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Aktuell: Statement aus Saudi-Arabien zu zerstörten Öl-Anlagen

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Aus Saudi-Arabien hat man seit dem Wochenende relativ wenig offizielle Stellungnahmen gehört zum Angriff auf die wichtigste saudische Öl-Anlage. Der Angriff ließ 5,7 Millionen Barrels pro Tag ausfallen, mehr als die Hälfte der saudischen Fördermenge. Jetzt aktuell gibt der saudische Prinz Abdulaziz, seit etwas mehr als einer Woche erst im Amt, eine Pressekonferenz. Hier die wichtigsten Aussagen.

50% der Rückgänge vom Wochenende sollen inzwischen wieder hergestellt sein. Exporte sollen normal weiterlaufen.

Ölpreis ist in den letzten 25 Minuten um 1 Dollar gefallen.

Produktionslücke wird erst einmal aus Reserven von Saudi-Aramco aufgefüllt.

Am 30. September soll die Kapazität (sorry, vorher als Fördermenge bezeichnet) 11 Millionen Barrels pro Tag erreichen! Ende August lag die Fördermenge bei knapp unter 10 Millionen Barrels pro Tag.

2 Millionen Barrels pro Tag von der attackierten Öl-Anlage Abqaiq sind wieder hochgefahren.

Reparaturarbeiten sollen Ende September abgeschlossen sein.

Aramco IPO soll normal weiter geplant werden.

Kapazitäten im November bei 12 Millionen Barrels pro Tag.

Saudi-Arabien habe zuhause und im Ausland große Lagermengen.

Aramco-Chef stellt Reparaturarbeiten als nicht so umfangreich dar:

Aramco IPO in den nächsten 12 Monaten

Der Energieminister sagt man wisse immer noch nicht definitiv, wer hinter den Angriffen stecke. UN-Inspektoren sollen einbezogen werden. Eine elegante Möglichkeit für die Saudis um Zeit zu gewinnen, bis man weiß wen man angreifen will?

Aramco-CEO: Schnelles Hochfahren der Fördermenge ist ein Beweis dafür, dass Aramco das zuverlässigste Unternehmen der Welt sei, und das trotz der schlimmsten Bedingungen. In wenigen Tagen habe an sich erholen können (FMW: Schon mal vorab Werbung fürs IPO machen).

Alles wird gut (laut saudischen Angaben), Mengen schnell wieder auf alte Niveaus, Glückwünsche vom Chef…

Keine Einkommensverluste für Aramco im September, weil Exporte ja nicht rückläufig sind (aufgefüllt aus Lagerbeständen).

Aramco-Chef: In Abqaiq and Khurais bis jetzt 2,5 Millionen Barrels pro Tag (von ausgefallenen 5,7) wieder hergestellt.

Anmerkung FMW: Seit Start der PK hat WTI-Öl unterm Strich 1 Dollar verloren. Der Verlust war vorhin aber schon 80 Cents größer. Schluckt der Markt die mehr als erstaunliche Reparaturgeschwindigkeit der Saudis noch nicht?

Aramco-Chef: Man habe 10 Feuer in weniger als 7 Stunden eingedämmt.

PK beendet.

Saudi-Arabien Kronprinz MBS auf US-Flugzeugträger
Kronprinz Mohammad bin Salman im Jahr 2015 auf einem US-Flugzeugträger. Zeichen der Allianz zwischen den USA und Saudi-Arabien.

5 Kommentare

5 Comments

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    Johann Steinhaus

    17. September 2019 21:11 at 21:11

    sorry, aber ich glaub denen kein Wort bezüglich der Reparatur-Geschwindigkeit.
    Bin selbst in der Chemie tätig und kenne mich in Planung und Instandsetzung aus.
    Die Saudis werden aus ihrem Vorrat bedienen und auch fieberhaft an der Wiederherstellung arbeiten…..aber, das wird länger dauern als propagiert.

  2. Avatar

    Prognosti

    17. September 2019 21:29 at 21:29

    Der Ölmarkt ist der grösste Idiotenmarkt, da probieren sie seit Jahren Förderkürzungen hinzukriegen, die niemals eingehalten werden können.Jetzt wo wirklich eine echte Förderkürzung eintritt versucht man mit Schönreden u.sogar Lügen die Ausfälle möglichst kleinzureden.Eine Raffinerie ist nicht ein Computer der einfach neu gestartet werden kann.Ich möchte behaupten, dass nach 2Tagen noch niemand die wirklichen Schäden beziffern kann u.Millionenschäden nicht in einigen Tagen repariert werden können.

  3. Avatar

    Columbo

    17. September 2019 21:57 at 21:57

    Saudi-Arabien scheint als Ölplayer an Bedeutung zu verlieren, während USA und Russland stark zugelegt haben. Da werden die Herren Scheichs sich was einfallen lassen müssen.

    • Avatar

      tm

      18. September 2019 10:30 at 10:30

      Die USA sind aber weiterhin großer Netto-Öl-Importeuer und werden das auch bleiben. Und Saudi-Arabien hat weiterhin die niedrigsten Förderkosten aller Produzenten, während die USA Grenzproduzent sind, also deren Förderkosten markieren mitunter die Grenzkosten.

      Ist vermutlich nicht ganz aktuell aber das Prinzip sieht man hier gut:
      https://www.businessinsider.com/crude-oil-cost-of-production-2014-5?IR=T

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    Shong09

    18. September 2019 12:54 at 12:54

    Ich denke das dient alles einerseits dem Gelingen des Börsengangs, andererseits möchte man dem Attentäter natürlich vorgaukeln, man wäre dort gar nicht so verwundbar. Ansonsten darf man natürlich mit den nächsten ähnlichen Attacken rechnen. So einfach dürfte die Ölinfrastruktur nicht zu schützen sein.
    Bin sehr gespannt, wie der Konflikt weiter geht

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – es hagelt gute Nachrichten

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es hagelt gute Wirtschaftsdaten, Stimulus-Nachrichten, abflauende Unruhen in den USA, gute Unternehmensnachrichten etc. Da kann der Aktienmarkt ja nur noch weiter steigen?

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Tesla: Warum der Battery Day KEIN Game Changer sein wird!

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Innenansicht eines E-Autos von Tesla

Die Fan-Medien überschlagen sich schon seit geraumer Zeit mit Mutmaßungen, welche grandiosen Neuigkeiten Tesla wohl auf dem schon vor fast einem Jahr angekündigten Battery Day vorstellen wird. Einig sind sie sich darin, dass es die Branche verändernde Neuigkeiten sein werden, die Tesla natürlich wieder einmal für Jahre in Führung bringen werden. So wie alles, was Tesla ankündigt und dann nicht, nicht in der angekündigten Form oder stark verspätet liefert. Hinweise auf einen echten Durchbruch in Sachen Fahrzeugbatterien gibt es keine. Der Game Changer, der Tesla auch endlich dauerhaft profitabel machen könnte, dürfte weiter auf sich warten lassen.

Batterien für Elektroautos sind in vielfacher Hinsicht optimierungsfähig. Sie könnten günstiger, leichter, weniger voluminös, leistungsstärker, haltbarer, umweltfreundlicher oder sicherer werden. Für jede dieser Eigenschaften gibt es eine Batterie-Chemie, die eine Eigenschaft perfektioniert, dafür aber bei anderen Eigenschaften versagt. So sind zum Beispiel die von Mitsubishi in Japan optional angebotenen Toshiba-Zellen auf Lithium-Titanat-Basis extrem haltbar, extrem schnell nachladbar, unempfindlich für sehr tiefe Temperaturen, dafür aber schwer, teuer und hoch voluminös. Ein Tesla Model S mit diesen Zellen wäre zwar in 6min von 0% auf 100% geladen und könnte das ganze schadlos 10.000x durchführen. Doch das Auto könnte nur noch 40kWh statt 100kWh Kapazität bekommen.

Teslas 1-Million-Meilen-Batterie wird mit Nachteilen erkauft

Teslas derzeit genutzte NCA-Zellen sind relativ günstig, haben eine relativ hohe Energiedichte, sind dafür aber nicht sonderlich lange haltbar und zählen auch nicht gerade zu den sichersten Zellen. Die aus tausenden kleinen Zellen aufgebauten Batteriepacks zeigen nach etwa 500 Zyklen das Problem der unterschiedlichen Zellalterung, die dazu führt, dass das Auto stehen bleibt, obwohl es noch zum Teil etliche dutzend oder gar mehr als 100km Reichweite anzeigt.

Schon seit Jahren geht daher das Gerücht der 1-Million-Meilen Batterie durch die Fan-Szene. Korrekter wäre, die Haltbarkeit in Ladezyklen anzugeben. Eine 16kWh-Batterie in einem Mitsubishi Kleinwagen, die 1.500x aufladbar ist und damit 150.000km schafft, ist schließlich besser als eine 80kWh-Tesla-Batterie, die zwar dank ihrer fünffachen Speicherkapazität 180.000km schafft, aber schon nach 500 Ladezyklen Ausfallerscheinungen zeigt. Um mit einem aktuellen Tesla Model S eine Million Meilen (1,6 Millionen Kilometer) fahren zu können, dürften 3.000 bis 4.000 Zyklen notwendig sein.

Eine echte Herausforderung ist das also nicht, gibt es doch schon seit Jahren Lithium-Zellen, die das mühelos schaffen. Wichtig ist, welche anderen Eigenschaften geopfert werden müssen, um diese Haltbarkeit zu erzielen. Das Besondere bei Teslas Ankündigungen ist stets, dass erzielte Erfolge in einem Bereich nie mit Nachteilen in anderen Bereichen einhergehen sollen. So ist anzunehmen, dass uns Tesla erzählen wird, dass sie die leistungsstärksten, haltbarsten, umweltfreundlichsten und natürlich günstigsten Zellen entwickelt haben werden.

Tesla hat weder Erfahrung noch Geld für eigene Zellenfertigung

Obwohl Tesla in der gesamten Unternehmensgeschichte noch keine eigene Batteriezelle herstellte, sondern dabei stets auf Zulieferer zurückgriff, soll nun beim gerade erst wieder coronabedingt verschobenen Battery Day der Durchbruch präsentiert werden. Dank der Übernahme von Maxwell im vergangenen Jahr sollen nun kobaltfreie Batterien mit höherer Energiedichte präsentiert werden können.
Maxwell war ein Unternehmen, das nach Aussagen in der eigenen Bilanz kurz vor der Übernahme vor der Insolvenz stand. Der Aufsichtsrat versuchte nach Teslas Gebot, andere mögliche Aufkäufer zu animieren, ein Gegengebot abzugeben. Von zehn von der Investmentbank Barclays gefragten Unternehmen antworteten 70% erst gar nicht. Die drei anderen sagten ohne tiefergehende Prüfung sehr schnell ab. Sonderlich interessant schien das KnowHow von Maxwell also nicht gewesen zu sein. Weder verdiente Maxwell damit genügend Geld, um nicht der Insolvenz entgegen zu sehen, noch interessierte sich außer Tesla jemand anderes für das Unternehmen.

Es liegt natürlich im Bereich des Möglichen, dass ein Unternehmen ohne Erfahrung in der Batteriezellherstellung mit einer Historie von Übertreibungen bei vorherigen Ankündigungen, das in den vergangenen Quartalen das Budget für Forschung und Entwicklung kürzte, das kein Kapital für eine Zellfertigung hat und das erst vor wenigen Wochen einen neuen Liefervertrag für Batteriezellen mit CATL abschloss, dass dieses Unternehmen aus dem Nichts eine Wunder-Batterie entwickelte. Für deutlich wahrscheinlicher halte ich jedoch, dass Tesla etwas ankündigen wird, das sich nahtlos in die Liste der seit Jahren angekündigten, angeblich revolutionären aber bis heute nicht lieferbaren Produkte einreiht.

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DAX holt sich 12.000 Punkte zurück – Werbung

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Lieber Börsianer,

wer hatte das noch im März, als der DAX zeitweise -40 % unter Wasser lag, gedacht? Aber tatsächlich verdichten sich die Anzeichen, dass wir auch im Seuchenjahr 2020 am Aktienmarkt noch richtig Geld verdienen werden.

So nahm der DAX gestern mit Leichtigkeit die viel beachtete Marke von 12.000 Punkten und baut heute seine Gewinne des Vortags weiter aus. Waren es zuletzt noch vorwiegend Wachstumsaktien aus den USA, die in den Depots für spektakuläre Gewinne sorgten, zieht jetzt auch der breite europäische Aktienmarkt mächtig an. Daneben überstieg Öl der Sorte Brent wieder die Marke von 40 US-Dollar. Das zeigt, der Markt wird im Moment von einer großen Welle des Optimismus getragen. Die Marktteilnehmer setzen darauf, dass die Corona-Rezession nächstens Geschichte sein wird.

Dabei halten es die Investoren mit der Bibel und machen die letzten zu den ersten. So profitieren derzeit besonders Autoaktien. VW fährt bereits seit Wochen dem DAX voraus und gestern sprangen auch die Aktien der BMW und Daimler richtig an. Ist dieser neue Auftrieb gerechtfertigt?

Die Autoaktien steigen aus dem Tal der Tränen

Schauen wir uns doch einmal die deutsche Autobranche im Detail an. Sie alle kennen die Diskussionen der vergangenen Jahre. Da war erst der sog. Dieselskandal. Dann versank die Branche in einer anhaltenden Technologiediskussion. Der Verbrenner war für viele Beobachter plötzlich ein Auslaufmodell des vergangenen Jahrhunderts. Alle wollten nur noch Elektromobilität. So sprintete die Tesla-Aktie vorne weg, während die deutschen Autoaktien auf der Standspur standen.

Selbst im autobegeisterten Deutschland wetteten viele Anleger keinen Pfifferling mehr auf die Branche, deren Aktien noch vor einigen Jahren in fast jedem Privatanlegerdepot geführt waren.

Natürlich wissen die Autobosse, dass der Verbrenner nicht unbedingt der Antrieb für das nächste Jahrzehnt ist. Man weiß, dass man reichlich Rückstand auf Tesla aufholen muss. Andererseits ist auch klar, auch in den nächsten Jahren werden wir Autofahren…..

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