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Aktuell: Rede von Jerome Powell – Live Feed: „Bilanzsumme muß deutlich geringer werden“!

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Aussagen von Fed-Chef Powell vor dem Economics Club in Washington:

Fazit FMW: Powell wiederholt das, was er zuvor gesagt hatte, aber er scheint fest entschlossen, die Bilanzsumme der Fed deutlich zu reduzieren („substantially smaller“)
, was den Märkten Liquidität entziehen wird. Das könnte für risk-off sorgen!

– können gedulduig sein („patient“) und Daten abwarten

– Arbeitsmarkt sehr stark#

– es gibt keinen festen Plan in Sachen Zinsanhebungen für 2019

– können wegen Entwicklung der Inflation geduldig bleiben

– bin sehr fokussiert auf meinen Job (auf die Frage nach der Kritik von Trump)

– wir haben Faktoren, die in unterschiedliche Richtungen weisen (auf die Frage nach der Furcht der Märkte der Märkte vor einem Abschwung); wir können flexibel reagieren

– habe bislang keine Einladung von Trump erhalten

– government shutdown würde wenn er sehr lange dauert sich wirtschaftlich negativ auswirken, wir hätten dann auch viele Daten nicht wie Einzelhandelsumsätze etc.

– sehe derzeit nicht, dass eine Rezession bevor steht

– mache mir wegniger Sorgen um amerikanische Wirtschaft, als vielmehr um glibale Wirtschaft, das könnte auch die USA negativ beenflussen

– Chinas Wirtschaft zeigt eine gewisse Schwäche, aber nach wie vor solides Wachstum

– bin besorgt über Verschuldung der USA

– Bilanzsumme der Fed wird sich deutlich verringern von derzeit 4 Billionen Dollar – auf wieviel, kann man jetzt noch nicht sagen (FMW: das hören die Märkte nicht gerne!)

13 Kommentare

13 Comments

  1. Winkelmann

    10. Januar 2019 18:54 at 18:54

    • Markus Fugmann

      10. Januar 2019 19:42 at 19:42

      danke, @Winkelmann!

  2. pigeon

    10. Januar 2019 19:23 at 19:23

    Powell hat einen Hinweis auf die finale Bilanzsumme gegeben: Vor der Krise hatten wir unter 1 Bio USD Currency, jetzt haben wir knapp unter 2 Bio.

  3. Wolfgang M.

    10. Januar 2019 20:45 at 20:45

    Bei dem Interview von David Rubenstein mit Fed-Chef Jérôme Powell wurde aus meiner Sicht Folgendes deutlich: Die Märkte haben ihre Probleme mit der „balance sheet reduction“ der US-Notenbank und insbesondere mit der Formulierung „substantially smaller“. Was bedeutet das? Reduzierung von 4 Bio.$ auf 1 Bio.? Die erste Reaktion sprach Bände. Powell will Transparenz gewährleisten, macht aber deutlich, dass er auch keine Glaskugel hat. Er verweist auf die Stärke der US-Wirtschaft, gleichzeitig registriert er die Ansteckungsgefahr, die sich aus der sich abschwächenden Weltkonjunktur ergibt.
    Damit wird das Dilemma der Fed im späten Zyklus erkennbar. Wie kommuniziert man den Spagat, die durch billiges Geld heiß gelaufenen Märkte abzukühlen, ohne den Absturz zu provozieren? Die Orientierung an Konjunkturdaten (to be patient and flexible) durch die Fed wird gesteigerte Volatilität provozieren, denn die Märkte werden auf die geldpolitischen Aktionen der Fed spekulieren, die keinem langfristigen Plan mehr folgen kann. Nichtsdestotrotz, kein Konjunkturzyklus hat das ewige Leben.

    • Michael

      11. Januar 2019 00:04 at 00:04

      @Wolfgang M., ich finde es einfach großartig, mit welch guten und richtigen Fragen Sie die Dinge angehen: Was bedeutet das? Reduzierung von 4 Bio.$ auf 1 Bio.? … Wie kommuniziert man den Spagat, die durch billiges Geld heiß gelaufenen Märkte abzukühlen, ohne den Absturz zu provozieren? Jeder sollte sich in einer komplexen Welt ständig Fragen stellen, um für sich Antworten zu finden. Viele sind jedoch leider nicht in der Lage, die richtigen oder überhaupt irgendwelche Fragen zu stellen, dazu gehören Sie aber sicher nicht. Ich hoffe, Sie machen weiter so und teilen Ihre intelligenten, relevanten und treffenden Fragen, Antworten und Analysen weiterhin auf dieser Plattform.
      Ihre Kommentare und fundamentalen Analysen lasse ich seit mindestens einem halben Jahr erfolgreich in meine Handelsentscheidungen mit einfließen, obwohl ich fast nur auf dem Forex-Markt aktiv bin. Aber auch oder gerade hier sind Intelligenz, Flexibilität und analytische Fähigkeiten umso mehr gefragt. Mit eindimensionalem, trägem und sturem Scheuklappendenken, wie es an den Aktienmärkten vorherrscht, könnte am Forexmarkt keiner bestehen.
      Deshalb meine Bitte: Weiter so!

      • Wolfgang M.

        11. Januar 2019 07:41 at 07:41

        @Michael. Danke für die Blumen. Ja, die Börse ist tatsächlich ein System, welches nicht mit einfach kausalem oder von Ideologie geprägtem Denken verstanden werden kann. Im Gegensatz zur Naturwissenschaft (die auch hoch komplex ist), die ihren Gesetzen folgt, ist der Markt ein selbstreferentielles System, welches sich durch Rückkopplung ändert. Das heißt die Marktteilnehmer selbst beeinflussen nicht nur die Preise, sondern gleich das ganze System. Ein gutes Gefühl das Beispiel ist gerade der US-Aktienmarkt. Obwohl die Wirtschaftsdaten noch eine gute Konjunktur symbolisieren, war durch die Verluste am Aktienmarkt (- 20%) richtig Gefahr im Verzuge entstanden, Durch die Vermögensverluste (bei weiter fallenden Kursen) bestand die Gefahr, dass die Konsumenten in der 70%.-Konsumökonomie rasant auf die Bremse treten (müssen) mit der üblichen Folge Gewinnwarnungen der Unternehmen, Produktionskürzungen (Apple!), Aktienneubewertungen, weitere Verkäufe u.s.w., obwohl sich ursprünglich gar keine Gründe (außer psychologischen) für diesen Mechanismus ergeben haben. Rezession eben, die jetzt vielleicht durch die dovishe Fed kurzfristig verhindert wurde, aber trotzdem kommen wird.
        Ein anderes Beispiel ist auch die große Einigkeit von Ökonomen über künftige Entwicklungen von Assetklassen. Ein kleiner Flügelschlag und es kommt zur ersten Reaktion und alle müssen folgen. (Jedes Jahr am Beispiel mit den Jahres-Kurszielen der „Großen“ zu sehen.)
        Das Thema heißt eben Reflexivität – ich glaube, darüber hat George Soros sogar seine Doktorarbeit geschrieben.
        Deshalb sollte man sich ständig hinterfragen, ob die bisherigen Konditionalitäten noch stimmen, nicht hektisch im Tagesrhythmus, sondern immer wieder. Deshalb finde ich auch eine Einstufung seiner eigenen Person als Bulle oder Bär auf längere Sicht eher kontraproduktiv.
        VG

        • nordsüd

          11. Januar 2019 10:55 at 10:55

          „obwohl sich ursprünglich gar keine Gründe (außer psychologischen) für diesen Mechanismus ergeben haben“

          Das ist die Frage. Es gab wohl Meinungen, dass die Zinsanhebung + Bilanzabbau einen Zinssatz von etwa 5% ergeben würden, eine Höhe auf die gemeinhin eine Rezession folgt.

          Ob man das so sehen kann sei dahingestellt, aber ‚keine Gründe‘ würde ich nicht sagen.

          • Wolfgang M.

            11. Januar 2019 11:16 at 11:16

            @nordsüd. Da haben Sie recht. Bei einer viermaligen Zinsanhebung und dem Tapering von 600 Mrd.$ 2019 kalkulierte man einen Zinssatz von über 3,5% ein (die zu diesem Zeitpunkt begründete neutrale Zinshöhe). Aber mein Ansatz war der unmittelbar eintretende Wirtschaftseinbruch (wg. der Konsumentenzurückhaltung), die Zinsanhebungen würden sich wirtschaftlich erst nach und nach auswirken.
            Gruß

    • nordsüd

      11. Januar 2019 12:51 at 12:51

      Das Interview habe ich auch gesehen. Powell sprach von ‚liabilities und currencies‘, die beim QT zu beachten wären. Haben Sie eine Vorstellung, wie das zu verstehen ist?

      Somit keine Sorge, ich schätze Ihre kompetenten Beiträge!

      Gruß

      • Wolfgang M.

        11. Januar 2019 15:27 at 15:27

        @nordsüd. Nun, ich weiß jetzt nicht, ob wir uns auf dasselbe Gepräch beziehen, aber Powell sorgte sich bei den liabilities bestimmt um die trumpsche Hinterlassenschaft, der 1 Bio. $ neuer Staatsschulden, die es aufgrund der Steuerreform erstmal zu stemmen gilt. Bei den currencies denkt er vermutlich an den Außenwert des Dollars durch die Zinsdifferenzen zum Euroraum und gegenüber Japan (als Gegenwind für US-Exporte) und vielleicht auch etwas an das Anleiheproblem der Emerging Markets.
        Gruß

        • nordsüd

          11. Januar 2019 16:27 at 16:27

          Es ist das im Artikel eingebundene Gespräch. Ab ca. 19:30 min geht es um deficit und ab ca. 20:30 min geht es um die Bilanzreduzierung bzw. die Höhe der FED Bilanz, die vom ‚public appetite‘ auf liabilities abhängt. Currency und reserves sind liabilities.

          Vielleicht geht es darum, wie hoch die Geldmengen sein müssen, die nachgefragt werden, aber
          die Abhängigkeit zur FED Bilanz habe ich noch nicht durchschaut.
          Gruß

          • Wolfgang M.

            11. Januar 2019 17:21 at 17:21

            @nordsüd. Ich habe mir das Interview nochmals angehört und bin zu folgender Schlussfolgerung gekommen. Es geht tatsächlich um die Geldmenge. Die Fed hat in ihrem QE-Programm sowohl Staatsanleihen gekauft (und damit die langfristigen Zinsen gesenkt) als auch MBS – Mortgage-Backed Securities erworben, also auch die Immobilienzinssätze gedrückt. Im Hoch vergangenen Sommer war der „Balance Sheet“ der Fed ca. 4,5 Bio. $ groß und er wurde bis jetzt schon auf knapp 3,99 Bio.$ gesenkt. Indem die Fed auch MBS auf den Markt wirft, sorgt sie auch für Aufwärtsdruck für die Zinsen der US-Immobilienbesitzer und dies könnte eine Frage sein – die nicht beantwortet wurde – wieviel dem US-Bürger zugemutet werden kann? Im Endeffekt geht es beim Tapering um Liquiditätsentzug, der einen sehr weitläufigen Einfluss auf die Kreditbedingungen in den USA hat (und sogar weltweit, weil der Dollar eine wichtige Handelswährung ist). Und Powell betritt bei seinen Maßnahmen einen dunklen Raum, wie er es selbst einmal ausdrückte. Schön, dass man sich mit Ihnen über das schwierige Thema austauschen kann.
            Gruß

  4. Prognostiket

    11. Januar 2019 10:43 at 10:43

    Also keine Kehrtwende von Powell, nur verbale Verhinderung des Kollapses, die Börse beeindruckt das nicht, ( noch nicht) . Die Börse will nach oben ! ! Die Unternehmen hätten lieber nie mehr eine Rezession.
    Was Viele noch nicht gemerkt haben, man kann nicht immer Alles haben.
    Die Anleger, die jetzt auf diesem Niveau Aktien kaufen, haben eine gute Chance am Jahresende wieder im Minus zu liegen.

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Markus Krall hat bekanntlich kürzlich das Buch „Wenn schwarze Schwäne Junge kriegen“ veröffentlicht – darin zeigt er, wie durch die Geldpolitik der Notenbanken die „kreative Zerstörung“ im Sinne Schumpeters aufgehoben wird, sodass eine „Zombifizierung“ der Wirtschaft stattfindet mit Fehlallokationen von Kapital.

Nun sind wir mit eben dieser Geldpolitik der Notenbanken an einem Kulminationspunkt: trotz Null- oder sogar Negativzinsen erreichen die Inflationserwartungen heute (gemessen an den 5y5y-forwards) in der Eurozone mit 1,12% heute ein neues Allzeittief:


(Blau Euro-Dollar-Kurs; rot die Inflationserwartungen für die Eurozone in fünf Jahren für die dann folgenden fünf Jahre)

Krall zeigt einmal mehr, dass die Banken immer mehr unter Druck kommen werden – in den letzten Tagen betonten führende EZB-Notenbanker wieder und wieder, welch tolle Instrumente man noch im Köcher habe, um die Problem zu lösen. Man will also die Dosis einer nachweislich nicht wirkenden, sondern eher giftigen Medizin weiter erhöhen – viel Glück dabei!
Und die Deutsche Bank lagert langlaufende, wohl toxische Derivate aus – auch das ein sicher sehr gutes Zeichen (die Deutsche Bank-Aktie steigt heute deswegen – wir wünschen den Aktionären der Deutschen Bank ebenfalls viel Glück!):

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Notenbanken: Sind die Hoffnungen der Märkte berechtigt? Konjunkturdaten sind noch zu gut..

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Von Naeem Aslam, chief market strategist bei ThinkMarkets

Die europäischen Märkte und US-Futures beginnen die Woche recht positiv. Während der Woche wird der Schwerpunkt weiterhin auf den Zentralbanken und ihrer Geldpolitik liegen.

Betrachtet man die bisherige Entwicklung der Aktienmärkte seit Jahresbeginn, so stieg der S&P 500 Index um 15,16 Prozent, der Dow Jones um 11,84 Prozent – und der Nasdaq ist im bisherigen Jahresverlauf um 17,5 Prozent gestiegen. Der Volatilitätsindex VIX ist im bisherigen Jahresverlauf dagegen um fast 39,89 Prozent gesunken. Denken Sie daran, dass dies alles inmitten der verschärften geopolitischen Spannungen und des anhaltenden Handelskrieges zwischen den USA und China geschieht. Dies zeigt, dass die Anleger nach wie vor sehr daran interessiert sind, riskantere Anlagen zu halten, da die als sicher eingestuften Derivate wie Gold im bisherigen Jahresverlauf nur um 4,42 Prozent gestiegen sind.

 

Alles dreht sich um die Fed-Sitzung

Die Anleger setzen weitgehend auf ein wichtiges Ereignis: Die Zentralbanken werden aufgrund der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in Bezug auf die Geldpolitik weiterhin dovish bleiben. Dies zeigt sich am Anleihenmarkt – die deutsche Bundrendite ist mit einem Rekordwert von -0,25 Prozent weiter in den negativen Bereich gefallen. Ähnlich ist die 10-jährige Rendite der US-Treasuries eingebrochen, sie ist in weniger als 6 Monaten von 3,15 Prozent um gut 100 Basispunkte gesunken und hat das Niveau von 2,08 Prozent erreicht.

Händler wetten, dass die Federal Reserve in diesem Jahr für ihre Geldpolitik eine Trendwende einleiten wird, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir eine Zinssenkung durch die Fed sehen. Es besteht kein Zweifel, dass die Schwäche des Dollar-Index, der den Goldpreis nach oben getrieben hat, hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass Spekulanten in diesem Jahr mindestens zwei Zinssenkungen der Fed erwarten.

Allerdings hat der Dollar-Index in den letzten Tagen einen Teil seiner Verluste wieder ausgeglichen. Dies zeigt, dass die Devisenhändler nicht wirklich auf der Seite der Spekulanten stehen. In diesem Sinne ist die für Mittwoch geplante FOMC-Pressekonferenz von großer Bedeutung: Die Fed kann wirklich „kaltes Wasser“ auf die Markterwartungen von zwei Zinssenkungen für 2019 setzen. Die Fed war vom ersten Tag an sehr deutlich: Ihr Schritt ist stark von der Stärke der Wirtschaftszahlen abhängig, und eine so massive U-Wende in Bezug auf ihre Geldpolitik zu nehmen, wird von den Wirtschaftszahlen nicht unterstützt!

 

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