Folgen Sie uns

Gold/Silber

Aktuell: Risk Off Trade vor Wochenende? Goldpreis, Ölpreis, Aktien bewegen sich

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Gold Barren Beispielfoto

Es scheint wieder los zu gehen. Risk Off vor dem Wochenende!? Der Anleger baut aus Angst vor Unsicherheit Risikopositionen in Aktien und Schwellenländer-Anleihen ab, und flieht lieber ins Gold und den Schweizer Franken. Je schlechter die Konjunktur vermeintlich läuft, desto stärker bewegt sich dann neben dem Goldpreis auch der Ölpreis. Was geschieht aktuell? Zwei Sachverhalte sind zu erwähnen. Da wäre die gestern Abend entfachte „kleine“ WHO-Euphorie. Die PK der Weltgesundheitsorganisation verkündete zwar den „globalen Notstand“ wegen dem Corona-Virus, aber gleichzeitig erwähnte man auch, wie toll in China doch alles laufe, dass keine Reisebeschränkungen notwendig seien usw. Eine Wohlfühl-PK, und die Märkte atmeten auf nach dem Motto „alles halb so schlimm“.

Aber auch heute trudeln weitere Meldungen ein. Mehr Tote, mehr Infizierte etc. Die Angst der Börsianer vor einer immer größeren konjunkturellen Beeinflussung durch den Coronavirus wächst wieder kurz vor dem Wochenende. Und damit auch die Angst, dass es rein theoretisch vielleicht am Montag nach dem Wochenende noch schlechter aussehen könnte? Zwei Tage ohne Möglichkeit zu handeln – dann doch lieber jetzt noch in den „Sicheren Hafen“ wie Gold oder Franken fliehen? Und dann war da vorhin der Chicago Einkaufsmangerindex, der um 15:45 Uhr veröffentlicht wurde. Mit 42,9 Indexpunkten fiel er deutlich schwächer aus als erwartet (Prognose war 48,8). Das lässt eine nachlassende wirtschaftliche Aktivität in den USA vermuten.

Goldpreis und Schweizer Franken

Corona-Virus und Chicago PMI zusammen sorgen aktuell dafür, dass der Risk Off Trade eventuell (Garantien geben wir hier nicht ab) nun weiter an Fahrt aufnimmt so kurz vor dem Wochenende. Der Goldpreis (im Chart seit Anfang der Woche) verlor gestern Abend durch die „kleine“ WHO-Euphorie bis auf 1.570 Dollar, kann aber dank der fortschreitenden Angst vor dem Corona-Risiko bis jetzt wieder auf 1.583 Dollar steigen. Der Wochenverlauf lässt vermuten, dass der Drang  zu höheren Kursen vorhanden sein könnte? Mit aktuell 1,0685 notiert Euro vs Schweizer Franken aktuell ziemlich tief. Es geht tendenziell Richtung Tief vom Dienstag bei 1,0665. Die Aufwertung des Schweizer Franken scheint also tendenziell weiter zu gehen, parallel zum Anstieg im Goldpreis?

Goldpreis Verlauf seit Anfang der Woche

Aktien und Ölpreis

Eigentlich sah es tagsüber in den Futures so aus, als könnten vor allem die Amazon-Zahlen den Start der Amerikaner positiv gestalten. Aber Corona und Chicago sorgen für fallende Aktienkurse in New York. Der Dow 30 hat in den letzten drei Stunden 225 Punkte eingebüßt. Der Dax verlier seit heute Mittag 100 Punkte. Am Schlimmsten ist der Negativtrend aber beim Öl. Der Ölpreis fällt immer weiter. Auch er konnte von der kleinen WHO-Euphorie gestern Abend profitieren und etwas ansteigen. Aber damit ist jetzt Schluss, und Chicago hilft auf dem Weg nach unten. WTI-Öl fällt aktuell unter das gestrige Tief von 51,66 auf jetzt 51,60 Dollar. Der Chart zeigt den Ölpreis seit Anfang des Jahres. Der Trend deutet weiter gen Süden. Je mehr Corona-Angst (hier Live-Ticker der Ereignisse), desto schlechter für die Wirtschaft, desto weniger Öl-Nachfrage, und desto besser für einen möglicherweise weiter steigenden Goldpreis. Geht der Risk Off Trade heute Abend noch weiter?

WTI Ölpreis seit Anfang Januar

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Gold/Silber

Experte Andre Stagge: Trading kurz vor der US-Wahl

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

So kurz vor der US-Wahl, worauf sollten Trader achten? Wer wird die Wahl gewinnen, und was bedeutet das für die Börse? Der Experte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) erklärt im folgenden ganz aktuellen Video seine Meinung und seine Handelsstrategie. Müssen seine Handelsstrategien „Turnaround Tuesday“ und „Ultimo“ in dieser besonderen Woche ausgesetzt oder angepasst werden?

Der Börsenexperte Andre Stagge
Andre Stagge

weiterlesen

Gold/Silber

Goldpreis steigt nicht – Gründe, aktuelle Lage, Expertenkommentar

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Gold und US-Dollar mit Adler

Der Goldpreis war letzte Woche wacklig unterwegs (wir berichteten). Das gilt auch für diese Woche. Wird die runde Marke von 1.900 Dollar zur Dauer-Qual für die Gold-Bullen, weil der Goldpreis immer und immer wieder hierhin zurückfällt? Ganz aktuell fällt der Goldpreis wieder zurück von 1.910 Dollar heute früh auf jetzt 1.901 Dollar.

Zwar sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen seit letztem Freitag wieder gesunken von 0,86 auf 0,80 Prozent. Aber der US-Dollar (in Form des Dollar-Index) zeigt sich seit Freitag relativ stabil auf Niveaus um die 93 Indexpunkte. Der Rückfall im US-Dollar konnte letzten Mittwoch gestoppt werden, und ist seitdem abgesagt. Dies ist schlecht für den Goldpreis.

Goldpreis-Anstieg bei Verschärfung der Corona-Lage?

Wir empfehlen beim Klick an dieser Stelle die gestrige Analyse von CMC Markets-Analyst Jochen Stanz zu Gold. Er bespricht ausführlich die Frage, ob im Goldpreis der große Knall bevorsteht. Was, wenn der zweite globale Lockdown umfassend durchgeführt wird? Die Staatsausgaben zur Stützung von Bevölkerung und Wirtschaft überall auf der Welt würden die Staatsverschuldungen immens nach oben treiben, was eine große Chance für Gold darstellen könnte.

Aber im Augenblick klebt der Goldpreis weiter an der 1.900 Dollar-Marke. Die Aktienmärkte fallen, und der US-Dollar sackt nicht weiter ab. Wir erinnern uns. Im März, wo die Corona-Panik weltweit am Schlimmste war, schoss der Dollar-Index von 95 auf 103 Indexpunkte nach oben (Flucht in den Sicheren Hafen US-Dollar), und zwar sehr schnell. Der Goldpreis fiel von 1.700 auf 1.464 Dollar. Also: Könnte der Goldpreis bei einer dramatischen Verschärfung der Corona-Lage erneut nicht profitieren, weil der steigende US-Dollar Gold ausbremst?

Heutige Konjunkturdaten

Derzeit jedenfalls kann der Goldpreis als sicherer Fluchthafen in unsicheren Zeiten nicht von den weltweit stark zunehmenden Corona-Infektionszahlen profitieren. Heute um 13:30 Uhr werden in den USA die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter veröffentlicht, und vermutlich um 12 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht der weltweit größte Baumaschinenhersteller Caterpillar seine Quartalszahlen. Beide Ereignisse könnten Aktienkurse und US-Dollar in Bewegung bringen, wie auch den Goldpreis. Genauso kann auch das um 15 Uhr veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen die Kurse bewegen.

Aktueller Analystenkommentar

Die Experten der Commerzbank haben vor wenigen Minuten einen Researchbericht auch zu Gold veröffentlicht. Hier auszugsweise im Wortlaut:

Heute Morgen notiert Gold weiter in unmittelbarer Nähe der 1.900 USD-Marke, die eine starke Anziehungskraft auf den Preis ausübt. Gold in Euro gerechnet notiert seit etwa vier Wochen knapp oberhalb von 1.600 EUR je Feinunze. Eine nennenswerte Preiskorrektur wird unseres Erachtens durch die anhaltend solide Investmentnachfrage verhindert. Gestern verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs Zuflüsse von 3,5 Tonnen. Auch wenn die Dynamik der Zuflüsse in den letzten Wochen nachgelassen hat, erachten offenbar viele Marktteilnehmer den aktuellen Goldpreis noch als attraktive Kaufgelegenheit. In China hat sich die Goldnachfrage gemäß Angaben des Verbands der chinesischen Goldproduzenten zuletzt offenbar erholt: Sie ist demnach im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 29% gestiegen. Der Verband führt dies auf die Erholung der Wirtschaft und auf eine schnelle Rückkehr des Hochzeitsmarktes zurück.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen

weiterlesen

Gold/Silber

Gold: Die Korrektur ist noch nicht vorbei, ausser das passiert..

Avatar

Veröffentlicht

am

Die sehr schwache Performance, welche sich in der vergangenen Handelswoche bei Gold eingestellt hat, konnte die jüngste Betrachtung gut nachvollziehen. Mit dieser Performance folgt das Edelmetall meiner letzten Sichtweise, wie diese im Chart dargestellt ist. Das Tragische daran ist, dass sich Gold nach wie vor im Korrekturmodus befindet und aller Voraussicht nach diesen Zustand zeitnah auch nicht verlassen wird. Die im Chart dargestellte größere Trendwende ist mit der aktuellen Korrektur noch nicht gemeint.

Ausblick für Gold:

Das mehrfache Überschreiten des Widerstandes bei 1.910 USD (0.50-Retracement) ist für sich genommen ein positives Vorzeichen auf die zu erwartende Entwicklung. Doch wurden diese Schritte immer wieder abverkauft, sodass sich der positive Effekt in sehr engen Grenzen hält. Im weiteren Verlauf von Welle (x) wird Gold noch bis zur 0.76-Linie (1.943 USD) steigen; für wesentlich mehr wird die Kraft indes nicht reichen. Die auf dem gleichen Niveau liegende Trendkanallinie unterstützt dieses Szenario zusätzlich und zudem noch sehr massiv.

Gold befindet sich nach wie vor in der Korrektur
Mit der sich anschließenden zweiten Welle (a), der komplexen Korrektur (abc-x-abcde), wird der übergeordnete Abwärtstrend bei Gold wieder aufgenommen. Das Potenzial dieser Korrektur wird sich nicht dramatisch darstellen und sollte bereits auf dem Niveau des 0.38-Retracements (1.810 USD) erschöpft sein. Andererseits würde sich erst durch einen signifikanten Sprung über den 0.76-Widerstand bei 1.943 USD ein positives Signal generieren. Diesen Schritt erwarte ich für den hier abgebildeten Zeitraum nicht.

Fazit:

Die derzeit noch laufende Korrektur steht einem Engagement bei Gold, besonders auf längere Sicht, entgegen. Ein kleines Signal würde über der 0.76-Linie (1.943 USD) entstehen.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen