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Aktuell: Osram-Aktie bricht ein, Wirecard verklagt FT

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Vorgestern hatte Wirecard den lange erwarteten Kanzlei-Bericht aus Singapur veröffentlicht. Daraus ergeben sich keine nennenswerten Probleme für das Unternehmen, um es mal in Kurzform auszudrücken. Die Aktie stieg daraufhin um 30% an. Und heute zwei Tage später erklärt Wirecard laut aktuellen Berichten, dass man die Financial Times verklagen werde.

Die Klage werde sich wohl gegen die Zeitung und gegen den Redakteur richten. Die FT hatte mit drei extrem negativen Artikeln gegen Wirecard geschrieben, und die Aktie massiv zum Einsturz gebracht. Man wolle eine Unterlassung der Berichterstattung seitens der FT sowie eine Entschädigung der Aktionäre erreichen. Die Aktie reagiert ganz aktuell nicht auf diese Nachricht. Ob da überhaupt was zu holen ist? War das nun „normale“ Pressearbeit, oder eine klare Falsch-Berichterstattung? Denn Fehlbuchungen gab es ja offensichtlich, wenn auch nur in sehr geringem Ausmaß!

Osram

Osram meldet ganz aktuell die Absenkung der Prognose für das Geschäftsjahr 2019. Die Aktie fällt aktuell um 9,5%! Hier die wichtigsten Aussagen im Wortlaut:

Hintergrund ist unter anderem die anhaltende Marktschwäche in der Automobilindustrie, der Allgemeinbeleuchtung und bei mobilen Endgeräten. Dies hat zu hohen Lagerbeständen insbesondere in China geführt.

Aufgrund dieser Entwicklungen erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 im fortgeführten Geschäft nun einen Umsatzrückgang von 11 bis 14 Prozent (vorher: Umsatzwachstum zwischen 0 und 3 Prozent), eine bereinigte EBITDA-Marge von 8 bis 10 Prozent (vorher: 12 bis 14 Prozent) und einen negativen Free Cash Flow zwischen -50 Mio. und -150 Mio. Euro (vorher: positiver Free Cash Flow im mittleren zweistelligen Millionenbereich).

Die Osram-Aktie seit Dezember 2018
Die Osram-Aktie seit Dezember 2018.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Christoph

    28. März 2019 17:13 at 17:13

    heute Osram, gestern Infineon, davor Leoni … den Autozulieferern geht es gar nicht gut. Dann kann es den Autobauern nicht viel besser gehen… das wird noch ein unschönes Erwachen.

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Morgan Stanley-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen

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Morgan Stanley hat soeben seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 10,03 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,87/erwartet 9,70).

Der Gewinn liegt bei 1,27 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,17/erwartet 1,11).

Der Umsatz im Bereich Institutional Securities steigt von 4,93 auf 5,02 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit 4,2%.

Hier der CEO-Kommentar im Wortlaut:

James P. Gorman, Chairman and Chief Executive Officer, said, “We delivered strong quarterly earnings despite the typical summer slowdown and volatile markets. Firmwide revenues were over $10 billion for the third consecutive quarter, and we produced an ROE within our target range. Our consistent performance shows the stability of our business model. We remain committed to controlling our expenses and are well positioned to pursue our growth initiatives.”

Morgan Stanley Quartalszahlen Grafik

Morgan Stanley Zentrale in New York
Morgan Stanley Zentrale in New York. Foto: Icc1977 CC BY-SA 4.0

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Netflix-Quartalszahlen: Erwartungen getroffen, toller Gewinn

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Die Netflix-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 5,24 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 3,99/letztes Quartal 4,92/für heute erwartet 5,25). Der Gewinn liegt bei 1,47 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,89/letztes Quartal 0,60/für heute erwartet 1,05).

Die Nutzerzahl ist im dritten Quartal um 6,77 Millionen gewachsen. Die Erwartungen lagen bei 7 Mio durch Netflix selbst – der Markt lag im Schnitt bei 6,7 Mio Erwartung.

Wie man aktuell verkündet, erwartet man 7,6 Millionen neue Nutzer im laufenden 4. Quartal.

Free Cash Flow -551 Millionen Dollar (Vorquartal -594). Operative Marge 18,7% nach 14,3% im Vorquartal.

Kurz-Fazit: Die Zahl neuer Abonnenten trifft die Markterwartungen. Der Gewinn übertrifft die Erwartungen deutlich. Ab Januar, wenn Disney und Apple ihre Konkurrenzangebote auf den Markt bringen, wird Netflix womöglich sehr hart zu kämpfen haben.

Die Netflix-Aktie reagiert nachbörslich mit +7%.

Netflix-Quartalszahlen im Detail

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Netflix-Quartalszahlen Vorschau – die letzte Stille vor dem Streaming-Krieg

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Netflix-Quartalszahlen voraus - Beispiel für TV-Konsum am Fernseher

Heute Abend ab 22 Uhr werden die Netflix-Quartalszahlen vermeldet. CNBC sieht es so: Ab Anfang 2020 werde die Ruhe vorbei sein, wo Netflix quasi als DER große Anbieter den Markt beherrscht. Und ja, ab Anfang 2020 kommen Apple und Disney mit ihren Streamingdiensten auf den Markt mit massivem Engagement, Budgets, eigenen Produktionen etc. Netflix wird massiv bedrängt werden, und hat daher schon längst die Produktion eigener Inhalte ausgeweitet. Das kostet natürlich Geld.

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Markus Koch hat heute in seinem täglichen Marktvideo zur Eröffnung an der Wall Street angemerkt, dass alle Welt schlechte Netflix-Quartalszahlen erwartet. Es könne natürlich ein Vorteil sein, dass die tatsächlichen Zahlen dann von Markt positiv aufgenommen werden, selbst wenn die Erwartungen nur eingehalten werden. Bei Netflix achten die Börsianer immer als Erstes auf die Zahl neuer Abonnenten, und nicht auf die Finanzkennzahlen. Denn setzt sich das enorme Abo-Wachstum nicht immer weiter fort, bricht die tolle Netflix-Story für die Börsianer ein. Die Abo-Zahlen dürften ab dem 1. Quartal (Daten dann Ende April) mehr als ohnehin schon hochinteressant werden, wenn Disney und Apple massiv dabei sein werden Netflix das Geschäft streitig zu machen.

Aber zurück zu den Erwartungen für die Netflix-Quartalszahlen heute Abend. Da erwartet Netflix für das abgelaufene Quartal, dass 7 Millionen neue Nutzer hinzukommen. Die Analystengemeinde rechnet im Schnitt mit +6,7 Mio. Im 2. Quartal waren es nur 2,7 Millionen neue Nutzer bei 5 Mio in der Erwartung. Gibt es heute erneut eine Enttäuschung? Immerhin hat die Netflix-Aktie in den letzten drei Monaten gut 22% an Wert verloren. Ab Anfang 2020 wird es wie gesagt richtig spannend. Es ist nicht übertrieben davon zu sprechen, dass dann in den USA der Streaming-Krieg beginnt. Große Konzerne mit viel Cash und Content bekämpfen dann aktiv Netflix. Es ist kaum vorstellbar, dass alle Player am Markt dauerhaft durchhalten und Gewinne erwirtschaften können, falls man letztlich versuchen sollte die Kunden über niedrige Abo-Preise zu locken.

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