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Aktuell: So desaströs ist der Absatzeinbruch bei Volkswagen

Claudio Kummerfeld

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Spezielles Parkhaus für Volkswagen Autos

Volkswagen hat aktuell für den Monat April seine Absatzzahlen veröffentlicht. Schnörkellos, nur als Datenblatt, ohne Kommentar. Der Autoabsatz sinkt im Vergleich zu April 2019 von 866.400 auf 473.500 Autos. Ein Minus von 45,4 Prozent! Dieser Einbruch ist mehr als verständlich, wenn weltweit Autohäuser geschlossen haben, und die Kunden nicht mal kaufen können, selbst wenn sie wollten.

Volkswagen kann in China sogar zulegen

Die Details der Daten sind interessant. Für Volkswagen war der westeuropäische Markt im April eine Katastrophe. Der Autoabsatz sank hier sogar um 76,7 Prozent, von 325.100 auf 75.800 Autos. China legte sogar um 1 Prozent zu auf 305.600 Autos von 302.600 im April 2019. Wie das sein kann? Es ist offenkundig. China erlebte die Coronakrise mit dem großen Shut Down spürbar früher als Europa. Der Shut Down war stringenter, und man konnte zügiger wieder seine Volkswirtschaft hochfahren. Nordamerika bringt für Volkswagen ein Absatzminus von 52,8 Prozent auf 36.200 Fahrzeuge. Südamerika und Mittlerer Osten/Afrika sehen noch schlimmer aus mit Rückgängen von 77,6 Prozent und 73,3 Prozent.

Man benutze jetzt mal nur den gesunden Menschenverstand. Wer glaubt denn bitte schön, dass sich jetzt trotz geöffneten Autosalons und der schrittweise Normalisierung des Alltags der Autoabsatz bei Volkswagen, Daimler und Co dieses Jahr noch auf den Stand von vor der Krise erholen könnte? Oder auch nur ansatzweise? Gut 10 Millionen Menschen sind höchst wahrscheinlich derzeit auf Kurzarbeit gesetzt in Deutschland (hier die Details). 10 Millionen!!! Die werden sicherlich so schnell kein neues Auto kaufen, selbst wenn die Kurzarbeit in ein paar Monaten enden wird, und wieder volle Gehälter gezahlt werden. Der Schock der drohenden Arbeitslosigkeit wird bei vielen Menschen wohl so tief sitzen, dass man erstmal spart und Reserven anlegt – für eventuell neue schlechte Zeiten (Thema mögliche „Zweite Corona-Welle“).

Kein schnelles Zurück zu alten Zeiten

Bei den Konzernmarken von Volkswagen erkennt man auch, wie stark einzelne Länder in Europa von der Coronakrise getroffen wurden. Wo es mehr Infizierte und Tote gab, und wo die Ausgangsbeschränkungen restriktiver waren, da wird der Autoabsatz für Volkswagen logischerweise stärker eingebrochen sein als in Deutschland. Das Beispiel Spanien passt hier sehr gut. Hier liegt das Minus beim Autoabsatz bei 80,4 Prozent. SEAT (die lokale Marke vor allem für den spanischen Markt) verkaufte nur noch 10.000 statt vorher 51.000 Autos. Ein brutaler Kollaps! Auch bei den Töchtern „VW Nutzfahrzeuge“, MAN und Scania sieht es düster aus mit -67,7 Prozent, -62,6 Prozent und -66,6 Prozent. Auch wenn es im Mai wohl weniger schlimm sein dürfte im Vergleich zu Mai 2019. Die Autohersteller werden wohl mit massiven Rabatten werben müssen um in den nächsten Monaten die Verkäufe anzukurbeln. Ein schnelles Zurück zu alten Zeiten ist kaum vorstellbar.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Die Good News-Wall Street

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen werden die ganz frisch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten. Auch Thema ist der wohl anstehende neue Konjunkturstimulus.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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