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Aktuell: S&P stuft China ab!

Die amerikanische Ratingagentur S&P hat vor wenigen Minuten das Rating für China abgestuft – und die Aktienmärkte zucken nicht einmal mit der Schulter..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Die amerikanische Ratingagentur S&P hat vor wenigen Minuten das Rating für China abgestuft – von AA- auf nun A+! Damit folgt S&P den beiden anderen großen Ratingagenturen Moody´s und Fitch, die die Bonität des Landes ebenfalls zuletzt abgestuft hatten – so Moody´s im Mai, worauf China erbost reagiert hatte (Moody´s würde, so die offizielle Aussage, die Schwierigkeiten des Landes überschätzen und gleichzeitig den Reformwillen der Führung in Peking unterschätzen).

S&P begründet die Abstufung mit einer „fortgesetzten Periode des starken Kredit-Wachstums“, das die Risiken erhöht habe – vor allem Banken und Lokalverwaltungen hätten eine immer stärkere Verschuldung aufgebaut seit dem Jahr 2009. Dabei sei die Verschuldung schneller gestiegen als die Gewinne – mit der zunehmenden Verschuldung sei zwar dann das BIP gewachsen, aber die Stabilität des Finanzsystems fragiler geworden.

Zwar versuche China nun, so S&P, die Verschuldung der Unternehmen zu deckeln – aber das Schuldenniveau bleibe in den nächsten zwei bis drei Jahren trotz dieser Bemühungen so hoch, dass es die Finanzstabilität gefährde.

Man kann durchaus unterstellen, dass hier S&P bewußt nicht die ganze Wahrheit sagt. Faktisch ist nämlich der Versuch Pekings, Luft aus der Blase zu lassen durch strengere Kriterien für die Kreditvergabe das eigentliche Risiko (was S&P wissen dürfte – kreditabhängige Zombie-Firmen werden bei Ausbleiben neuer Kredite illiquide!). Die Machthaber Chinas versuchen also eine Blase zu verkleinern, was aber nicht gelingen kann – Blasen platzen entweder, oder sie pumpen sich noch weiter auf, bis sie dann später mit umso lauterem Knall platzen!

Interessant ist übrigens, dass die Märkte die Abstufung Chinas (also der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt) durch die weltweit wichtigste Ratingagentur praktisch überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen..


Die Abstufung dürfte in China keine Begesiterung hervor rufen..im Bild der Unternehmer Cao Dewang

Foto: http://wiki.china.org.cn

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    madsoul

    21. September 2017 12:11 at 12:11

    na dann sind wir mal auf das rating für die usa gespannt, da is ja alles viel besser, keine verschuldung etc , und auch keine Blase ist nur substanz ?

  2. Avatar

    Wolfgang Koch

    21. September 2017 12:14 at 12:14

    „Die Märkte“sind so stoned vom vielen Nuttenbankgeld,dass Sie überhaupt nichts mehr merken!Wenn aber einer der grössten Dealer verhaftet wird,wirkt sich das schon auf die Versorgungslage aus.Der Stoff wird teurer.Denjenigen,welchen schon jetzt nur auf Kredit das lebensnotwendige Pulver gewährt worden ist sehen dem sicheren Turkey entgegen!Alles andere als lustig.

  3. Avatar

    richterskala

    21. September 2017 12:46 at 12:46

    kann es sein, dass von “AA-” auf “A+” gestuft wurde?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      21. September 2017 12:49 at 12:49

      @richterskala, richtig, herzlichen Dank für den Hinweis, ist nun korrigiert!

  4. Avatar

    ex-Bänker

    21. September 2017 12:46 at 12:46

    Meines Wissens hält China einen grossen Teil der US Anleihen, wenn sie die Chinesen reizen ,könnten die mal eine Packung US-Bonds verkaufen dann würden die Bondmärkte die Zinswende mindestens kurzfristig herbeiführen,ist auch nur eine Vision,aber sehr viele glauben ja an Visionen.

  5. Avatar

    richterskala

    21. September 2017 12:56 at 12:56

    @ Herr Fugmann: gerne.
    Sehen Sie die Herabstufung Chinas als Auslöser, dass gestern und heute Aktien wie Weibo und JD.com gen Süden laufen? Oder ist das eher ein aktueller (kurzer) „Tech-Trend“?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      21. September 2017 13:05 at 13:05

      @richterskala, ich denke, da gibt es keinen Zusammenhang..

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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am

Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Aktien

Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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