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Aktuell: Tesla gibt für 2 Milliarden Dollar neue Aktien aus – interessante Details!

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Tesla E-Auto Beispielfoto

Der E-Auto-Bauer Tesla hat vor wenigen Minuten verkündet neue Aktien im Wert von 2 Milliarden Dollar ausgeben zu wollen. Es werde eine 30-tägige Frist eingebaut, in welcher die teilnehmenden Institute Aktien für weitere 300 Millionen Dollar erwerben können. Gleich vorab unsere Meinung: Der Zeitpunkt ist clever gewählt. Die Aktie notierte im Dezember noch unter 400 Dollar, und noch im August 2019 bei 222 Dollar. (Buch: Wie Elon Musk die Welt verändert – Die Biografie) Und jetzt? Auch wenn das absolute Spekulationshoch vom 4. Februar bei 968 nicht gehalten werden konnte, so notiert die Tesla-Aktie mit 767 Dollar zum Schluss gestern Abend doch sehr, sehr hoch! Das bedeutet: Um eine Summe von 2 Milliarden Dollar einnehmen zu können, muss Tesla deutlich weniger Aktien ausgeben als noch letztes Jahr oder noch vor wenigen Wochen.

Schlau gewählter Zeitpunkt von Tesla?

Kapitalerhöhungen, durch welche neue Aktien ausgegeben werden, verwässern das Kapital. Mehr vorhandene Aktien machen die einzelnen Aktien wertloser, denn der Unternehmensgewinn muss ja auf mehr Aktien aufgeteilt werden als vorher. Und am Markt sind mehr Aktien vorhanden, die auf den Aktienkurs drücken, so auch bei Tesla. (Buch: Insane Mode – Die Tesla-Story: Wie Elon Musk die Automobilbranche auf den Kopf gestellt hat und stellen wird) Aus diesen beiden Gründen sind Kapitalerhöhungen grundsätzlich erst einmal negativ zu werten für die aktuelle Kursentwicklung einer Aktie. So auch heute. Vorbörslich notiert die Aktie von Tesla mit -4,3% bei 734 Dollar. Ob diese Kapitalerhöhung schon morgen wieder vergessen ist? Jedenfalls belastet sie die Aktie weniger, als hätte man die gleiche Kapitalerhöhung bei viel tieferen Kursen durchgeführt!

Musks gebrochenes Versprechen

Wichtig und interessant: Erst vor zwei Wochen hatte Tesla-Chef Elon Musk erklärt, dass das Unternehmen keine weiteren Kapitalmaßnahmen plane. Und zack, zwei Wochen später ist dieses Versprechen schon hinfällig! Übrigens: Aus der aktuellen Veröffentlichung von Tesla geht hervor, dass Elon Musk im Zuge dieser Kapitalerhöhung selbst Aktien im Wert von 10 Millionen Dollar kaufen will. Der Aufsichtsrat Larry Ellison will für 1 Million Dollar kaufen. Beides wohl unterstützende Maßnahmen, die sagen sollen: Hey Leute am Markt, seht her, wir im Management glauben an die Story, wir kaufen auch. Also könnt auch ihr beruhigt kaufen, selbst bei diesen hohen Kursen!?

Hier geht es zum gestrigen Artikel Tesla Aktie: Ist das eine Blase – oder doch etwas anderes?

Auf Sicht mehrerer Tage, Wochen und Monate könnte diese Kapitalerhöhung vielleicht sogar beruhigend auf die Börsianer wirken. Tesla hat wieder mehr Liquidität (zum Verbrennen?), und so kann man das weitere Wachstum besser finanzieren (siehe neuer Standort nahe Berlin). Im Chart sehen wir den Kursverlauf der Aktie seit März 2019.

Tesla-Aktie seit März 2019

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Marcus

    13. Februar 2020 15:53 at 15:53

    Logisch ist das alles genau geplant von Tesla. Erst die Junkies angelockt und die Aktie hochgepusht, und jetzt kommt die Verwässerung. Aber ich gehe jede Wette ein das die Kapitalerhöhung massiv überzeichnet sein wird, weil es wieder mal genug Dumme gibt die unbedingt dabei sein wollen.
    Wobei 2 Milliarden Dollar eigentlich „wenig“ ist. Deswegen vermute ich, wird man auf einen weiteren Aufwärts-Push hoffen, genug Käufer anlocken und dann die nächste Kapitalmaßnahme raushauen. Oder man versucht es dann damit schön Abwechslung reinkommt, über den Verkauf von neuen Anleihen.

    Musk weiß ganz genau was er tun muss damit er immer wieder genug „Dumme“ findet die da mitmachen.

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    Torsten

    13. Februar 2020 18:05 at 18:05

    Da seit einer Woche ständig von einer Investment Frau gebetsmühlenartig erzählt wird das die Tesla Aktie in 5 Jahren bei 7000 Dollar steht. Und welche Frau kann lügen? Das heißt kein Problem eine stark überteuerte Aktie zu kaufen.

    Die Geschichten der Gebrüder Grimm waren nichts dagegen.

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      Wutbürger

      13. Februar 2020 22:37 at 22:37

      Vielleicht ist diese Dame vom Typ dieses einen Henry, der damals über Nacht vom Englischlehrer zum „Internetanalyst“ mutierte und intern das Gegenteil erzählte („üble Klitsche“) als er nach außen verzapfte („Geldscheisser im Keller“). Denn wer für so ein Unternehmen über 5 Jahre eine Prognose abgibt, kann nicht ganz sauber sein oder ist vom primitiven Trendverlängerungsvirus befallen. Woher soll denn dieses Geschöpf wissen, wer bis dahin alles dem Musk die Butter vom Brot klauen wird? Und weiß die überhaupt, dass erst eine Batterie ohne Lithium erfunden werden muss, weil schon allein VW alle bekannten Vorräte dieser Erde benötigen würde?

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    Alexander Wanko

    13. Februar 2020 19:48 at 19:48

    Hatte munsk vor ein paar Wochen wor gericht angegeben überhaupt kein Geld zu haben?

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    Wutbürger

    13. Februar 2020 21:04 at 21:04

    Im Trumpland erscheinen alle 10 Jahre neue völlig ahnungslose Blasenjunkies am Hackbrett und halten sich jedesmal für viel fähiger als ihre Vorgänger. Diesmal sind es welche, die von der Fed auch noch besonders heftig mit Blüten gefüttert werden. Immer mehr Kurse an der Fraudstreet sehen aus wie einst der von em.tv. Und das KGV auch. Und das Geblöke der Herrschaften, die um das Jahr 2000 herum „Analos“ hießen, klingt ebenfalls wie einst bei em.tv. Mal sehen, wie viele dieser hochgejubelten Nullen genauso enden.

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart an der Wall Street

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Markus Koch berichtet im folgenden Video LIVE zum Handelsstart an der Wall Street. Neben dem Coronavirus als Grund für die fallenden Kurse nennt er auch Bernie Sanders und die viel zu große Euphorie, die in den Kursen vorhanden war.

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Korrektur voraus: Nehmen Sie kurzfristig den Fuß vom Gas! – Werbung

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Lieber Börsianer,

es liegt eine Korrektur in der Luft. Die konjunkturelle Entwicklung lässt allgemein nach. Zwar sind die wichtigen Aktienmärkte historisch betrachtet immer noch nicht übermäßig teuer. Gleichwohl sehe ich allerdings in vielen Marktnischen teils erhebliche Überbewertungen. Vor allem anerkannte Qualitätsaktien aus den Standard-Indizes wie etwa McDonald´s, Apple oder etwa Nestlé werden mittlerweile quasi pauschal und zu jeder Bewertung gekauft. Hier wirken automatische Kaufprogramme (Sparpläne) und die zunehmende Verbreitung der ETFs ungünstig. Viele Investoren differenzieren nicht mehr, sondern kaufen fast wahllos. Im Segment der Wachstums- und Techaktien erleben wir daneben gegenwärtig einen kleinen Kaufexzess. Titel wie Tesla oder Ballard Power verdoppelten sich zuletzt binnen weniger Monate. Hier überschätzen viele Anleger die kurzfristige Nachfrage nach den neuen Antrieben der Mobilität.

Im Hintergrund wühlt auch immer noch das Coronavirus. So wurden zuletzt erstmals auch Todesfälle aus Europa (Italien) gemeldet. Inzwischen wurden in Norditalien 130 Menschen positiv auf den Virus getestet. Vor diesem Hintergrund wurden nun auch die alljährlichen Karnevalsfeierlichkeiten in Venedig deutlich eingeschränkt bzw. verkürzt. Für sich allein genommen wäre die Pandemie wahrscheinlich ziemlich unbedenklich. Das Virus kann allerdings genau die Zutat sein, die uns am Ende den Börsen-Cocktail erst einmal richtig sauer macht. Mit diesem Beitrag möchte ich sowohl die Leser des RENDITE TELEGRAMM wie auch der Premium-Chancen auf ein etwas vorsichtigeres Vorgehen am Aktienmarkt einstimmen. In den nächsten Wochen werden wir nur noch…..

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Coronavirus könnte die Chip-Industrie hart treffen!

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Coronavirus Symbolbild

Was das Coronavirus mit der Chip-Industrie zu tun hat? Die Hersteller von Computer-Chips übertrumpften sich in der jüngeren Vergangenheit gegenseitig mit Investitionszusagen in neue Fertigungsanlagen. 104 Milliarden Euro hier, 20 Milliarden US-Dollar dort… Die Aktienkurse von Herstellern der Fertigungsanlagen wie Applied Materials schossen natürlich nach oben. Doch das Corona-Virus könnte den Investitionsplänen der Chiphersteller ein jähes Ende bereiten. Vorsicht ist daher vor allem bei Aktien der Zulieferindustrie geboten, wie eben bei Applied Materials.

So schnell die Innovationszyklen der IT-Industrie auch sind, so langfristig angelegt sind die Investitionsplanungen der Hersteller. Zwar kommen ständig, in der Regel im Jahresrhythmus, neue und schnellere Produktgenerationen auf den Markt. Doch Planung, Bau und Betrieb einer neuen Fertigungsanlage werden eher in Jahrzehnten bemessen. So investierte Intel im Jahr 2007 1,5 Milliarden US-Dollar in die Fab 11X in New Mexico, um sie auf die damals neue 45nm-Technologie umzurüsten. Diese Technik läuft dort bis heute und stellt Chips her, die nicht die neuste Fertigungstechnologie benötigen.

Bei einer so langen Betriebszeit liegt es auf der Hand, dass Investitionsplanungen nicht aufgrund einer kurzfristigen Nachfrageschwäche komplett umgekrempelt werden. Und doch gibt es ein Problem, das die Investitionsplanungen jetzt über den Haufen werfen könnte: das Coronavirus!

50% der Investitionen plante die Chip-Industrie in China – Coronavirus wird zum Problem

In den vergangenen Jahren übertrafen sich die Hersteller mit Investitionszusagen. Tsinghua: 70 Milliarden US-Dollar in drei Fabriken, davon eine in Wuhan, TSMC: 20 Milliarden US-Dollar in eine neue Fabrik, Samsung: 104 Milliarden Euro verteilt über zwölf Jahre, Intel: 20% des Umsatzes, also 20 bis 30 Milliarden US-Dollar pro Jahr und noch viele andere mehr. Die für 2020 geplanten Investitionen betragen 50 Milliarden US-Dollar.

Das Problem dabei: 50% der für dieses Jahr geplanten Investitionen entfallen auf China. Die Tatsache, dass dort derzeit nur wenig gearbeitet wird, macht die Investitionsplanungen bereits zur Makulatur. Schlimmer aber noch sind die potenziellen weltwirtschaftlichen Folgen des Coronavirus. Kommt es zu einem globalen Wirtschaftsabschwung, werden zahllose Unternehmen und Privatpersonen ihre Investitions- und Konsumentscheidungen überdenken. Muss es wirklich ein neuer Computer sein, ein neues Handy, ein neuer Fernseher, wenn es der alte eigentlich auch noch tut?

Dazu kommt, dass die Chiphersteller in den Vorjahren Unsummen in die Erweiterung ihrer Fabriken steckten. Die Fabriken für die Herstellung von z.B. Flashspeicher-Chips konnten nicht groß genug sein. Die Erwartung einer weitgehenden Verdrängung der klassischen Festplatte durch SSD-Laufwerke auf Basis von Flashspeicher versprach üppige Umsätze. Die stehen jedoch auf der Kippe, wenn weniger Computer gekauft werden. Die Folge wäre ein Rückfall in den Schweinezyklus der Speicherindustrie: Hohe Preise führen zu umfangreichen Investitionen in neue Fabriken (bereits gebaut), die Überkapazitäten schaffen (die drohen), die die Preise in den Keller und Unternehmen aus den Markt drücken, auf dass die Preise wieder steigen. Gehofft hatten die Hersteller in diesem Jahr auf steigende Preise durch wachsende Nachfrage.

Kommt der nächste Schweinezyklus der Chip-Industrie?

Nun steigen die Preise für Speicher zwar. Doch vor allem deshalb, weil aus Asien weniger Nachschub kommt. Doch an hohen Preisen bei kleinem Volumen verdienen die Hersteller nichts, während die Kosten der stillstehenden Fabriken weiter laufen werden. Es gibt also guten Grund anzunehmen, dass die Investitionspläne der Chiphersteller nicht in vollem Umfange ausgeführt werden. Der Aktienkurs von Applied Materials reflektiert diese Möglichkeit noch nicht. Analysten erwarten einen Gewinn von 4,17 US-Dollar pro Aktie in diesem Geschäftsjahr, deutlich mehr als im vorherigen Jahr.

Auf Basis dieses erwarteten Gewinns ist die Unternehmensbewertung sogar für US-Verhältnisse konservativ mit einem KGV von nur 15,4. Sollte der Gewinn jedoch nur auf Vorjahresniveau liegen, wären wir schon bei einem KGV von mehr als 21. Beim Beginn eines neuen Schweinezyklus‘ in der Industrie dürfte sich die aktuelle Bewertung von Applied Materials als zu hoch erweisen. Übrigens: Der Börsengang des deutschen Ausstatters von Chipfabriken, Exyte, wurde schon 2018 abgesagt, weil das Marktumfeld nicht positiv genug war für eine Platzierung an der Börse.

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