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Aktuell: Sigmar Gabriel zieht Genehmigung für Aixtron-Übernahme zurück

Hat bei Sigmar Gabriel ein Lerneffekt eingesetzt? Merkt er, dass etwas nicht stimmen kann, wenn chinesische Investoren deutsche Schlüsseltechnologie nach und nach…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Hat bei Sigmar Gabriel ein Lerneffekt eingesetzt? Merkt er, dass etwas nicht stimmen kann, wenn chinesische Investoren deutsche Schlüsseltechnologie nach und nach aufkaufen, während deutsche Investoren in China gar nichts kaufen dürfen? Heute früh wird nun bekannt, dass Gabriel´s Wirtschaftsministerium seine „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ für die Übernahme des Chipanlagenbauers Aixtron widerrufen hat. Die sollte nämlich durch den chinesischen Investor „Fujian Grand Chip Investment“ gekauft werden. Die Sache war eigentlich schon in trockenen Tüchern, denn nach Angaben der Firma wurden ihr bereits 65% der Aktien durch die bisherigen Aktionäre angeboten. Damit wurde die Annahmeschwelle von 50,1% deutlich überschritten. Laut Aixtron habe das Bundeswirtschaftsministerium eine „Wiederaufnahme des Prüfverfahrens“ angekündigt.

Vom Ministerium ist bisher keine offizielle Stellungnahme zu bekommen. Was mag Sigmar Gabriel bewogen haben die Erlaubnis zurückzuziehen? Echte Einsicht, dass es so nicht weitergeht? Hat er gemerkt, dass er doch keine Angst vor den chinesischen Offiziellen haben muss, die schon davor warnten, dass es nicht gut ankomme, wenn man chinesischen Investoren den Marktzugang für Käufe in Deutschland verweigere? Das Argument ist nämlich lächerlich, weil es ja umgekehrt eh schon keinen Zugang gibt! Oder hat Gabriel einfach nur gemerkt, dass er bereits mitten im Bundestagswahlkampf steckt, und der Wählerschaft zeigen muss, dass er sich für die Belange der deutschen Industrie einsetzt, im Sinne einer Erhaltung des Know How in Deutschland? Andere Länder (USA) verweigern schon seit Jahren regelmäßig Übernahmen durch Chinesen, wenn sie einzelne Käufe für kritisch halten. Dort nennen man es dann „Gefährdung der nationalen Sicherheit“.

Die Aktie von Aixtron fällt aktuell etwas, aber noch nicht zu stark. Den Anstieg aus Mai nach der Verkündung des Kaufgebots hat sie nach unten noch längst nicht erreicht. Also aktuell Schwanken zwischen Hoffnung und Absage!

aixtron
Die Aktie von Aixtron seit April.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    frank.trg

    24. Oktober 2016 10:03 at 10:03

    Fraglich ist ob das Wimi solche Übernahmen überhaupt aufhalten kann.? Rechtlich dürfte eine Übernahme schwer zu verhindern sein, es sei denn man schränkt ausländische Investitionen hierzulande stark ein. Eine offene Wirtschaftspolitik kann man nur machen wenn beide Seiten eine ähnliche Politik machen, aber wie dargestellt verhindert China im Gegenzug den Zugang zum Chinesischen Markt bzw. schränkt diesen stark ein. Das ist natürlich nicht in Ordnung in nicht hinnehmbar. Gabriel macht einen miserablen Job, auch wenn vieles systembedingt ist. Vor allem das ewige hin- und her. Mal erteilt er seine Erlaubnis, dann kassiert er sie wieder. So geht das ja auch im Inland mit einheimischen Investoren (Tengelmann-Übernahme).

  2. Avatar

    Paul Müller

    24. Oktober 2016 10:06 at 10:06

    Das dümmste Tier auf Erden sollte mal der Affe werden, doch der Plan ging voll daneben und der Deutsche began zu leben…
    Immer weg mit der deutschen Technologie. Diese Land wurde verkohlt,geschrödert und jetzt ausgemerkelt.

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Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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