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Aktuell: Quartalszahlen von Curevac uninteressant – wichtig ist der Ausblick!

Corona-Impfstoff

Curevac hat vor wenigen Minuten seine Quartalszahlen für Januar-März veröffentlicht. Die Finanzdaten sind ziemlich uninteressant, da das Unternehmen, das womöglich bald seine Corona-Impfstoff-Zulassung erhält, aktuell noch ohne Produkte da steht. Daher nur in Kurzform: Es waren lediglich 10 Millionen Euro Umsatz nach 3,1 Millionen Euro im Vorjahr. Die Zuwächse sind in erster Linie auf den Umsatz von 9,1 Millionen Euro aus der Kooperations­vereinbarung mit GlaxoSmithKline zurückzuführen. Der operative Verlust lag bei 116 Millionen Euro. In Cash hat Curevac einen Berg von 1,49 Milliarden Euro nach 1,32 Milliarden Euro Ende Dezember 2020. Die Curevac-Aktie reagiert in den letzten Minuten mit einem Zuwachs von 1,20 Euro.

Gerade für Curevac ist alles entscheidend, ob und wann der Corona-Impfstoff des Unternehmens zugelassen wird, damit die Kassen endlich klingeln können. Der Impfstoff befinde sich im letzten Stadium der klinischen Entwicklung und soll auch gegen Mutationen des Coronavirus wirken, so die aktuelle Mitteilung. Mit Unterstützung von Bayer bringe man seinen Impfstoff CVnCoV weiter voran und erwarte Daten der zulassungsrelevanten Phase 2b/3-Studie im zweiten Quartal (als bis Ende Juni!). Diese werden es Curevac ermöglichen das rollierende Zulassungsverfahren mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA zu finalisieren.

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Man zeigt sich überzeugt, dass der COVID-19-Impfstoffkandidat der ersten Generation CVnCoV in dieser variantenreichen Umgebung einen wichtigen Beitrag zu den existierenden Pandemie-Impfprogrammen leisten wird. Für den Impfstoffkandidaten der zweiten Generation CV2CoV, den man gemeinsam mit dem Partner GSK entwickelt, plant Curevac den Start der klinischen Studien im dritten Quartal. Erste präklinische Daten zeigten bereits großes Potential des Impfstoffkandidaten bei noch geringeren Dosismengen, die voraussichtlich multivalente und Kombinationsimpfstoffe ermöglichen, mit denen flexibel verschiedene Virusvarianten oder unterschiedliche Krankheiten in einem Impfstoff bekämpft werden könnten, so die heutige Mitteilung.

Also: Wer für die nächsten Wochen auf eine Zulassung des Impfstoff-Kandidaten von Curevac hofft, könnte sich ein Engagement in der Aktie überlegen, noch bevor die Zulassung erfolgt. Man sollte aber nie vergessen, dass viel von dieser Zulassungs-Euphorie schon längst im Aktienkurs enthalten ist mit einem Börsenkapitalisierung des Unternehmens von stolzen 21,6 Milliarden Dollar! Wie viel an Börsenwert nach einer Zulassung noch hinzukommt, oder ob es dann heißt „Sell on good news“, das ist die letzte Ungewissheit, die man als Börsianer in Form von Verlustrisiken auf sich nehmen muss.



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