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Aktuell: So brutal bricht die Börse in Italien heute ein aufgrund des Coronavirus

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Der Aktienmarkt in Italien bricht heute brutal ein. Der Leitindex MIB40 verliert heute 1.135 Punkte oder 4,58%. Es sieht so aus, als würde der Index heute den stärksten Tagesabsturz erleben, den die Aktienkurse in Italien seit knapp vier Jahren erlebt haben! Der folgende Chart zeigt den Index der Mailänder Börse mit den 40 wichtigsten italienischen Aktien seit August 2019.

Italien größter Ausbruchsherd es Coronavirus in Europa

Der Grund für den heutigen Absturz ist klar. Nord-Italien ist seit dem Wochenende der größte Ausbruchsherd des Coronavirus in Europa! Laut aktuellen Berichten seien 150 Menschen infiziert, andere Quellen sprechen sogar aktuell schon von 219. Fünf Menschen sind bereits gestorben. Städte werden abgeriegelt, damit das Coronavirus bloß nicht die Großstadt Mailand erreicht. Karnevals-Veranstaltungen und Fussballspiele wurden abgesagt. Abseits der menschlichen Tragödien darf der Betrachter der wirtschaftlichen Auswirkungen davon ausgehen, dass weniger gesellschaftliche und kulturelle Aktivität (auch weniger Reisen) gleichbedeutend sind mit weniger Konsum, weniger Nachfrage, weniger Wirtschaftsleistung. Das betriff die gesamte Volkswirtschaft, und somit indirekt auch Deutschland.

Daher fällt heute verständlicherweise auch der Dax, aktuell um 3,55%. Auch der um 10 Uhr verkündete bessere als erwartete ifo-Index konnte den Dax nicht zum Umdrehen bringen. Die Meldung von ifo war halt nur minimal besser. Über den Brenner ist es für das Coronavirus ein relativ kurzer Weg nach Deutschland. Oder geht der Weg auch Richtung Frankreich? Die Unsicherheit ist groß, zumal der Erst-Infizierte in Italien noch nicht identifiziert werden konnte. Daher wird es wohl aktuell auch schwer sein zu prüfen, woher die Ansteckung in Italien kam, und wer mit wem in Kontakt war. Aktuell lässt sich der Aktienmarkt weltweit von der Lage in Italien anstecken. Der Dow 30 notiert vorbörslich auf Future-Basis mit gut 700 Punkten im Minus.

Italien Aktienindex seit August 2019

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart an der Wall Street

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Markus Koch bespricht im folgenden LIVE-Video den bevorstehenden Handelsstart in New York. Es geht vor allem um die Hoffnungsschimmer, die man derzeit aus Südeuropa hört in Sachen Coronavirus.

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Finanznews

Coronakrise: Funken der Hoffnung! Videoausblick

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In der Coronakrise gibt es erste Funken der Hoffnung – und die Aktienmärkte feiern diese Funken mit einer Rally. Die Todeszahlen in New York, Italien und Spanien sinken – US-Präsident Trump verbreitet daraufhin in seiner täglichen Pressekonferenz Optimismus. Nun kommt es darauf an, ob das schon ein Trend ist – oder eben doch nicht. Wenn nicht, wäre die Rally eine weitere Bärenmarktrally während der Coronakrise. Wenn doch, wird die Rally mit Dynamik weiter gehen. Anders als in der Finanzkrise ziehen die wichtigsten Länder nicht an einem Strang: Trump droht mit Öl-Zöllen, die EU verhängt Gegenzölle gegen einige US-Waren. Die nächsten beiden Wochen werden die Weichen stellen!

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Aktien

Coronakrise: Warum stehen die Aktienmärkte noch so hoch?

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Die Coronakrise errreicht einen Hochpunkt nach dem anderen – und viele reiben sich derzeit verwundert die Augen: Warum stehen die Aktienmärkte so hoch, angesichts der schlechtesten Konjunkturaussichten in den vergangenen 100 Jahren? Gerade mal 20 bis 25 Prozent im Minus und nur leicht im Bärenmarkt. Spinnen die Börsianer – oder sehen Sie etwas anderes, was man aus den gegenwärtigen Daten nicht entnehmen kann? Hierzu ein paar Argumente aus der bullishen Sicht der Märkte.

Coronakrise: Was bringt uns das zweite Halbjahr?

Aus der Sicht der Börsen geht es fast nie um die Gegenwart oder die nahe Zukunft. Aktienmärkte fragen, wie sieht es in einigen Monaten aus? Also haben wir im Spätsommer 2020 noch Millionen von Coronainfizierten in den USA und ein Vielfaches davon an Arbeitslosen im Gefolge der Coronakrise? Das scheint sich in den Kursen derzeit niederzuschlagen.

Viele könnten von einer falschen Grundprämisse ausgehen.:Was nicht beachtet wird beim Vergleich mit früheren Rezessionen, selbst mit der von 1929 ist, dass es noch nie ein Situation gab, in der die Wirtschaft staatlich verordnet in Teilbereichen so auf null heruntergefahren wurde (und auch absehbar wieder hochgefahren wird).

Nicht einmal im Zweiten Weltkrieg wurde in den USA einem Friseur, einem Bäcker, einem Hot-Dog-Verkäufer u.a. die Arbeit untersagt. Das heißt aber auch, dass die kommenden Tage des Lockdowns alles überbieten werden, was es an kurzfristigen (!) Wirtschaftsindizes wie Arbeitslosenanträge, Verbrauchervertrauen etc. je gebeben hat. Klar, vermutlich erleben wird bald,  dass es wegen der Coronakrise in den USA 25 Millionen Arbeitslose geben wird –  in einem Land mit einer Hire-and-Fire-Mentalität. Aber Covid-19 hat ein natürliches Ende. Und dann wird es kurzfristig Anstiegsdaten aus tiefem Niveau geben, wie es sonst nur in Aufbauphasen nach einen Bombenkrieg möglich ist – einen kleinen Vorgeschmack darauf gibt bereits China mit seinen Einkaufsmanagerindizes.

Beispiel Deutschland

Wir haben bereits in dieser Woche R-0 erreicht (Feststellung Robert-Koch-Institut): das heißt, ein Infizierter steckt nur noch einen Menschen an. Vor drei Wochen lag dieser Wert bei 3-7 und damit noch deutlich höher. Bereits in wenigen Tagen/Wochen wird sehr wahrscheinlich die Zahl der „active cases“ sinken und dann die ersten Maßnahmen der Integration ins Arbeitsleben erfolgen. Die Epidemiologen dürfen nur nicht zu früh Entwarnung geben, sonst würde durch Leichtsinn der ganze Effekt zunichte gemacht werden und sich der Schaden der Coronakrise noch  potenzieren. Nach dem 20. April wird es in Deutschland ziemlich wahrscheinlich mit einer leichten Exitstrategie losgehen.

Coronakrise: Wird die Arbeitslosigkeit Bestand haben?

Die US-Börsen sehen nicht mehr auf den Mai, in dem die schlechtesten Arbeitslosenzahlen seit 1930 kommen werden, sondern sie blicken vermutlich auf den Sommer und später. Deshalb fallen sie auch zur Zeit nicht so stark, trotz der schlechtesten Arbeitslosenzahlen, die man sich ausmalen kann. Man erwartet bereits das Schlimmste und wenn Goldman Sachs von 25 Millionen im Mai spricht, so ist das weitgehend schon eskomptiert. Sonst müssten die Börsen schon weit über 50 Prozent ihres Wertes verloren haben. Das ist ein Grund, warum die Aktienmärkte derzeit nicht in die Tiefen fallen, die dem aktuellen Wirtschaftseinbruch durch die Coronakrise entsprächen. Der Zukunftsaspekt der Börse und als zweiter Grund das 10 Billionen-Dollar-Rettungspaket weltweit, was den Konsum vor einem totalen Kollaps bewahrt.

Was einige Investoren immer noch unterschätzen, ist die absolute Hemmungslosigkeit, Schmerzfreiheit oder Radikalität der US-Regierung, um den US-Konsum zu retten. Wenn das 4 Billionen-Dollarpaket für die Coronakrise nicht ausreicht, wird man eben noch weitere Billionen hinterherschieben: es ist ein Wahljahr und Donald Trump wird ohne Rücksicht auf Verluste alle fiskalpolitischen Mittel einsetzen.

Dass er damit die Verschuldung der USA in gefährlichste Dimensionen anheben wird, das kümmert ihn bisher noch wenig. Schließlich hat er wohl den stärksten Glauben Aller in die Einzigartigkeit der US-Wirtschaft und deren Leitwährung. Spricht er nicht schon dauernd davon, wie gestärkt Amerika aus der Coronakrise hervorgehen wird? Noch glauben ihm die Weltmärkte: der Dollar ist nach wie vor die Leitwährung und die Federal Reserve kann als eine der wenigen Notenbanken in unvorstellbarem Ausmaß Geld drucken. Dass das nicht ewig gut gehen kann und auch in einem Desaster enden könnte (muss?) – das steht auf einem anderen Blatt. Bisher sind die USA eine der wenigen Länder, die noch niemals einen Staatsbankrott erleben mussten. Deutschland hingegen schon derer sieben, in den letzten 200 Jahren. God bless America..

Noch ein Wort zu China: Warum sind dort im Januar/Februar wegen der Coronakrise die Aktienmärkte nicht in die Tiefe gestürzt, als eine Schlüsselindustrie, die Automobilbranche, mit 92 und 80 Prozent Rückgang die schlechtest denkbaren Daten geliefert hat? Weil man erwartet hat, dass sich die Wirtschaft ab April/Mai von der Coronakrise wieder erholen wird. Was gerade auch geschieht.

Das ist nämlich auch für die USA der springende Punkt: Man kann doch nicht erwarten, dass die Masse der Friseure, Bäcker, Souvenirhändler (um nur ein paar einfache Beispiele zu nennen) auch in drei oder sechs Monaten noch arbeitslos sein werden. Von einem langsamen Wiedereinstieg im Flug- und Touristikgeschäft gar nicht zu reden. Die Touristikbranche steht für acht Prozent des weltweiten BIPs. Menschen werden wieder den Friseur (und viele Dienstleister, vom Masseur bis zum Fitnessstudio) brauchen.

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