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Aktuell: Russland veröffentlicht Liste der Export-Verbote – Update 16:19 Uhr

Roter Platz in Moskau

Russland hat vor wenigen Minuten seine angekündigte Liste der Export-Verbote veröffentlicht (hier die Info via BBC). Gleich vorab: Die Katastrophe ist offenbar ausgeblieben. Öl und Gas werden weiterhin gen Westen verkauft – zumindest werden diese Bereiche in den aktuellen Meldungen zu den Export-Verboten nicht erwähnt! Russland verbietet bis Ende 2022 die Ausfuhr von technischen, automobilen, landwirtschaftlichen, telekommunikativen, medizinischen und elektrischen Geräten. Die Export-Verbote gelten laut aktuellen Meldungen nur für zuvor importierte Güter! Insgesamt stehen 200 Güter auf der Liste der ausgesetzten Ausfuhren, darunter gedeckte Eisenbahnwaggons, Container, Turbinen und andere Güter.

Hier aus der offiziellen Meldung der russischen Regierung ins Deutsche übersetzt, auszugsweise:

Die Liste umfasst über 200 Produkte, darunter technologische, telekommunikative und medizinische Ausrüstung, Fahrzeuge, landwirtschaftliche Maschinen, elektrische Ausrüstung sowie Eisenbahnwaggons und Lokomotiven, Container, Turbinen, Metall- und Steinschneidemaschinen, Videobildschirme, Projektoren, Konsolen und Schalttafeln. Diese Maßnahme ist notwendig, um die Stabilität auf dem russischen Markt zu erhalten.

Die Ausfuhr dieser Güter wurde in alle Länder mit Ausnahme der Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU), Abchasiens und Südossetiens ausgesetzt. Für Ausfuhren in die letztgenannten Staaten gilt ein besonderes Genehmigungsverfahren, das in einem gesonderten Regierungsbeschluss genehmigt werden soll. Danach sollen die Genehmigungen für die Ausfuhr dieser Güter in die EAEU-Staaten, nach Abchasien und Südossetien vom Landwirtschaftsministerium, vom Verkehrsministerium, vom Ministerium für Industrie und Handel, vom Ministerium für digitale Entwicklung, Kommunikation und Massenmedien und vom Ministerium für natürliche Ressourcen und Umwelt erteilt werden.

Darüber hinaus hat die Regierung die Ausfuhr mehrerer Arten von Holz und Holzprodukten in Staaten, die feindliche Handlungen gegen Russland unternehmen, gemäß der genehmigten Liste ausgesetzt. Auch dieser Beschluss gilt bis Ende des Jahres.



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6 Kommentare

  1. Schuss vor dem Bug!

  2. Mal wieder viel Wind von Russland für nichts.
    Abgesehen von Rohstoffen gibt es nichts aus Russland das nicht relativ schnell woanders hergestellt werden kann.
    Ausserdem nur exportstop für Güter die vorher importiert wurden? Wirtschaftlich eine Hauskatze ohne Zähne und Krallen.

    1. Nein, ich denke, dass Fred recht hat. Das ist eine freundliche Warnung, dass man das Sanktionsspiel auch mit umgekehrten Rollen spielen kann.

  3. Man kann sicher vieles woandersher beziehen.
    Aber nicht zu diesen Freundschaftspreisen.
    Aber wir beziehen gerne Frackinggas zum doppelten Preis. Macht uns doch nichts aus.

    1. Denke ich auch, also für Wirtschaft und Menschen lebensnotwendige Produkte werden weiter geliefert, wie Weizen, Dünger, fossile Brennstoffe, Palladium, Nickel, …..?

    2. Das Fracking-Gas ist nicht doppelt so teuer, sondern 5 – 10 mal so teuer verglichen mit den Preisen bei langfristigen Lieferverträgen mit Russland.

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