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Aktuell: Pfund schießt durch die Decke, höchster Stand seit Brexit – baldige Zinsanhebung so gut wie sicher

Das britische Pfund setzt seinen gestern gestarteten Siegeszug fort und steigt deutlich über die Marke von 1,35 – der höchste Stand seit dem Brexit-Votum im Juni! Auslöser sind Kommentare eines ansonsten sehr dovishen Mitglieds der Bank of England..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Das britische Pfund setzt seinen gestern gestarteten Siegeszug fort und steigt deutlich über die Marke von 1,35 – der höchste Stand seit dem Brexit-Votum im Juni!

Bereits gestern hatte die Bank of England signalisiert, dass sie die Zinsen anheben werde, wenn die Inflation so hoch bleibe – derzeit liegt die Inflation (Verbraucherpreise) in UK über den Anstiegen der Löhne der Briten, womit diese an Kaufkraft verlieren. Da in Großbritannien die meisten Kredit eine flexible Zinsbindung haben, dürfte ein Anstieg der Zinsen auch negative Auswirkungen auf den Immobilienmarkt haben, da sich Hypothekenkredite dadurch verteuern. In London fallen die Immobilienpreise so stark wie seit dem Jahr 2008 nicht mehr, während sie landesweit noch leicht zulegen (vor allem im Norden des Landes, der überwiegend für einen Verbleib in der EU votiert hatte).

Auslöser des heutigen Anstiegs des Pfunds sind Aussagen des Mitglieds der Bank of England, Gertjan Vlieghe. Vlieghe gilt eigentlich als extrem dovish, sodass seine heutigen hawkishen Bemerkungen besonders ins Gewicht fallen. So sagte er, dass die Daten eine Zinsanhebung nahelegten, und zwar schon bald:

“The evolution of the data is increasingly suggesting that we are approaching the moment when Bank Rate may need to rise„, und zwar “may be as early as the coming months.” (die Rede im Wortlaut finden Sie hier).


Bank of England-Mitglied Gertjan Vlieghe
Foto: Bank of ENgland

Mit den Aussagen von Gertjan Vlieghe bekommt das Pfund zum US-Dollar den nächsten mächtigen Schub:

Und Euro-Pfund im Sinkflug:

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Gerd

    15. September 2017 11:46 at 11:46

    Es ist doch fast nirgendwo so abwechslungsreich wie an den Finanzmärkten –
    und das in so schneller Abfolge.

    Vor ein oder zwei Wochen sind einige Kommentatoren – nicht ganz grundlos – noch von einem 1:1 Verhältnis Euro/Pfund ausgegangen.

  2. Avatar

    lucki

    15. September 2017 11:52 at 11:52

    Oh, verdammt.
    Dann hat Schräubles Orakel ja einen kompletten Blackout gehabt.
    Wie konnte denn die Brüsseler Nomenklatura so daneben liegen ?
    Wie ? Die liegen doch schon jahrelang komplett daneben.
    Die Realität richtet sich eben nicht nach dem Wunschdenken dieser Politnieten.

  3. Avatar

    Dieter G.

    15. September 2017 12:38 at 12:38

    Yep. Bin mit 4 Microlots im GBPCAD drin. Letzte Woche Freitag schön das Tief getroffen, und nach ein wenig rumgezappel bewegt sich der Kurs schön nach oben. Mal schauen was draus wird. Auch beim GBPCHF mit zwei bescheidenen Microlots am 30.08 eingestiegen.

    Wobei die Aufwärtsbewegung jetzt schon ziemllich heftig ist. Entweder werden hier die ganzen Stoppmarken der Shorties gerissen, oder jemand kauft sich wie doof ins GBP ein. Aber was solls. Diese Währung ist hoffentlich raus aus ihrem Lethargieszenario.

    I love it :-) :-)

    Liebe Grüße

    Dieter

  4. Avatar

    Beobachter

    15. September 2017 13:01 at 13:01

    Super,die Briten bringen es trotz oder vielleicht dank Brexit fertig eine von vielen Notenbanken gewünschte steigende Inflation zu haben.Übrigens das Pfund ist auch nicht so tief gefallen wie viele meinten.Nach meiner Meinung wurde der Brexit auch auf dieser Plattform immer zu negativ gesehen.Die Länder die meinen von der EU profitieren zu können haben nämlich alle eine zu starke Währung, ausgenommen die Zahlländer wie De u.s.w.

    • Avatar

      Gerd

      15. September 2017 15:41 at 15:41

      Genau so ist das!

  5. Avatar

    Dieter G.

    15. September 2017 17:00 at 17:00

    Aber am Beispiel GBP sieht man, wie sich bullisches Pulver aufbaut. Fast über ein Jahr lang wurde jeder Ausbruchsversuch runter geprügelt. Evtl. waren da auch Langfristhändler zugange, damit die ihre Positionen später schön lange im Markt halten können.

    Naja, egal. Für mich war´s wieder eine schöne Woche, die heute ganz nett endet. Ich freue mich schon jetzt auf die Rückläufe, denn noch sind wir tief genug, um Trades dann über viele Wochen laufen zu lassen.

    Ein schönes Wochenende

    Dieter

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Sparverträge: BaFin rät Kunden zu aktivem Vorgehen gegen Banken

Redaktion

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am

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Sparverträge sind seit Jahren ein heißes Thema bei Banken, und zwar wegen den in den „guten alten Zeiten“ versprochenen hohen Zinszahlungen. Heute dann der Hammer! Ein höchst ungewöhnlicher Vorgang ist das, was von Seiten Deutschlands oberster Finanzaufsicht BaFin da heute veröffentlicht wurde. Es geht um Prämiensparverträge, welche die Bankkunden sorgfältig überprüfen sollen. Viele ältere Verträge enthalten laut BaFin Zinsanpassungsklauseln, mit denen Banken die zugesicherte Verzinsung einseitig abändern könnten. Diese Klauseln sind laut Bundesgerichtshof (BGH) seit 2004 unwirksam.

Aber kurz ein Schritt zurück. Die letzte Zeit hat die BaFin alles andere als geglänzt. Das Wirecard-Desaster war nur die Spitze. Die BaFin-Vizepräsidentin Elisabeth Roegele spielte zum Beispiel beim CumEx-Skandal eine zweifelhafte Rolle. Sie war vor ihrer BaFin-Zeit Chefjuristin der Dekabank, als diese auf Gewinne aus Cum-Ex-Geschäften klagte (mehr Details dazu hier). Von daher kann man es als Image-Maßnahme ansehen, dass gerade Frau Roegele explizit mit Namen zitiert wird, wenn die BaFin heute betroffenen Sparern dazu rät, jetzt selbst aktiv auf ihre Banken zuzugehen und sich erläutern zu lassen, welche Klausel ihre Sparverträge ganz konkret enthalten.

Runder Tisch über Sparverträge gescheitert – BaFin rät Kunden zur Offensive gegen Banken

Der nächste Schritt müsse dann laut heutiger Aussage der BaFin sein zu prüfen, ob diese Klauseln rechtskonform seien. Bei Fragen zur Geltendmachung zivilrechtlicher Ansprüche oder zur Unterbrechung etwaiger Verjährungsfristen rät Frau Roegele den Kunden, sich bei Bedarf an eine Verbraucherzentrale oder auch einen Rechtsanwalt zu wenden. Das ist echt der Hammer. Die BaFin rät aktiv Bürgern dazu sich im Kampf gegen Banken an Anwälte oder Verbraucherschützer zu wenden? Bislang hielt sich die BaFin aus sowas doch raus?

Die BaFin geht davon aus, dass Banken und Sparkassen oft falsche Zinsklauseln verwendet und den Kunden zu wenig Zinsen gutgeschrieben haben. Betroffen seien laut BaFin-Statement insbesondere langfristig variabel verzinste Sparverträge aus 2004 und früher. Ein Runder Tisch, den die BaFin zum Thema Prämiensparen Ende November 2020 unter anderem mit den Verbänden der Kreditwirtschaft und Verbraucherschutzorganisationen einberufen hatte, habe leider keine kundengerechten Lösungen gebracht. Neben ihrem Verbraucheraufruf prüfe man deshalb jetzt auch konkrete verwaltungsrechtliche Optionen, mit denen das Ziel ausreichender Kundeninformation erreicht werden könne. Bereits im Februar 2020 hatte die BaFin die Banken aufgefordert, auf die betroffenen langjährigen Kunden zuzugehen und ihnen eine Lösung anzubieten.

Was soll man dazu sagen? Der gute Herr Hufeld (BaFin-Chef) und die gute Frau Roegele wollen wohl in der Öffentlichkeit endlich auch mal Pluspunkte sammeln, als oberste Beschützer der kleinen Leute mit Sparkonto? Zum Thema Prämiensparverträge liefert die BaFin auch folgende Erläuterung, im Wortlaut:

Ein Prämiensparvertrag ist eine langfristige Sparform mit variabler Verzinsung und gleichbleibender Sparleistung. Kunden erhalten zusätzlich zum Zins eine Prämie, die meist nach der Vertragslaufzeit gestaffelt ist. Viele Kreditinstitute verwendeten in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Zinsanpassungsklauseln, die ihnen einräumten, über Änderungen der vertraglich vorgesehenen Verzinsung mit unbegrenzt einseitigen Ermessensspielräumen zu entscheiden. Diese Praxis erklärte der BGH 2004 für unwirksam und äußerte sich auch in späteren Entscheidungen in 2010 und 2017 zu den Anforderungen an solche Klauseln. Dennoch bestehen weiterhin Unsicherheiten, wie Kreditinstitute mit den Anforderungen der BGH-Rechtsprechung umzugehen haben. Hinweise dazu liefert ein Urteil, welches das Oberlandesgericht (OLG) Dresden im April 2020 auf die Musterfeststellungsklage der Verbraucherzentrale Sachsen getroffen hat. Es stellt etwa klar, dass die Verzinsung sich an einem angemessenen, langfristigen, öffentlich zugänglichen Referenzzinssatz orientieren muss und monatlich anzupassen ist. Als angemessen sieht das OLG Dresden beispielsweise die 9- bis 10-jährige Zeitreihe der Deutschen Bundesbank WX 4260 (damalige Bezeichnung) an. Die Entscheidung ist bislang nicht rechtskräftig; es wurde Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Weitere Musterfeststellungsklagen sind anhängig.

Sparverträge werden oft in Beratungsgesprächen abgeschlossen
Beispielfoto einer Beratung in einer Volksbank. Foto: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

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Deutschland: Restaurants und Hotels bis 10.Januar geschlossen

Markus Fugmann

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In Deutschland werden laut einem Insider sowohl Gastronomie als auch Hotels bis zum 10.Januar geschlossen bleiben – darauf haben sich laut diesem Insider die Bundesregierung und die Bundesländer verständigt. Am 04.Januar sollen dann Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten zusammen kommen um das weitere Vorgehen zu beraten. Diese Entscheidung soll heute Nachmittag verkündet werden.

Also die nächste Hiobsbotschaft für Gastro und Hotels..

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Zinseszinseffekt: So verdoppeln Sie Ihr Depot binnen weniger Jahre – Werbung

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Lieber Börsianer,

Albert Einstein bezeichnete ihn einst als 8. Weltwunder. Für Starinvestor Warren Buffett gilt er als wichtigster Erfolgsfaktor beim Investieren. Die Rede ist vom Zinseszinseffekt. Es kommt nicht von Ungefähr, dass diese beiden Genies dem Zinseszins eine so hohe Bedeutung beimessen. Denn er verhilft selbst bei kleinen investierten Beträgen über einen längeren Zeitraum zu großen Erfolgen. Folgende kleine Geschichte veranschaulicht den Effekt des Zinseszinses:

Die Legende vom Reiskorn

Die beeindruckende Wirkung des Zinseszinseffektes war offenbar bereits den alten Persern bekannt. Von ihnen stammt die Legende vom Reiskorn. In dieser forderte der König seine Untertanen auf ihm die Langeweile zu vertreiben. Wer es schafft, sollte eine Belohnung erhalten.

Ein kluger Höfling brachte dem König daraufhin das Schachspiel bei. Der König war begeistert ob der neuen Zerstreuung und wollte den Höfling belohnen. Dieser sprach: „Ich möchte nichts weiter als ein paar Reiskörner. Ich möchte, dass ihr mir das Schachbrett mit Reis füllt. Legt ein Reiskorn auf das erste Feld und dann auf jedes weitere Feld jeweils die doppelte Anzahl an Reiskörnern.“

Der König wunderte sich über den bescheidenen Wunsch seines Dieners und sagte sogleich die Belohnung zu. Er dachte wohl an ein kleines Säckchen voller Reis. In Wahrheit hätte er aber dank der 64-maligen Verdopplung mehr Reis gebraucht, als auf der ganzen Erde wächst.

Wie ist eine solche Fehleinschätzung möglich?

Das menschliche Gehirn ist nicht besonders gut in Prozentrechnung. Diese Art der Verzinsung ist in unserer Evolutionsgeschichte erst seit wenigen hundert Jahren von Bedeutung. Deshalb unterschätzen wir genau wie der persische König systematisch die Macht des Zinseszinses. Investmentgewinne von 5% locken nur wenige hinter dem Ofen hervor. Doch über einen…..

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