lagen sie überraschend höher als erwartet (-1,1 Mio). Aber steuerliche Sondereffekte zum Jahreswechsel in den USA könnten die Lagerdaten beeinflusst haben, weshalb der Abwärtstrend bei den Lagern diese Woche eventuell fortgesetzt werden könnte.

Irak hilft bei guter Stimmung für einen steigenden Ölpreis?

Interessant sind aktuelle Aussagen von Eugen Weinberg aus dem Hause Commerzbank. Der vielleicht renommierteste Rohstoff-Experte in Deutschland widmet sich in seinem ganz aktuellen Öl-Kommentar auch der OPEC, und insbesondere dem Irak. Dies ist deswegen (so meine Meinung) interessant, weil der Irak nicht gerade als zuverlässiger Partner im Kartell gilt, wenn es darum geht sich an die Kürzungszusagen bei der Fördermenge zu halten. Tut er es nun doch zuverlässig, und kürzt er zusätzlich um Produktionsüberschüsse der letzten Monate abzubauen, dann wäre das für den Ölpreis ein gutes Signal auf dem Weg nach oben. Denn damit würden die Kürzungsvereinbarungen der OPEC gegenüber den Börsianern glaubhafter werden. Dazu sagt Eugen Weinberg, auszugsweise im Wotlaut:

Die OPEC scheint sich trotz deutlich höherer Preise ebenfalls diszipliniert zu verhalten. Zudem will der Irak, der im Sommer mehr produziert hatte als vereinbart, im Januar und Februar kompensierende Produktionskürzungen vornehmen. Das Land wird laut Bloomberg demnach in diesen beiden Monaten täglich „lediglich“ etwa 3,6 Mio. Barrel produzieren, so wenig wie seit Anfang 2015 nicht mehr. Im Dezember hat der Irak noch etwa 3,85 Mio. Barrel täglich produziert. Das Angebotsdefizit könnte damit im 1. Quartal noch etwas größer ausfallen. Die Umsetzung der Kompensationskürzungen dürfte zudem das Vertrauen in die Vereinbarung der OPEC und ihrer Alliierten (OPEC+) und die Ölpreise selbst unterstützen.

Man sollte aber auch schauen, dass diese Woche unter anderem am Donnerstag das US-BIP veröffentlicht wird, nachdem es Mittwoch Abend die Zinsentscheidung und das Statement der Fed gibt. Diese Verkündungen können die Aktienmärkte, den US-Dollar und somit auch den Ölpreis beeinflussen.

Chart zeigt Ölpreis im Verlauf der letzten 30 Tage
Im Chart sehen wir den Ölpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen.

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